Manfred Wieninger Prinzessin Rauschkind

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Inhaltsangabe zu „Prinzessin Rauschkind“ von Manfred Wieninger

MAREK MIERT GERÄT IN SEINEM NEUESTEN FALL AUF DER SUCHE NACH EINEM VERSCHWUNDENEN LIEBHABER IN DIE DUNKLEN MACHENSCHAFTEN DES ROTLICHTMILIEUS.
Marek Miert, schwergewichtiger Hinterhof-Detektiv aus Harland, ist nicht gerade vom Erfolg verwöhnt. Die trostlosen Jobs, mit denen er sich über Wasser hält, sind nicht gut fürs Renommee. Den verschwundenen Liebhaber eines verzweifelten Mädchens zu suchen, gehört da schon zu den besseren Aufträgen. Doch dann stolpert Miert über eine Leiche, die dem Gesuchten zum Verwechseln ähnlich sieht, und schon sitzt der Diskont-Detektiv mit Hang zu Mozartkugeln, Mannerschnitten und tiefgründigen Rotweinen selbst in der Bredouille. Wenn es aber gilt, einem Mädchen zu helfen, dem übel mitgespielt wurde, kommt Marek Miert in Fahrt und schreckt auch vor kriminellen Mitteln nicht zurück – schon gar nicht, wenn es um den Harlander Rotlichtkaiser und seine Machenschaften geht.

KNISTERNDE KRIMI-SPANNUNG GEWÜRZT MIT EINER PORTION SCHWARZEM HUMOR
Manfred Wieningers Marek-Miert-Krimis verbinden die Tradition amerikanischer Hard-Boiled-Novels mit einem kritischen Blick auf die österreichische Kleinstadt-Provinz – und einer guten Portion Ironie. Sein sympathisch-cholerischer Anti-Held glänzt auch in seinem sechsten Fall mit einer großen Klappe und zupackendem Engagement im Kampf für die Schwachen und Benachteiligten.

WEITERE MAREK-MIERT-KRIMIS:

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- Rostige Flügel
- Kalte Monde
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    Prinzessin Rauschkind

