Manfred Baumann

 4,1 Sterne bei 223 Bewertungen
Autor*in von Jedermanntod, Zauberflötenrache und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Manfred Baumann, geboren 1956 in Hallein/Salzburg, war 35 Jahre lang Autor, Redakteur und Abteilungsleiter beim ORF (Österreichischer Rundfunk). Der Krimi »Drachenjungfrau« wurde 2016 vom ORF für die Reihe »Landkrimi« verfilmt. Manfred Baumann ist auch bei facebook.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Mord und Mozartkugel (ISBN: 9783839280621)

Mord und Mozartkugel

Erscheint am 11.03.2026 als Taschenbuch bei Gmeiner-Verlag.
Cover des Buches Schaurige Orte am Bodensee (ISBN: 9783839280560)

Schaurige Orte am Bodensee

Erscheint am 11.03.2026 als Taschenbuch bei Gmeiner-Verlag.

Alle Bücher von Manfred Baumann

Cover des Buches Jedermanntod (ISBN: 9783839227237)

Jedermanntod

(24)
Erschienen am 12.07.2010
Cover des Buches Zauberflötenrache (ISBN: 9783839213025)

Zauberflötenrache

(18)
Erschienen am 09.07.2012
Cover des Buches Englein, Mord und Christbaumkugel (ISBN: 9783839227114)

Englein, Mord und Christbaumkugel

(14)
Erschienen am 07.10.2020
Cover des Buches Salbei, Dill und Totengrün (ISBN: 9783839205259)

Salbei, Dill und Totengrün

(14)
Erschienen am 12.07.2023
Cover des Buches Wasserspiele (ISBN: 9783839212004)

Wasserspiele

(15)
Erschienen am 11.07.2011
Cover des Buches Maroni, Mord und Hallelujah (ISBN: 9783839215883)

Maroni, Mord und Hallelujah

(14)
Erschienen am 01.10.2014
Cover des Buches Mozartkugelkomplott (ISBN: 9783839217733)

Mozartkugelkomplott

(13)
Erschienen am 01.07.2015
Cover des Buches Drachenjungfrau (ISBN: 9783839219416)

Drachenjungfrau

(12)
Erschienen am 05.10.2016

Neue Rezensionen zu Manfred Baumann

Cover des Buches Salzburgwut (ISBN: 9783839209028)
tinstamps avatar

Rezension zu "Salzburgwut" von Manfred Baumann

tinstamp
Kaum Spannung - sehr schade!

In seinem zwölften Fall hat Manfred Baumann wieder etwas mehr Politik einfließen lassen. Mich stört das eigentlich weniger, jedoch sollte bei einem Krimi auch die Spannung nicht zu kurz kommen und diese habe ich diesmal stark vermisst!

Im Salzburger Sebstiansfriedhof wird frühmorgens ein junger Mann tot aufgefunden. Beim Opfer handelt es sich um Elisas, einen Novizen des Franziskanerordens, der sich wegen seiner Forschungsarbeit auch nachts dort aufhalten durfte. Der angehende Ordensbruder interessierte sich ganz besonders für Paracelsus und seine Lehren. Aus der naheliegenden Kirche sind außerdem Kerzen und ein sakrales Kunstwerk gestohlen worden. Ist Elias etwa den Kirchenräubern in die Quere gekommen und musste deswegen mit dem Tod bezahlen? Dagegen spricht aber die brutale Gewalt gegen den jungen Novizen, die angewendet wurde.


Martin Merana, der erst aus seinem wohlverdienten Italienurlaub zurückgekehrt ist, hat somit bei seiner Rückkehr gleich jede Menge zu tun.

Zum Ermordeten gibt es nur wenig Hintergrundinformationen. Seine Eltern und sein älterer Bruder sind bei einem Unfall ums Leben gekommen, die ältere Schwester war damals im Ausland. Daraufhin kam Elias in ein Waisenhaus und lebte dort einige Jahre, bis er im oberösterreichischen Enns als Postulant im Franziskanerkloster eintreten durfte. Doch eine Spur führt zu einer Politikerin der HPÖ, der Heimat Partei Österreichs, die Elias kurz vor seinem Tod aufgesucht hat. Was wollte Elias bei der rechtspopulistischen Parteigenossin?

