Manu Wirtz Die Löffel-Liste

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Inhaltsangabe zu „Die Löffel-Liste“ von Manu Wirtz

Haben Sie eine Löffel-Liste?

Diese Liste mit den Dingen, die man erleben möchte, bevor man „den Löffel abgibt“? Was wäre Ihr Lebenstraum?

13 Autorinnen und Autoren haben sich diese Frage gestellt und ihren Traum in einer Kurzgeschichte Realität werden lassen. Darunter sind Wünsche nach Freiheit, Veränderung, Erfüllung, Liebe, Gerechtigkeit und Abenteuer. Der Leser wird fasziniert von den wirklichkeitsnahen Emotionen, Handlungen, Beschreibungen und Dialogen.

Ob es dabei tatsächlich um persönliche Lebensträume geht oder um Fantasie, wird nicht immer verraten.

Löffellisten sind immer etwas schönes, diese sind echt gut geschrieben...

— MissRose1989

Der Großteil der Geschichten konnte mich gut unterhalten

— annlu

Liste mit Dingen die man vor dem Tod noch erleben möchte!

— Almeri
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  • Löffellisten mal anders..

    Die Löffel-Liste

    MissRose1989

    23. October 2016 um 00:04

    Das Cover der Anthologie ist wirklich schön, weil es schaut so etwa nach einer "Löffel-Liste" aus. Das erste Mal ist mir diese Wort in dem Film "Das Beste kommt zum Schluss" begegnet und ich muss zugeben, ich habe auch eine, eine Löffel-Liste von Dinge, die ich noch machen will bevor ich diese Welt verlasse. Deswegen war es auch interessant, wie es bei anderen Leuten mit ihre Listen aussieht, weil wer redet schon gerne davon, was er gerne machen will, bevor der stirbt.Meine Lieblingsgeschichte in dem Buch aus den 13 Geschichten war "Delfine bringen Glück". Die Geschichten in dem Buch sind wirklich verschieden, weil jede/r Autor/in anders an der Thema geht, was wirklich gut ist und so hat man wirklich eine bunte Mischung an Träumen oder Listen und durch die Autorenvielfalt entsteht natürlich auch eine bunte Mischung an Stilen, von dem einer besser und ein andere weniger gut gefällt. Aber jede Geschichte hat ihren Charme und es geht auch offen gesagt jeder anders damit um, wenn man weiss, man hat nur noch wenige Tage oder Wochen zu leben. Was auffällig war, dass die Lebensträume immer viel mit räumlicher Veränderung zu tun haben, da gibt es Reisen oder auch Auswanderungen, die immer und immer wieder eine Rolle spielen. Durch diese Tatsachen kann man in dem Buch wirklich gut reisen und das ist wirklich etwas besonderes. Trotzdem wird es immer wieder anders verarbeitet und so kann man wirklich auf sehr verschiedene Charaktere der Autoren schliessen lässt. Die Zusammenstellung hat Manu Wirtz wirklich gut getroffen, weil sie treffen von Gänsehaut, die man beim Lesen bekommt bis zum Nachdenken über die eigene Endlichkeit wirklich viele Facetten und man merkt, dass sie sich dabei wirklich Gedanken gemacht. So viel Verantwortung für eine Anthologie findet man nicht immer, beeindruckt aber sehr. 

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  • Was wäre Ihr Lebenstraum?