    Gwhynwhyfar

    16. September 2015 um 17:43

    Der übergewichtige Privatdetektiv Marek Miert wird von der Assistentin seines Zahnarztes, Silvia Sladki, engagiert. Er soll ihren Exfreund Laszlo finden, der verschwunden ist. Er erhält ein Foto von Laszlo und durch Zufall erkennt er einen Mann auf dem Bahnhof, der genauso aussieht wie Laszlo. Vor Mareks Augen wird er von weitem erschossen und Marek gerät unter Mordverdacht, da er der einzige ist, der nicht das Weite sucht. (eine Logik, die sich mir nicht erschlossen hat) Ich persönlich empfand den Roman langweilig, da Marek sich detailliert von Stöckchen auf Hölzchen sich in Nebensträngen auslässt. Die Geschichte beginnt beim Zahnarzt. Hier lässt er sich über seine Angst vorm Zahnarzt aus und beschreibt sein altes Leben. Er beschreibt danach genau sein Wohnviertel, die Leute die dort wohnen. Erst jetzt, bei 16 % des Buchs passiert etwas. Er trifft sich mit der Zahnarzthelferin. Marek wird schikaniert, von Polizisten zusammengeschlagen, wird verhaftet, landet im Gefängnis, wo man ihm keine ärztliche Behandlung zulässt. Und nun sinniert er endlos über seine Zeit beim Militär, dann über TNT. Weiter geht es mit einem langen Exkurs über den Monat Oktober. Bis hier hin weiss der Leser immer noch nicht, wo die Geschichte hingehen soll. Endlich landet Marek bei der Vernehmung. Es folgt eine lange Beschreibung des Zimmers und der Person des Kommissars. Mareks Wunde blutet wieder und der Kommissar erklärt, wenn Marek Blut auf das Parkett tropfen lässt, muss er die Reinigung zahlen. Polizei und Gefängnis werden brutal und völlig überzogen dargestellt. Man meint nicht, in Wien zu weilen, sondern sieht sich in einem Juntastaat versetzt. Die ausufernden Beschreibungen sind dermaßen mit Adjektiven vollgestopft, dass ein Lesevergnügen nicht aufkommen kann: „Hastig hochgezogene, wuchtige Mietskasernen mit winzigen Zimmern und rattenkäfigähnlichen Kleinstwohnungen …“ Ellenlange Schachtelsätze am Fließband machen das Lesen auch nicht besser: „Mittlerweile waren viele Fabriken geschlossen, die zum Großteil aus Ziegeln mit unter den Lehm gemischten, gehäckselten Stroh errichteten Mietskasernen abgenutzt wie Duftsteine, die hundert Jahre in einem Urinal gelegen hatten, oder zusammengebrochen unter der Last des landläufigen Unglücks, und dazwischen hatten die amerikanischen und russischen Bomben des letzten Krieges auch noch Lücken gerissen wie die Karies in ein Gebiss.“ Anstatt sich eine Schmerztablette in der Apotheke zu besorgen, rennt Marek zu einem Kriminellen, um Tabletten dort zu erwerben … „ …fragte er mit einer Stimme, die nach kubanischen Zigaretten, Klo am Gang und Feigheit klang.“ – Marek hatte das Drogenversteck von dem Typen ausfindig gemacht, eine Wintersandkiste, und Marek bedroht ihn nun: „… Also, wenn Sie nicht sofort ein, zwei Schmerztabletten rüberwachsen lassen, zeige ich Sie an. Und wenn du mich noch einmal duzt, zeige ich dich sowieso an.“ – Obskure Sätze wie „Ich habe ihn nicht mal ungern gemocht, aber in der Situation muss man sich sagen, der Fahrer ist ein Tier.“, haben mich stauend zurückgelassen. Oder Marek sinniert: „Aus dem gleichen Grund, aus dem Gabloner keinen Psychologen braucht, brauche ich keinen Gynäkologen, dachte ich. Der ist nämlich kein Mensch, sondern ein von Cognac angetriebener Teufel. Es wird viel sinniert und in Nebensträngen berichtet, was die Geschichte an sich nicht vorwärtstreibt. Ich habe mich gelangweilt und viele Sätze des Autors sind unverständlich an mir vorbeigerauscht oder haben mich schmunzeln lassen, allerdings vor Unverständnis. Nach circa 50 % habe ich abgebrochen, weil ich mit dem Buch gar nicht klarkam und jeglicher Spannungsbogen fehlte.

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  • Rezension zu "Prinzessin Rauschkind" von Manfred Wieninger

    Prinzessin Rauschkind

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    29. October 2010 um 11:25

