Manil Suri Vishnus Tod

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Inhaltsangabe zu „Vishnus Tod“ von Manil Suri

Vishnu, der große Welterhalter, ist nicht nur einer der höchsten Götter des Hinduismus. Vishnu heißt auch der alte Mann, der auf einem Treppenabsatz in einem Mietshaus in Bombay lebt und von den anderen Bewohnern geduldet wird. Doch nun ist für ihn die Zeit gekommen zu gehen, und er begibt sich auf seine letzte große Reise. In einem Feuerwerk von Bildern, Farben und Gerüchen erinnert er sich an sein Leben, an seine Mutter, an die schöne Padmini, an all die Legenden über den Gott mit seinem Namen. Und währenddessen geht das Leben im Haus seinen ganz normalen, turbulenten Gang … Ausgezeichnet mit der „Corine“.

Fast so schön wie mein Lieblingsbuch "der Gott der kleinen Dinge"

— Jana_Hadam
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  • Rezension zu "Vishnus Tod" von Manil Suri

    Vishnus Tod
    Lax

    Lax

    25. April 2011 um 20:50

    „Vishnus Tod“ ist ein fesselnder mystischer Roman über Glauben, Religionen und die Vielfalt der Menschen, alles aufzeigend in einem Mehrfamilienhaus. Ein alter Mann liegt sterbend auf dem Treppenabsatz in einem Mehrfamilienhaus in Indien. Seine Erinnerungen gehen zurück zu seiner Geliebten und der Mutter mit ihren Erzählungen aus der Indischen Mythologie. „Ich bin Vishnu, Hüter des Universums, Hüter der Sonne.“ Die Gedanken des Mannes lösen sich vom Körper und betreten eine andere philosophische Ebene. Die hinduistische Mythologie ist eines der zentralen Themen von Milan Suri in dem Buch „Vishnus Tod.“ Er erzählt über die vielfältigen Inkarnationen von Vishnu, die in heiligen Schriften des Hinduismus genannt werden. Zudem benutzt der Autor sehr viele Indische Begriffe – die im Anhang erklärt werden - und lässt somit den Leser in die farbenfrohe Welt von Indien eintauchen. Dafür dass die Erzählung nicht zu philosophisch wird, sorgen die Geschichten, die mit dem Tod des alten Mannes verknüpft werden. Den jeder Bewohner des Hauses, egal ob Moslem oder Hindu hat eine eigene Geschichte. Das Buch handelt von Menschen, die auf der Suche nach Liebe und dem Sinn des Lebens sind. Die Tat eines jeden hat Auswirkungen auf einzelne oder alle anderen. Eine junge Hindu-Frau soll verheiratet werden, doch sie liebt einen Muslim, aber noch mehr das Filmgeschäft; Ein alter Mann hat seine Frau verloren und somit seinen Lebenssinn; Eine einfache Botin versucht sich auf dem Gebiet der Physik; Ein rational denkender Mann versucht zu verstehen, was es bedeutet wahrhaft gläubig zu sein. „Was wenn der Glauben eine andere Dimension besaß?“ Auch das Kastensystem wird thematisiert. Ein jeder kämpft um seinen Platz, sei es auf einem Treppenabsatz, in der geteilten Küche oder in der Anerkennung durch die anderen Menschen. Nur der Gott Vishnu steht über ihnen. „Lächelte er über die Torheit der Sterblichen, die immer wieder den selben Fehler begingen und auf den Schein hereinfielen, deren Schicksal es war, nie zu begreifen, was sich dahinter verbarg?“ Es ist eine fesselnde Geschichte, die die Indische Welt mit ihren Gerüchen und den vielen Religionen und Schicksalen einfängt. Zwar kann es nicht schaden, sich mit dem Hinduismus ein wenig auszukennen, doch Suri erklärt sehr viel, das sehr unterhaltsam und zudem bewegend. Die Geschichte ist ein Abenteuer, in das man hineingesogen wird und das zum Nachdenken anregt. „...wenn man zu einem Abenteuer aufbrach, durfte man nicht erwarten, den Ausgang zu kennen.“ Manil Suri wurde 1959 in Mumbai, Indien geboren. Mit zwanzig Jahren wanderte er in die USA aus und studierte dort. Heute lebt er in Maryland. „Vishnus Tod“ ist sein erster Roman, der in über zwanzig Sprachen übersetzt wurde. Er sagt, dass der Roman in selber in die hinduistische Mythologie entführt hat und ihn den Wissenschaftler wieder verbunden hat, mit einer Seite an sich, die er glaubte verloren zu haben.

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  • Rezension zu "Vishnus Tod" von Manil Suri

    Vishnus Tod
    Susanne-Henke

    Susanne-Henke

    28. July 2010 um 21:01

    Mietshaus als Mikrokosmos „Um Vishnu nicht zu wecken, falls er noch nicht gestorben war, ging Mrs. Asrani mit der Teekanne in der Hand auf Zehenspitzen hinunter bis zu dritten Stufe oberhalb des Treppenabsatzes, auf dem er lebte.“ Während sich die Parteien eines Mietshauses in Bombay darüber streiten, wer den Krankenwagen für Vishnu bezahlt, lässt er sein Leben in rauschhaften Rückblenden Revue passieren. In dem Haus, in dem Hindus und Moslems scheinbar friedlich unter einem Dach leben, spitzen sich unterdessen die Streitereien zu. Große Erwartungen sind kleinlicher Gier gewichen. Mrs Pathak wird bei dem Bemühen, ihren Rang in der gesellschaftlichen Hackordnung zu festigen, von ihrem eigenen Mann sabotiert. Der überzeugte Atheist Jalal ist plötzlich auf der Suche nach spiritueller Erleuchtung. Mrs. Asrani setzt all ihre Hoffnungen auf die Verheiratung ihrer Tochter. Als diese ausgerechnet mit dem Sohn der muslimischen Jalals durchbrennt, kochen die Gemüter über. Mit viel Witz und Liebe zum Detail beschreibt Suri den täglichen Kleinkrieg, offenbart die Schwächen seiner Figuren, ohne sie bloßzustellen. Atmosphärische Dichte und der rhythmisch perfekte Wechsel zu den mysthischen Traumsequenzen machen das Werk zu einem sinnlichen Erlebnis.

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