Manu Joseph Das verbotene Glück der Anderen

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Inhaltsangabe zu „Das verbotene Glück der Anderen“ von Manu Joseph

Der siebzehnjährige Unni Chacko hat etwas Schreckliches getan. Drei Jahre nach seinem Selbstmord erhält sein Vater, der Journalist Ousep Chacko, mit der Post ein Päckchen mit einem Comic seines künstlerisch hochbegabten Sohnes Unni - ein Irrläufer, der Ousep erneut auf die Suche nach den Gründen für den Tod seines Sohnes schickt. Er befragt seine ehemaligen Freunde, besucht Treffen der Comic-Zeichner, belästigt einen berühmten Neuropsychiater, entdeckt das ungewöhnliche Leben seines Sohnes und dringt zugleich immer tiefer in die Geheimnisse der eigenen Familie ein. Der Roman, der in den 1990er Jahren in Madras spielt, klug, scharfsinnig, komisch und sehr anrührend, erzählt vom Leben einer schwer gebeutelten Familie, von Wahrheitssuche und Liebe, spannend und herzzerreißend.

Leider nicht ganz so mein Geschmack!

— Jens1904

Lest es! Es ist wunderbar!

— LimitLess

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  • Faszinierendes Buch!

    Das verbotene Glück der Anderen

    Chimiko

    15. January 2014 um 10:50

    Dieses Buch gehört für mich wieder zu den Büchern, die mich am Ende 'leer' zurücklassen, weil es eben bereits am Ende ist. Dieses Buch gehört für mich zu den Büchern, bei denen man noch einmal zurück blättert, wieder vorblättert und es geht dennoch einfach nicht mehr weiter. Es ist wieder eine Geschichte aus Indien und wie so viele indischen Autoren schafft es auch Manu Joseph, mich mit seinem Roman in die faszinierende und so andere indische Kultur zu entführen. Man lernt einfach die Menschen und ihr Benehmen kennen, was hier immer auch besonders hervorgearbeitet wird: Mehrere große Häuser, Beschreibungen, wie die Frauen sich von den Männern verabschieden, wie ihr Alltag aussieht, wie sie reagieren, wenn etwas den Alltag durchbricht, wenn etwas Außergewöhnliches geschieht. Und etwas Außergewöhnliches ist Familie Chacko geschehen: Ihr Sohn Unni hat Selbstmord begangen. Ohne einen Abschiedsbrief, ohne eine Spur, warum er es tat. Zwar ist dies schon länger her, doch keiner der drei kann loslassen. Es ist einfach richtig, dass Ousep Chacko, nachdem er den Comic seines Sohnes per Post erhält, wieder loszieht und wissen will, warum Unni sich umbrachte. Denn welcher Vater möchte das nicht wissen? Dadurch, dass die Geschichte jedoch auch aus der Sicht von Mariamma Chacko und dem kleinen Bruder Thoma Chacko sowie Mythili, die junge Nachbarin, erzählt wird, erhält das Buch weitere Tiefen und Geheimnisse. Dazu kommen dann noch die Geschichten, die Freunde und Bekannte von Unni über ihn erzählen. So kommt Unni mir als Leserin wirklich nahe, obwohl ich ihn direkt nicht kennen lerne. Nur über andere Personen. Doch nicht nur ich lerne Unni kennen, auch sein Vater entdeckt einen neuen Unni und gräbt immer tiefer, bis er zu Geheimnissen kommt, von denen er noch nichts wusste. Tatsächlich war es so, dass ich unterschiedliche Vermutungen hatte, warum Unni sich getötet hat, doch keine davon hat sich als korrekt herausgestellt. Im Gegenteil: Immer wenn ich neue Möglichkeiten hatte, haben die sich in Luft aufgelöst und ich stand wieder vor dem immer gleichen Rätsel. Was sagt der Comic aus? Warum hat Unni sich umgebracht? Die Figur Unni Chacko hat mich von Seite zu Seite mehr fasziniert. Ich möchte gar nicht mehr zu ihm schreiben, denn dann würde ich eindeutig das Lesevergnügen mindern. Unni ist wirklich ein außergewöhnlicher Mensch... Auch die anderen Figuren sind mit ihren Schwächen gelungen - sehr menschlich, sehr nahbar und man hat Verständnis. Dabei ist es Manu Joseph wirklich gelungen, diese Charaktere auch humorvoll zu beschreiben, obwohl nicht jede Geschichte zum Lachen ist. Hervorzuheben sind auch Unnis Comics, die immer wieder beschrieben werden. Diese sind so bildhaft in Worte gefasst, dass ich keine Probleme hatte, mir die teils doch sehr außergewöhnlichen Comics vorzustellen. Auch diese sind nur ein weiterer Punkt, der das außergewöhnliche Denken Unnis aufzeigt. Trotzdem eine wundervolle Idee und gelungen integriert. Es gibt viele Gedankengänge, die mich auch ein bisschen nachdenklich gestimmt haben. Aber es gibt auch Gedankengänge, die ich einfach so hinnahm und für gut befand. Hängen geblieben ist da beispielsweise Unnis Vorstellung, dass der Hinduismus nur ein gigantisches Comic-Werk ist. Faszinierend, oder? Fazit Das verbotene Glück der anderen ist ein wirklich faszinierendes Buch, das einen nicht nur die Familie Chacko und ihre Geheimnisse oder den verstorbenen Unni nahe bringt, es bietet auch Einblicke in den indischen Alltag. Dazu kommen interessante Ideen und ein Ende, das mich etwas sprachlos zurücklässt, weil ich einfach fassen konnte, dass das Buch wirklich zu Ende war. Ein Buch, das man wirklich mit einem lachenden und einem weinenden Auge liest.

