Manfred Quiring Russland

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Inhaltsangabe zu „Russland“ von Manfred Quiring

Manfred Quiring, seit über 30 Jahren journalistisch in Moskau tätig, schildert faktenreich, wie sich der Alltag des Riesenreiches in den letzten Jahren rasant gewandelt hat. Er beschreibt den Kontrast zwischen neuem Reichtum und verbreiteter Armut, zwischen Traditionalisten und westlich orientierten Reformern sowie zwischen der Metropole Moskau und der Provinz. Zugleich erklärt er aber auch, was man die »russische Seele« nennt, welche Rolle der Wodka im Zusammenhang mit Gastfreundschaft spielt und warum die russischen Frauen als die schönsten gelten. Anhand der reichen Anekdotenkultur des Landes macht er manches verständlich, was auf den ersten Blick eher Kopfschütteln auslöst. Seine Tipps und Erklärungen helfen all jenen, die das Land bereisen oder einfach besser verstehen wollen.

Ein sehr interessanter Einblick in die Politik, Geschichte und den Alltag eines für mich fremden Landes – vielen Dank dafür.

— peedee
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  • Leserunde zu "Bücherwürmer und Leseratten" von Bettina Mähler

    Bücherwürmer und Leseratten

    ChattysBuecherblog

    Wie Ihr aus dem Titel entnehmen könnt, treffen sich hier die Bücherwürmer und Leseratten. Und zwar zum gemeinsamen SUB-Abbau. Oft stehen wir vor dem Regal und fragen uns, welches Buch wir als nächstes lesen sollen.  Hier kommt die Lösung. Wir lesen einfach nach einem Monatsmotto. Das Ganze funktioniert so: Ich gebe jeweils zum Monatsanfang ein neues Motto bekannt (siehe Unterthema) und dann heißt es: ran an die Bücher...ran an den SUB. Viel Spaß!

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  • Ein gelungener Einblick

    Russland

    peedee

    21. May 2017 um 10:49

    Reihe Länderporträts, Russland: Bei Russland kommen mir als Erstes Wodka, Moskau, der Kreml, die Zwiebeltürme, die unwahrscheinlich Grösse, die Melancholie und die Extreme zwischen Reichtum und Armut in den Sinn. Sicherlich auch einige Klischees. Der Autor und Journalist aus Deutschland ist seit über 30 Jahren in Moskau tätig und erzählt einige Anekdoten und wieso als Gastgeschenk gerne 20 Liter Diesel gebracht werden können.Erster Eindruck: Ein quasi zweigeteiltes Cover; über dem Rundbogen sieht man nur den Buchtitel und den Autorennamen, unterhalb des Rundbogens sieht man eine Menschenmasse, die sich auf die prächtigen Gebäude mit den Zwiebeltürmen zubewegt. Mir gefällt das Cover sehr gut.Ich habe erst vor ein paar Tagen lesetechnisch in Russland reingeschnuppert, und zwar mit „Die Hessin auf dem Zarenthron – Maria, Kaiserin von Russland“. Da mir dieser „Ausflug“ gut gefallen hat, wollte ich gleich noch ein wenig dableiben. Schon den Einstieg ins Buch fand ich gelungen: „Eine schwarze Krawatte und eine grosse Kiste Toilettenpapier gehörten zu meiner Ausrüstung, als ich im Sommer 1982 zum ersten Mal für längere Zeit nach Moskau reiste.“ Mir wäre bisher nie in den Sinn gekommen, Toilettenpapier in den Urlaub mitzunehmen (ausser beim Camping).Russland ist für mich als Schweizerin ein schier unvorstellbar grosses Land mit elf Zeitzonen! Interessant ist, dass es keine durchgehende West-Ost-Strassenverbindung gibt, die den Namen „Strasse“ auch verdient. Es gibt da scheinbar Strassen, bei denen das Leben eines Pkws schon bei Tempo 30 höchst gefährdet ist. Mit dem Auto braucht man von Moskau nach Wladiwostok (gemäss Google Maps) ca. 116 Stunden, mit der Bahn 7 Tage und mit dem Flugzeug immer noch über 8 Stunden. Und dann ist man immer noch immer in Russland – wow!Es gibt so viele Dinge, die mich bei diesem Buch überrascht und/oder beeindruckt haben. Hier ein paar Beispiele:- „Trinken ist männlich, trinken adelt die Runde tapferer Kerle und ist eine Sache der Ehre. Das jedenfalls ist vor allem auf dem Lande die weit verbreitete Auffassung.“ Der Alkoholismus ist ein grosses Problem. 1987 hat eine Anti-Alkohol-Kampagne ihren Höhepunkt erreicht und damals wurden eine Milliarde Parfüm-Flakons und eine weitere Million Glasreinigungsmittel getrunken!- Die Religion bzw. „die richtige Religion“ ist in Russland sehr wichtig: „Wer konvertiert, macht sich zum Staatsfeind“ (Patriarch Alexij II., Januar 2002). Es gibt sehr viele Kirchen, die aber zum Teil weit mehr sind, als bei uns: „Eine Ladenstrasse mit Geschäften für Gegenstände des religiösen Bedarfs fehlt ebenso wenig wie ein üppig ausgestattetes Tagungszentrum für die Synode oder eine Tiefgarage mit 600 Parkplätzen. Der Patriarch bekam selbstverständlich eine eigene Zufahrt.“- Die Oligarchen haben für mein Verständnis unwahrscheinlich viel Geld. Einer davon hat z.B. in Moskau eine scharf bewachte, hinter vier Meter hohen Mauern versteckte Siedlung; daneben eine Wohnung im Londoner Stadtteil Knightsbridge für 27,5 Millionen Pfund; unter anderem eine 90-Millionen-Euro-Jacht… was man als Oligarch eben so hat. „In Russland leben wir nicht so lange, also verdienen wir und geben das Geld wieder aus.“- Das Leben in der Hauptstadt und in der Provinz unterscheidet sich sehr: „80 Prozent des gesamten russischen Kapitals sind in Moskau konzentriert. Weitere 10 Prozent befinden sich in St. Petersburg, der kleine Rest verteilt sich über das weite Land.“Ein sehr interessanter Einblick in die Politik, Geschichte und den Alltag eines für mich fremden Landes – vielen Dank dafür.

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