Manfred Gregor

 4.3 Sterne bei 17 Bewertungen
Autor von Die Brücke, Die Brücke und weiteren Büchern.

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Die Brücke

Die Brücke

 (14)
Erschienen am 05.03.2007
Die Brücke

Die Brücke

 (2)
Erschienen am 20.03.2006
Die Brücke

Die Brücke

 (0)
Erschienen am 22.03.2019

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Rezension zu "Die Brücke" von Manfred Gregor

Ein tolles, berührendes Jugendbuch
WildRosevor 4 Jahren

Jugendbücher über den zweiten Weltkrieg gibt es viele und die meisten davon sind insgesamt sehr gelungen. Doch selten schafft ein für junge Menschen bestimmter Roman es so wie "Die Brücke", zu berühren und zu bewegen. Der Autor, Manfred Gregor, lässt sieben Freunde für den Leser lebendig werden, welche in den letzten Kriegstagen im Jahre 1945 eine strategisch absolut bedeutungslose Brücke verteidigen sollen. Die sieben Jungen, welche in einer Zeit aufwachsen, zu der absoluter Gehorsam und die Verteidigung des Vaterlandes wichtige moralische Werte waren, nehmen diesen aussichtslosen Kampf auf.
Trotz des einfachen Schreibstils und der Kürze des Romans ist "Die Brücke" für mich daher ein Buch, das ich gerne weiterempfehle.

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Rezension zu "Die Brücke" von Manfred Gregor

Rezension zu "Die Brücke" von Manfred Gregor
LadyMacbethvor 7 Jahren

2. Mai 1945

Nur wenige Tage vor der Kapitulation Deutschlands ziehen sieben junge Männer im Auftrag der Wehrmacht aus, um “Vaterland”, “Volk”, “Ehre” und den “Führer” im Krieg zu verteidigen. Was mit falschen Vorstellungen und dem strengen Kasernenalltag beginnt, wird bald ein blutiger Kampf ums Überleben, als die sieben eine – strategisch bedeutungslose – Brücke vor den anrückenden Amerikanern verteidigen sollen…

Meine Meinung

Manfred Gregors Roman “Die Brücke” – erstmals 1958 erschienen – ist, gemessen an Erich Maria Remarques “Im Westen nichts Neues” ein eher kleines, literarisches Licht. Möchte man auf den ersten Blick meinen. Wo Remarques Protagonisten voller Emotion handeln, sich fürchten, schreien, Krieg führen, sind Manfred Gregors Figuren hölzern, oberflächlich und wenig emotional.
Doch genau das ist, zumindest in meinen Augen, für diesen Roman auch notwendig. Als Leser fühlt man sich starr vor Entsetzen, wenn man sich ins Bewusstsein führt, dass diese jungen Männer gar keine Chance haben, “ausgedehnt” um ihre gefallenen Freunde zu trauern – es könnte sie ihr Leben kosten. Manfred Gregor zeigt seine Protagonisten fast ausschließlich im Gefecht (ein großer Unterschied zu Remarque) und wer hat im direkten Kampf schon Zeit, reflektiert über das nachzudenken, was er tut? Im Krieg heißt es einzig, zu überleben. Gedankenfetzen, Assoziationen und (angedeutete) Gefühle sind es, die der Leser von den Figuren zu fassen bekommt ~ und Erinnerungen in Form von Rückblenden.
Für einen Roman dieser Art, der ja wirklich (fast) nur von wenigen Stunden berichtet, finde ich keine Erzählform passender als diese.
Die alten Männer, welche die Brücke ebenfalls verteidigen sollen, suchen das Weite. Der fehlgeleitete Idealismus, eingebläut durch die Schule, die Hitlerjugend und Co., bringt die Jungen in Schwierigkeiten, da sie den Alten nicht folgen: Sie haben die Chance, zu fliehen, doch sie schlagen sie aus, weil ein General ihnen befohlen hat, die Brücke zu bewachen – und was zählt ihre Meinung schon gegen die des Generals? Sie sind ein Beispiel absoluten Gehorsams und verteidigen “ihre” Brücke bis zum bitteren Ende…
Und dieses Ende verdeutlicht noch einmal mehr, wie grausam der Krieg ins Bewusstsein derer drängt, die ihn miterleben müssen, wie sehr er Menschen verstört und wie erbarmungslos er seine Opfer fordert…

Fazit

“Die Brücke” ist ein beeindruckendes und erschreckendes Buch, das – zumindest “literarisch” betrachet – zwar nicht ganz an “Im Westen nichts Neues” herankommt, doch auf seine Art und Weise eindrücklich ist, auch über das Ende hinaus. Sehr aufschlussreich (und bewegend) ist auch das Nachwort des Autors.

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Rezension zu "Die Brücke" von Manfred Gregor

Rezension zu "Die Brücke" von Manfred Gregor
Phievor 8 Jahren

Klappentext:
Ein Tag kurz vor dem Ende des Krieges. Sechs Jungen sterben einen sinnlosen Tod: Als letztes Aufgebot sollen sie allein eine Brücke gegen die vorrückenden Amerikaner verteidigen. Ein strategisch völlig sinnloses, bedeutungsloses Unterfangen und ein Mißbrauch der Ideale dieser Jugendlichen. Nach dem Tod ihres Unteroffiziers, der die Jungen eigentlich nach hause schicken wollte, sind sie allein geblieben, allein mit ihren Ängsten und ihren Kriegsvorstellungen aus Trapper- und Indianerspielen. Einer der sieben Jungen überlebt das Grauen. Zehn Jahre später kommt er an den Ort des tragischen Geschehens zurück und erinnert sich daran.

Meinung:
Von meinem Vater motiviert nach dem Film im Fernsehen, suchte ich mir das Buch aus seinem Regal und begann zu lesen. Natürlich kannte ich die Handlung schon, trotzdem wurde es nicht langweilig.
Dieses Buch zeigt nur allzu gut wieder auf, wie grausam ein Krieg ist und wie Unschuldige (hier Jugendliche) durch ihre anfängliche Begeisterung "etwas Gutes für das Land zu tun" ausgenutzt werden.
Sehr empfehlenswert für alle Kriegsinteressierte.

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