Manfred H. Freude Gesang einer Nachtigall

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Inhaltsangabe zu „Gesang einer Nachtigall“ von Manfred H. Freude

Gesang einer Nachtigall Ein ganzes Leben vom Widerstand bis zur Amnestie. Persönliche Erinnerungen Politischen Gefangenen Anna Maria Hubertina Aretz Mein Ungehorsam - Mein Protest - Mein Widerstand Alles scheint mir so weit weg und so nah. Hier ist es, als singe ich meine Lieder, hier, in diesem kleinen vergitterten Käfig. Aber jemand hat nicht gesagt, dass die gefangene und blinde Nachtigall besser singt als ihre Brüder in Freiheit und nicht aus Verzweiflung oder Bedauern, nein, allein nur aus Dankbarkeit, dass ihr ein weiterer Tag erlaubt ist zu singen! (Aus dem Tagebuch Leopold Flam Sonntag 27.Juni 1943) Das große Unglück unserer Zeit ist, dass viele nichts zu sagen haben, und weil sie nicht sprechen können, reden sie nur. Leopold Flam (1912-1995) Die Nachtigall Die Neugeborene sang zum ersten Mal. In Busch und Feld die Welt verstarb ein letztes Mal. Die Melodie, die nun erklang, durchschnitt die freie Flur. Das Ende hieß für immer – nie vergessen. An einem schönen Maimorgen 1942 hörte ich das Stampfen von schweren Stiefeln, die bedenklich die 52 Treppenstufen zu meinem Apartment an der Boomgaardstraat 93, in Antwerpen, heraufkletterten. Als es klopfte, öffnete ich, und es stand in der Tat, dort in der Tür, ein Mitglied der GF (geheime Feldpolizei) aus Nummer 15, der Belgiëlei. Der Mann frug nach meiner Identitätskarte. Ich reichte sie ihm herüber, ohne mir den schlampigen Beleg, der ein Befehl war, um zu einem Verhör zu erscheinen, anzuschauen. Weil ich kein sauberes Gewissen hatte, frug ich nach dem Anlass dieses Befehls. Er antwortete, dass ich schriftlich angeklagt war, wegen Verbergens von Juden und wegen des Besorgens von portugiesischen Pässen an Juden und Arbeitsunwilligen und wegen der Tatsache, dass ich Juden zu Hause empfangen würde. Darüber hinaus wusste der Beobachter mich zu überzeugen, dass ich einen Helfer hatte, und zwar in der Person von dem Metzger auf dem gleichen Flur, der sich genauso verantworten müsste. Dies war es also nur! Die Angst, die mich beklemmte, verschwand nur langsam. Ich war Krankenschwester und hatte Nachtdienst. Darum waren sie so freundlich mich um 8:00 Uhr am Abend zu empfangen und darüber hinaus bekam ich noch einen Tag Gnade. Im Wissen daran, wem ich auch in der Zwischenzeit mein Herz ausschüttete, erschrak ich heftig, ...

Anna Maria Hubertine Peeters-Aretz, geb. 22.08.1893 in Horbach, Wohnort: Berlaar, Beruf: Krankenschwester verheiratet, verhaftet: 05.02.43,

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    Gesang einer Nachtigall
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    DichterFreude

    21. August 2015 um 18:04

    Anna Maria Hubertine Peeters-Aretz, geb. 22.08.1893 in Horbach, Wohnort: Berlaar, Beruf: Krankenschwester verheiratet, verhaftet: 05.02.43, Gefängnis: Anvers Einlieferungsstelle: Gestapo, Schutzhaft, registriert im KL Ravensbrück am 19.6.1944, Häftl.-Nr. 42616, politisch überstellt am 7.8.44 nach Beendorf-Bartensleben (Außenlager des KL Neuengamme), Häftl.-Nr. 6149 befreit durch das Schwed. Rote Kreuz, Ankunft in Schweden am 03.05.1945, Verlegungszielort: Tennisstadion Malmö

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