Manfred Messerschmidt Das letzte Tabu

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Inhaltsangabe zu „Das letzte Tabu“ von Manfred Messerschmidt

Im Mai 2002 rehabilitierte der Deutsche Bundestag pauschal die Deserteure der Wehrmacht, "Kriegsverräter" sparte er aus. Die hier dokumentierten 33 Urteile der NS-Militärjustiz schaffen die Voraussetzung für eine sachgerechte Aufarbeitung eines längst überfälligen Themas.§Die meisten der wegen Kriegsverrats verurteilten Wehrmachtsoldaten waren kleine Leute in Uniform, die, ähnlich wie die Kriegsdienstverweigerer, Deserteure und Wehrkraftzersetzer,Widerstand gegen Hitler und den Vernichtungskrieg zu leisten versuchten. Einige von ihnen gingen in bewaffnete Widerstandsgruppen, andere fielen durch oppositionelle Gesinnung auf. Eine Kollaboration mit den Kriegsgegnern Deutschlands war den wenigsten möglich. Nicht selten entstand das Delikt "Kriegsverrat" erst in den Köpfen der Kriegsrichter: Sie konstruierten aus widerständigen Handlungen eine Begünstigung des Feindes. Vielfach reichte zu einem Todesurteil, wenn einer Kommunist, Sozialist oder Pazifist war und Kriegsgefangenen oder Juden geholfen hatte. Warum wurden sie bis heute nicht rehabilitiert?

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  • Rezension zu "Das letzte Tabu" von Manfred Messerschmidt

    Das letzte Tabu

    Sokrates

    02. August 2011 um 08:36

    Als „Kriegsverrat“ wurde bis 1945 dasjenige Verhalten bezeichnet, das vorher als „Landesverrat“ bezeichnet wurde und durch Angehörige der Wehrmacht begangen wurde. Die Autoren Wette und Vogel zeigen in diesem Buch in sehr knapper, aber anschaulicher Weise, wie sich mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten die Entwicklung des Vokabulars beschleunigte und weiter präzisierte. Ziel aller Bemühungen war es, das deutsche Volk auf den anvisierten Krieg vorzubereiten; hierzu gehörte nach militärischen Überlegungen auch, dass Wehrstrafgesetzbuch auszubauen, die juristische Terminologie zu perfektionieren, die Kommentierung zu vervollständigen, damit auch der Einzelfall der gewünschten Sanktion unterzogen werden konnte. Ergebnis war eine perfekt durchdachte Wehrstrafgerichtsbarkeit mit entsprechenden juristischen Normen, die auch vielfältig und nicht nur im Einzelfall Anwendung fanden. Wette und Vogel haben in diesem Buch – ein bislang völlig unterrepräsentiertes Thema bearbeitend – einleitend zunächst allgemeine Terminologie und Entwicklungen aufgezeigt. Im weit größeren Teil des Buches finden sich eine Vielzahl von Urteilen, Protokollen und Akteneinträgen vielfältigster Art, die die Anwendung des „Kriegsverrats“-Paragraphen und seine Ausgestaltung dokumentieren. Einzelfälle werden namentlich genannt und besprochen, soweit sich Akten zu den Verfahren haben finden lassen. Ein notwendiges und informatives Buch; die historische Faktenlage lässt allerdings – so die Historiker – noch einiges zu wünschen übrig. Es besteht noch Forschungsbedarf.

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