Manuel Bianchi

 4.5 Sterne bei 4 Bewertungen

Alle Bücher von Manuel Bianchi

Manuel BianchiMetamorphosen
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Metamorphosen
Metamorphosen
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Erschienen am 11.10.2009
Manuel BianchiZwischen Zwei Küsten
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Zwischen Zwei Küsten
Zwischen Zwei Küsten
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Erschienen am 13.04.2016
Manuel BianchiDie Epoche des Silbenzählers
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Die Epoche des Silbenzählers
Die Epoche des Silbenzählers
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Erschienen am 11.05.2015
Manuel BianchiDe occultis - Kannst du durch den Schleier sehen?
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De occultis - Kannst du durch den Schleier sehen?
Manuel BianchiDie Herrscher von Karstheim
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Die Herrscher von Karstheim
Die Herrscher von Karstheim
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Erschienen am 10.04.2016
Manuel BianchiSiebzehn Silben
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Siebzehn Silben
Siebzehn Silben
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Erschienen am 15.09.2014
Manuel BianchiDer Affe
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Der Affe
Der Affe
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Erschienen am 14.07.2017

Neue Rezensionen zu Manuel Bianchi

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Lothens avatar

Rezension zu "Metamorphosen" von Manuel Bianchi

Abgründig und stimmungsvoll
Lothenvor 10 Monaten

Das Grauen lauert im Verborgenen. Die Anthologie aus der Reihe „Auf H.P Lovecrafts Spuren“ vereint Geschichten über Menschen, die aus ihrem Alltag gerissen werden und sich einem Schicksal stellen müssen, das an Ekel und Bizarrerie ihre Vorstellungen übersteigt. Sie sind die Auserwählten, die Wiedergeburt einer Rasse, die sich anschickt, den Planeten ein weiteres Mal zu erobern

Vierzehn Autoren nähern sich auf ganz unterschiedliche Weise dem Mythos um Cthulhu, die Großen Alten und die versunkenen Stadt Ry’leh und orientieren sich dabei teils sehr eng an den Ideen Lovecrafts, teils interpretieren sie diese gänzlich neu und in modernem Kontext.

Im Folgenden möchte ich jedem Beitrag einen kurzen Abschnitt widmen.


Christian Damerow – Der gute Gott
Die Anthologie startet gleich mit meinem persönlichen Highlight. Extrem atmosphärisch und mit subtiler Suspense erzählt der Autor die Geschichte eines verbitterten Priesters, der in seine Vergangenheit reist und mit grauenhaften Ereignissen konfrontiert wird. Lovecraft selbst hätte diese Geschichte nicht
stimmungsvoller erzählen können (5 Sterne).


Jan-Christoph Prüfer– Die Schokolade des Herrn Bost

Die Geschichte eines mysteriösen Schokoladenherstellers und seines grausigen Erfolgsgeheimnisses ist originell und grotesk. Leider lässt sich der Autor am Ende zu wenig Zeit, um die Handlung befriedigend zu beenden, und es bleiben zu viele Fragen offen. Trotzdem überzeugend (4 Sterne).


Carsten Steenbergen – Der Fluch des Zulu
Im Gegensatz zu seinen Vorgängern siedelt der Autor seine Geschichte im späten 19. bis frühen 20. Jahrhundert an und erzeugt mit viel sprachlichem Geschick eine überzeugende Gothic-Novel-Atmosphäre. Leider wirkt das Ende sehr abrupt und kann die aufgebauten Erwartungen nicht erfüllen (3 Sterne).


Nina Horvath  – Zombies für einen Tag
Diese Geschichte konnte mich leider gar nicht überzeugen. Die Grundidee einer jungen Frau, die in Zombie-Walks aus der bürgerlichen Gesellschaft ausbricht, ist zwar originell, es kommt aber keinerlei Gruselstimmung auf. Auch die Parallele zu Lovecraft wirkt eher erzwungen. (2 Sterne)


Thomas Backus – Die versunkene Stadt
Ein Wissenschaftler sucht Atlantis und findet das Grauen. Der Autor orientiert sich hier eng an dem Cthulhu-Mythos, verliert sich aber zu sehr in Hintergrundinformationen und Erklärungen. Im Mittelteil zieht die Spannung zwar merklich an, der Schluss lässt mich aber unbefriedigt zurück. (3 Sterne)


Sabrina Eberl – Die Ausstellung
Subtiler Spannungsaufbau und elegant verwobene Anspielungen auf das Lovecraft-Universum verleihen dieser Geschichte um einen geheimnisvollen ägyptischen Fund intensive lovecraft-eske Züge. Auch hier wird der Schluss zu hektisch erzählt, trotzdem überzeugen Atmosphäre und Suspense (4 Sterne).


