Manuel Bianchi Metamorphosen

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Inhaltsangabe zu „Metamorphosen“ von Manuel Bianchi

Sie sind Teenager, Familienväter, Karrierefrauen. Sie machen ihren Job, gehen ihren Hobbys nach und treffen sich mehr oder weniger regelmäßig mit ihren Freunden. Sie lachen, sie weinen, sie gehen auf Konzerte oder in Fußballstadien. Doch dann zeigt sich ihr dunkles Erbe. Etwas ist in ihnen und dieses Etwas will hinaus. Sie alle werden Opfer einer Verwandlung, die selbst die grausamsten Alpträume übertrifft. Sie waren wie wir. Doch jetzt sind sie anders. Jedes Exemplar ist nummeriert und enthält einen Downloadcode für die CD Devourer der Band Sorrowfield.

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  • Rezension zu "Metamorphosen" von Manuel Bianchi

    Metamorphosen

    Elmar Huber

    27. January 2011 um 09:58

    “Wer ist die schwarze Ziege? Die schwarze Ziege in den Wäldern? Ist das ein Symbol, ein Symbol für die Hohepriesterin Xatilda? Eintausend Junge! Ja! Ja! Aber was hatte das zu bedeuten? (...) Ziegen waren nicht in unserem Gemeinschaftsraum und auch nicht im Tempel. Aber ich träumte sogar von Ziegen, vielen Ziegen, sicher eintausend an der Zahl ...“ (Sascha Erni - Der Journalist) INHALT: Christian Damerow - Der gute Gott Eine neue Kirche soll er übernehmen, sagt ihm der Fremde. Nein, keine neue Kirche. Die Kirche seines Vaters. Zurück nach Irland. Hier in Deutschland ist er ohnehin am Ende. Aber woher weiß dieser Kerl von Pfarrer Deuters Vergangenheit? Dass er vor etlichen Jahren nach Deutschland gezogen ist und seinen Namen geändert hat? Und woher weiß der Fremde von seinen Träumen? J.C. Prüfer - Die Schokolade des Herrn Bost Ein junger Journalist bekommt die Chance, den Süßwarenhändler Bost zu interviewen, dessen Hausmarkenschokolade „die Stadt (...) in ihrem Griff wie die Drogen die Metropolen“. Und tatsächlich offenbart Herr Bost ihm das einzigartige Geheimnis seiner Schokolade. Carsten Steenbergen - Der Fluch des Zulu Kaum hat Willem Pretorius das Erbe seines Großvaters angetreten, entdeckt er einen Brief, der von den unrühmlichen Taten seines Ahnen in seinen Tagen in Afrika kündet. Seine Gier zog den Fluch des Zulu auf sich und auf alle seine Nachkommen. Nina Horvath - Zombies für einen Tag „Wir verkleiden uns (...) als Zombies. Als ganz normale, absolut unpolitische Zombies, die gerne ein bisschen Spaß haben möchten.“ Gemeinsam mit ihrem spießigen Freund nimmt Liona wieder einmal am Zombiewalk teil. Dieses Mal gibt es etwas ganz besonderes für die Teilnehmer: „Liora Spinell wird euch Stellen aus dem Necronomicon vortragen.“ Thomas Backus - Die versunkene Stadt Der Professor ist sich sicher, Atlantis endlich gefunden zu haben. Doch was, wenn er seiner Mannschaft sagte, dass die Quellen seines Wissens verstörende Träume sind. Aber schließlich schrieb auch dieser sonderbare Autor über eine versunkene Stadt. Der Professor ist sich sicher, dass R’lyeh nicht anderes als Atlantis sein kann. Sabrina Eberl - Die Ausstellung Im städtischen Museum Arkham soll alles vorbereitet werden für die Ausstellung einer neu entdeckten Mumie. Michael Strom erhält den Auftrag, den vorgesehenen Raum mit den Grabbeigaben vorzubereiten, bevor die Mumie selbst eintrifft. Doch die Artefakte sehen so gar nicht ägyptisch aus. Am ehesten gleichen die abgebildeten