Manuel Vermeer

 4.5 Sterne bei 11 Bewertungen
Autor von Tod am Taj Mahal, Mit dem Wasser kommt der Tod und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Manuel Vermeer

Tod am Taj Mahal

Tod am Taj Mahal

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Erschienen am 13.08.2018
Mit dem Wasser kommt der Tod

Mit dem Wasser kommt der Tod

 (2)
Erschienen am 01.07.2015
China.de

China.de

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Erschienen am 13.06.2007
Reise Know-How KulturSchock China

Reise Know-How KulturSchock China

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Erschienen am 30.10.2017
Das Jahr des Hahns

Das Jahr des Hahns

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Erschienen am 16.02.2017
Praxishandbuch Indien

Praxishandbuch Indien

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Erschienen am 15.11.2007

Neue Rezensionen zu Manuel Vermeer

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verruecktnachbuecherns avatar

Rezension zu "Tod am Taj Mahal" von Manuel Vermeer

Nicht mein Fall
verruecktnachbuechernvor 12 Tagen

Cora Remy ist eine deutsche Ingenieurin. Als sie in Indien ihren Freund Ganesh besuchen möchte, ist dieser nicht auffindbar, er wurde entführt. Ehe Cora sich versieht steckt sie schon mitten drinnen und sie legt sich nicht mit irgendjemanden an, sondern mit der Sandmafia. Die Reise von Cora führt sie durch große Teile Indiens. Doch ihr Feind kann sie stellen und auf einmal befindet sich sich auch in Gefangenschaft.

Ich mag das Cover. Es wirkt so ruhig und friedlich.

In diesem Buch steckt viel mehr, als nur ein Thriller. Während des Lesens erfährt man eine Menge über Indien und über Sand. Das Sand so ein knapper, wertvoller und begehrter Rohstoff ist, war mir vor der Lektüre nicht mal ansatzweise klar und ich finde es sehr erschreckend, wie damit illegal Geld verdient wird und wo dieser Sand weltweit überall eingesetzt wurde.
Auch lernt man so viel über Indien, dass dieses Buch bestimmt auch als Reiseführer durch gehen würde. 

Ich hatte beim Lesen Schwierigkeiten in die Geschichte hineinzufinden, dass lag einerseits an der Protagonistin, welche ich persönlich nicht mag und andererseits lag es am Schreibstil.
Jedes Mal, wenn ich das Buch zur Seite gelegt hatte, um am nächsten Tag weiter zu lesen, hatte ich große Probleme wieder in die Geschichte hineinzufinden.
Obwohl das Buch einen sich ständig aufbauenden Spannungsbogen hat, konnte mich nicht fesseln.
Es war an einigen Stellen doch zu vorhersehbar und an anderen Stellen hat die Geschichte merkwürdig auf Geschehnisse reagiert. 

Ich kann das Buch nicht weiter empfehlen.

Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde bei lovelybooks bereitgestellt bekommen und bedanke mich herzlich dafür.

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K

Rezension zu "Tod am Taj Mahal" von Manuel Vermeer

„Sand kann töten“ oder „Thriller-Lesen bildet“
kkarinvor 19 Tagen

Kurzmeinung:
Fesselnder Wirtschafts-Öko-Thriller über den globalen Sandhandel, der zudem als nützliche Vorbereitung für Reisen/Auslandeinsätze in Indien (und benachbarten Ländern) herangezogen werden kann und mit wertvollen interkulturellen Verhaltenstipps und praktischen Lifehacks aufwartet.

Zum Inhalt:
In seinem 3. Buch schickt der Autor Manuel Vermeer seine weibliche Hauptfigur, die deutsche Hydro-Ingenieurin Dr. Cora Remy (gerade in Nepal tätig), auf Besuch zu ihrem indischen Ex-Studienkollegen Ganesh. Doch als sie in Indien ankommt, ist dieser verschwunden. Bei seinen statischen Überprüfungen des Taj Mahal dürfte er der global agierenden und auch vor Mord nicht zurückschreckenden Sandmafia in die Quere gekommen sein.
Auf Coras abenteuerlicher Suche nach Ganesh durch Indien und manch brenzliger Situation prallt sie mit dem gefährlichen Sandlord zusammen. Wird sie Ganesh finden und retten können und dabei selbst mit heiler Haut davonkommen?

Meine Meinung:
Vorausschickend: Ich schätze es, wenn ExpertInnen, JournalistInnen, etc. ihr Fachwissen breitenwirksam auf Krimi-Niveau herunterbrechen können und verstehe derartige Werke primär als Informations- und Meinungsbildungskanal.