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  • Lest dieses Buch!

    Das verbotene Glück der Anderen

    LimitLess

    15. December 2013 um 22:51

    Wie soll man es nennen? Wie soll man es beschreiben? Wie soll man es erklären? Es? - Na das Buch. Dieses wunderbare Buch. Es ist eines dieser Bücher, welches einen staunend zurücklässt. Staunend über die Geschichte an sich, staunend, wie sie einem präsentiert wird, staunend über das lachende und das weinende Auge, mit denen man dieses Buch liest und sich fragt, ob das überhaupt geht. Mit einer unglaublichen Strategie erzählt Joseph die Geschichte von Unni, einen mysteriösen Jungen, der seine Umwelt mit seinem Scharfsinn und seiner mentalen Stärke beeindruckt hat. Das Leben von Unni stückchenhaft durch seinen Vater aufgedeckt zu bekommen, ist ein kluger Schachzug von Joseph, da Unni so einige Geheimnisse hatte und diese zu entschlüseln unglaublich spannend ist. Die große Frage, die sich Ousep, Unnis Vater, und auch der Leser das ganze Buch über stellt ist: Warum hat Unni sich umgebracht? Unni selbst lernen wir nicht kennen, aber durch die Erzählungen seiner Mitmenschen, wird er so lebendig, als würde er neben einem stehen. Er ist der eigentliche Hauptcharakter. Die lebenden Charaktere überzeugen jedoch auch mit viel Persönlichkeit und Tiefen. Ich hab sie alle mit ihren Fehlern und Eigenarten ins Herz geschlossen. Erzählt wird die Geschichte hauptsächlich aus Ouseps Sicht, aber auch Thoma, Unnis Bruder, und Mythili, die Nachbarin, geben Einblicke in ihre Gedankenwelt. Josephs Schreibstil ist sehr anschaulich und mitreißend. Ich habe die Bilder geliebt, der er in meinem Kopf entstehen hat lassen. Seinen Worten folgte eine ungreifliche Traurigkeit, die mich während dem Lesen sehr bedrückt hat. Im Gegensatz dazu musste ich ein paarmal laut auflachen, da manche seiner Ideen einfach nur verrückt waren. Außerdem bekommt man einen guten Einblick in das Leben in Indien. Es wird zwar etwas übertrieben dargestellt, jedenfalls nehm ich das an, aber der Stellenwert der Frauen und auch der Männer, wird sehr gut beschrieben. Aber auch das Leben des Jungen und seinen Freunden wird schonungslos erzähl, man sollte also damit rechnen, dass man mit unschönen Ausdrücken konfrontiert wird und auch das Sexualleben wird nicht ausgespart. Viele Kleinigkeiten, wie Unnis Comics oder die liebenswerte Mutter, machen diesen Roman so lesenswert. Eine Alteresempfehlung ist schwer zu treffen, aber nach meinem Gefühl her, um es richtig genießen zu können, sollte man schon so mind. 15/16 sein. Es ist kein Jugendbuch, um das mal auszuschließen Fazit Mein Geheimtipp Nummer 1 von 2 aus dem Jahr 2013. Der Autor kombiniert viel Humor, philosophische Gedanken, ein bisschen Wahnsinn und eine bedrückende Traurigkeit und hat mit diesen Zutaten einen Roman geschaffen, der mich wirklich berührt hat.

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