Manfred Vasold

 4.1 Sterne bei 12 Bewertungen
Autor von Grippe, Pest und Cholera, August 1939 und weiteren Büchern.

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Grippe, Pest und Cholera

Grippe, Pest und Cholera

 (3)
Erschienen am 12.09.2008
Florence Nightingale

Florence Nightingale

 (2)
Erschienen am 01.08.2003
Was ist was, Band 060: Die Kreuzzüge

Was ist was, Band 060: Die Kreuzzüge

 (1)
Erschienen am 01.12.2013
Geschichte der englischen Literatur

Geschichte der englischen Literatur

 (1)
Erschienen am 01.01.1989
Die Spanische Grippe

Die Spanische Grippe

 (1)
Erschienen am 28.09.2009
Rudolf Virchow

Rudolf Virchow

 (0)
Erschienen am 15.12.2015

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Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Florence Nightingale" von Manfred Vasold

"Ich bin im Zustand der chronischen Wut... "
Bellis-Perennisvor 3 Jahren


"Ich bin im Zustand der chronischen Wut... "  Diese Worte schreibt Florence Nightingale im März 1856 noch aus dem Lazarett in Skutari an die Regierung Englands.

Wer war sie nun, diese Florence Nightingale?

In dieser Biographie beschäftigt sich Autor Manfred Vasold intensiv mit der Herkunft Nightingales. Er beleuchtet das Umfeld in dem sie lebt. Konventionen über Konventionen – eine Frau aus dem Adel darf dies oder jenes nicht tun, soll heiraten, Kinder bekommen und sich langweilen. Diesem Frauenbild entspricht Florence gar nicht.

Es dauert lange, bis sie eine Ausbildung zur Krankenpflegerin absolvieren kann/darf. Als Pflegerin kranker Angehöriger sind Frauen wie Florence willkommen, als Profis jedoch nicht.
Ihr Engagement während des Krimkrieges um kranken und/oder verletzten Soldaten bringen ihr weniger Ruhm als viel Aufmerksamkeit sein.
Ihre eigentlichen Verdienste liegen darin, dass sie den Mächtigen jener Zeit (Königin Viktoria inklusive) entsprechend auf die Nerven ging. Mit akribischen geführten Statistiken (eine davon ist abgebildet) belegt sie den volkswirtschaftlichen Schaden, der durch mangelnde Hygiene, sowohl bei den Soldaten in (heimischen) Kasernen und  an Kriegsschauplätzen als auch bei der Zivilbevölkerung, verursacht werden.
Das ist der Vorteil ihrer adeligen Abstammung, dass sie wichtige und einflussreiche Menschen kennt. Sie nützt diese Bekanntschaften rücksichtslos zur Durchsetzung ihrer Ideen und Projekte aus.

Langsam, aber dennoch kommen die Reformen im Gesundheitswesen in Gang. Einiges wird die Vorkämpferin erleben, einiges wird erst nach ihrem Tod selbstverständlich. 

Eine interessante Facette ist, dass sich Nightingale zwar selbst über die meisten der herrschenden Konventionen hinweg setzt, aber die Zulassung von Frauen zum Medizinstudium und das Frauenwahlrecht kategorisch ablehnt. Da ist sie eben doch eine Frau ihrer Epoche.

Schreibstil/Autor:

Manfred Vasold ist als Verfasser von mehreren Büchern über medizinische Themen bekannt. Daher sind die fachlichen Beschreibungen und Recherchen gut gelungen.

Sehr interessant finde ich die Bezüge auf andere europäische Länder und deren Gesundheitswesen. Es war zu jener Zeit überall gleich schlecht. Nur die Initiative Einzelner bewirkte in kleinem Kreis Besserung.

Leider leidet das Buch unter ständigen Wiederholungen. Nach der dritten Erwähnung weiß der Leser, dass „Skutari“ in der Türkei und „Balaklawa“ auf der Krim liegen.
Ein ziemlich peinlicher Fehler dann auf Seite 123: es handelt sich um Reparaturarbeiten an dem desolaten Gebäude und nicht um „Reparationsarbeiten“.

Andererseits werten die abgebildeten Statistiken und die Fotos das Buch auf.

Fazit:

Eine Biographie, die ein umfassendes Bild einer Epoche gibt, das man das "Viktorianische Zeitalter" nennt.

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Rezension zu "Grippe, Pest und Cholera" von Manfred Vasold

Rezension zu "Grippe, Pest und Cholera" von Manfred Vasold
Ein LovelyBooks-Nutzervor 9 Jahren

Dieses Werk fasst die Verbreitung von Seuchen in Europa und teilweise auf anderen Kontinenten anschaulich zusammen.
Der Autor beschreibt eingehend den Ursprung, die Übertragung und die Ausbreitung eines Erregers.
Außerdem werden viele Wissenschaftler des 19. Jahrhunderts zitiert, die dem Übel auf der Spur waren und die viele Theorien zur Ursache der verschiedenen Epidemien hatten, so zum Beispiel Robert Koch und Rudolf Vierchow.
Der Umgang mit den Seuchen und die allgemeine Auffassung der Bevölkerung zu den Krankheiten wird genauso detailliert aufgezeigt wie der Umgang mit den Erkankten.
Was begünstigte die Ausbreitung? Woher kam die Krankheit? Wie war ihr Verlauf? Wie viele Menschen starben daran? Was wurde getan um weitere Ansteckungen zu vermeiden?
Auf all diese Fragen gibt das Buch umfassend Antworten.
Der Autor nimmt die am Besten dokumentierten Epidemien einer Krankheit als Fallbeispiele. Dabei geht er wenig auf die Seuchen vor dem 19. Jahrhundert ein, denn diese sind bis heute nicht ausreichend geklärt, so zum Beispiel der "Schwarze Tod" im Spätmittelalter, der (wie viele meinen) nicht sicher die Pest gewesen ist.
Das Buch lässt sich flüssig lesen und auch als Laie kann man dem Autor gut folgen.
Was mir aber fehlte, war eine genaue Beschreibung der Krankheit im inneren des Körpers. Wo greift der Erreger an? Welche Organe befällt er? Wie breitet er sich im Körper aus? Wie zerstört er den Körper? Was genau führt zum Tod?
Diese Fragen werden im Buch nicht beantwortet und das wäre für das vollständige Verständnis sehr hilfreich gewesen, deshalb gebe ich 4 von 5 Sternen.

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