Manfred Korth Stationen der Liebe

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Inhaltsangabe zu „Stationen der Liebe“ von Manfred Korth

Der mehrfache Literaturpreisträger Dr. Manfred Korth schildert in dem Entwicklungsroman „Stationen der Liebe“ das Schicksal eines Mannes, der als drittes von fünf Kindern in ländlicher „Idylle“ aufwächst. Protegiert vom Pfarrer darf Heinrich ein Internat besuchen und lässt sich sukzessive in die Rolle des Priesters drängen. Kindheitserlebnisse, Freundschaften, Erfahrungen wie auch Zuneigungen, bei denen das Platonische eine Grenzwanderung erfährt, prägen und verändern allmählich sein Denken. Anhand des Lebenslaufes skizziert Korth einen Prozess, bei dem psychologische wie auch philosophische Fragestellungen einfließen. In der Auseinandersetzung mit liebgewonnenen Personen wie in der Reflektion des eigenen Handelns vollzieht sich beim Protagonisten eine Wandlung, die dem Roman Tiefe verleiht. Neben dem Handlungsstrang, der flüssig und nachvollziehbar für Kurzweil sorgt und dank nachhaltiger Dialoge lebendig gestaltet wurde, begeistern die nachdenklichen Passagen, in denen der Ich-Erzähler innehält. In „Stationen der Liebe“ gelingt es dem Autor, unterschiedliche Facetten aufzuzeigen: Das Thema Liebe, ob zu Eltern, Geschwistern, Freunden oder zu Gott, wird am Lebensweg eines Menschen umrissen. Das Buch bietet keine Rezepte. Korth stellt lediglich in Frage, verweist auf Paradoxien und wendet sich an Leser, die keine vorgefertigten Antworten erwarten. Wer jedoch niveauvolle Unterhaltung sucht und mitunter einen anderen Blickwinkel schätzt, kommt bei dem Roman auf seine Kosten

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  • Rezension zu "Stationen der Liebe" von Manfred Korth

    Stationen der Liebe

    T1000

    In 'Stationen der Liebe' dem jüngsten Roman Manfred Korths steht der Ich-Erzähler Heinrich Brettauer mit 45 Jahren am Rande des Abgrunds. Hier auf der Klippe lässt er seine 'Stationen der Liebe', sein bisheriges Leben für den Leser Revue passieren. Der Leser erfährt, dass Heinrich Brettauer irgendwo im Fränkischen auf einem Bauernhof geboren wurde. Dank der Fürsprache des Dorfpfarrers erhält er in jungen Jahren ein Stipendium. Er kommt auf ein Internat und schafft das Abitur. Seine erste Liebe heißt Martina. Aber, auch sein älterer Bruder Thomas hat es auf dasselbe Mädchen abgesehen. Heinrich zieht den Kürzeren. Auf der Verlobungsfeier seines Bruders lässt er eine Bombe platzen, um im Mittelpunkt zu stehen. Er verkündet unüberhörbar seinen Wunsch katholischer Priester zu werden. Die Familienmitglieder sind hocherfreut darüber. Bald zeigt sich: Martina hat Thomas geheiratet, obwohl ihr Herz für Heinrich schlägt. Er erwidert ihre Gefühle, wahrt jedoch als angehender Priester den Anstand und hält sich nach der Weihe streng an sein Zölibat. Der erste und einzige Sohn heißt Heinrich wie sein Patenonkel. Martina wird an der Seite des Bruders immer unglücklicher, entscheidet sich für Selbstmord. Später im Leben trifft der Priester auf Lisbeth, die Sehnsucht nach dem Mann hinter dem Priestergewand hat. Wieder bleibt er standhaft, den eigenen Gefühlen zum Trotz. Heinrich Brettauer braucht lange, bis er es wagt, aus der Rolle des Priesters auszubrechen. So nach und nach wird in dem Roman das gesamte Spektrum des Themas Liebe umrissen. Erst die Liebe zu den Eltern, zu den Geschwistern, dann zum anderen Geschlecht, die Liebe zu Freunden und zu Gott. Der Leser darf sich auf psychologische und philosophische Fragenstellungen einstellen, ohne allerdings Antworten zu erwarten. Meistens hat Manfred Korth die Reflektionen clever in Streitgespräche verpackt, somit geschickt mit der Handlung verknüpft. Zudem versteht sich der Autor darauf, erotisches Knistern in Worte zu packen. Mein Fazit: 'Stationen der Liebe' ist ein anspruchsvoller und zugleich packender Roman. Sehr empfehlenswert

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