Manfred Brauneck

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Autor von Theaterlexikon, Theater im 20. Jahrhundert und weiteren Büchern.

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Theater im 20. Jahrhundert

Theater im 20. Jahrhundert

 (2)
Erschienen am 22.09.2009
Kleine Weltgeschichte des Theaters

Kleine Weltgeschichte des Theaters

 (1)
Erschienen am 17.11.2014
Weltliteratur fim 20. Jahrhundert

Weltliteratur fim 20. Jahrhundert

 (1)
Erschienen am 01.01.1994
Theaterlexikon 1

Theaterlexikon 1

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Erschienen am 01.08.2007
Theaterlexikon 2

Theaterlexikon 2

 (0)
Erschienen am 01.08.2007
Theaterlexikon

Theaterlexikon

 (3)
Erschienen am 01.02.1993

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M

Rezension zu "Kleine Weltgeschichte des Theaters" von Manfred Brauneck

Gute Orientierung
michael_lehmann-papevor 4 Jahren

Gute Orientierung

Die Geschichte des europäischen Theaters, das Theater in Indien, in China und in Japan, das sind die vier großen Themenbereiche, denen Manfred Brauneck auf diesen gut 275 Seiten nachgeht.

Wobei, auch wenn dem europäischen Teil im Buch breiter Raum eingeräumt wird, sicherlich der Blick auf die drei anderen, „exotischen“ Plätze besonderes Augenmerk gelten sollte. Denn nicht unbedingt breit bekannt dürfte, welch immense Breite an Theaterkultur mit einer Vielfalt an künstlerischen Formen diese Kulturen hervorgebracht haben.

Wobei Brauneck sehr gut zum einen darzustellen vermag, wie diese anderen Theaterkulturen ohne Kontakt zur „westlichen Entwicklung“ entstanden sind, einerseits, und andererseits das Verbindende, der Kern des Theaters, doch in allen Kulturen etwas gemeinsames hat:
Die Reflexion der allgemeinen Geschichte, der Sozial und Kulturgeschichte der jeweiligen Gesellschaft.

Und das in spannend ganz unterschiedlichen Formen, auch in ganz unterschiedlichen Bewertungen des Stellenwertes des Theaters in der Gesellschaft und seinen Funktionen.

Bis dahin, dass im Lauf des 19. Jahrhunderts mit der Öffnung vieler Handelswege und dem Beginn der „Globalisierung“ das „moderne Theaterwesen“ in China, Indien und Japan entstand, dies dann deutlich erkennbar beeinflusst von den Traditionen und Entwicklungen des „westlichen Theaters“.

Aber die Traditionen sind nicht verschwunden. Das „Nebeneinander“ zwischen „modernem Theater“ und „traditionellem Theater“ ist ein weiterer informativer Gewinn, den der Leser aus den Darlegungen Braunecks gewinnt (und ein Einblick in die Gegenwart gerade der traditionellen Anteile des Theaters an jenen fernen Orten).

Wobei der breite und dabei durchaus auch in die Tiefe reichenden Blick auf das europäische Theater für den Leser einen guten Überblick natürlich auch auf die „eigenen Traditionen“ liefert, von der Antike über die Renaissance und den Barock bis hin zur Moderne zieht Brauneck immer wieder die innere Verbindung zur Zeitgeschichte und ihren Ausdrucksformen im Theater heran.

Für Theaterliebhaber eine empfehlenswerte Lektüre, die vielfach Neues und „Fremdes“ anbietet und in der die Kernfrage nach dem „Umgang mit dem Theater fremder Kulturen“ durchaus Rückschlüsse anbietet zum Stand der geistigen Offenheit (in allen angesprochenen Kulturen) oder eben einer Verschlossenheit Fremden gegenüber. Mitsamt der, lange Jahrhunderte dominierenden, Hybris des Westens, andere Kulturen anzupassen und das je eigene dort an den Ran zu drängen (wenn nicht gar aktiv zu bekämpfen).

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Manfred Brauneck wurde am 22. April 1934 in Königszell (Deutschland) geboren.

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