Die Nachforschungen im Umfeld des Toten sind interessant, denn Manfred Baumann erzählt einiges über den Sebastiansfriedhof und dem Leben der Mönche im Franziskanerkloster. Natürlich wird auch die Stadt Salzburg mit ihren Attraktionen wieder sehr bildhaft dargestellt. Die "versteckten" Tipps für künftige Salzburgbesucher sind jedoch etwas weniger gestreut, als in den letzten Krimis. Dafür widmet sich der Autor diesmal sehr viel der Politik. Ich habe zwar sehr ähnliche Ansichten, aber irgendwann war es meiner Meinung einfach zu viel. Ich möchte in einem Krimi Spannung und keine offensichtliche Stellungnahme des Autors zu politischen Parteien oder Personen. Als Leser:in wünscht man sich weder einen erhobenen Zeigefinger, noch die Meinung des Autors pausenlos vorgekaut zu bekommen. Man sollte neutral erzählen und kann trotzdem auf die Gefahr der rechtspopulistischen Parteien hinweisen. Belehrungen sind nicht wirklich erwünscht. Das fand ich sehr schade, denn der Mordfall wäre an sich interessant gewesen, kam aber deshalb viel zu kurz. Zusätzlich war für mich der Täter sehr bald ersichtlich.
Da ich die Reihe von Manfred Baumann sehr mag, gebe ich hier noch gutgemeinte 3 Sterne. Wäre es mein erstes Buch der Martin Merana Serie gewesen, hätte es deutlich schlechter abgeschnitten.

Fazit:
Ein sehr ruhiger, leider auch teilweise langweiliger Krimi mit zu viel politischen Content. Der eigentliche Fall und die Ermittlungen treten deshalb zu sehr in den Hintergrund und werden zur Nebensache. Sehr schade! 

Cover des Buches Salzburgwut (ISBN: 9783839209028)
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Rezension zu "Salzburgwut" von Manfred Baumann

twentytwo
Salzburgwut

Ein toter Novize, ein ungewöhnlicher Kirchenraub und rechtspopulistische Strömungen – eine ungewöhnliche Konstellation, die sich für Kommissar Merana im Lauf der Ermittlungen, zu einer herausfordernden Aufgabe mit erstaunlichen Erkenntnissen entwickelt. Als ausgefuchster Salzburgkenner muss er sich, wie schon so oft, eingestehen, dass es selbst für ihn immer wieder Neues in der geschichtsträchtigen Stadt zu entdecken gibt. Entsprechend schwer fällt es ihm sich auf die Ermittlungen zu konzentrieren und seinem Drang sich in historische Details zu verstricken zu widerstehen.

FAZIT
Ein auf vielen Ebenen spannender Krimi, der durch die interessante Gestalt Meranas zusätzlich punktet.

Cover des Buches Salzburgwut (ISBN: 9783839209028)
SuEdelmanns avatar

Rezension zu "Salzburgwut" von Manfred Baumann

SuEdelmann
Der zwölfte Fall für den Salzburger Kommissar Merana spielt in einem besonders bedrohlichen Umfeld

https://www.susanne-edelmann.de/2025/09/salzburgwut/

Wer meinem Blog schon eine Weile folgt, weiß, dass ich ein ganz großer Fan der Salzburg-Krimis von Manfred Baumann bin. Ich bin sogar schon mehrfach extra nach Salzburg gefahren, um mir dort einige Schauplätze der Krimireihe genauer anzuschauen. Nun erschien mit „Salzburgwut“ der zwölfte Fall für Kommissar Merana und sein Team – und ehrlich gesagt hatte ich diesmal etwas Angst vor der Lektüre. Warum? Nun, die Handlung spielt in einem Milieu, das mir auch im wahren Leben derzeit sehr viel Angst macht.

Auf dem Sebastiansfriedhof in Salzburg wird die Leiche eines jungen Mannes gefunden, der offenbar auf brutalste Art und Weise getötet wurde. Bei dem Opfer handelt es sich um Elias, einen Novizen des Salzburger Franziskanerorders, der zum Thema Paracelsus forschte und sich dafür auch nachts auf dem Friedhof und in der Kirche Sankt Sebastian aufhalten durfte. Gleichzeitig wurden aus der Kirche zwei Kerzenleuchter und eine Statue gestohlen. War Elias den Dieben in die Quere gekommen und musste deshalb sterben?

