Manuel Wagner Nur ich bin normal

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Inhaltsangabe zu „Nur ich bin normal“ von Manuel Wagner

Bei der Geburt fängt der Wahnsinn an: Seiner wohligen Einsamkeit entrissen, sieht sich der neue Mensch zahllosen Artgenossen ausgeliefert. Andere Menschen sind überall, und sie nerven. Dabei verhalten sie sich so berechenbar wie ein Kernkraftwerk, das zwischen zwei tektonischen Platten, von den Typen errichtet wurde, die uns Tschernobyl eingebrockt haben. So sieht es die Hauptfigur dieser Geschichte. Kein Wunder, dass sie uns aus ihrer Perspektive jede Menge skurrile Anekdoten zu erzählen hat. Der Malzwang im Kindergarten, die absurden Verhaltensweisen der Mitschüler auf der Klassenfahrt, die seltsamen Geschehnisse während einer Studentenparty und anderer Irrsinn lassen nicht nur das Ich in der Geschichte an der psychischen Gesundheit der Mehrheit zweifeln. Wie aber soll das Ich mit den Anderen umgehen? Warum fühlt es sich plötzlich doch zu jemandem hingezogen? (Quelle:'E-Buch Text/30.10.2016')

Ein Buch bei dem die Meinungen auseinander gehen werden .Die Geschichte eines Menschen der anders denkt als die Norm

— jawolf35

Ein besonderes Buch der anderen Art...

— Alienonaut

… und ich bin nicht normal, um es zu lieben…

— Minangel

Leider viel zu überzogen und plakativ - schade, die Idee ist klasse

— Pinoca

Soziophobie gegen Soziomanie. Wie lebt es sich besser verrückt?!

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Skurril, Humorvoll und außergewöhnlich. Ganz so, wie ich meinen Lesestoff liebe!

— KKahawa

Interessante Gedankengänge aus einer anderen Sichtweise

— Blintschik

Schwarzer Humor in seiner Perfektion.

— seschat

Sehr bedeutungsschwer, keine leichte Lektüre, dennoch 5 Sterne für eine tolle Umsetzung! Das Lesen hat viel Spaß gemacht!

— Alondria

Ab und an ganz unterhaltsam aber insgesamt zu wirr und skurril für meinen Geschmack. - 2 Sterne

— AmiLee

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  • Nur ich bin normal

    Nur ich bin normal

    KymLuca

    12. March 2017 um 14:34

    Ein Buch aus der Ich-Perspektive, allerdings erfährt man hier weder etwas über das Aussehen, Geschlecht oder den Namen des Ichs. So bleibt jedem Leser die Interpretation selbst überlassen, was ich ziemlich gut finde.Das Ich lebt sehr zurückgezogen und hält alle anderen für dumm und von sozialen Kontakten abhängig, also sozialsüchtig, was die anderen aus Sicht des Ichs schwach macht.Das Ich bezeichnet sich selbst als soziophob, was hier aber nichts mit der real existierenden Krankheit zu tun hat, sondern als schlecht formuliertes Gegenstück zur "Sozialsucht" gemeint ist.Ein recht kurzes und spezielles Buch, was man wahrscheinlich entweder lieben oder hassen muss.

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  • Leserunde zu "Nur ich bin normal" von Manuel Wagner