Wesen Kreaturen aus dem Meer. Marco Bianchi - Der Kenotaph des Kagemni Zufällig hat der Archäologe Reed die unscheinbare Öffnung entdeckt, doch sein Gefühl sagt ihm, dass dort unten etwas Bedeutendes auf ihn wartet. Als er endlich die Kammer erreicht hat, macht er sich daran, die Schriftzeichen dort zu entziffern. Doch in den Formeln sind einige sehr unkonventionelle Stellen enthalten, Stellen die Reed wachsendes Unbehagen verursachen. Samuel White - 3,5 Nach 15 seltsamen Vermisstenfällen mit Schleimspuren am Tatort, haben die Beamten endlich eine Spur. Der Schleim enthält unter anderem menschliche DNS. Außerdem wurden auch noch diese seltsamen Pappen am Tatort gefunden, ganz ähnlich LSD-Pappen. Chris Schlicht - Symbiose Bei der Obduktion der skytischen Mumie entweicht etwas aus dem Leichnam. Alle Personen, die zugegen waren, starben. Jan dagegen fühlt sich besser denn je. Und plötzlich trägt er die Drachentätowierung, die zuvor die Mumie zierte. Markus Niebios - Die Anstalt Um endlich die Halluzinationen und die Stimmen in seinem Kopf loszuwerden, sucht Talbot die Klinik Heiligenstein auf. Schließlich hatte man hier schon zahlreiche vielversprechende Patienten. Christian Stobbe - Portrait eines sterbenden Mannes Die Gemälde des Malers Hogarth sind stets von einem beängstigendem Realismus. Und doch gleichen seine Landschaftsbilder in keiner Weise den realen Landschaften, die er abbildet. Die Bilder zeigen unheilige, wie infiziert wirkende Versionen der Originale. Sein neustes Bild zeigt eine Vision seines eigenen, grauenerregenden Todes. Sascha Erni - Der Journalist In der Hoffnung auf eine interessante Story schleicht sich der Journalist in die „Fruchtbringende Vereinigung freier Geister“ ein. Sicher nur eine weitere Amateurgruppe. Seltsam nur, dass das Internet nichts über die Vereinigung ausspuckt. Es tut sich auch nicht viel auf den Treffen. Doch was sind das für seltsame Träume? Robin Haseler - Das Erbe Seine Überzeugung, der letzte Abigail zu sein, stellt sich für George Abigail als falsch heraus, als er das erbe eines unbekannten Onkels antreten soll, nachdem dieser seit über einem Jahr unauffindbar ist. In dem alten Herrenhaus seines Onkels scheint etwas nach George Abigail zu rufen. Timo Bader - Der Veränderte „Ich brauche ... Hilfe.“ Nach 16 Jahren ohne Kontakt meldet sich Daniel plötzlich bei Erik. Die Stimmen, die Daniel hört sind allerdings nur der Anfang. Überall sieht Erik die Zeichen, die auf einen baldigen Höhepunkt hindeuten. “Ich erkannte jetzt, dass die dunklen Flecken auf der Tür ein chaotisches Muster ergaben, das zu betrachten mir bereits nach kurzer Zeit Schwindel und Übelkeit verursachte.“ (J.C. Prüfer - Die Schokolade des Herrn Bost) MEINUNG: METAMORPHOSEN ist eine Anthologie der Geschichtenweber, eines „lockeren Zusammenschluss von Künstlern und Autoren, die gemeinsam Anthologien - Sammlungen von Kurzgeschichten zu bestimmten Themen - planen, erarbeiten, gestalten und Verlagen zur Veröffentlichung anbieten.