Manfred Brauneck

 4.2 Sterne bei 9 Bewertungen
Autor von Theaterlexikon, Theater im 20. Jahrhundert und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Manfred Brauneck

Prof. em. Dr. Manfred Brauneck, Jahrgang 1934, lehrte seit 1973 Neuere Deutsche Literaturwissenschaft und Theaterwissenschaft an der Universität Hamburg. Von 1986 bis 2003 Leiter des Zentrums für Theaterforschung, bis 2005 auch des Studiengangs Schauspieltheater-Regie. Seit 1973 zahlreiche Gastprofessuren in den USA, Polen und Bulgarien. Seine Forschungsschwerpunkte sind: Geschichte und Theorie des Theaters, Grenzbereiche zwischen Theater und bildender Kunst. 2010 ausgezeichnet mit dem Balzan-Preis für Geschichte des europäischen Theaters.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Manfred Brauneck

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Cover des Buches Theater im 20. Jahrhundert (ISBN:9783499556791)

Theater im 20. Jahrhundert

 (2)
Erschienen am 22.09.2009
Cover des Buches Kleine Weltgeschichte des Theaters (ISBN:9783406668517)

Kleine Weltgeschichte des Theaters

 (1)
Erschienen am 18.11.2014
Cover des Buches Weltliteratur fim 20. Jahrhundert (ISBN:B00H37W4IO)

Weltliteratur fim 20. Jahrhundert

 (1)
Erschienen am 01.01.1994
Cover des Buches Theaterlexikon 1 (ISBN:9783499556739)

Theaterlexikon 1

 (0)
Erschienen am 01.08.2007
Cover des Buches Theaterlexikon 2 (ISBN:9783499556500)

Theaterlexikon 2

 (0)
Erschienen am 01.08.2007
Cover des Buches Theaterlexikon (ISBN:9783499554179)

Theaterlexikon

 (3)
Erschienen am 01.02.1993

Neue Rezensionen zu Manfred Brauneck

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M

Rezension zu "Kleine Weltgeschichte des Theaters" von Manfred Brauneck

Gute Orientierung
michael_lehmann-papevor 5 Jahren

Gute Orientierung

Die Geschichte des europäischen Theaters, das Theater in Indien, in China und in Japan, das sind die vier großen Themenbereiche, denen Manfred Brauneck auf diesen gut 275 Seiten nachgeht.

Wobei, auch wenn dem europäischen Teil im Buch breiter Raum eingeräumt wird, sicherlich der Blick auf die drei anderen, „exotischen“ Plätze besonderes Augenmerk gelten sollte. Denn nicht unbedingt breit bekannt dürfte, welch immense Breite an Theaterkultur mit einer Vielfalt an künstlerischen Formen diese Kulturen hervorgebracht haben.

Wobei Brauneck sehr gut zum einen darzustellen vermag, wie diese anderen Theaterkulturen ohne Kontakt zur „westlichen Entwicklung“ entstanden sind, einerseits, und andererseits das Verbindende, der Kern des Theaters, doch in allen Kulturen etwas gemeinsames hat:
Die Reflexion der allgemeinen Geschichte, der Sozial und Kulturgeschichte der jeweiligen Gesellschaft.

Und das in spannend ganz unterschiedlichen Formen, auch in ganz unterschiedlichen Bewertungen des Stellenwertes des Theaters in der Gesellschaft und seinen Funktionen.

Bis dahin, dass im Lauf des 19. Jahrhunderts mit der Öffnung vieler Handelswege und dem Beginn der „Globalisierung“ das „moderne Theaterwesen“ in China, Indien und Japan entstand, dies dann deutlich erkennbar beeinflusst von den Traditionen und Entwicklungen des „westlichen Theaters“.

Aber die Traditionen sind nicht verschwunden. Das „Nebeneinander“ zwischen „modernem Theater“ und „traditionellem Theater“ ist ein weiterer informativer Gewinn, den der Leser aus den Darlegungen Braunecks gewinnt (und ein Einblick in die Gegenwart gerade der traditionellen Anteile des Theaters an jenen fernen Orten).

Wobei der breite und dabei durchaus auch in die Tiefe reichenden Blick auf das europäische Theater für den Leser einen guten Überblick natürlich auch auf die „eigenen Traditionen“ liefert, von der Antike über die Renaissance und den Barock bis hin zur Moderne zieht Brauneck immer wieder die innere Verbindung zur Zeitgeschichte und ihren Ausdrucksformen im Theater heran.

Für Theaterliebhaber eine empfehlenswerte Lektüre, die vielfach Neues und „Fremdes“ anbietet und in der die Kernfrage nach dem „Umgang mit dem Theater fremder Kulturen“ durchaus Rückschlüsse anbietet zum Stand der geistigen Offenheit (in allen angesprochenen Kulturen) oder eben einer Verschlossenheit Fremden gegenüber. Mitsamt der, lange Jahrhunderte dominierenden, Hybris des Westens, andere Kulturen anzupassen und das je eigene dort an den Ran zu drängen (wenn nicht gar aktiv zu bekämpfen).

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Manfred Brauneck wurde am 22. April 1934 in Königszell (Deutschland) geboren.

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