Marco Bianchi – Der Kenotaph des Kagemni
Hinter diesem kryptischen Titel verbirgt sich eine brillant erzählte Kurzgeschichte, die den Leser in das antike Ägypten entführt. Intensive Szenen-Beschreibungen lassen die Antike und ihr grausiges Vermächtnis lebendig werden und bescheren echte Gänsehautmomente. Sehr gelungen! (5 Sterne)


Samuel White – 3,5

Geheimnisvolle Vermisstenfälle, Tatorte voll unerklärlichem Schleim – kein Routine-Fall für Hauptkommissar Weisshaupt. Der Mystery Krimi wird ansprechend erzählt, lässt aber kaum Grusel-Atmosphäre aufkommen. Der Stil wirkt eher augenzwinkernd statt stimmungsvoll und konnte daher nicht ganz überzeugen. (3 Sterne)


Chris Schlicht – Symbiose
Der Fund eines Skythen-Mumie birgt ein tödliches Geheimnis. Die Autorin legt den Fokus ihrer Geschichte eher auf Action als auf Suspense, schafft es damit aber nicht, die Spannung durchgehend aufrechtzuerhalten. Trotzdem eine solide Umsetzung eines klassischen Themas (3 Sterne).


Markus Niebios – Die Anstalt
Auf schaurige und bizarre Weise schildert der Autor die Erlebnisse von Nordin Talbot, der sich in einer Nervenheilanstalt Hilfe verspricht, aber nur das nackte Grauen findet. Die Asylum-Atmosphäre der Geschichte wird stimmig aufgebaut, allerdings hätte mir eine subtilere Umsetzung des Schreckens in der Anstalt besser gefallen. Der Schluss rundet die Geschichte wiederum gekonnt ab. (4 Sterne)


Christian Stobbe – Portrait eines sterbenden Mannes
Unheimlich dicht erzählte Geschichte eines dem Wahnsinn anheimfallenden Malers. Der Autor schildert das lovecraft‘sche Grauen so intensiv und bildhaft, dass bei jeder Zeile eine Gänsehaut den Rücken hinunterläuft. Statt realer Monster besinnt sich der Autor auf subtilen Schrecken und lässt die Bilder im Kopf seiner Leser lebendig werden. Auch der offene Schluss ist stimmig. (5 Sterne)


Sascha Erni – Der Journalist
Im Tagebuchstil schildert der Autor die Erinnerungen eines Journalisten, der einen mysteriösen Kult infiltriert und dabei die Kontrolle verliert. Die schleichende Eskalation und das vermehrte Abdriften des Protagonisten wird intensiv und glaubwürdig beschrieben, der Horror bleibt überwiegend unterschwellig, kann aber durchaus überzeugen. (4 Sterne)


Robin Haseler – Das Erbe
Ein verarmter Student erbt ein prunkvolles Herrenhaus – und ahnt nicht, was sich dort verbirgt. Die Geschichte entfaltet ihre Wirkung gemächlich und verzichtet gekonnt auf Schockeffekte oder Ekel. Der bewusst altertümlich gehaltene Schreibstil wirkt zwar stimmig, aber auch sehr langatmig. Dadurch verliert die Erzählung deutlich an Spannung. (3 Sterne)


Timo Bader – Der Veränderte
Zwei Freunde wurden vor vielen Jahren entzweit, jetzt schweißt sie ein Hilferuf zusammen. Die Geschichte baut schnell und sukzessive Spannung auf, allerdings bleibt der Ctulhu-Mythos sehr vage im Hintergrund und die Auflösung erfolgt zu abrupt. Daher nur eine solide, aber keine allzu schaurige Geschichte. (3 Sterne)


Fazit: Die gesammelten Geschichten konnten in unterschiedlichem Maße überzeugen, bilden aber einen spannenden und vielseitigen Längsschnitt durch verschiedene Adaptionen des Cthuhlu-Mythos‘.