    Was man im Leben alles verpasst hat, erfährt man erst sehr spät oder gar nicht. Ich empfinde es deshalb als ein Glück, den sechsten Fall des Harlander "Diskont-Detektivs" in Händen zu halten. Ich wage nach der Leküre kaum zu ermessen, was ich in den ersten fünf Bänden wohl alles verpasst haben mag. Doch immerhin ist ja genug Zeit, dies gelegentlich herauszufinden! Gleichzeitig begegnet mir mit diesem Buch ein Novum. Das nie Dagewesene begründet sich dahingehend, als ich mich mit der Beendigung der Lektüre keinesfalls zufrieden geben konnte. Nach der Schlusspointe bin ich regelrecht aus dem ebenso niederösterreichischen wie eingemeindeten Stadtteil von St. Pölten herausgefallen. Unsanft und unvorbereitet, denn einmal Harland hin und zurück - das war mir zu wenig, weshalb ich mich geradezu genötigt sah, mir diese wundersame Geschichte stante pede noch einmal zu Gemüte zu führen, wobei ich zu vermuten wage, dass auch dieser weitere Lesedurchgang womöglich nicht der letzte sein wird! Und wenn ich mich schon in absoluten Neuheiten bewege, soll es auch dabei bleiben. Die nächste wird sich jedoch als eine Unterlassung gestalten, da ich gar nicht mal so unlängst eine Autorenschelte einstecken durfte - der liebenswürdigen Art zwar, dennoch mit deutlichem Fingerzeig. Sie war durchaus berechtigt, denn sämtliche vorhandenen Gäule gingen mit mir durch und ohne es zu bemerken, verriet ich von der Handlung ein wenig zu viel. Fast sogar ein wenig viel zu viel. Dies soll mir jetzt mit Prinzessin Rauschkind insofern nicht passieren, als ich nunmehr von der Handlung absolut gar nichts verraten werde. Der Text auf der Klappe reicht doch völlig und die Damen und Herren Kollegen der schreibenden Zunft haben dem Werke bereits dementsprechend entsprochen sowie würdige Referenz erwiesen. Vielleicht möge dem geneigten Leser eine grobe Skizzierung des uneingeschränkten Hauptdarstellers genügen. Marek Miert - der im weitesten Sinne eine Seelenverwandtschaft mit der Figur des "Lieutenant Columbo" aus der unvergleichlichen amerikanischen Krimiserie teilen könnte (wobei man in Harland keinen alten Volvo, sondern einen ebenso maroden Ford Granada fährt) - wurde von seinem Vorgesetzten Oberleutnant Gabloner dereinst auf unerfreuliche Weise - mittels einem auf Nichtigkeiten beruhenden Disziplinarverfahren - aus dem Polizeidienst gemobbt. Fortan schlug sich der Gerechtigkeitsfanatiker auf eigene Faust durch, stets am Abgrund der Gesellschaft balancierend, sozusagen am Tellerrand der bewohnbaren Zivilisation, dort wo notorische Verlierer und psychopathische Abziehbilder der menschlichen Rasse ihr Dasein fristen. Desillusioniert lebt er alleine und als letzter Mieter in einer vierstöckigen Bruchbude aus der Gründerzeit, dem Totalabriss geweiht, mit brüchig gewordenem Jugendstil-Verputz, zwischen einer verlassenen Grillstube und dem Gebäude einer ehemaligen Peepshow. Liebe, so meint er, "war sicher mehr als Reibung, aber vielleicht alles in allem doch nur Selbstbetrug". Die einzige Freiheit scheint ihm immerhin die "Freiheit des Konsums" zu sein. Auch von seiner Sucht erzählt er. So nebenbei. Es war die Gerechtigkeit, doch das wäre lange her gewesen. Miert hat keine Familie, sein soziales Umfeld besteht aus Gaunern und Klienten, wobei sich die Unterschiede hier recht diffus gestalten, ist und isst gerne allein, weil er nichts von einem Cordon bleu oder gar einer Marillenschnitte abgeben muss, ist glücklich, dass er nicht sechs oder sieben Prozent seines Lebens in "Fetzengeschäften vor Umkleidekabinen" verbringen muss, hat nichts zu lachen, außer über sich selbst, sieht das Autofahren als einzigen Bereich im gesellschaftlichen Leben, in welchem sich der Mann noch als solcher austoben kann, und wenn ihn eines Tages die Alzheimerkrankheit heimsuchen sollte, möchte er den Gabloner zuerst vergessen und gleich hernach das amerikanische Junkfood. Manfred Wieninger, Germanist und Journalist im Ruhestand, erschuf mit Marek Miert eine Figur, die ihm selbst wie auf den Leib geschneidert zu sein scheint. Laut eigenen Angaben teilen die beiden jedoch lediglich das äußere Erscheinungsbild, was nicht gerade ungewaltig daherkommt. Susanne Rüssler zitiert in ihrem Artikel "So gefragt wie die Vogelgrippe" ("MORGEN" 4/07): "Ich bin weder so risikofreudig noch so neugierig, und schon gar nicht bin ich bereit, solche Mühen auf mich zu nehmen wie der Miert. Er probiert für mich aus, was ich mich nie im Leben trauen würde." Es ist nicht die Story allein, es ist nicht nur die deftige Millieukritik, es sind nicht ausschließlich die wortgewaltigen Lebensstudien, oder die Dokumentationen urbanen Verfalls ... es ist der Marek, der in jeder einzelnen Zeile fasziniert. Ein Mensch pur. Roh und urgewaltig. Ungeschminkt und ungekünstelt. Ein Fels in der Brandung und doch so zerbrechlich. Fast einer, der am Leben scheitert. Aber nur fast, denn indem Marek dem Schicksal einen Streich nach dem anderen spielt, sollte umgekehrt das Leben aufpassen, dass es nicht an Marek scheitert ... © Thomas Lawall - www.querblatt.com

