SCHWAIGEN & NICHTSZ

von Manfred H. Freude 
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Inhaltsangabe zu "SCHWAIGEN & NICHTSZ"

Sprachspiel, Sprechakttheorie und Privatsprache.
Allgemein sprechen wir bei einem Sprachspiel von „allgemeinen“ Äußerungen. Es sind also keine eindeutigen Äußerungen. Trotzdem soll die Sprache, Regeln folgen; so wie ein Spiel, ebenfalls Regeln befolgt. Aber ist die Regel, das, was ein Spiel ausmacht, im Gegensatz zur Sprache? Folgen wir nicht richtiger eher Richtlinien? Innerhalb eines praktischen Zusammenhangs versteht man jede Äußerung als Sprachspiel. Klären wir nicht, dass es bei einem Spiel einen Sieger gibt. Ich erwähne hier vorsätzlich nicht den Verlierer. Die unterschiedliche Qualität der Sprache zeichnet sich durch die spezielleren Begriffe gegenüber der alltäglichen Sprache aus. Das gibt es auch bei Spielen. Je vortrefflicher das Spiel, desto höher der Einsatz und der Gewinn. Desto höher der persönliche Einsatz des Spielers. Man kann also nicht bei (Fachsprache) Hochspielen nicht mit Kinderspielen (Privatsprache im weitesten Sinne) argumentieren. Das Zeigen des unvorstellbaren Holocaust, oder der Bilder von 9.11. sowie Hinweise auf Bücher, die nicht verfügbar sind, weil sie sich auf dem Index befinden oder nicht mehr auffindbar sind, bei diesen Vorstellungen steigert sich das Pathos des Schweigens ins Unerträgliche. In der Imitation des Privatsprachenargumentes kann man nun sagen, dass tatsächlich das Pathos unerträglich wird, wenn eine rettende Sprache über soviel Verlust nicht möglich ist.
Sollte Sprache also verwendet werden, wie ein Spiel. Das hieße, es muss immer einen Verlierer geben, auch bei einem Spiel mit sich selbst. Bei einer Rede, wer wäre dabei der Verlierer. Wir sprechen bei der Sprache nur vom Verlierer, denn würden wir es als Spiel bezeichnen, wenn der Sophist seinen Gegner in Grund und Boden redet. Beispiele, wie die Sprache verwendet werden kann, eignen sich nicht zu Sprachspielen. Sprache wäre in diesem Spiel nur der Ball, der Stein oder der Würfel. Ein Ball, Stein oder Würfel alleine macht noch kein Spiel aus, ebenso wenig, wie die Sprache. Dass jede sprachliche Äußerung in einer menschlichen Praxis beheimatet ist, heißt, dass ohne Sprechen und ohne ein Dichten, der Mensch nicht leben kann. Dichterisch wohne der Mensch. Wie der Mensch gezwungen ist zu atmen, so ist er gezwungen zu dichten, zu sprechen. Man bedeutet mit einem Wort, einem Satz, dass was man tut, mit einem Ball, Stein oder Würfel. „Ich werde auch das Ganze: der Sprache und der Tätigkeiten, mit denen sie verwoben ist, dass »Sprachspiel« nennen.“ – Wittgenstein, P

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783844218879
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:480 Seiten
Verlag:epubli
Erscheinungsdatum:16.02.2012

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    DichterFreudevor 7 Jahren
    Kurzmeinung: http://www.facebook.com/sharer.php?u=http://www.schwaigen.blog
    Rezension zu "SCHWAIGEN & NICHTSZ" von Manfred H. Freude

    NEUERSCHEINUNG
    In Hardcover, Softcover und als E-Book
    Das philosophische Werk:
    SCHWAIGEN & NICHTSZ –
    Die unerhörte Wende

