Manfred Weltecke

Alle Bücher von Manfred Weltecke

Cover des Buches Königreich der Angst (ISBN: 9783806238754)

Königreich der Angst

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Erschienen am 14.01.2019
Cover des Buches Das Gehirn (ISBN: 9783150189870)

Das Gehirn

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Erschienen am 01.10.2012
Cover des Buches Roboter (ISBN: 9783737413299)

Roboter

 (1)
Erschienen am 08.05.2017
Cover des Buches Kritik des digitalen Kapitalismus (ISBN: 9783534269730)

Kritik des digitalen Kapitalismus

 (1)
Erschienen am 26.03.2018
Cover des Buches Jenseits (ISBN: 9783650402028)

Jenseits

 (0)
Erschienen am 01.06.2017
Cover des Buches Königreich der Angst (ISBN: 9783442770571)

Königreich der Angst

 (0)
Erschienen am 09.11.2020
Cover des Buches Kosmopolitismus (ISBN: 9783806240580)

Kosmopolitismus

 (0)
Erschienen am 10.02.2020

Neue Rezensionen zu Manfred Weltecke

Lisa Herzog vergleicht in ihrem Buch die Sichtweisen von Hegel und Smith zum Thema „Die Erfindung des Marktes“. Vorab sei gesagt, dieses Buch lebt von Herzogs sachlicher und fachkundiger Sprache, es gehört ein wenig Ruhe dazu, um dieses Buch zu verstehen, es wirken zu lassen und sich selbst ein Bild über beide Sichtweisen zu machen. Wenn dies geschehen ist, wird man als Leser wahrlich entzückt sein über diese Gegenüberstellung der beiden Meinungen durch Herzog. Höchst interessant ist, das Herzog immer versucht alle Sichtweisen der beiden zu betrachten und dabei kaum bis gar keine eigenen Parts einfließen zu lassen. 

Mir persönlich, hat dieses Sachbuch einen sehr spannenden und weiterführenden Einblick in das Thema gegeben und genau dafür gibt es von mir 5 von 5 Sterne.

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Cover des Buches Die Erfindung des Marktes: Smith, Hegel und die Politische Philosophie (ISBN: 9783534271641)dj79s avatar

Rezension zu "Die Erfindung des Marktes: Smith, Hegel und die Politische Philosophie" von Lisa Herzog

Anspruchsvolle Auseinandersetzung zweier Markttheorien
dj79vor 2 Jahren

„Die Erfindung des Marktes“ ist die erste umfangreichere philosophische Auseinandersetzung, an die ich mich herangetraut habe. Aktuell reizen mich Arbeiten, die historische Erkenntnisse und Feststellungen eher im Kontext ihrer Zeit betrachten, als  solche, die eine fertige, nicht hergeleitete Schlussfolgerung auf das Hier und Heute präsentieren. Da mein wirtschaftswissenschaftliches Studium schon etwas länger zurückliegt, habe ich mich gern den beiden Protagonisten Smith und Hegel sowie ihren Theorien zugewandt.

Als Freizeitleser muss ich zugeben, dass mich die durchgehend gehobene Sprache und auch der Stil von Lisa Herzog ganz schön gefordert haben. In ihrer philosophischen Betrachtung des Marktes folgt die Autorin überaus diszipliniert strengsten wissenschaftlichen Regeln. Nach Veranschaulichung ihrer Zielsetzung und grundsätzlichen Festlegungen zu Beginn ihrer Arbeit, erklärt sie dem Leser einleitend zu jedem ihrer folgenden sechs Kapitel die weitere Vorgehensweise und legt somit den sich jeweils anschließenden gedanklichen Weg ihrer Analyse offen. Die Autorin schließt jedes Kapitel zusammenfassend und/oder schlussfolgernd ab.  Das gibt ihrer Arbeit nicht nur Struktur, sondern bietet dem Leser Orientierung.

Lisa Herzog beginnt mit einer Analyse der beiden Marktverständnisse, von Adam Smith und von Georg Wilhelm Friedrich Hegel. Danach ordnet sie die Rollen auf dem Markt in die Betrachtungsweise sowohl Smith‘ und Hegels ein. Im zweiten Teil ihrer Arbeit widmet sich die Autorin intensiv den gesellschaftlichen Werten auf dem Markt. Dieser Teil der Auseinandersetzung war am interessantesten für mich. Dabei standen weniger ganz neue Erkenntnisse im Vordergrund meines Interesses, sondern vielmehr die verschiedenen möglichen Betrachtungsperspektiven auf bestimmte Marktsituationen. Insgesamt bin ich begeistert von ihrem für mich anspruchsvollen, gleichzeitig aufschlussreichen Werk. Sie hat es mittels geschickter logischer Herangehensweise geschafft, meiner doch eher mathematisch orientierten Denke zum Markt, weitere Denkansätze hinzu zu fügen. Dafür bin ich sehr dankbar. 