Mit dieser Erwartungshaltung ging ich auch an Manuel Vermeers TOD AM TAJ MAHAL heran und hoffte, mehr über den global gehandelten Rohstoff Sand zu erfahren. Und was hab ich bekommen?
Exakt das, was ich mir erhofft hatte … und noch viel, viel mehr!!!!

Die Konsequenzen des weltweiten Bau-Booms und damit einhergehenden Bedarfs an Zement und Beton (und damit qualitativ hochwertigen Sandes) hat mir erst dieses Buch in seiner vollen Dimension bewusst gemacht. Insbesondere die menschen-unwürdigen Bedingungen seiner Gewinnung haben mich betroffen zurückgelassen.

Dank des flüssigen Erzählstils tauchte ich aber auch schnell in die Geschichte, das Land, dessen Kultur, Architektur, Religion, Mystik und Gesellschaft ein und konnte mit Hilfe zahlreicher Querverbindungen - bis hin zu Kinderbüchern! - zwischen der indischen und europäischen/amerikanischen Geschichte/Gesellschaft mein bislang eher klischeebehaftetes Wissen über Indien korrigieren und gefühlsmäßig fundiert erweitern.

Obwohl es mein 1. Buch mit Cora und Ganesh war, faszinierten mich die beiden Hautprotagonisten von Beginn an. Ganesh, der in Deutschland studiert hatte, um anschließend in seiner Heimat eines der wichtigsten Bauwerke vor dem Zerfall zu bewahren und Cora, die als Frau in einer eher von Männern dominierten Branche und Weltregion mit ihrer unerschrockenen, offenen, gutgläubigen und geradlinigen Art auf Menschen zugeht.

Als überaus informativ empfand ich auch die Details zu den Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Indien.

Dr. Manuel Vermeer - dem Sohn einer indischen Mutter und eines deutschen Vaters - ist ein wahrer Pageturner gelungen! Dass die unterhaltsame und informative Story derart überzeugt, mag wohl auch daran liegen, dass er seine Regionalkenntnis und wirtschaftliche Fachexpertise als Inhaber eines Consulting-Unternehmens für China, Indien und Südostasien, der diese Länder seit mehr als 30 Jahren bereist, gekonnt einfließen und uns daran teilhaben lässt.

Fazit:
So wünsche ich mir Geographie-, Geschichts-, Religions-, Wirtschafts-, Politik-, Literatur-, Kultur- und Architektur-Unterricht!!! … und so kann (und soll) Völkerverständigung bitte auch aussehen!
Danke Manuel Vermeer! Ich hoffe auf weitere Fortsetzungen und werde mir zwischenzeitlich mit den beiden Vorgängerbände (versprechen alleine der Themen wegen schon Spannung: „Wasser“ bzw. „China“) die Zeit verkürzen.

Nachtrag:
Ab Mitte November 2018 dürfen wir unsere Lese-Highlights für den lovelybooks.de-Lesepreis 2018 nominieren! Ich nominiere jetzt schon Manuel Vermeers "Tod am Taj Mahal“.

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eigers avatar

Rezension zu "Mit dem Wasser kommt der Tod" von Manuel Vermeer

Tibetische Schätze
eigervor 20 Tagen

„Mit dem Wasser kommt der Tod“ von Manuel Vermeer ist der Auftakt zu einer neuen Thriller-Reihe um die junge deutsche Hydroingenieurin Cora Remy. Von ihrem Arbeitgeber, einem Ingenieurbüro im Westerwald, wird sie nach China gesandt. In Qingdao soll sie eine Kläranlage abnehmen und in Tibet technische Probleme bei einem im Bau befindlichen Objekt klären.


Doch kurz nach ihrer Ankunft kommt sie einer Korruptionsaffäre, die ihrer Firma schadet, auf die Spur und gerät in eine gefährliche Situation. Sie wird angegriffen und verfolgt. Doch Cora, als passionierte Jägerin, gibt nicht auf und versucht auch ihren zweiten Auftrag zu erfüllen. Doch sie ahnt nicht in, welche lebensgefährlichen Situationen sie noch geraten wird. Ihr Aufenthalt gestaltet sich zu einem Alptraum. Sie kämpft, behauptet sich und gelangt an Informationen über einen Umweltskandal, der die ganze Welt im schlimmsten Fall in ein Chaos ohnegleichen stürzen könnte.