    Autor: Manfred H. Freude
    Kategorie: Wissenschaft → Philosophie und Geisteswissenschaften
    Preis: 69,85 €
    Kundenbewertung:
    Hardcover | Wissenschaft | 480 Seiten s/w | ISBN: 978-3-8442-1662-2
    Deutsch | Altersempfehlung: ab 18 Jahren | Erscheinungsdatum: 15.02.2012
    Schlagworte:
    Philosophie, Geisteswissenschaft, Sprachphilosophie, Germanistik,
    Diese Theorie des Schwaigen Was kann ein Dichter sagen? Von Manfred H. Freude Kann ein Dichter überhaupt etwas sagen und wie kann er es sagen? Die Sprache ist der unaufhörlich fließende Fluss in den man nie zweimal steigt. Das unbewegte Ich fordert mit Wiedererinnern und Apriori die Wahrheit. Sprache ist fließend. Wir haben dahin gehend erkannt, dass wir denkend schauen (Theorein), dass Dinge, die wir sehen, eigentlich erst in unserem Kopf gebildet werden. Wir müssen nun umdenken, das nicht wie wir bisher zu beweisen versuchten, die Dinge in unserem Kopf in die Sprache abbilden, sondern, das wir die Schrift und die Sprache ebenfalls durch hören, über das Sehen denkend erfasst werden. Es ist doch wissenschaftlich nicht nachzuvollziehen, das ein Wissenschaftler denkt, seine Sprache wäre präziser als die Aussage eines welken Blattes. Dichterlüge? Lügt der Dichter? Kann ein Dichten lügen? Diese Frage nach der Moral wird seit jeher Dichtern vorgeworfen. In der Presse: Es gibt nichts mehr zu berichten, was Schlagzeile machen könnte, bisher aus einem machen könnte. Schon gar nicht die Wahrheit ist für den Leser interessant. Es müssen Lügen sein, erfundene Schlagzeilen. Nur über das was nicht sein kann, was nicht sein darf wird Interesse geweckt. Jeder Mensch ist Dichter und dichtet sich seine Welt zu Recht. Am Morgen liest er seine Zeitung. Die darin enthaltene Story hörte er bereits im Radio. Am Vorabend berichtete man darüber im Fernsehen. Wer nun denkt er wäre Erstleser dieses Zeitungstextes, ich meine, wer denkt er ginge völlig ohne Vorwissen an diesen Text, ohne dieses Vorwissen, würde man seinen Verstand ausschalten, der irrt. Was aus der Zeitung spricht ist nur subjektiv. Oder genauer, es ist objektiv, wird aber nur subjektiv wahrgenommen. Es ist sehr einfach. Begegnet uns ein Chinese, und spricht uns in seiner Landessprache zu, so verstehen wir seine Sprache nicht, aber immerhin werden wir etwas verstehen. Im einfachsten Fall verstehen wir Nichts, wir verstehen, dass wir nichts verstanden haben, also haben wir etwas verstanden. Nämlich das, wenn einer zu uns in einer uns unverständlichen Sprache spricht wir nichts verstehen. Hätte er allerdings geschwiegen, so hätte er in jedem Fall zu uns gesprochen, das hieße, wir hätten verstanden, das ist ein Chinese, dessen Sprache verstehen wir nicht. Was ist das Schweigen? Das Schweigen ist kein Verschweigen, weder Absichtliches noch ein Unabsichtliches. Man schweigt von etwas, das man nicht weiß dass man etwas verschweigt. Man sagt, aber man sagt etwas nicht. Man sagt nichts, was man denkt und verschweigt. Oder da ist nichts, man weiß nichts. Kann also auch nichts sagen, denn über nichts kann man auch nichts sagen. Da ist aber etwas, man versucht darüber zu reden. Man beginnt darüber zu reden. Alexander von Humboldt begegnet dem Urwald, er ist beeindruckt von seiner Größe und der Artenvielfalt. Er erkennt, dass er alles wohl niemals erfassen wird. Er beginnt mit dem ersten Blatt das er zeichnet dass er sorgfältig zwischen zwei Seiten presst. Mit diesem Darstellen des ersten Blattes, verschweigt er gleichzeitig die unendliche Artenvielfalt. Über bestimmte Themen will man nicht reden, darum palavert man über belanglose Dinge. Es geht aber nun darum, das man grundsätzlich verschweigt und zwar Dinge die man nicht ausdenkt, die man nicht aus formuliert die man nicht ausformulieren kann. Mit jedem Aussprechen, der Historiker und der Archäologe können nicht erkennen, das sie mit der Sprache nicht die Vergangenheit erklären sondern die Vergangenheit verschweigen. Alle Dichter und Denker beschäftigte dieses Thema auf der einen oder anderen Weise. Auch wenn ihnen nicht einmal die Frage bewusst war, was mehr spricht, die Rede oder das Schweigen. Welche Rede und welches Schweigen hätte ihre Frage heißen müssen. Des gleicht der Frage nach Ebbe und Flut. Man kommt zu dem Ergebnis, das die Flut immer wieder zurückkommt.

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