Insgesamt vergebe ich, basierend auf dem Gesamtdurchschnitt, 3,5 von 5 Tentakeln.





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Elmar Hubers avatar

Rezension zu "Metamorphosen" von Manuel Bianchi

Rezension zu "Metamorphosen" von Manuel Bianchi
Elmar Hubervor 8 Jahren

“Wer ist die schwarze Ziege? Die schwarze Ziege in den Wäldern? Ist das ein Symbol, ein Symbol für die Hohepriesterin Xatilda? Eintausend Junge! Ja! Ja! Aber was hatte das zu bedeuten? (...) Ziegen waren nicht in unserem Gemeinschaftsraum und auch nicht im Tempel. Aber ich träumte sogar von Ziegen, vielen Ziegen, sicher eintausend an der Zahl ...“
(Sascha Erni - Der Journalist)

INHALT:
Christian Damerow - Der gute Gott
Eine neue Kirche soll er übernehmen, sagt ihm der Fremde. Nein, keine neue Kirche. Die Kirche seines Vaters. Zurück nach Irland. Hier in Deutschland ist er ohnehin am Ende. Aber woher weiß dieser Kerl von Pfarrer Deuters Vergangenheit? Dass er vor etlichen Jahren nach Deutschland gezogen ist und seinen Namen geändert hat? Und woher weiß der Fremde von seinen Träumen?

J.C. Prüfer - Die Schokolade des Herrn Bost
Ein junger Journalist bekommt die Chance, den Süßwarenhändler Bost zu interviewen, dessen Hausmarkenschokolade „die Stadt (...) in ihrem Griff wie die Drogen die Metropolen“. Und tatsächlich offenbart Herr Bost ihm das einzigartige Geheimnis seiner Schokolade.

Carsten Steenbergen - Der Fluch des Zulu
Kaum hat Willem Pretorius das Erbe seines Großvaters angetreten, entdeckt er einen Brief, der von den unrühmlichen Taten seines Ahnen in seinen Tagen in Afrika kündet. Seine Gier zog den Fluch des Zulu auf sich und auf alle seine Nachkommen.

Nina Horvath - Zombies für einen Tag
„Wir verkleiden uns (...) als Zombies. Als ganz normale, absolut unpolitische Zombies, die gerne ein bisschen Spaß haben möchten.“ Gemeinsam mit ihrem spießigen Freund nimmt Liona wieder einmal am Zombiewalk teil. Dieses Mal gibt es etwas ganz besonderes für die Teilnehmer: „Liora Spinell wird euch Stellen aus dem Necronomicon vortragen.“

Thomas Backus - Die versunkene Stadt
Der Professor ist sich sicher, Atlantis endlich gefunden zu haben. Doch was, wenn er seiner Mannschaft sagte, dass die Quellen seines Wissens verstörende Träume sind. Aber schließlich schrieb auch dieser sonderbare Autor über eine versunkene Stadt. Der Professor ist sich sicher, dass R’lyeh nicht anderes als Atlantis sein kann.

Sabrina Eberl - Die Ausstellung
Im städtischen Museum Arkham soll alles vorbereitet werden für die Ausstellung einer neu entdeckten Mumie. Michael Strom erhält den Auftrag, den vorgesehenen Raum mit den Grabbeigaben vorzubereiten, bevor die Mumie selbst eintrifft. Doch die Artefakte sehen so gar nicht ägyptisch aus. Am ehesten gleichen die abgebildeten Wesen Kreaturen aus dem Meer.

Marco Bianchi - Der Kenotaph des Kagemni
Zufällig hat der Archäologe Reed die unscheinbare Öffnung entdeckt, doch sein Gefühl sagt ihm, dass dort unten etwas Bedeutendes auf ihn wartet. Als er endlich die Kammer erreicht hat, macht er sich daran, die Schriftzeichen dort zu entziffern. Doch in den Formeln sind einige sehr unkonventionelle Stellen enthalten, Stellen die Reed wachsendes Unbehagen verursachen.

Samuel White - 3,5
Nach 15 seltsamen Vermisstenfällen mit Schleimspuren am Tatort, haben die Beamten endlich eine Spur. Der Schleim enthält unter anderem menschliche DNS. Außerdem wurden auch noch diese seltsamen Pappen am Tatort gefunden, ganz ähnlich LSD-Pappen.

