Manfred Stange Die Edda

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Inhaltsangabe zu „Die Edda“ von Manfred Stange

„Geschlecht stirbt. Sippen sterben. Du selbst stirbst wie sie. Doch eins weiß ich, das ewig lebt: Der Toten Tatenruhm." Aus der Edda Nirgends lässt sich die Stimme einer untergegangenen Kultur deutlicher vernehmen, als in ihrem Liedgut. Die Götter- und Heldenlieder der Edda zählen zu den bedeutendsten Denkmälern der germanischen Literatur. Sie entwerfen einen mythologischen Kosmos, der an Bildfülle und Sprachgewalt seinesgleichen sucht und zum locus communis der okzidentalen Literatur gehört.Die vorliegende Ausgabe bietet den vollständigen Text der Edda in der epochalen Übersetzung von 1851 des deutschen Philologen und Dichters Karl Simrock. Die im 13. Jahrhundert in altisländischer Sprache entstandenen Götter- und Heldensagen der Edda zählen zu den großen Kostbarkeiten der Weltliteratur. Sie breiten einen mythologischen Erzählteppich aus, der ein ganzes Arsenal an heroischen Figuren, amourösen Verstrickungen und Sagenkreisen virtuos miteinander verflicht. Am bekanntesten ist die Nibelungensage um Sigurd, den Ehemann der schönen Grimhild, welcher der grausamen Rache der entehrten Königin Brynhild zum Opfer fällt. Das reizvoll-fremde Weltbild dieses um die Motive Tapferkeit, Schuld und Sühne kreisenden Kosmos strahlt eine primitive Kraft aus, die in den Duktus der Verse Eingang gefunden hat und die raue Ursprünglichkeit dieser großen Kultur wiederaufleben lässt.Das von Dr. Manfred Stange angefertigte ausführliche Nachwort und das systematische Register ermöglichen es dem Leser, sich Lied für Lied mit der faszinierenden Sagenwelt vertraut zu machen.

Tolle Zusammenstellung, aber wiedermal unvollständig.

— Buchgespenst
Buchgespenst
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    Die Edda
    Buchgespenst

    Buchgespenst

    17. August 2017 um 05:34

    Götterlieder: Es sind alle Götterlieder der Edda hier abgedruckt. Von der Entstehung der Welt der Götter, den Tod des Riesen Ymir und den ersten Menschen über die Heldentaten der Götter und ihren ewigen Zwist mit den Riesen und Loki, bis zum Untergang der Welt und dem Aufkommen des neuen Goldenen Zeitalters ist hier die Rede. Alles ist im Versmaß übersetzt und gut zu lesen. Heldensagen: Helgis große Fahrten und vor allem Sigurds Heldenleben sind hier dargestellt. Gylfaginning: Gylfi will von den Göttern alle Weisheiten erfahren, doch sie narren ihn mit Zauberspiel. Skaldskaparma: In Prosa sind hier noch einmal Ereignisse aus den Götter- und Heldenliedern wiedergegeben. Warum müssen die immer unvollständige Ausgaben herausbringen und das immer erst im Nachwort ganz nebenbei erwähnen? Ansonsten ist die Edda gut. Es sind spannende Erzählungen, aber jemand der der Sagenwelt unkundig gegenüber steht, sollte zu dem Lexikon der germanischen Mythologie greifen. Erst beim zweiten Lesen, wird man vollständig in den Genuss der Sagenwelt kommen. Großes Manko dieses Buch ist seine Unvollständigkeit. Eine Gesamtausgabe wäre einfach mal ein sympathischer Zug!

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  • Rezension zu "Die Edda" von Manfred Stange

    Die Edda
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    14. February 2011 um 16:36

    Die Edda ist eine Sammlung von Götter- und Heldenliedern aus der Frühzeit der Germanen. Somit sagt sie viel über die altnordische Kultur aus und ist eine der wichtigsten Quellen der frühen deutschen Literatur. Die Edda besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil, die so genannte Ältere Edda , auch Lieder-Edda , enthält sechzehn Götter- und vierundzwanzig Heldenlieder, die in Stabreimen verfasst sind. Diese Dichtungen enstanden zwischen 800 und 1200 in Island, Norwegen, norwegischen Kolonien und Grönland. Die Verfasser sind nicht bekannt. In den Götterliedern geht es vor allem um Taten und Streitigkeiten der Götter, auch gibt es sog. „Wissensdichtungen“. In den Heldenliedern wird dagegen hauptsächlich Stoff behandelt, der dem Sagenkreis des Nibelungenliedes angehört:. Die so genannte Jüngere Edda , auch Prosa-Edda oder Snorri-Edda umfasst drei Prosadichtungen. Sie wurde um 1220 in Island von Snorri Sturluson geschrieben. Sturluson war Dichter und Politiker. Er verfasste mit der Prosa-Edda eine umfangreiche Darstellung der altnordischen Mythologie, wollte als Christ aber vor allem die Regeln der Dichtkunst vermitteln. Allen, die sich für Mythologie interessieren, kann ich dieses Werk nur empfehlen! Leider sind die nordischen Götter viel weniger populärer als Jupiter, Aphrodite und Co., dennoch stehen die Geschichten diesen keineswegs nach, ich finde sie sogar viel faszinierender. Auch ist es, wenn man sich Fantasy interessiert, sehr spannend, hier Parallelen zu entdecken, und zu sehen, wie beispielsweise J.R.R. Tolkien Motive und Namen aus der Edda übernahm.

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  • Rezension zu "Die Edda" von Manfred Stange

    Die Edda
    Ines_Mueller

    Ines_Mueller

    04. April 2010 um 09:30

    Die Edda besteht aus zwei Teilen: Einmal die ältere und dann noch die Jüngere Edda. Sie handeln von den Erlebnissen bzw Heldentaten der germanischen Götter oder Helden. Der erste Teil war leider etwas schwer zu verstehen, da darin sehr viele Namen enthalten waren und es überwiegend in einer Gedichtsform abgefasst wurde. Dagegen hat mir die Jüngere Edda umso besser gefallen, da sie in einer Erzählform geschrieben wurde und man ihr meistens sehr leicht folgen konnte. Auch haben mir hier die Geschichten an sich einfach besser gefallen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Edda durchaus ein Werk ist, das man als Deutscher und somit Nachfahre der Germanen gelesen haben muss, allerdings wäre es besser, sich zuvor ein Sachbuch zu diesem Thema zu kaufen, da man es so einfach viel leichter versteht.

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