    Nur ich bin normal

    ManuelWagn

    Herzlich willkommen zu meiner Leserunde! Wir haben 2017 und ich lade 17 Menschen ein, mein Buch "Nur ich bin normal" kostenlos zu lesen und miteinander darüber zu diskutieren. Worum geht es: Es geht in der Geschichte um einen selbstbewussten Außenseiter, der sich nicht anpassen möchte, sondern die anderen verändern will. Die Hauptfigur ist soziophob und empfindet Soziophobie als einen gesunden Zustand, während die eigentlich sozial gesunden krankhaft süchtig nach sozialen Beziehungen sein sollen. Die soziophobe Hauptfigur erzählt in erlebter Zeit aus der Ich-Perspektive, was ihr passiert und wie sie denkt. Die Erzählung erfolgt in Form von etwa 50 Episoden, die fast alle chronologisch geordnet sind. Die Geschichten setzen ein Bild vom Aufwachsen und Erwachsenwerden der Hauptfigur zusammen. Wenn die Hauptfigur agiert, stellt sie sich im Umgang mit anderen Menschen sehr ungeschickt an, weil sie deren Verhalten schlecht einschätzen kann. Daraus ergeben sich zum Einen zahlreiche belustigend skurrile Anekdoten, die der Autor (zumindest teilweise) so oder so ähnlich selbst erlebt hat und zum Anderen entstehen jede Menge Konflikte mit dem Umfeld. Viele Erlebnisse und Denkweisen sind nur typisch für das Erwachsenwerden, andere sind der besonderen Psyche der Hauptfigur geschuldet. In der Kindheit und der frühen Jugend geht es meistens um den Umgang mit nicht soziophoben Menschen und um Mobbing durch Gleichaltrige. In der späteren Jugend tritt eine sich entwickelnde Liebesbeziehung zu einem sozial sehr angepassten Antagonisten der Hauptfigur in den Vordergrund der Handlung.Noch ein paar Worte vorab: Jede*r liest das Buch auf seine/ihre Weise und das soll auch so sein. Intendiert ist, das Buch in der Reihenfolge der Kapitel zu lesen, so ist es wahrscheinlich am stimmigsten. Wer möchte kann natürlich jedes Wort des Erzähler-Ichs ernst nehmen, darf sich dann aber nicht wundern, wenn sie/er wütend wird. Das Ich denkt natürlich immer, dass es recht hat. Nehmt die Ansichten und Erlebnisse des verhaltensoriginellen Wesens am besten mit Humor als eine Art Satire über unser zuweilen seltsames soziales Miteinander (auch wenn es sicherlich nicht immer leicht fällt).Zur Leseprobe: https://www.amazon.de/dp/154038800X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1483889355&sr=8-1&keywords=nur+ich+bin+normal Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen.

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    • 180
  • Nur ich bin normal

    Nur ich bin normal

    DarkOwl

    02. March 2017 um 15:03

    Bei der Geburt fängt der Wahnsinn an: Seiner wohligen Einsamkeit entrissen, sieht sich der neue Mensch zahllosen Artgenossen ausgeliefert. Andere Menschen sind überall, und sie nerven. Dabei verhalten sie sich so berechenbar wie ein Kernkraftwerk, das zwischen zwei tektonischen Platten, von den Typen errichtet wurde, die uns Tschernobyl eingebrockt haben. So sieht es die Hauptfigur dieser Geschichte. Kein Wunder, dass sie uns aus ihrer Perspektive jede Menge skurrile Anekdoten zu erzählen hat. Der Malzwang im Kindergarten, die absurden Verhaltensweisen der Mitschüler auf der Klassenfahrt, die seltsamen Geschehnisse während einer Studentenparty und anderer Irrsinn lassen nicht nur das Ich in der Geschichte an der psychischen Gesundheit der Mehrheit zweifeln. Wie aber soll das Ich mit den Anderen umgehen? Warum fühlt es sich plötzlich doch zu jemandem hingezogen?Von Anfang bis Ende berichtet das Ich von der Gesellschaft, die ihm eher mehr missfällt und ihm irgendwelche Sachen aufzwingt. Es wird klar deutlich gemacht, welche gesellschaftlichen Zwänge das Ich durchmachen muss und das er unter allem sehr leidet. Es wird sehr abstrus erzählt mit dem hang zur Übertreibung. In der ein oder anderen Situation sieht man das echte Leben vor seinen Augen und dass so manches sich wieder spiegelt. Allerdings ist mir vieles zu sehr in den Dreck gezogen und schlecht geredet. Hat die Gesellschaft nunja auch noch einen positiven Charakter, der in dem Buch gar nicht zu finden ist. Der Sprachstil hat mir wirklich mehr als gut gefallen, da ich die Kunst der deutschen Sprache einfach liebe, sobald man damit umgehen kann. Paar vermisste Wörter fand ich wieder und habe sie auch direkt in mein Wortschatz verankert, danke dafür.Es ist definitiv ein sehr außergewöhnliches Buch und ich möchte mich bei dem Autor für dieses selbstredend bedanken. Es war mir ein vergnügen.

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  • Was ist schon normal ?!

