Manfred Flügge

 3.9 Sterne bei 17 Bewertungen

Lebenslauf von Manfred Flügge

Manfred Flügge wurde 1946 in Kolding/Dänemark geboren. Seine Kindheit und Jugend verbrachte er im Ruhrgebiet. Er studierte Romanistik und Geschichte (in Münster i. W. und in Lille), war Gymnasiallehrer und Universitätsdozent und lebt seit 1988 als freier Autor, Übersetzer und Kritiker in Berlin und Paris.

Alle Bücher von Manfred Flügge

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Die vier Leben der Marta Feuchtwanger

Die vier Leben der Marta Feuchtwanger

 (5)
Erschienen am 26.04.2010
Stadt ohne Seele

Stadt ohne Seele

 (3)
Erschienen am 16.02.2018
Das Jahrhundert der Manns

Das Jahrhundert der Manns

 (2)
Erschienen am 17.10.2016
Traumland und Zuflucht

Traumland und Zuflucht

 (2)
Erschienen am 17.06.2013
Das flüchtige Paradies

Das flüchtige Paradies

 (1)
Erschienen am 20.11.2008
Stéphane Hessel - ein glücklicher Rebell

Stéphane Hessel - ein glücklicher Rebell

 (1)
Erschienen am 20.02.2012
Paris ist schwer

Paris ist schwer

 (1)
Erschienen am 01.01.1992
Muse des Exils

Muse des Exils

 (0)
Erschienen am 13.10.2012

Neue Rezensionen zu Manfred Flügge

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Sikals avatar

Rezension zu "Stadt ohne Seele" von Manfred Flügge

Österreich gibt es nicht mehr
Sikalvor 9 Monaten

Gerade jetzt – März 2018 – wird jeden Tag auch medial an das Jahr 1938 gedacht, an eine Zeit, die hoffentlich nie in Vergessenheit gerät und sich nicht wiederholt. Doch können wir behaupten, aus der Vergangenheit gelernt zu haben, sind wir 80 Jahre später umsichtiger und vorausschauender?

 

Im März des Jahres 1938 zeigte sich der Beginn einer Ära eines Regimes, das für viele Jahre die Welt in Atem hielt. Innerhalb kürzester Zeit radikalisierten sich diverse Gruppierungen, deren Ziel es war, Macht auszureizen, die Bevölkerung – vorzugsweise Juden – ihrer Autorität zu unterjochen.

 

Der Autor Manfred Flügge schreibt über ein Wien ohne Seele und versucht zu analysieren, wie der Anschluss an das Deutsche Reich vonstattenging, welche Auswirkungen diese Annexion hatte und wie sich das innerösterreichische Leben dadurch änderte. Er lässt auch den historischen Hintergrund (das Jahrhunderte dauernde Regime der Habsburger) nicht außer Acht, hinterfragt den Einfluss der Kirche bevor er das Leben (und die Flucht oder Verhaftung) vieler bekannter Persönlichkeiten analysiert.

 

Wien zählte zu dieser Zeit beinahe 200.000 Juden und war damit „Spitzenreiter“ im Deutschen Reich, viele siedelten sich während der Habsburgerzeit an, viele aufgrund des ersten Weltkrieges. Durch ihren Hang zu Kunst und Kultur wurde Wien zu einer lebendigen Stadt. Der immer weiter fortschreitende Antisemitismus führte in eine Katastrophe, die wir heute alle zumindest aus Erzählungen kennen. Flügge analysiert hier sehr detailliert die Intoleranz, den Hass auf jüdische Menschen, die bereits lange vor 1938 gefährdet waren.

 

„Sigmund Freud verließ Wien am Samstag, dem 4. Juni 1938. Das goldene Wiener Herz hatte jeden Glanz verloren, als der Vater der modernen Seelenkunde den Weg ins Exil antrat.“

 

Obwohl mit Wien eng verbunden, musste Freud letztendlich doch den Weg ins Exil nehmen, um sein Leben und das seiner Familie zu retten. Als seine Schriften verbrannt wurden, wusste er bereits um der Gefahr, doch er verdrängte sie lange Zeit – wie wohl so viel andere auch.

 

Doch nicht nur Freud kommt in den Fokus des Autors, auch Namen wie Viktor Hess, Erwin Schrödinger, Otto Loewi, Hans Weigel, Bruno Kreisky und viele andere – sie alle hatten keine Zukunft mehr in Österreich, wurden nicht mehr geduldet und mussten weg aus Wien.

 

Flügge schreibt flüssig und eindrucksvoll. Er spannt einen weiten Bogen über ein Jahr, das noch immer nachhallt obwohl wir heute nicht mehr nachvollziehen können, warum welche Handlungen wie gesetzt wurden. Das Buch ist auf jeden Fall ein wichtiges Zeitdokument und fasst die Auslöschung Österreichs sehr gut zusammen.

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Bernhard_Hampps avatar

Rezension zu "Die vier Leben der Marta Feuchtwanger" von Manfred Flügge

Einiges erlebt
Bernhard_Hamppvor einem Jahr

Eine Lebensbeschreibung Marta Feuchtwangers ist weniger interessant durch das, was diese Frau geschaffen hat oder nicht - sie war halt einfach die Ehefrau Lion Feuchtwangers -, sondern dadurch, was sie erlebt hat.

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UteSeiberths avatar

Rezension zu "Die vier Leben der Marta Feuchtwanger" von Manfred Flügge

Rezension zu "Die vier Leben der Marta Feuchtwanger" von Manfred Flügge
UteSeiberthvor 7 Jahren

Marta Feuchtwanger ist wirklich eine der interessantesten "Dichterfrauen" des 20. Jahrhunderts und ihr langes Leben und ihre Lebensgeschichte hat mich sehr beeindruckt.Ihre fast männliche Art des Zugreifens,ihre sportliche Durchtrainiertheit waren gute Voaraussetzungen die starke Frau in Lion Feuchtwangers Leben zu sein,der diesen Halt sehr gebraucht hat.Ihre "offene" Ehe war auch sehr bemerkenswert und ihr Nomadenleben sowieso.Ich finde es nur schade,dass in dieser Ehe Kinder keinen Platz hatten.Sie war eine der ersten emanzipierten Frauen im 20. Jahrhundert.

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