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  • Rezension zu "Prinzessin Rauschkind" von Manfred Wieninger

    Prinzessin Rauschkind

    Sternenstaubfee

    17. April 2010 um 10:59

    Marek Miert bezeichnet sich selbst als Diskont-Detektiv. Die besseren Zeiten liegen hinter ihm; er wohnt in einer eher schäbigen Wohngegend, seine Kleidung kommt von der Stange und kostet nicht mehr als ein gutes Essen im Restaurant, und jetzt steht er auch noch unter Mordverdacht! Um sich selbst zu entlasten, nimmt er den Fall der jungen Silvia Sladki an, den er kurz zuvor noch abgelehnt hatte. Er soll für sie ihren Freund und Lebensgefährten suchen, der vor sieben Monaten pötzlich verschwand. Eben dieser Freund wurde - so scheint es jedenfalls - ermordet, und Marek Miert soll der Täter sein! So beginnt er also zu ermitteln und findet sich bald im Sumpf von Prostitution und Betrug wieder… Marek Miert ist ein etwas verschrobener und eigenwilliger Österreicher, der nicht auf den Mund gefallen ist, aber gleichzeitig auch ein großes Herz besitzt! Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, diesen Roman zu lesen. Der Schreibstil ist flüssig, und die Geschichte ist - obwohl ein Krimi - durchaus humorvoll geschrieben. Ich freue mich auf weitere Fälle mit dem eigensinnigen Detektiv Miert!

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  • Rezension zu "Prinzessin Rauschkind" von Manfred Wieninger

    Prinzessin Rauschkind

    depe58

    12. April 2010 um 17:13

    Das Buch "Prinzessin Rauschkind" ist der sechste Teil der Marek-Miert Krimiserie vom Autor Manfred Wieninger. Der Inhalt des Buches ist einfach zu beschreiben: Der Protagonist Marek Miert ist beim Zahnarzt und lernt dort seine neue Klientin Silvia Sladki, oder auch als Prinzessin Rauschkind bekannt, kennen. Marek Miert ist ein übergewichtiger Detektiv, der es nicht leicht hat. Der Auftrag von Silvia lautet, dass Marek Miert ihren verschollenen Mann finden soll.Der Auftrag hört sich simpel an, doch auf der Suche nach dem Mann, stellt es sich ganz anders aus. Miert "stolpert" über eine Leiche, die sich als Doppelgänger des Ehemanns herausstellt. Mit diesem Ereignis fangen die Probleme an. Das Buch hat einen guten Sprachstil. Die Dialoge sind teils in einem Dialekt geschrieben, was es authentischer macht. Es treten desweiteren auf der Suchen ach dem Ehemann einige Personen auf, die mir sehr gefallen haben. Ich finde Manfred Wieninger hat mit Prinzessin Rauschkind einen flotten, komischen Krimi geschrieben, der zudem noch seinen eigenen Charm besitzt.

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  • Rezension zu "Prinzessin Rauschkind" von Manfred Wieninger

    Prinzessin Rauschkind

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. April 2010 um 22:59

    Das junge Mädchen Silvia Sladki beauftragt Marek Miert ihren spurlos verschwundenen Liebhaber aufzuspüren. Keine leichte Aufgabe, der ist nämlich schon vor sieben Monaten verschwunden. Marek lehnt den Fall vorerst ab, doch schon gerät er tiefer in den Fall hinein,als er sich je hätte vorstellen können. Manfred Wieninger hat mit dem Ermittler Marek Miert eine wunderbare Person geschaffen. Der übergewichtige Ermittler führt nicht gerade ein Leben in Saus und Braus und scheint von einem Missgeschick ins nächste zu rutschen. Das macht ihn wiederrum super sympatisch und vor allem realistisch,man kann sich gut mit ihm identifizieren und sorgt für den nötigen Spaß beim Lesen. Auch der hier behandelte Fall (es handelt sich um einen Teil einer Serie) ist sehr unterhaltsam. Eigentlich weist Marek kaum ermittlerisches Talent auf, lügt Klienten an,um an etwas Geld zu kommen und doch kommt er letztlich zur Lösung des Falles, welche sehr überraschend ist und in einem witzigen Ende aufgelöst wird. Unterhaltsamer Krimi über das immer wieder überraschende Leben des Marek Miert.