Chris Schlicht - Symbiose
Bei der Obduktion der skytischen Mumie entweicht etwas aus dem Leichnam. Alle Personen, die zugegen waren, starben. Jan dagegen fühlt sich besser denn je. Und plötzlich trägt er die Drachentätowierung, die zuvor die Mumie zierte.

Markus Niebios - Die Anstalt
Um endlich die Halluzinationen und die Stimmen in seinem Kopf loszuwerden, sucht Talbot die Klinik Heiligenstein auf. Schließlich hatte man hier schon zahlreiche vielversprechende Patienten.

Christian Stobbe - Portrait eines sterbenden Mannes
Die Gemälde des Malers Hogarth sind stets von einem beängstigendem Realismus. Und doch gleichen seine Landschaftsbilder in keiner Weise den realen Landschaften, die er abbildet. Die Bilder zeigen unheilige, wie infiziert wirkende Versionen der Originale. Sein neustes Bild zeigt eine Vision seines eigenen, grauenerregenden Todes.

Sascha Erni - Der Journalist
In der Hoffnung auf eine interessante Story schleicht sich der Journalist in die „Fruchtbringende Vereinigung freier Geister“ ein. Sicher nur eine weitere Amateurgruppe. Seltsam nur, dass das Internet nichts über die Vereinigung ausspuckt. Es tut sich auch nicht viel auf den Treffen. Doch was sind das für seltsame Träume?

Robin Haseler - Das Erbe
Seine Überzeugung, der letzte Abigail zu sein, stellt sich für George Abigail als falsch heraus, als er das erbe eines unbekannten Onkels antreten soll, nachdem dieser seit über einem Jahr unauffindbar ist. In dem alten Herrenhaus seines Onkels scheint etwas nach George Abigail zu rufen.

Timo Bader - Der Veränderte
„Ich brauche ... Hilfe.“ Nach 16 Jahren ohne Kontakt meldet sich Daniel plötzlich bei Erik. Die Stimmen, die Daniel hört sind allerdings nur der Anfang. Überall sieht Erik die Zeichen, die auf einen baldigen Höhepunkt hindeuten.

“Ich erkannte jetzt, dass die dunklen Flecken auf der Tür ein chaotisches Muster ergaben, das zu betrachten mir bereits nach kurzer Zeit Schwindel und Übelkeit verursachte.“
(J.C. Prüfer - Die Schokolade des Herrn Bost)

MEINUNG:
METAMORPHOSEN ist eine Anthologie der Geschichtenweber, eines „lockeren Zusammenschluss von Künstlern und Autoren, die gemeinsam Anthologien - Sammlungen von Kurzgeschichten zu bestimmten Themen - planen, erarbeiten, gestalten und Verlagen zur Veröffentlichung anbieten.“ (www.edition-geschichtenweber.de)

Der Untertitel gibt die Richtung vor: AUF DEN SPUREN H.P. LOVECRAFTS wandeln die AutorInnen der Geschichtenweber diesmal. Auch soll im Laufe der Geschichten eine Metamorphose durchlaufen werden, wie es ebenfalls bei Lovecraft nicht unüblich war.
In den Beiträgen geht es also um Wandlungen, denen die Protagonisten anheim fallen. Manche herbeigeseht, einige erzwungen, die meisten eher unangenehm. Entsprechend wurden die Geschichten im Inhaltsverzeichunis als „Die Verwandlungen“ betitelt während die AutorInnen und HerausgeberInnen als „Die Verwandler“ geführt sind.
Ein vermeintlich enges Feld also, in dem sich die AutorInnen bewegen müssen. Und doch sind die Ergebnisse sehr unterschiedlich ausgefallen.

So streifen alle Geschichten mehr oder minder stark lovecraftsche Themen, ohne diesen allerdings etwas wesentliches hinzuzufügen. Doch das ist auch nicht das Ziel dieser Anthologie. Spannend ist auf jeden Fall die stilistische Vielfalt, die hier geboten wird. Diese reicht von offenkundigen Hommagen an einzelne Lovecraft-Erzählungen (DIE VERSUNKENE STADT, PORTRÄT EINES STERBENDEN MANNES) bis zu sehr originellen Bearbeitungen, die durchaus Potential für größere Geschichten haben (DER GUTE GOTT, 3,5, DER VERÄNDERTE).
Auch wenn einige Stories den Eindruck vermitteln, dass diese (zumindest im Kopf der Autoren) schon geschrieben waren und das Lovecraft-Element und/oder die verlangte Verwandlung nachträglich eingefügt wurde (DER FLUCH DES ZULU, SYMBIOSE), kann METAMORPHOSEN als durchweg gelungen bezeichnet werden.