Mit großem Respekt gegenüber der wissenschaftlichen Leistung empfehle ich diese Arbeit gern weiter.

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Cover des Buches Königreich der Angst (ISBN: 9783806238754)W

Rezension zu "Königreich der Angst" von Martha Nussbaum

Ein wichtiges und beeindruckendes Buch
WinfriedStanzickvor 3 Jahren


Das vorliegende Buch der amerikanischen Philosophin Martha Nussbaum, die zu den profiliertesten Vertreterinnen ihres Faches weltweit gilt, und für ihr umfangreiches Werk mit zahlreichen Preisen und Ehrungen ausgezeichnet worden ist, ist, wie sie in einem Nachwort schreibt, im Zusammenhang des durch Donald Trump polarisierten Präsidentschaftswahlkampf 2016 in den USA entstanden und hat seitdem nichts an Bedeutung verloren. Ganz im Gegenteil. Auch in dem einst so stabil erscheinenden Europa ist ähnlich wie vorher in den USA eine gesellschaftliche Spaltung spürbar, die man so lange nicht für möglich gehalten hätte.

 

Die Rhetorik der Ausgrenzung blüht und erklimmt immer neue unmenschliche Höhen und die Unfähigkeit der verschiedenen gesellschaftlichen und politischen Gruppen, miteinander vernünftig und ohne gegenseitige Verdächtigungen und Herabsetzungen zu kommunizieren geht gegen Null.

 

Zwar beschreibt auch Nussbaum diese schon oft analysierten Phänomene, doch getreu dem Ansatz ihrer letzten Bücher, vor allem „Die neue religiöse Intoleranz“(2014) und „Zorn und Vergebung“ (2017) geht sie in ihrer Analyse sehr viel tiefer. Für sie liegt der Kern des Problems darin, dass all diese politischen Phänomene immer auch einen erheblichen emotionalen Anteil haben.

 

Die Globalisierung hat mit ihren Folgen bei zahlreichen Bürgern und Bürgerinnen der westlichen Gesellschaften ein Gefühl der Machtlosigkeit hervorgerufen, das zu Ressentiments und Schuldzuweisungen führt: Schuld an der Misere sollen wahlweise die Immigranten sein, die Muslime, andere Rassen, die kulturellen Eliten. Die Flüchtlingskrise nach 2015 und der Umgang mit ihr hat insbesondere in Deutschland die gesellschaftliche Spaltung in einem atemberaubenden und angsterregenden Tempo beschleunigt.

 

Mit vielen lehrreichen und anregenden Verweisen auf die Philosophiegeschichte von der Antike bis in die jüngere Gegenwart zeigt Martha Nussbaum in ihrem verständlich geschriebenen Buch, dass nicht nur in den USA diese Mechanismen auf allen Seiten des politischen  Spektrums am Werk sind. Nicht nur auf der rechten Seite wird gespalten und gehetzt was das Zeug hält, auch die Linke bedient sich überall auf der Welt eifrig dieser Topoi.

 

Für Martha Nussbaum ist klar, dass diese Spaltungen nicht gut sind für eine demokratische Gesellschaft, ja, dass sie sie sogar in ihren Grundfesten bedrohen und in Frage stellen.

 

Ähnlich wie der mittlerweile 90- jährige Jürgen Habermas in Deutschland gibt sie aber die Hoffnung nicht auf und zählt auf die Vernunft auch des einzelnen Menschen und Lesers. In einer Rezension aus den USA heißt es: „Nussbaum, mit ihrem eleganten und präzisen Stil schreibt mit gelassener Klarheit über Bauchgefühle wie Neid und Abscheu ... Einer der Vorzüge des Bandes liegt in der gewissenhaften Vorgehensweise, mit der Nussbaum die Leser Schritt für Schritt dazu bringt, innezuhalten, genauer nachzudenken und ihre reflexhaften Haltungen zu hinterfragen. Nussbaum ist eine gewandte Rhetorikerin …Sie will zeigen, wie grundlegend und universal das Gefühl der Angst ist: ursprünglich waren wir alle hilflose Säuglinge, angewiesen auf Güte und Barmherzigkeit der anderen.“

 

Martha Nussbaums neues Buch ist ein voller Hoffnung auf Veränderungsmöglichkeiten geschriebenes Werk, ein Buch das die Angst , die Wut und den Zorn beschreibt, der sich gegen andere richtet. Angst ist immer Gift für die Demokratie. Es ist ein flammender Appell an jeden einzelnen Bürger, aber auch an die Menschen, die an unterschiedlichen Stellen in der Gesellschaft auch für deren Humanität Verantwortung tragen, die Hoffnung nie aufzugeben und die Flamme der Menschlichkeit und Solidarität nicht verlöschen zu lassen bzw. immer wieder neu anzuzünden.

 

Ein wichtiges und beeindruckendes Buch.

 

 

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