    Nur ich bin normal

    jawolf35

    10. February 2017 um 18:38

    Ehrlich solch ein Buch hab ich noch nicht gelesen ,ein Buch das einerseits genial aber auch zu Kopfschütteln und Unverständnis  bei vielen Lesern führen wird . Zum Inhalt  Erzählt wird die Geschichte eines namenlosen Protagonisten ,einem Außenseiter und Eigenbrötler der mit seinen Mitmenschen so gar nichts anfangen kann  Auf  ironische aber auch oft überzogene Art und Weise erzählt er aus seinem Leben mit den "anderen " an dem er notgedrungen teilnehmen muss . Seien es die absurden Verhaltensweisen seiner Mitmenschen die er alle als "nicht normal " ansieht ,Oder auch nur der Umgang mit dem normalen Alltag. Zum Buch  Mit seinem außergewöhnlichen Cover ist dieses Buch natürlich ein Eyecatcher . Mit 113 Seiten ist es eine sehr kurzweiliger Roman der aber trotz allem Stoff zum Nachdenken bietet . In 61 Kapiteln werden hier kurze Lebensberichte des Protagonisten erzählt . Der Schreibstil ist flüssig lesbar . Meine Meinung zum Buch :  Ja wie soll ichs sagen ? Ich für meinen Teil fand es stellenweise sehr interessant und unterhaltsam was sich aber dadurch erklären lässt das ich auch nicht zur sogenannten Norm gehöre und von daher viele Dinge tatsächlich nachvollziehen kann natürlich nicht in dem Maße wie hier aufgeführt aber durchaus das fünckchen Wahrheit hinter der Geschichte erkenne . Hier jetzt weiter ins Detail zu gehen spare ich mir ,lest das Buch selber ,lasst euch darauf ein sofern das möglich ist und bildet Euch eure eigene Meinung . Von mir 4 Sterne dafür 

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    • 2
  • Wer ist hier normal?

    Nur ich bin normal

    Alienonaut

    04. February 2017 um 10:32

    Das Buch "Nur ich bin normal" von Manuel Wagner ist, soviel kann ich schon vorweg nehmen, ein polarisierendes Werk, welches durch seine ungewöhnliche Schreibweise und inhaltlichen Aspekte entweder vom Leser gänzlich akzeptiert werden kann, oder eben nicht. Im Rahmen einer Leserunde durfte ich mit dem oben genannten Roman in Kontakt treten, es in seiner Ganzheit lieben lernen und es nun als besonderes Buch bezeichnen. Leider kritisierten viele meiner Mitleser unter anderem auch folgende Aspekte: Wir folgen von beginn an einem/einer namenlosen ICH-Protagonisten/in, dessen/deren Geschlecht auch keine großartige Rolle spielt und deswegen auch nicht angegeben ist - in den einzelnen Episoden ist dieses Faktum auch irrelevant, über das Mittel der Interpretation darf man sich dazu natürlich seinen Teil denken. Ich finde, dass alleine schon die Ungewöhnlichkeit, ein namenloses, geschlechtsunspezifisches Ich durch die Handlung zu bewegen, ein gelungenes Experiment ist, welches ich in literarischer Form noch nicht kannte, und deswegen mich sofort angesprochen fühlte. Leider eben ist das manch einem zu wenig... Das "Ich" ist in dem ungewöhnlichen Roman ausgestattet mit der Unfähigkeit, mit der Gesellschaft gesellschaftlich adäquat zu interagieren, was es aber dazu veranlasst zu behaupten, es sei eigentlich das einzige normale Wesen, da die soziomanische Gesellschaft krank sei... Eine mutige Aussage, die es in vielen verschiedenen, dem Leser sicherlich aus der eigenen Erfahrung bekannten Situationen (Schule, Studium, Einkauf im Bio-Laden,...) zu erklären versucht. Für die kritischen Stimmen ist dies leider zu wenig und klischeehaft, für die Leser, die den Zugang zum Buch gefunden haben heißt das ein munteres "Zwischen-den-Zeilen-Lesen" und ein heiteres "Fröhnen-an-Gesellschaftskritik". Der, selbst ernannte "Experte der Soziophobie", stolpert dabei durch zwischenmenschliche Episoden, begegnet dabei seinem Lakai "Hündchen" (soooo lustig!!!), ertappt sich des Öfteren beim Abdriften in gesellschaftliche Normen und versucht, seine Umwelt zu verstehen bzw. ggf. zu "heilen". Fazit: "Nur ich bin normal" ist kein Buch für Jedermann/frau. Es fühlt sich vielmehr wie ein literarisches Experiment an, welches offensichtlich die Leserschaft in 2 Hälften spaltet. Deswegen ist meine Rezension eben umso mehr subjektiv zu werten - ich mag das Buch so wie es ist! Selten so ein anspruchsvolles, frei interpretierbares und befriedigendes Werk gelesen!