_“Kannst du erkennen, was das darstellen soll?“
„Ein Dreieck, ... nein, warte ... ein Viereck? Da kriegste ja Kopfschmerzen bei, wenn du da länger draufguckst. Was ist das?“
„Ich weiß es auch nicht. Ich habe es allen Kollegen vor Ort gezeigt. Fünf tendieren zum Dreieck, sechs zum Viereck, aber sicher ist sich keiner.“_
(Samuel White - 3,5)

Äußerlich ist METAMORPHOSEN ein rechtes Schmuckstück geworden. Chris(tine) Schlichts treffendes Covermotiv (ein kauernder, gebückter Mann, aus dessen Rücken eine stolz erhobene, geflügelte Bestie bricht) vereint sich mit dem kunstvollen Zierrahmen und dem schön typografisierten Titel zu einem echten Eye-Catcher (nominiert für den Vincent Preis 2009). Der Zierrahmen findet sich auch in einer schwarz/weiß-Version im Inneren vor jeder Geschichte wieder und auch der Satz weis zu gefallen.

Der junge Verlag Torsten Low hat mit METAMORPHOSEN eine gelungene Visitenkarte veröffentlicht, was mit zahlreichen Nominierungen für den DPP und den VINCENT PREIS gedankt wurde.

Dank Manuel Bianchi liegt dem Buch als Bonus ein Download Code für das Album Devourer der Pure Scandinavian Pussy Metal-Band SORROWFIELD bei. Der Bruder des Herausgebers, Marco Bianchi, ist nicht nur Bandmitglied von SORROWFIELD, sondern auch als Autor in METAMORPHOSEN vertreten.

Teil 2 der Anthologie ist beschlossene Sache. Die Geschichtenweber tun sich wieder zusammen um weiter auf den Spuren H.P. Lovecrafts zu wandeln. SIE FINDEN DAS GRAUEN ist der Arbeitstitel der Anthologie.

AUSZEICHNUNGEN:
METAMORPHOSEN konnte inzwischen beim Vincent Preis 2009 den 4. Platz bei der Kategorie "Beste Storysammlung/Anthologie" belegen. Die Geschichten ZOMBIES FÜR EINEN TAG und DIE SCHOKOLADE DES HERRN BOST belegten die Plätze 4 und 5 in der Kategorie "Beste Kurzgeschichte". Das Covermotiv von Chris Schlicht wurde Jury auf den zweiten Platz in der Kategorie "Beste Grafik" gewählt.

Beim Deutschen Phantastik Preis 2010 errang Carsten Steenbergens DER FLUCH DES ZULU Platz 2 der Kategorie "Beste deutschsprachige Kurzgeschichte", die Anthologie erreichte ebenfalls Platz 2 der Rubrik "Beste Original-Anthologie/Kurzgeschichten-Sammlung".

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Rezension zu "Metamorphosen" von Manuel Bianchi

Rezension zu "Metamorphosen" von Manuel Bianchi
Feuerfeevor 9 Jahren

14 cthuloide Kurzgeschichten der 'Edition Geschichtenweber' präsentiert der engagierte Kleinverlag Torsten Low in seiner zweiten fantastischen Anthologieveröffentlichung. „Metamorphosen – Auf den Spuren H.P. Lovecrafts“ begibt sich auf die schaurigen und mythischen Pfade des US-amerikanischen Schriftstellers welcher zu den einflussreichsten und doch schwer zu kategorisierenden Autoren im Bereich der anspruchsvollen fantastischen und Horror-Literatur gehört. Herausgeber der Anthologie sind Manuel Bianchi, Sabrina Eberl und Nina Horvath.

Der zwar in der Fantasy Community bereits verwurzelte aber dennoch als aufstrebender Stern zu bezeichnende Verlag vollbringt mit dieser Anthologie im direkten Vergleich zu seiner ersten Kurzgeschichtensammlung "Lichtbringer" eigentlich genau das richtige in seiner Entwicklung.
Er steigert sich qualitativ.
12 AutorInnen schaffen einen düsteren Strauss fantastischer Erzählungen die nicht nur zum gruseln einladen sondern auch einfach ein unterhaltsames Lesevergnügen sind.

