Manfred Vasold Florence Nightingale

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Inhaltsangabe zu „Florence Nightingale“ von Manfred Vasold

Florence Nightingale (1820–1910), eine hochgebildete junge Engländerin aus bestem Hause, interessierte sich früh für die Probleme ihrer Umwelt und suchte nach einer Aufgabe, die ihr Leben ausfüllen könnte. Mit der ihr zugedachten Rolle einer untätigen „höheren Tochter“ wollte sie sich nicht abfinden. Sie machte die Erfahrung, dass die Krankenpflege ihrer Zeit – einer Zeit vieler Kriege – sich noch in einem vormodernen Zustand befand, dass weder Ausbildung noch Ansehen der Pflegepersonen existierten. Während eines Einsatzes im Krimkrieg gelang es ihr, das Mitgefühl mit den Kranken mit hoher Professionalität zu verbinden. Florence Nightingale setzte sich leidenschaftlich für Reformen in der Krankenpflege und im Hospitalwesen ein; sie erstellte Statistiken, verfasste und veröffentliche Bücher und nahm auch auf politischer Ebene Einfluss. Das engagierte und bewegte Leben dieser Kämpferin für die Menschlichkeit, über die die New York Times nach ihrem Tode schrieb, dass „nur wenige Leben ... nutzbringender und anregender als ihres“ verliefen, wird hier im Kontext der Zeitumstände erzählt.

Eine Biographie einer facettenreichen, unermüdlichen Kämpferin für Hygiene in Kasernen und Krankenhäusern

— Bellis-Perennis
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  • "Ich bin im Zustand der chronischen Wut... "

    Florence Nightingale
    Bellis-Perennis

    Bellis-Perennis

    "Ich bin im Zustand der chronischen Wut... " Diese Worte schreibt Florence Nightingale im März 1856 noch aus dem Lazarett in Skutari an die Regierung Englands. Wer war sie nun, diese Florence Nightingale? In dieser Biographie beschäftigt sich Autor Manfred Vasold intensiv mit der Herkunft Nightingales. Er beleuchtet das Umfeld in dem sie lebt. Konventionen über Konventionen – eine Frau aus dem Adel darf dies oder jenes nicht tun, soll heiraten, Kinder bekommen und sich langweilen. Diesem Frauenbild entspricht Florence gar nicht. Es dauert lange, bis sie eine Ausbildung zur Krankenpflegerin absolvieren kann/darf. Als Pflegerin kranker Angehöriger sind Frauen wie Florence willkommen, als Profis jedoch nicht. Ihr Engagement während des Krimkrieges um kranken und/oder verletzten Soldaten bringen ihr weniger Ruhm als viel Aufmerksamkeit sein. Ihre eigentlichen Verdienste liegen darin, dass sie den Mächtigen jener Zeit (Königin Viktoria inklusive) entsprechend auf die Nerven ging. Mit akribischen geführten Statistiken (eine davon ist abgebildet) belegt sie den volkswirtschaftlichen Schaden, der durch mangelnde Hygiene, sowohl bei den Soldaten in (heimischen) Kasernen und an Kriegsschauplätzen als auch bei der Zivilbevölkerung, verursacht werden. Das ist der Vorteil ihrer adeligen Abstammung, dass sie wichtige und einflussreiche Menschen kennt. Sie nützt diese Bekanntschaften rücksichtslos zur Durchsetzung ihrer Ideen und Projekte aus. Langsam, aber dennoch kommen die Reformen im Gesundheitswesen in Gang. Einiges wird die Vorkämpferin erleben, einiges wird erst nach ihrem Tod selbstverständlich. Eine interessante Facette ist, dass sich Nightingale zwar selbst über die meisten der herrschenden Konventionen hinweg setzt, aber die Zulassung von Frauen zum Medizinstudium und das Frauenwahlrecht kategorisch ablehnt. Da ist sie eben doch eine Frau ihrer Epoche. Schreibstil/Autor: Manfred Vasold ist als Verfasser von mehreren Büchern über medizinische Themen bekannt. Daher sind die fachlichen Beschreibungen und Recherchen gut gelungen. Sehr interessant finde ich die Bezüge auf andere europäische Länder und deren Gesundheitswesen. Es war zu jener Zeit überall gleich schlecht. Nur die Initiative Einzelner bewirkte in kleinem Kreis Besserung. Leider leidet das Buch unter ständigen Wiederholungen. Nach der dritten Erwähnung weiß der Leser, dass „Skutari“ in der Türkei und „Balaklawa“ auf der Krim liegen. Ein ziemlich peinlicher Fehler dann auf Seite 123: es handelt sich um Reparaturarbeiten an dem desolaten Gebäude und nicht um „Reparationsarbeiten“. Andererseits werten die abgebildeten Statistiken und die Fotos das Buch auf. Fazit: Eine Biographie, die ein umfassendes Bild einer Epoche gibt, das man das "Viktorianische Zeitalter" nennt.

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    Floh

    Floh

    01. February 2016 um 08:08