Aber es gibt noch eine andere Spur: Merana findet heraus, dass Elias kurz vor seinem Tod Kontakt zu einer hochrangigen Politikerin der rechtspopulistischen Partei HPÖ hatte. Mehr noch: Vor einigen Jahren gehörte er selbst in Oberösterreich der HPÖ-Jugendorganisation an, wenngleich nur für wenige Monate. Als er die Jugendgruppe verlässt, bricht er zugleich auch alle Zelte in seiner Heimat ab. Irgendetwas muss dort vorgefallen sein, das ihn zur Flucht zwang. Doch warum nahm er dann Jahre später in Salzburg von sich aus wieder Kontakt zur HPÖ auf? Seinen Mitbrüdern zufolge wollte er „verirrte Schäflein zurück auf den rechten Weg bringen“ – wurde ihm das zum Verhängnis?

Derweil wird in Salzburg ein internationaler Kongress zum Thema Armutsbekämpfung vorbereitet und das nutzen Parteien aller Richtungen, um sich zu positionieren. Vor allem die HPÖ fällt schon im Vorfeld durch besonders lautes Geschrei auf und schreckt auch vor gewaltsamen Ausschreitungen nicht zurück. Die Polizei ermittelt, dass die rechtsradikale Bewegung international mit Gleichgesinnten vernetzt ist. Hass und Wut regieren nicht nur in Österreich, sondern in ganz Europa …

Diese Zunahme von Hass und Hetze, das Erstarken rechtsradikaler Parteien, die inzwischen ganz offen zugeben, die Demokratie unterwandern zu wollen – all das ist erschreckend real und aktuell. Und genau das war der Grund, warum ich zunächst Angst vor der Lektüre hatte. Denn ehrlich gesagt lese ich derzeit Bücher vor allem auch, um mir eine kurze Auszeit von der aktuellen Nachrichtenlage zu gönnen, meiner eigenen seelischen Gesundheit zuliebe. Andererseits ist es wichtig und richtig, dass solche Dinge in Büchern thematisiert werden, gar keine Frage!

Dennoch blieb dieser zwölfte Band der Krimireihe ein wenig hinter meinen Erwartungen zurück – und das lag ausdrücklich nicht an dem ernsten Thema! Vielmehr fand ich die Art und Weise, wie von den Ermittlungen erzählt wurde, diesmal ein klein wenig zäh. Wenn Merana und sein Team gemeinsam den Stand ihrer Ermittlungen erörtern (solcherlei Szenen gibt es in diesen Krimis sehr häufig und normalerweise liebe ich sie), dann kommt es dabei diesmal leider zu arg vielen Wiederholungen, die die Spannung ein wenig ausbremsen.

Auch viele weitere Szenen – etwa die Art und Weise, wie Merana sich einem Mordopfer nähert oder nachts noch einmal den Tatort aufsucht – wurden so oder sehr ähnlich schon in den vorherigen Krimis beschrieben. Klar, wenn jemand mit diesem zwölften Fall neu in die Krimireihe einsteigt, dann ist es wichtig, das zu erzählen. Wer aber die Vorgängerbände kennt, für den sind solche Szenen nur langatmige Wiederholungen. Vielleicht hätte man hier zumindest ein wenig straffen können?

Dazu kommen ein paar Dinge im Erzählstil des Autors, den ich sonst ja wirklich gerne mag. Diesmal reihten sich auffallend häufig recht kurze, einfache Sätze aneinander. In einem Fall begannen drei Sätze hintereinander mit dem Wort „er“: Er tat dies. Punkt. Er tat das. Punkt. Er tat jenes. Punkt. Das wirkt leider nicht sonderlich elegant, sondern eher etwas holprig.

Aber das ist Jammern auf ganz, ganz hohem Niveau! Grundsätzlich konnte mich auch dieser Krimi wieder gut unterhalten und ich freue mich schon jetzt auf hoffentlich noch viele weitere Fälle mit meinem Salzburger Lieblingskommissar. Hier nochmal alle Bände der Serie in chronologischer Reihenfolge:

Jedermanntod (2010)
Wasserspiele (2011)
Zauberflötenrache (2012)
Drachenjungfrau (2014, dieser Krimi wurde 2015 für das ORF verfilmt)
Mozartkugelkomplott (2015)
Todesfontäne (2018)
Marionettenverschwörung (2019)
Jedermannfluch (2020)
Salzburgsünde (2021)
Salzburgrache (2022)
Mörderwalzer (2023)
Salzburgwut (2025)

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