“ (www.edition-geschichtenweber.de) Der Untertitel gibt die Richtung vor: AUF DEN SPUREN H.P. LOVECRAFTS wandeln die AutorInnen der Geschichtenweber diesmal. Auch soll im Laufe der Geschichten eine Metamorphose durchlaufen werden, wie es ebenfalls bei Lovecraft nicht unüblich war. In den Beiträgen geht es also um Wandlungen, denen die Protagonisten anheim fallen. Manche herbeigeseht, einige erzwungen, die meisten eher unangenehm. Entsprechend wurden die Geschichten im Inhaltsverzeichunis als „Die Verwandlungen“ betitelt während die AutorInnen und HerausgeberInnen als „Die Verwandler“ geführt sind. Ein vermeintlich enges Feld also, in dem sich die AutorInnen bewegen müssen. Und doch sind die Ergebnisse sehr unterschiedlich ausgefallen. So streifen alle Geschichten mehr oder minder stark lovecraftsche Themen, ohne diesen allerdings etwas wesentliches hinzuzufügen. Doch das ist auch nicht das Ziel dieser Anthologie. Spannend ist auf jeden Fall die stilistische Vielfalt, die hier geboten wird. Diese reicht von offenkundigen Hommagen an einzelne Lovecraft-Erzählungen (DIE VERSUNKENE STADT, PORTRÄT EINES STERBENDEN MANNES) bis zu sehr originellen Bearbeitungen, die durchaus Potential für größere Geschichten haben (DER GUTE GOTT, 3,5, DER VERÄNDERTE). Auch wenn einige Stories den Eindruck vermitteln, dass diese (zumindest im Kopf der Autoren) schon geschrieben waren und das Lovecraft-Element und/oder die verlangte Verwandlung nachträglich eingefügt wurde (DER FLUCH DES ZULU, SYMBIOSE), kann METAMORPHOSEN als durchweg gelungen bezeichnet werden. _“Kannst du erkennen, was das darstellen soll?“ „Ein Dreieck, ... nein, warte ... ein Viereck? Da kriegste ja Kopfschmerzen bei, wenn du da länger draufguckst. Was ist das?“ „Ich weiß es auch nicht. Ich habe es allen Kollegen vor Ort gezeigt. Fünf tendieren zum Dreieck, sechs zum Viereck, aber sicher ist sich keiner.“_ (Samuel White - 3,5) Äußerlich ist METAMORPHOSEN ein rechtes Schmuckstück geworden. Chris(tine) Schlichts treffendes Covermotiv (ein kauernder, gebückter Mann, aus dessen Rücken eine stolz erhobene, geflügelte Bestie bricht) vereint sich mit dem kunstvollen Zierrahmen und dem schön typografisierten Titel zu einem echten Eye-Catcher (nominiert für den Vincent Preis 2009). Der Zierrahmen findet sich auch in einer schwarz/weiß-Version im Inneren vor jeder Geschichte wieder und auch der Satz weis zu gefallen. Der junge Verlag Torsten Low hat mit METAMORPHOSEN eine gelungene Visitenkarte veröffentlicht, was mit zahlreichen Nominierungen für den DPP und den VINCENT PREIS gedankt wurde. Dank Manuel Bianchi liegt dem Buch als Bonus ein Download Code für das Album Devourer der Pure Scandinavian Pussy Metal-Band SORROWFIELD bei. Der Bruder des Herausgebers, Marco Bianchi, ist nicht nur Bandmitglied von SORROWFIELD, sondern auch als Autor in METAMORPHOSEN vertreten. Teil 2 der Anthologie ist beschlossene Sache. Die Geschichtenweber tun sich wieder zusammen um weiter auf den Spuren H.P. Lovecrafts zu wandeln. SIE FINDEN DAS GRAUEN ist der Arbeitstitel der Anthologie. AUSZEICHNUNGEN: METAMORPHOSEN konnte inzwischen beim Vincent Preis 2009 den 4. Platz bei der Kategorie "Beste Storysammlung/Anthologie" belegen. Die Geschichten ZOMBIES FÜR EINEN TAG und DIE SCHOKOLADE DES HERRN BOST belegten die Plätze 4 und 5 in der Kategorie "Beste Kurzgeschichte". Das Covermotiv von Chris Schlicht wurde Jury auf den zweiten Platz in der Kategorie "Beste Grafik" gewählt. Beim Deutschen Phantastik Preis 2010 errang Carsten Steenbergens DER FLUCH DES ZULU Platz 2 der Kategorie "Beste deutschsprachige Kurzgeschichte", die Anthologie erreichte ebenfalls Platz 2 der Rubrik "Beste Original-Anthologie/Kurzgeschichten-Sammlung".