Die Besonderheit dieses Buch sind nicht nur Coras Abenteuer und eine Flucht, die von Lhasa durch Tibet zum Brahmaputra bis ins Basecamp des Mount Everest führt, sondern die einzigartige Kombination von Thriller und Vermittlung fundierter geographischer, kultureller und historischer Kenntnisse über China, Tibet und Indien. Sachkundig und unterhaltsam verbindet Manuel Vermeer Themen der internationalen Politik und Wirtschaft mit der Umweltproblematik, hier die Wassernutzung, mit einer aufregenden Krimihandlung.

Dabei vermittelt der Autor ein sehr differenziertes China-Bild durch das geschickte Agieren und Argumentieren von Coras einheimischen Reisebegleitern, die sie beruflich unterstützen sollen. Der Leser wird in die Lage versetzt sich selbst ein Bild über das heutige China und Tibet zu machen, denn jede Seite hat in Gesprächen mit Cora überzeugende Argumente vorzubringen. Verschiedene Erzählstränge mit interessanten Nebenfiguren vervollständigen die komplexe Geschichte.

Für mich waren neben der spannenden Geschichte um Coras Abenteuer die geschilderten Fakten zu Tibet das Besondere, weil mit diesem Buch ein anderes Bild gezeigt wird. 

Das historische Tibet umfasste ein wesentlich größeres Gebiet, als das autonome Gebiet Tibet in China. Teile des historischen Gebiets befinden sich noch in China selbst und den Nachbarländer. Als die Chinesen 1950/51 dort einmarschierten lebten die Tibeter unter feudalen Verhältnissen. 95% des Landbesitzes gehörten den Klöstern und viele Tibeter waren Leibeigene. Sie hatten keinen Zugang zu Bildung. Die Analphabetenrate betrug ca. 94%.

Tibet verfügt nicht nur über begehrte Bodenschätze. Hier entspringen alle wichtigen Flüsse Ost- und Südasiens z.B. Mekong, Brahmaputra, Irawadi, Jangtse und Indus. Sie versorgen Indien, Vietnam, Bangladesch, Myanmar, Laos und Kambodscha mit Wasser.

Die Nutzung der Wasserkraft und des Wassers dieser Flüsse kann ohne gemeinsames Handeln der Anliegerstaaten zu Problemen führen, deren Ausmaß für europäische Verhältnisse unvorstellbar ist. Diese Erfahrung machen auch die Protagonisten des Thrillers und der Ausblick, den der Autor nach einem rasanten und actionreichen Finale gibt, macht Hoffnung auf ein vernünftiges und verantwortungsbewusstes Handeln unter Einbeziehung der Interessen aller Menschen.

Fazit:
Die Verbindung aus Fakten, Action und eines möglichen Umweltskandals ist meiner Meinung nach perfekt. Ich mag den flüssigen und sehr informativen Schreibstil.
Mit diesem Buch ist Manuel Vermeer eine außergewöhnliche und spannende Geschichte gelungen, die aus meiner Sicht eine klare Leseempfehlung ist. Gern vergebe ich 5 Sterne und freue mich auf neue Abenteuer von Cora.

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Gespräche aus der Community

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KBV_Verlags avatar

Sand ist das neue Gold. Der weltweit benötigte Rohstoff wird zusehends knapp. Ohne Sand kein Beton, also auch keine Bürotürme, keine Häuser, keine Autobahnbrücken, keine Flughäfen. Aber auch kein Glas, kein Plastik, kein Asphalt. Sand ist ein Milliarden-Geschäft.

Wo viel Geld im Spiel ist, dort gedeihen schmutzige Machenschaften. Die indische Sandmafia gilt als eine der skrupellosesten und undurchdringlichsten Verbrecherorganisationen weltweit.  Entführungen, Erpressung und Mord sind die Mittel, mit denen in Indien um die Vorherrschaft im Sandgeschäft gekämpft wird. Riesige Umweltschäden,  ausgebaggerte Flüsse und abgetragene Strände sind die Begleitfolgen.

„Tod am Taj Mahal“ ist der neue Öko-Thriller von Manuel  Vermeer.

Vermeer ist Dozent am Ostasieninstitut der Hochschule Ludwigshafen und Inhaber einer Unternehmensberatung für China, Indien und Südostasien und  Autor von Sachbüchern zu Indien und China.

Im Vorgängerroman „Mit dem Wasser kommt der Tod“ verarbeitete er sein Fachwissen zum ersten Mal in einem packenden Thriller.

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