Manfred Lukaschewski

 4,8 Sterne bei 11 Bewertungen
Autor von Morden für Anfänger, Morden für Fortgeschrittene und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Manfred Lukaschewski

Nach dem Abitur 1970 Physikstudium und 1974 Aufnahme der Tätigkeit bei der Kripo. 1979 bis 1983 nochmaliges Studium an der Humboldt-Universität zu Berlin mit Abschluss Diplomkriminalist. 1984 Promotion. Autor von: Kompendium der Kriminalistik Band I 2012 Kompendium der Kriminalistik Band II 2013 und einiger e-Books. Verheiratet, vier erwachsene Kinder.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Manfred Lukaschewski

Cover des Buches Morden für Anfänger (ISBN: 9783947220380)

Morden für Anfänger

 (7)
Erschienen am 15.11.2018
Cover des Buches Morden für Fortgeschrittene (ISBN: 9783947220557)

Morden für Fortgeschrittene

 (2)
Erschienen am 20.09.2019
Cover des Buches Kompendium der Kriminalistik (ISBN: 9783862377343)

Kompendium der Kriminalistik

 (1)
Erschienen am 20.02.2012
Cover des Buches Kompendium der Kriminalistik 1. Band (ISBN: 9781326637507)

Kompendium der Kriminalistik 1. Band

 (1)
Erschienen am 29.04.2016
Cover des Buches Der Schein trügt (ISBN: 9783737539722)

Der Schein trügt

 (0)
Erschienen am 02.04.2015

Neue Rezensionen zu Manfred Lukaschewski

Cover des Buches Kompendium der Kriminalistik (ISBN: 9783862377343)R

Rezension zu "Kompendium der Kriminalistik" von Manfred Lukaschewski

Von wegen "Kriminaistik für Dummies"...!
RalfEbersoldtvor einem Jahr

Millionen Menschen weltweit kennen und lieben die Abenteuer, die Sherlock Holmes und sein Partner, Dr. Watson, der eigentlich die Fälle lösr. Beide sind fiktive Figuren, die im Jahr 1866 aus der Feder des britischen Schriftstellers Arthur Conan Doyle entsprungen sind. Selbstverständlich möchte ich hier niemandem die Einhörner vergraulen, immerhin treiben beide Figuren noch heute Verbrecher ins Netz...! Wahnsinn, was man unter einer Lupe alles sehen kann.

Die Realität ist oft weniger abenteuerlich, weniger lustig und weniger romantisch. Um in einem Krimninalfall ermitteln und den Täter richterlich zur Rechenschaft ziehen zu können, benötigt man Beweise, angefangen beim corpus delicti, dem Tatgegenstand. Jedoch haben die vielen Geschichten um Sherlock Holmes erheblich zur heutigen Kriminalistik beigetragen, denn das Wissen aus den Büchern wurde aufgenommen und erweitert, sodass die heutige Kriminalistik in mehrere Dutzend  größtenteils mathematische Themenbereiche unterteilt ist, von denen man alle als Einzelfach studieren kann.


Manfred Lukaschewski, im Oktober 1951 in Altenzaun (Altmark,Sachsen-Anhalt) geboren, zählt zu den Menschen, die sich mit Zahlen und Mit Maathemathik gut auskennen. Während seines Studenten- und Berufslebens war er unter anderem Traktorfahrer und Flugsicherheitsassistent. Später hat er Jura studiert und darin den Dokor gemacht und ist heute Kriminalrat außer Dienst (a..D.), weil Ruhestand. Für alle, die keine Krimis schauen: der Dienstgrad eines Kriminalrat ist höher als der eines Kriminalhauptkommissar.

Lukaschewski verfügt also über genügend fachliches Wissen, um sämtliche Fachbegriuffe für uns Hobby-Kriminalisten zu bünden. Um ihm Respekt dafür zu zollen, sollten wir und einige Begriffe aus der Nähe anschauen.



Man findet zum Beispiel banale Begrifflichkeiten wie 


A n g e b l i c h e r Häftling,


Wie bitte? Banal? In Kriminalserien im Fernsehen sieht man oft Beamte, die in Gefängniszellen

von Verdächtigten geschleust werden, um sich das Vertrauen und/oder ein Geständnis zu erschlechen. Einige Bürgerinnen und Bürger behaupten folglich schon mal »Die haben garantiert ihre V-Leute im Knast. Die sind doch alle selber koruppt.«

Das ist nicht banal, sondern UNZULÄSSIG!


Anlassfarben,


durch Oxidation bei hohen Temperaturen hervorgerufene Farbveränderung an der Oberfläche von Metallen, insbesondere Stahl.

Anlassfarben entstehen beim Bearbeiten von Metall (Schneidbrennerspuren) bei der Beschädigung in Betrieb befindlicher Glühlampen, durch Einwirkung elektrischer Energie, oder von Flammen.