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  • Rezension zu "Metamorphosen" von Manuel Bianchi

    Metamorphosen

    Feuerfee

    06. December 2009 um 18:14

    14 cthuloide Kurzgeschichten der 'Edition Geschichtenweber' präsentiert der engagierte Kleinverlag Torsten Low in seiner zweiten fantastischen Anthologieveröffentlichung. „Metamorphosen – Auf den Spuren H.P. Lovecrafts“ begibt sich auf die schaurigen und mythischen Pfade des US-amerikanischen Schriftstellers welcher zu den einflussreichsten und doch schwer zu kategorisierenden Autoren im Bereich der anspruchsvollen fantastischen und Horror-Literatur gehört. Herausgeber der Anthologie sind Manuel Bianchi, Sabrina Eberl und Nina Horvath. Der zwar in der Fantasy Community bereits verwurzelte aber dennoch als aufstrebender Stern zu bezeichnende Verlag vollbringt mit dieser Anthologie im direkten Vergleich zu seiner ersten Kurzgeschichtensammlung "Lichtbringer" eigentlich genau das richtige in seiner Entwicklung. Er steigert sich qualitativ. 12 AutorInnen schaffen einen düsteren Strauss fantastischer Erzählungen die nicht nur zum gruseln einladen sondern auch einfach ein unterhaltsames Lesevergnügen sind. „Sie sind Teenager, Familienväter, Karrierefrauen. Sie machen ihren Job, gehen ihren Hobbys nach und treffen sich mehr oder weniger regelmässig mit ihren Freunden. Sie lachen, sie weinen, sie gehen auf Konzerte oder in Fussballstadien. Doch dann zeigt sich ihr dunkles Erbe. Etwas ist in ihnen und dieses Etwas will hinaus. Sie alle werden Opfer einer Verwandlung, die selbst die grausamsten Alpträume übertrifft.“ Die Anthologie gibt nicht vor sich an der technischen Schreibweise Lovecrafts zu orientieren sondern haucht seinem Cthulu Mythos ein dunkles neues Leben ein. Ebenso wenig sind die Geschichten eine Ansammlung von Handlungen welche sich bloß um das Moment einer fantastischen Metamorphose, einer Gestaltwandlung, stricken und lediglich der Präsentation einer dem menschlichen Körper entschlüpften Kreatur widmen. „Metamorphosen – Auf den Spuren H.P. Lovecrafts“ durchzieht ein subtiler Schrecken, ein schöner Schauder und eine anhaltende düstere Mysteriösität. Zu dieser atmosphärisch sehr gelungenen Grundstimmung gesellen sich dunkle Prophezeiungen und Vorahnungen, finstere Träume, nebulöse Grauen, erschreckende Wendungen aber auch charmante, zwiegespaltene, individuelle Charaktere und sogar ein erfrischender Spritzer Humor. Eine Anthologie welche sich hervorragend dazu eignet an dunklen Abenden gelesen zu werden obwohl sie sich völlig abseits einer Gute-Nacht-Geschichtensammlung bewegt. Äusserst erfreulich gestaltet sich die Kreativität der AutorInnen in ihrer Herangehensweise an die eigene Geschichte, hier existiert deutlich mehr als nur ein individueller Touch. So begleitet der Leser die unterschiedlichsten Figuren in leerstehende Kirchengemäuer, einen für seine Schokolade berühmten Krämerladen, das südliche Afrika, einen Marsch der Grotesken, die Miskatonic Universität, die glühende Sonne der Wüste, ein Studentenwohnheim in dem offensichtlich eine Riesenschnecke gewütet hat, einen Obduktionsraum, eine palastartige Klinik für psychisch Erkrankte, Bilder eines verwirrten Künstlers, das Herzstück einer Sekte, eine geerbte Villa, die Tiefen des Meeres und ihre eigene Vergangenheit. Gemein ist ihnen stets das Spiel mit einem subtilen Horror der sich nicht selten in ein offenes Grauen entlädt. Mit „Metamorphosen – Auf den Spuren H.P. Lovecrafts“ hat der Verlag Torsten Low eine Anthologie veröffentlicht die qualitativ überzeugt, mit AutorInnen die dem Schauder ein eigenes Gesicht geben und erfrischend wie bedrückend zu gleich wirkt. Wer fantastische, mysteriöse Kurzgeschichten mit einem Schuss dunkler Erzählkunst mag wird von dieser Anthologie nicht enttäuscht sein. Bei weitem nicht nur für Horrorfreunde eine fantastische Leseempfehlung. Folgende AutorInnen und Geschichten beinhaltet „Metamorphosen – Auf den Spuren H.P. Lovecrafts“: Sascha Erni – Der Jornalist Thomas Backus – Die versunkene Stadt Timo Bader – Der Veränderte Markus Niebios – Die Anstalt Nina Horvath – Zombies für einen Tag Sabrina Eberl – Die Ausstellung Samuel White – 3,5 Marco Bianchi – Der Kenotaph des Kagemni Chris Schlicht – Symbiose J.C. Prüfer – Die Schokolade des Herrn Bost Carsten Steenbergen – Der Fluch des Zulu Christian Stobbe – Portrait eines sterbenden Mannes Robin Haseler – Das Erbe Christian Damerow – Der gute Gott Das Buch enthält einen Download Code für das Album „Devourer“ der Metal Band Sorrowfield.

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