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  • Rezension zu "Prinzessin Rauschkind" von Manfred Wieninger

    Prinzessin Rauschkind

    BTOYA

    25. March 2010 um 12:12

    »Prinzessin Rauschkind« (2010, ISBN 9783852186269) - der 6. Teil der Marek Miert-Krimireihe des österreichischen Autors Manfred Wieninger – war meine erste Begegnung mit diesem sympathischen Protagonisten: einem schwergewichtigen Hinterhof-Detektiv in der fiktiven österreichischen Stadt Harland. Schon der Klappentext verrät auch mir Neuling, dass Miert nicht gerade vom Erfolg verwöhnt ist, sich eher mit trostlosen Jobs über Wasser hält, einen Hang zu Mozartkugeln, Mannerschnitten sowie tiefgründigen Rotweinen hat UND: dieser 6. Fall stellt für ihn einen seiner besseren Aufträgen dar … … dabei verdankt er diesen Auftrag dem Zufall: trotz seiner Heidenangst vor dem Zahnarzt gibt er seinen Zahnschmerzen nach und während er gottergeben auf dem Behandlungsstuhl wartet, dass die Betäubungsspitze ihre Wirkung zeigt – wird er von der Zahnarzthelferin mit ihrem Problem vertraut gemacht. Sie vermisst ihren Liebhaber und möchte nicht glauben, dass ihre große Liebe vielleicht ganz banal „beim Zigaretten holen“ verloren ging :). Natürlich kann die nur marginale Bezahlung, die die junge Frau ihm anbietet, einen Mann wie Marek Miert nicht davon abhalten ihr in dieser Not zu helfen… zumal er zu diesem Zeitpunkt vermutet, dass »Lászlo Zsigmund« sich wohl doch nur auf unfeine Art von seiner Partnerin getrennt hat. Schon kurz darauf stolpert Miert über eine Leiche, die dem Gesuchten zum Verwechseln ähnlich sieht, gerät selbst unter Mordverdacht, muss feststellen, dass es bei diesem Auftrag um Betrug und Menschenhandel geht, und es bedarf aller seiner Tricks und Erfahrungen einem Gegner wie dem Rotlichtkaiser von Harland das Handwerk zu legen … Der Autor bietet mit Marek Miert einen Privatdetektiv den man einfach mögen muss. Schräg, ironisch, spöttelnd, in amüsantem Dialekt, mit Fehlern, Ecken & Kanten behaftet, unfähig den Hilflosen seine Unterstützung zu verweigern und – wenn es nötig wird – auch vor „kriminellen Mitteln“ nicht zurückschreckend verhilft Miert seiner Auftraggeberin zu ihrem Recht. Für mich war »Prinzessin Rauschkind« ein kurzweiliges, amüsantes und intelligentes Leseerlebnis. Auch wenn ich mir ab und an etwas weniger lange, verschachtelte Sätze gewünscht hätte. Mir persönlich hat der gesamte Spannungsaufbau darunter leider doch ein wenig gelitten.

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  • Rezension zu "Prinzessin Rauschkind" von Manfred Wieninger