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    • 2
  • … und ich bin nicht normal, um es zu lieben…

    Nur ich bin normal

    Minangel

    03. February 2017 um 14:33

    Das namenlose Ich erzählt Kapitel um Kapitel von seinem Alltag als soziophobes Wesen. Begonnen wird mit der Geburt, wo er rücksichtslos aus seiner wohligen Einsamkeit entrissen wurde und sich jetzt anderen Artgenossen ausgeliefert fühlt. Anekdoten über den Malzwang im Kindergarten, ein Besuch beim Psychologen und seltsame Erlebnisse mit Hündchen auf einer Studentenparty werden hier gesammelt. Irgendwann stellt sich die Frage: hat Hündchen auch einen Korb in seinem/ihrem Leben?! *Meine Meinung: zusammenfassend zum Buch: Laut dem Protagonisten leiden alle anderen an Soziomanie, nur sich und seine Soziophobie sieht er als Normalität an. Dadurch kommt es zu skurrilen verschiedensten Lebenssituationen mit unterschiedlichster Auffassung. Nach einigen Seiten war klar: ich bin die falsche Leserin für das vorliegende Werk. Meine Lesepersönlichkeit zeichnet unter anderem ein empathisches Einfühlungsvermögen aus, aber mir fehlte hier mein sachlicher Abstand zum teilweise überzogenen, skurrilen, zu krass und plakativ Geschriebenen. Dazu kommend konnte ich die humoristische und satirische Seite für MICH zu wenig entdecken oder aufdecken oder gar ent-wickeln, welche versteckt zwischen den Zeilen scheint. Man warf mir deswegen schon „einfach gestrickt“ vor. Doch dazu kann ich nur anmerken: auch einzelne Maschen können ein Gesamtkunstwerk ergeben… Zurückkommend auf das Buch möchte ich für die außergewöhnliche Unterhaltung, die ein oder andere nachdenkliche Minute und für ein dezentes Lächeln oder Entsetzen im Gesicht Manuel Wagner für sein Erstlingswerk 3 ??? Sterne geben.

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  • Nur ich bin normal

    Nur ich bin normal

    Sofia_Blue

    03. February 2017 um 10:49

    Inhalt/Klappentext: Es geht in der Geschichte um einen selbstbewussten Außenseiter, der sich nicht anpassen möchte, sondern die anderen verändern will. Die Hauptfigur ist soziophob und empfindet Soziophobie als einen gesunden Zustand, während die eigentlich sozial gesunden krankhaft süchtig nach sozialen Beziehungen sein sollen. Die soziophobe Hauptfigur erzählt in erlebter Zeit aus der Ich-Perspektive, was ihr passiert und wie sie denkt. Die Erzählung erfolgt in Form von etwa 50 Episoden, die fast alle chronologisch geordnet sind. Die Geschichten setzen ein Bild vom Aufwachsen und Erwachsenwerden der Hauptfigur zusammen. Wenn die Hauptfigur agiert, stellt sie sich im Umgang mit anderen Menschen sehr ungeschickt an, weil sie deren Verhalten schlecht einschätzen kann. Daraus ergeben sich zum Einen zahlreiche belustigend skurrile AnekdotenMeinung:Der genderfreie Ich-Erzähler aus "Nur ich bin normal" von Manuel Wagner, stellt eines geich zu Anfang klar: Er war soziophob und gesund und 90-98 Prozent aller Menschen soziomanisch und krank, nur könnten diese ihre Krankheit nicht erkennen und deshalb ihn für krank halten. Dabei hat der Ich-Erzähler einfach eine sehr große Abneigung vor Menschen, und das schon seit der Geburt. Das Buch beginnt mit eben dieser, geht über den Kindergarten und die Grundschule bis hin zur Uni und der Protagonist erzählt in Tagebuch-Kapiteln, wie sein Leben verläuft, was er denkt und wie er sich fühlt. Wie das in einem Tagebuch der Fall ist, beschreibt er Geschehnisse sehr subjektiv, teilweise ungenau oder sprunghaft. Der Leser bekommt nur diesen subjektiven Blick, was viel Platz für Spekulationen, Deutungen und Fragen offenlässt. Viele Kapitel haben mir auf Grund ihres schwarzen Humors gefallen oder einer Pointe, die mich schmunzeln ließ. In vielen Fällen konnte ich den Protagonisten gut nachvollziehen und seine interessanten Gedankengänge verstehen. Einige Kapitel jedoch waren mir zu überzogen, zu krass, unverständlich oder unnötig. Da das meinen Gesamteindruck von dem Buch nur wenig schmälerte, wollte ich dem Buch trotzdem 4 Sterne vergeben, leider habe ich das Ende überhaupt nicht verstanden, da (für mich) zu viel Interpretationsspielraum gelassen wurde. Der Autor spricht von weiteren Buchteilen, die ich gerne lesen werde, da mir der Humor und das Thema an sich sehr gefallen haben und ich gespannt bin, wie es mit dem Protagonisten weitergeht!