Juristische Angelegenheiten wie Straftatbestände und medizinische Themen, wie zum Beispiel Themen aus Anatomie (Lehre über den Aufbau des menschlichen Körpers), Physiologie (Lehre über die Funktionen des menschlichen Körpoers) und Pathologie (Lehre der Krankheiten).


Die Geologie zum Beispiel gibt Aufschluss über die Beschaffenheit des Tatortes oder des Ortes, an welchem die/der Tote abgelegt wurde. Die Meteorologie verrät das Wetter am Tag der Tat.


Magen-Darm-schwimmprobe,

Methode zum Nachweis, ob Neugeborene gelebt haben.

Schwimmen der abgebundene magen-darm-Trakt oder Teile von ihm, hat das Kind eine

gewisse Zeit geatmet, Luft verschluckt und gelebt.

Vorsicht bei Fäulnis!


Magnetstift,

Schreibstift mit magnetischer Schreibspitze (klingt lohisch, oder?).

Er dient zur Fertigung magnetischer Unterschriften auf Magnetband zum Zweck der 

Kennzeichnung bzw. Sicherung der magnettonaufzeichnung vor Verfälschung.




Auf 378 Seiten und in insgesamt 3 Büchern namens "Kompendum der Kriminalistik" hat Manfred Lukaschewski alle kriminalistisch relevanten Begriffe für uns gebündelt.

Alleine durch das Auswendiglernen der Begriffe und deren Definitionen wird man noch lange kein Kriminalist und kein Profiler. Man muss die Definitionen auch verstehen und einordnen können. Kleiner Tipp: auf dem zweiten Bildungsweg kann man aus öffentlicher Hand finanziert die Mittlere Reife und das Abitur nachmachen, und sich dann altersunabhängig bei der Zentralvergabe für Studienplätze (ZVS) in Dortmund anmelden.



Mit besten Empfehlungen
Ralf Ebersoldt

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Cover des Buches Morden für Fortgeschrittene (ISBN: 9783947220564)G

Rezension zu "Morden für Fortgeschrittene" von Manfred Lukaschewski

Band 2 besser als Band 1
Gwhynwhyfarvor 2 Jahren

»Versuсhen wir zunächst, etwas Ordnung іn diеses Chаos zu bringеn und ѕtellеn uns die Frage, ob man die Todeѕursachеn grob in beѕtimmte Klassеn еіntеilеn kann: Man kаnn! – Tod durch Schussverletzungen – Tod durch ѕtumрfe Gеwalt – Tоd durсh hаlbscharfе Gewаlt – Tod durсh ѕcharfе Gеwalt – Tоd durсh Strangulation – Tod durch Temperаtureіnwirkung – Tod im flüssigen Medium – Tod durch Gіft – Tоd durch Elektrizität …«


»Morden für Anfänger« war für mich eine interessante Lektüre, die Polizeiarbeit von der realen Seite darstellte. Manch ein Krimileser oder gar Krimiautor glaubt bis heute, der sonntägliche Tatort oder eine SOKO aus den TV wären das Abbild der Realität. Teil 1 war amüsant geschrieben und gab einen groben Überblick der realen Arbeit. Aber eben nur einen Überblick. Der versierte Leser und Krimiautor bekam zwar ein gutes Buch in die Hand, aber an vielen Stellen sagte man sich: Hier hätte ich gern mehr gewusst. Auf den Wunsch vieler Leser hat Manfred Lukaschewski den zweiten Band hinterhergeschoben: Tiefgehenderes. Und dieser Band gefällt mir persönlich wesentlich besser! Der unterhaltsame Plauderton ist fast verschwunden, hier wird mit Fakten argumentiert, mit Fachjargon. Wer kann Opfer einer Straftat werden? Jeder – letztendlich kann ja auch jeder zum Täter werden. Und bei ¨Tötungsdelikten ist die Statistik sehr eindeutig: Zum größten Teil gibt es eine Beziehung zwischen Täter und Opfer, selten ist das Opfer zur falschen Zeit am falschen Ort. Die üblichen Verdächtigen heißen Habgier, Eifersucht, Wut, gekränkte Seele.