„Sie sind Teenager, Familienväter, Karrierefrauen. Sie machen ihren Job, gehen ihren Hobbys nach und treffen sich mehr oder weniger regelmässig mit ihren Freunden. Sie lachen, sie weinen, sie gehen auf Konzerte oder in Fussballstadien. Doch dann zeigt sich ihr dunkles Erbe. Etwas ist in ihnen und dieses Etwas will hinaus. Sie alle werden Opfer einer Verwandlung, die selbst die grausamsten Alpträume übertrifft.“

Die Anthologie gibt nicht vor sich an der technischen Schreibweise Lovecrafts zu orientieren sondern haucht seinem Cthulu Mythos ein dunkles neues Leben ein. Ebenso wenig sind die Geschichten eine Ansammlung von Handlungen welche sich bloß um das Moment einer fantastischen Metamorphose, einer Gestaltwandlung, stricken und lediglich der Präsentation einer dem menschlichen Körper entschlüpften Kreatur widmen. „Metamorphosen – Auf den Spuren H.P. Lovecrafts“ durchzieht ein subtiler Schrecken, ein schöner Schauder und eine anhaltende düstere Mysteriösität. Zu dieser atmosphärisch sehr gelungenen Grundstimmung gesellen sich dunkle Prophezeiungen und Vorahnungen, finstere Träume, nebulöse Grauen, erschreckende Wendungen aber auch charmante, zwiegespaltene, individuelle Charaktere und sogar ein erfrischender Spritzer Humor.

Eine Anthologie welche sich hervorragend dazu eignet an dunklen Abenden gelesen zu werden obwohl sie sich völlig abseits einer Gute-Nacht-Geschichtensammlung bewegt.

Äusserst erfreulich gestaltet sich die Kreativität der AutorInnen in ihrer Herangehensweise an die eigene Geschichte, hier existiert deutlich mehr als nur ein individueller Touch. So begleitet der Leser die unterschiedlichsten Figuren in leerstehende Kirchengemäuer, einen für seine Schokolade berühmten Krämerladen, das südliche Afrika, einen Marsch der Grotesken, die Miskatonic Universität, die glühende Sonne der Wüste, ein Studentenwohnheim in dem offensichtlich eine Riesenschnecke gewütet hat, einen Obduktionsraum, eine palastartige Klinik für psychisch Erkrankte, Bilder eines verwirrten Künstlers, das Herzstück einer Sekte, eine geerbte Villa, die Tiefen des Meeres und ihre eigene Vergangenheit. Gemein ist ihnen stets das Spiel mit einem subtilen Horror der sich nicht selten in ein offenes Grauen entlädt.

Mit „Metamorphosen – Auf den Spuren H.P. Lovecrafts“ hat der Verlag Torsten Low eine Anthologie veröffentlicht die qualitativ überzeugt, mit AutorInnen die dem Schauder ein eigenes Gesicht geben und erfrischend wie bedrückend zu gleich wirkt. Wer fantastische, mysteriöse Kurzgeschichten mit einem Schuss dunkler Erzählkunst mag wird von dieser Anthologie nicht enttäuscht sein. Bei weitem nicht nur für Horrorfreunde eine fantastische Leseempfehlung.

Folgende AutorInnen und Geschichten beinhaltet „Metamorphosen – Auf den Spuren H.P. Lovecrafts“:

Sascha Erni – Der Jornalist
Thomas Backus – Die versunkene Stadt
Timo Bader – Der Veränderte
Markus Niebios – Die Anstalt
Nina Horvath – Zombies für einen Tag
Sabrina Eberl – Die Ausstellung
Samuel White – 3,5
Marco Bianchi – Der Kenotaph des Kagemni
Chris Schlicht – Symbiose
J.C. Prüfer – Die Schokolade des Herrn Bost
Carsten Steenbergen – Der Fluch des Zulu
Christian Stobbe – Portrait eines sterbenden Mannes
Robin Haseler – Das Erbe
Christian Damerow – Der gute Gott

Das Buch enthält einen Download Code für das Album „Devourer“ der Metal Band Sorrowfield.

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