Manfred M. Fichter

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Cover des Buches Ich kann nicht anders, Mama (ISBN: 9783426783870)

Ich kann nicht anders, Mama

 (9)
Erschienen am 03.02.2011

Neue Rezensionen zu Manfred M. Fichter

Cover des Buches Ich kann nicht anders, Mama (ISBN: 9783426783870)wollsoeckchen88s avatar

Rezension zu "Ich kann nicht anders, Mama" von Caroline Wendt

Rezension zu "Ich kann nicht anders, Mama" von Caroline Wendt
wollsoeckchen88vor 10 Jahren

Wer sich primär für die Magersucht oder andere Essstörungen interessiert, wird mit dem Buch von Caroline Wendt zu diesem Thema vermutlich nicht glücklich werden. Das Anliegen der Autorin ist - und da zehrt sie von reicher eigener Erfahrung - der Umgang von Angehörigen mit der Krankheit. Auf was müssen Eltern achten, wenn das Kind nicht mehr isst? Dies versucht sie zu beleuchten und wählt ihre eigene Geschichte (bzw. die ihrer Töchter) als Rahmen dafür. Ihre Art und ihr Schreibstil haben mich zwar nicht sehr angesprochen und ich fand das Buch auch etwas gestreckt, aber für Betroffene kann es durchaus ein Rettungsanker sein oder zumindest eine Stütze beim Kampf gegen die Krankheit.

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Cover des Buches Ich kann nicht anders, Mama (ISBN: 9783426783870)

Rezension zu "Ich kann nicht anders, Mama" von Caroline Wendt

Rezension zu "Ich kann nicht anders, Mama" von Caroline Wendt
Ein LovelyBooks-Nutzervor 10 Jahren

In "Ich kann nicht anders, Mama" erzählt die Autorin Caroline Wendt ihre Geschichte vom Kampf um ihre Töchter und gegen deren Magersucht.

Inhalt vom Klappentext:
Als ihre Zwillingstöchter im Teenageralter an Magersucht erkranken, beginnt auch für Caroline Wendt ein langer Leidensweg: Hilflos muss sie mit ansehen, wie die beiden Mädchen immer mehr an Gewicht verlieren und sich gleichzeitig von der Familie und von ihren Freundinnen entfernen. Verzweifelt steht sie der Krankheit gegenüber und muss sich obendrein gegen Vorwürfe der Ärzte wehren, selbst dafür verantwortlich zu sein.
Der eindringliche und sehr persönliche Bericht einer betroffenen Mutter - ein echter Mutmacher für Eltern essgestörter Kinder.

Caroline Wendts Bericht ging mir wirklich zu Herzen. In einem angenehmen, gut zu lesenden Schreibstil erzählt sie von ihrer Familie, ihren Zwillingstöchter und den Höhen, vor allem aber den Tiefen im Kampf gegen die Krankheit Magersucht, aber auch vom verzweifelten Versuch, irgendetwas sinnvolles für ihre Töchter tun zu können und von den Ärzten und Psychologen ernstz genommen zu werden.

Für alle Betroffenen sowie Interessierten an sehr interessantes und berührendes Buch, das ich weiter empfehlen kann.

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Cover des Buches Ich kann nicht anders, Mama (ISBN: 9783426783870)chaosbaerchens avatar

Rezension zu "Ich kann nicht anders, Mama" von Caroline Wendt

Rezension zu "Ich kann nicht anders, Mama" von Caroline Wendt
chaosbaerchenvor 11 Jahren

Ich muss sagen, dass ich am Anfang durchaus interessiert, aber doch sehr skeptisch war. Ein Buch einer Mutter über ihre essgestörte Kinder? Hmm, ich konnte mir nur vorstellen, dass sie sich als Opfer sieht, ihre Mitbeteiligung stark von sich weist und diese fälschlicherweise als Schuld definiert, was die Autorin auch am Anfang des Buches ansatzweise tut. Das hat mich zunächst ein bisschen geärgert.

Ich bin (ehemals) Betroffene und dazu noch Ernährungsberaterin und habe von daher einen anderen Blickwinkel, eher den der Therapeuten oder auch den der Zwillinge Anna und Marie, die im Buch selbst zu Wort kommen (wenn auch indirekt über Tagebucheinträge und Briefe), was ich sehr gut finde. Auch gefällt mir der Anhang über allgemeine Dinge ausnehmend gut, denn dieser ist von einem Klinikarzt verfasst worden und recht objektiv, da dieser nicht an der Behandlung der Familie Wendt beteiligt war.

Nun habe ich das Buch zu Ende gelesen und muss zugeben, dass die Mutter sich entwickelt und ihre Sichtweise zunehmend korrigiert. Sie unterliegt zwar nach wie vor dem Irrglauben, dass eine Essstörung wie Magersucht keine Sucht i.e.S. und durchaus "heilbar" ist (sie geht davon aus, dass ihre Kinder es "geschafft" haben und vergisst dabei, dass eine Essstörung einen ein Leben lang begleitet, weil man zwangsweise ein Leben lang mit Essen konfrontiert ist und es immer die Funktion eines Ventils behält), aber ansonsten kommen alle wichtigen Punkte zur Sprache und werden von allen Seiten beleuchtet. Dies betrifft sowohl das Krankheitsbild als solches, als auch dessen Ursachen und Methoden der Bewältigung.

Das Buch kann eine große Hilfe für Angehörige sein - nicht jedoch für Betroffene, fürchte ich, da es mehr auf eine Hilfestellung für die Eltern bzw. explizit für Mütter von Betroffenen abzielt. Betroffene werden zwar dazu angehalten, sich therapeutische Hilfe zu holen, aber dies wird zu sehr am Gewicht festgenagelt, was ich persönlich ablehne. Ich bin der Meinung, dass man auch mit (unterem) Normalgewicht in der Spirale der Magersucht gefangen sein kann und hier eine Therapie deutlich bessere Ansatzpunkte hat. Wenn erst mal ein massives, wenn nicht gar bedrohliches Untergewicht erreicht ist, sind die Betroffenen geistig-psychisch nicht mehr therapiefähig und es kann nur noch darum gehen, mit künstlicher Energiezufuhr ihr Überleben zu sichern, was therapeutisch für die Psyche ein zweifelhaftes Vorgehen ist, wenn auch physisch unabdingbar. Soweit darf bzw. sollte man es nicht kommen lassen, auch wenn meist erst an diesem Punkt der Leidensdruck eine Stärke hat, die die Betroffenen einsichtig werden lässt.

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