    Die Löffel-Liste

    annlu

    28. August 2016 um 22:43

    Ob es nun Krankheit ist, die die Gedanken an den unerfüllten Lebenstraum aufbringen, eine unglückliche Entscheidung oder.... - Lebensträume bestimmen diese dreizehn Kurzgeschichten. Obwohl ich das Buch schon länger besitze, war ich sehr skeptisch ihm gegenüber. Da ich schon mit Situationen konfrontiert wurde, bei denen auf Grund von schwerwiegenden Krankheiten nach unerfüllten Lebenswünschen gefragt wurde, empfand und empfinde ich immer noch den Titel und den Ausdruck „den Löffel abgeben“ als respektlos. Daher habe ich mich erst überwinden müssen, das Buch überhaupt in die Hand zu nehmen. Aber wie so oft in solchen Situationen, wurde ich überrascht. Die Geschichten: Delfine bringen Glück stellt ein Pärchen vor eine wichtige Entscheidung. Während sie eine Deutsche ist, möchte er sehr gerne wieder in seine Heimat Griechenland zurück. Ich selbst habe eine ähnliche Situation erlebt und konnte mich in all den Aspekten der Überlegungen wiederfinden. Von daher empfand ich die Geschichte als überraschend tiefgründig und – trotz der Titelwahl – realistisch und absolut nicht kitschig. Sie hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte Ein neuer Tag habe ich unbewusst erst einmal ausgelassen und mir im Nachhinein gedacht, dass ich es dabei auch hätte bleiben lassen können, da mir der Tripp der zwei Freundinnen nach Las Vegas so gar nicht zugesagt hat. Ich konnte nicht erkennen, warum diese Erfahrung lebensverändernd sein sollte. Das Gefühl ist hier leider nicht bei mir angekommen. Fortmachen zeigt, dass ein Lebenstraum sich auch als schlechte Entscheidung entpuppen kann. Die Kurzgeschichte spielt in einem historischen Ambiente und begleitet das junge, jüdische Mädchen Perla, das davon träumt, ihr Dorf zu verlassen und einen reichen Städter zu heiraten. Leider wird das zu keine, Traum, sondern zu einem Albtraum. Gerade die – leider immer noch – aktuelle Realität dieser Geschichte hat mich in ihren Bann gezogen. Meerwert und Meerzeit erzählt einerseits die Geschichte eines alten Mannes, der betrübt darüber ist, wie sich sein Neffe entwickelt hat und der einen Plan ausheckt, daran etwas zu ändern. Er und sein italienischer Freund waren mir gleich sympathisch. Den zweiten Teil, der die Sache aus Sicht des Neffen erzählt, hätte ich mir allerdings lieber gespart, da ich diesem Teil wenig abgewinnen konnte. Alte Sünden entführt in die Krebsstation eines Krankenhauses und zu einem Mann, der einen letzten Wunsch hat – Rache. Eine sehr gelungene, kurze Geschichte, die die Frage aufwirft, ob Moral im Anblick des Todes verblasst. Reisen, der ewige Wunsch zu schweben entführt auf eine Gedankenreise, der ich mich durch den schwierigen Schreibstil nicht anschließen wollte. Sturmtänzer hingegen gefiel mir wieder. Es erzählt die Geschichte einer Studentin, die sich ihren Traum erfüllen will und Wale in freier Natur sehen will. Das Ende war leicht fantastisch angehaucht, dennoch eine nette Geschichte. Mars erinnert an eine sci-fi Geschichte, hat mich besonders durch das Ende überzeugen können. Die Straße der Tränen beschreibt die Camel-Trophy durch den brasilianischen Regenwald als genau das, was es ist – ein großes, anstrengendes Abenteuer. I want to be a part of it erzählt den Traum einer Frau, eine ganz bestimmte Stadt zu besuchen. Nur leider muss sie dafür ihre Flugangst überwinden. Den Part um die Flugangst fand ich noch sehr interessant. Der Besuch der Stadt war dann nicht so meines. Löffel in gute Hände abzugeben war eine ganz andere Art von Geschichte. Erst einmal beschäftigt sich der Erzähler mit all den Dingen, die in seinem Leben schief gegangen sind und es immer noch tun. Er überlegt, wie er aus dem Alltag ausbrechen kann. Der besondere Schreibstil und das überraschende Ende hat mich überzeugt. Eine Reise ans Ende der Welt war die kürzeste Geschichte und sehr kritisch geschrieben. An Die Tour gefiel mir besonders die Aussage, dass manche Träume auch aufgeschoben werden, ihre Verwirklichung aber damit nicht aufgehoben werden. Fazit: Das Buch vereint sehr unterschiedliche Geschichten, die meisten davon gefielen mir gut, einigen wenigen konnte ich wenig abgewinnen. Das Buch war aber großteils unterhaltend.