    Prinzessin Rauschkind

    Carriecat

    15. March 2010 um 09:43

    Cover: Schlichtes schwarz, nur die stilisierte Marilyn fällt auf und aus dem Rahmen. Im Gegensatz zu den meisten anderen (quietschbunten) Covers, fällt dieses durch seine dunkle Erscheinung ins Auge. Hauptfigur: Marek Miert, hat kulinarische Vorlieben und daher auch das Volumen wie ein Poirot, aber sonst ist er das krasse Gegenteil. Wenig elegant, zupackend und ständig knapp bei Kasse. Das führt dazu, dass sich der „Diskont- Detektiv“ ständig durch den Müll anderer Leute wühlen muss um nicht selbst so zu enden, wie mancher Kunde. Inhalt: Eigentlich will er ja nur zum Zahnarzt und als er da verkrampft auf der Liege liegt, was an sich schon schlimm genug wäre, greift die Arzthelferin zu! Sie drängt den guten Marek ihren Freund, einen Ungarn, zu finden. Natürlich hat sie kein Geld, aber die ein oder andere Spritze für umsonst…. Durch Zufall gerät Marek Miert immer tiefer in den Sumpf aus kriminellen Machenschaften: Betrug, Geldwäsche, Menschenhandel, Mord, aber wer steckt dahinter? Stil: Der Autor schreibt gelungen in Dialekt. Nicht jeder Figur legt er breitesten „Schmäh“ in den Mund aber da wo er das tut, passt es wie die Faust aufs Auge. Durch den Lokalkolorit wird die Geschichte lebendiger und hebt sich positive von anderen Werken des Genres ab. Manchmal muss man einfach ein paar Seiten lesen, bevor man wieder drin ist, da der Autor gerne springt: eine Traumsequenz, eine Szene in der Vergangenheit, alles ohne Überschrift aneinandergereiht. Fazit: Fast wie ein kleiner Städtetrip! Besonders gut gefallen hat mir, dass ich dabei auch noch meinen Wortschatz erweitern konnte um so schöne Wörter wie Haberer oder Kieberer. Wobei man letzteres wohl nicht zu einem örtlichen Polizisten sagen sollte ^-^ Der Fall war gut inszeniert und wurde mit einem Fanal aufgeklärt. Spannend und auch noch amüsant erzählt, mit liebenswerten/ seltsamen und ganz anderen Figuren, die aber alle irgendwie nicht fehlen dürfen! Gerne mehr davon!

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  • Rezension zu "Prinzessin Rauschkind" von Manfred Wieninger

    Prinzessin Rauschkind

    dark_angel

    10. March 2010 um 19:48

    Der Harlander Detektiv Marek Miert erhält von Silvia Sladki den Auftrag, ihren verschwundenen Liebhaber zu finden. Dieser verließ eines Abends die gemeinsame Wohnung, um sich am Automaten eine Packung Zigaretten zu holen und kam nicht wieder. Obwohl seine Auftraggeberin ihm gerade mal ein paar Euros bezahlen kann, lässt sich Marek Miert trotzdem erweichen und nimmt den Auftrag an. Doch kaum hat er den Auftrag angenommen, stolpert er im wahrsten Sinne des Wortes über eine Leiche, die dem Gesuchten sehr ähnlich sieht. Und ehe er es sich versieht, gerät er selbst unter Mordverdacht... Der Autor Manfred Wieninger hat mit Marek Miert einen Helden erschaffen, der nicht ganz der Norm entspricht und man ihn trotzdem - oder gerade deswegen - in sein Herz schließt. Marek Miert nennt sich selbst einen Diskont-Detektiv mit einem Hang zu Mozartkugeln und Manner-Schnitten. Er kann sich mit seinen Aufträgen kaum über Wasser halten und ist ständig am Rande des finanziellen Ruins. Doch er kann einfach nicht Nein sagen, wenn die Leute ihn verzweifelt um seine Hilfe bitten und dabei nicht viel Geld in der Tasche haben. So geschieht es auch hier im 6. Teil der Krimi-Reihe um Marek Miert, als ihn Silvia Sladki aufsucht. Unter einem fast harmlos oder gar alltäglich wirkenden Auftrag verbirgt sich viel mehr, als man zu Anfang vermutet. Der in der Ich-Person verfasste Krimi lässt den Leser direkt an Mareks Seite ermitteln und erlebt alles zeitnah mit, so auch Mareks Gesellschaftskritik zur Stadt Harland und Österreich und seine tiefsinnigen Gedanken. Aber es gibt auch witzige und ironische Beschreibungen. Dies alles zusammen trägt zu einer perfekten, kurzweiligen Krimi-Unterhaltung mit einem liebenswerten und überaus authentisch wirkenden Charakter.

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