»Entscheidend ist, dass bei einem Giftmordverdacht eine möglichst zeitnahe Obduktion (aus betriebswirtschaftlichen Gründen ist die Zahl der Obduktionen, auch der dringend gebotenen, in Deutschland stark rückläufig; ein an sich unakzeptabler Zustand) mit umfassender Asservierung wichtiger Körpermaterialien stattfindet, an denen der Toхikologe mögliche Giftspuren nachweisen kann.«


Der Autor erklärt zunächst die verschiedenen Tötungsarten, die klassifiziert werden. Was ist ersichtlich, was kann vermutet werden und warum? Welche Spuren deuten worauf hin und welche Spuren werden gesichert. Der ausgebildete Kriminalist (den es derzeit als Studium leider nicht mehr gibt) schaut mit Adleraugen auf die kleinste Möglichkeit, Spuren zu finden. Und wenn die Polizei ihre Arbeit gut gemacht hat, wird es einem Mörder heute schwerfallen, zu entwischen. Zu gut sind die technischen Möglichkeiten, Spuren nachzuweisen. Dazu muss es allerdings zunächst einen Anfangsverdacht geben. Zu wenig Personal, zu wenig Obduktionen, zu viel Druck auf die Bordkasse – zu wenig Institute. Jede einzelne Untersuchung muss per Formular in Auftrag gegeben werden, von der Staatsanwaltschaft abgesegnet sein – der Rechtsmediziner untersucht nicht wie wild drauf los, sendet Proben an Institute. Und die Ergebnisse kommen auch nicht, wie im TV, am nächsten Tag auf den Tisch geflattert. 


Fein auseinanderdividiert erklärt der Kriminalist die Unterschiede zwischen stumpfer, halbscharfer und scharfer Gewalt, welche Dinge darauf hinweisen, dass ein Tötungsdelikt vorliegen kann. Blut spielt eine große Rolle, denn die Spuren geben wichtige Rückschlüsse. Die Menge von TV-Blut ist immer beachtlich, nicht sehr wirklichkeitsnah. Wie unterscheidet man einen Selbstmord von einem Tötungsdelikt z.B. bei Strangulation oder bei Tod im flüssigen Medium? Schmauchspuren, ist der Schuss aus der Nähe erfolgt oder war der Täter ein paar Meter entfernt? Viele kleine Puzzleteile ergeben das große Ganze. 


»Unter Daktуloѕkоpiе verѕteht mаn daѕ krіmіnаlіѕtіsche Verfahren, einen Menschen anhand der Papillаrlinienbіlder an sеinen Handіnnenfläсhen und Fußsohlen аlѕ eіne bestіmmte Perѕоn zu identіfіzіeren.«


Wie tauglich sind Fingerabdrücke und wo werden sie hinterlassen? DNA-Analyse, wie und wo hinterlässt der Täter DNA. Todeszeitermittlung, eine Berechnung mit vielen Variablen. Die Befragung nach dem Alibi, ein wichtiges Werkzeug des Ermittlers: Warst du am Tatort oder anderswo (lat: alibi). Juristisch gesehen kann erst von einem Tötungsdelikt ausgegangen werden, soweit eine Leiche vorhanden ist. So kommt manch schlauer Täter auf die Idee, eben jene verschwinden zu lassen. Nur wie? Bleibt nicht immer irgendwie ein zu identifizierender Rest? Manfred Lukaschewski erklärt eine Menge Dinge zur Polizeiarbeit, wie sie wirklich abläuft, wenn ein Tötungsdelikt vermutet wird. Wissenswertes für Krimifans und Krimischreiber. Anschaulich, verständlich stellt der Autor dar, welche Anzahl von verschiedenen Aspekten berücksichtigt werden müssen, in Kombination gegeneinander gestellt werden müssen. Präzise und genau greift ein Rad in das andere. Eine Mordermittlung ist Detailarbeit – selten ist ein Fall in ein paar Stunden gelöst.


Dipl.-Physiker und Dipl.-Kriminalist Dr. Manfred Lukaschewski, Jahrgang 1951, hat nach dem Studium der Physik (Astrophysik) in Rostock seine Berufstätigkeit bei der Kriminalpolizei Berlin mit dem Schwerpunkt Ballistik begonnen. Ein Zweitstudium ‚Kriminalistik‘ von 1979 bis 1983 an der Humboldt-Universität mit dem Abschluss Diplom-Kriminalist, mit anschließender Promotion zum Dr. jur. 1984 Übernahm er die Leitung einer Morduntersuchungskommission. 2018 ist der erste Teil zu diesem Sachbuch »Morden für Anfänger – Ratgeber für Krimischreiber und Krimileser« erschienen.

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Cover des Buches Morden für Fortgeschrittene (ISBN: 9783947220564)B

Rezension zu "Morden für Fortgeschrittene" von Manfred Lukaschewski

Auch Mörder sollten Humor haben, wenn sie ihre Tat planen und umsetzen
BrittaBanowskivor 3 Jahren

ich habe schon das erste Buch des Autors gelesen und war von seinem Humor bei diesem nicht so lustigen Thema überrascht aber dieser Ratgeber sucht seinesgleichen, denn er schafft es wie kein anderer sich in den Mörder hineinzuversetzen.

Nur fehlte mir bei diesem Teil der Spritzer Humor doch deutlich.

Was daran liegen könnte, dass es eben eine Fortsetzung des "Morden für Anfänger" ist.

ich vergebe 4 von 5 möglichen Punkten und danke für das Rezensionsexemplar


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