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  • 13 Autoren und ihre Lebensträume

    Die Löffel-Liste

    Almeri

    10. July 2016 um 21:30

    Ich habe mich wegen dem Cover zur Rezentin gemeldet. Ich finde es richtig toll, das das Cover wie einem Einkaufszettel gleicht. Dabei ist es eine Löffel Liste. Ihr kennt den Ausdruck Löffel abgeben? Nun hier haben 13 Autoren und Autorinnen ihre Lebensträume aufgeschrieben, was sie vor ihrem Tode noch erledigen wollen! Es sind wirklich tolle kleine Sammlungen einzelner Geschichten. Eine schöner als die andere. Bei einigen habe ich sogar selbst mir Gedanken gemacht, ob ich mir vielleicht auch eine Liste anlege. Die Anthologie von Carsten Koch hat mir am besten gefallen. Liegt vielleicht daran, das sie der Wahrscheinlichkeit der Realität am nächsten liegt. Wer nur Kurzgeschichten lesen möchte, liegt mit diesem Buch hier absolut richtig!

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  • 13 bunte Lebensträume

    Die Löffel-Liste

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    16. February 2015 um 12:35

    Jeder hat seine eigenen Vorstellungen und Wünsche von dem, was das Leben für ihn bereithalten soll, doch vergessen wir nicht alle dann und wann unsere Träume und verlieren uns im Alltäglichen? Unerfüllte Freuden erinnern den einen oder anderen vielleicht an „Das Beste kommt zum Schluss“, den grandiosen Kinofilm mit Starbesetzung, welcher feinfühlig die letzten Wünsche zweier zum Sterben Verurteilter thematisiert. „Mein Philosophie- Professor stellte uns im ersten Semester eine Aufgabe. Er nannte sie die „Löffelliste“. Wir sollten eine Liste von allem schreiben, was wir in unserem Leben tun wollten, bevor . . .“ „. . . Bevor wir den Löffel abgeben.“ (Das Beste kommt zum Schluss) Ebendieser Film war es, der Manuela Wirtz dazu inspirierte, eine Sammlung von Kurzgeschichten herauszugeben, die sich mit den kleinen und großen Wünschen des Lebens befassen. Ob verpasste Chancen, lang verborgen gebliebene, eigene Hoffnungen oder gar erdachte Vorstellungen davon, wovon jemand anderes zu einer anderen Zeit geträumt haben mag, jede einzelne der 13 nunmehr veröffentlichten Geschichten folgt ihrem ganz eigenen Erzählmuster und beleuchtet das Mysterium „Lebensglück“ aus einer anderen Perspektive. Optisch weiß das Buch zu überzeugen: Ganz im Stile einer echten Liste wurden die veröffentlichten Titel in der Reihenfolge ihres Abdrucks handschriftlich auf einem karierten Bogen Papier festgehalten und für die Umschlaggestaltung verwendet- passend dazu, quasi als Bonbon obendrauf, gibt es ein kleines Lesezeichen mit den Kerninformationen zu der Sammlung. Eine schöne Idee! Gleichsam positiv aufgenommen habe ich die im Anschluss an die Kurzgeschichten angebrachten Autorenportraits mit Anmerkungen zu weiteren Veröffentlichungen. Im Zentrum stehen jedoch die Geschichten selbst, welche trotz des ihnen gemein seienden Ansatzes nicht unterschiedlicher hätten sein können- und genau das ist es, was mir die Bewertung der Anthologie erschwert. In einigen Geschichten habe ich großes Potenzial gesehen, sprachlich und / oder inhaltlich, empfand dieses aber als nicht hinreichend ausgeschöpft. Sei es, weil die Geschichte aus meiner Sicht noch einige