Das Buch ist zunächst ganz trocken ein Lehrbuch über die Institutionen der Bundesrepublik und wie sie mit- und gegeneinander arbeiten. Das bedeutet, dass die Lektüre entsprechend trocken ist. Quintessenz ist in etwa, dass in Deutschland viele Mitspieler eine Vetomacht haben (ein Drittel der Abgeordneten können eine Verfassungsänderung verhindern,, die Länder müssen im Bundesrat vieilen Gesetzen zustimmen, das Verfassungsgericht kann Gesetze kippen. Insgesamt helfen die vielen Akteure dabei, neue Themen und Probleme in den politischen Prozess hineinzutragen, aber weil alle immer überall mitsprechen müssen, werden die Problem eher selten und nur im Kompromiss gelöst.
Wenn man das weiß, kann man deutsche Politiker wahrscheinlich fairer beurteilen.
Im zweiten Teil untersucht der Autor die praktische Auswirkung dieser Verfassungsorganisation in verschiedenen Politikfeldern und da spart er nicht mit sehr subjektiven Lob und Tadel, was meiner Meinung nach die Gültigkeit des Buches schon etwas in Zweifel zog.