Seiten mehr benötigt hätte, um sich vollends zu entfalten, sei es, dass mir (insbesondere bei erdachten Erlebnissen, wie ich glaube) das letzte Körnchen Emotionalität fehlte, um mich richtig in die Charaktere hineinfühlen zu können oder ich mir bis zum Schluss nicht sicher war, welche Erfahrung der Autor mit uns zu teilen wünschte. Ein, zwei Geschichten bereiteten mir leider Schwierigkeiten, sind aber Geschmackssache; andere mochten gerade diese Geschichten ob ihrer sprachlichen Finessen oder der aufgegriffenen Thematik. Eine für mich erfreulich starke Gruppe bildeten aber auch die Geschichten, die mich berühren konnten. An dieser Stelle möchte ich einhaken und drei der für mich herausragenden Geschichten exemplarisch würdigen: „I want to be a part of it“ von Pamela Menzel schildert gekonnt aus der Ich-Perspektive das Verlangen der Hauptfigur, ein Mal New York zu sehen. Ihr Hindernis, das ist ihre unerklärliche Angst, die Angst vor dem Fliegen. „Immer wieder stellte ich mir meine Reisen zusammen. Immer wieder verschloss ich anschließend alles fein säuberlich in einem Karton und schob ihn unglücklich für die nächsten Wochen und Monate aus meiner Sichtweite. Um zu dir zu kommen, musste ich das Fliegen lernen.“ „Die Straße der Tränen“ von Manuela Wirtz hingegen beschreibt einen Traum, der nur auf dem Papier noch lebbar ist, nämlich die Teilnahme an der „Camel Trophy“, einer in Südamerika stattfindenden Autorallye, die 1999 eingestellt wurde. „Mit 24 Jahren war ich sehr abenteuerlustig und bewarb mich einfach für eine der nächsten Trophys, ohne ernsthaft dran zu glauben, in die engere Auswahl zu kommen. […] Mich trieb die Sehnsucht, etwas völlig Verrücktes zu tun, einmal aus der Normalität auszubrechen.“ Was hätte sie empfunden, wäre sie jemals dabei gewesen? Dieser Frage geht Manuela Wirtz nach und durchlebt, gemeinsam mit dem Leser, eine emotionale Berg- und Talfahrt. Mit Carsten Kochs „Löffel in gute Hände abzugeben“ hatte ich, zugegeben, über die ersten Zeilen meine Differenzen, doch schnell packte mich die humorvolle Erzählweise und ich begleitete eine Autofahrt ins anfänglich Ungewisse, die gleichsam eine Reflektion des Lebens war. „Mein Leben ist unerfüllt, besteht aus ewigen Träumen. Ungreifbare Träume, keine fassbaren Dinge, die es zu verwirklichen gäbe. […]Ich habe einfach alles. Außer das Gefühl, glücklich zu sein.“ Mir einer ordentlichen Prise Humor samt überraschender Wende weiß Koch dem Leser einige vergnügte, aber auch nachdenkliche Leseminuten zu bescheren. Insgesamt lebt die Anthologie von einigen guten bis sehr guten Kurzgeschichten, die sich aus meiner Sicht insbesondere in der letzteren Hälfte der Sammlung anfinden. Für jeden Lesegeschmack ist eine Geschichte darunter, obgleich dies dazu führt, dass nur die wenigsten an jedem einzelnen der Beiträge Gefallen finden wird. Viel wichtiger aber ist für mich, dass es „Die Löffel- Liste“ vermag, den Leser nachhaltig über seine eigenen Träume und Wünsche nachdenken zu lassen. „Haben Sie eine Löffel- Liste?“ Ich bedanke mich bei Manuela Wirtz für das Bereitstellen des Leseexemplars sowie bei sämtlichen Autorinnen und Autoren für die angeregte Diskussion im Rahmen der Leserunde.

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