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  • Tolle Idee eines etwas anderen Ichs - leider viel zu plakativ

    Nur ich bin normal

    Pinoca

    29. January 2017 um 10:29

    Der namenlose Protagonist wird in die Welt hineingeworfen, ob er oder sie will oder eben nicht. Dass er bzw. sie das eben nicht will, wird von anfang an deutlich gemacht. Denn durch seine selbstdiagnostzierte Soziophobie sind Mitmenschen und soziale Kontakte ein nicht erträglicher und nicht akzeptabler Teil des Lebens.Da man diesen aber nicht aus dem Weg gehen kann, kommt es immer wieder zu skurillen Situationen. Bereits im Kindergarten bemerkt das Ich, dass es nicht wie all die anderen Kinder auf das Lob der Kindergärtner hereinfällt, sondern besser ist und Alle durchschaut - eben nicht an Soziomanie erkrankt und sich sein Ich erhählt - koste es, was es wolle.Ich bin durch eine Leserunde auf das Buch aufmerksam geworden und war von der Beschreibung hellauf begeistert. Bitterböser Humor gepaart mit den Abgrüden des menschlichen Seins. Das normale Ich - das einzige in einer Welt voller kranker Persönlichkeiten - oder eben auch nicht.Dargestellt wird die Geschichte in einer Art Tagebuchformat, in der der Ich-Erzähler sien Leben in kurzen Episoden oder Eindrücken schildert.Doch leider fand ich, ist der Autor selbst mit dem Holzhammer auf den Leser losgegangen. Zwar lässt sich das Buch flüssig lesen, aber alle 2-5 Sätze (gefühlt) werde ich wieder und wieder und wieder und wieder schriftlich darauf hingewiesen, wie anders, wie besser, wie einzigartig, wie soziophob das Ich ist. Wie leer, wie wesenslos, wie gleichförmig der Rest der Welt ist. Wie viel besser das Ich ist. Alles in meinen Augen Dinge, die der Leser ja selbst erkennen kann, durch die Dinge die das Ich erlebt, auch ab und an ein Hinwei, ist völlig ok. Aber ich werde von diesen "Hinweisen" der Selbstwahrnehmung völlig erschlagen. Ich sehe eben diesen einen Sachverhalt, die Soziophobie in dutzenden Situationen, die alle irgendwie an ihrer Einzigartigkeit und Skurrilität verlieren, dadurch dass immer wieder auf die einzigartige Soziophobie des Überwesens "Ich" hingewiesen wird.Ich hätte mir gewünscht, dass dieses Stilelement viel dezenter eingeetzt wird und dem Leser zugetraut wird, vieles selbst zu sehen, zu entdecken, zu verstehen ohne dabei erschlagen zu werden.Ob ich dennoch einen möglichen zweiten Teil lesen würde? Ja, durchaus, weil die Idee an sich klasse ist und ein Erstlingswerk viel Ausprobieren beinhaltet.

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  • Überleben in der Schafsherde

    Nur ich bin normal

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    28. January 2017 um 16:48

    Das Einstiegswerk von Manuel Wagner "Nur ich bin normal" handelt von seinem eher unsympathischen Protagonisten, der seine Erkrankung an "Soziophobie" selbstbewusst als Tugend ansieht.Nicht er hat ein Problem, sondern alle um ihn herum. Diese Meinung vertritt er vehement über das ganze Buch hinweg. An einigen Stellen scheint der Leser sich mit der Person identifizieren zu können und hat in manchen Situationen sicherlich Ähnliches erlebt. Leider werden aber hauptsächlich Vorurteile bedient (sei es zu Psychologen, Psychiatrien etc). Zu einer näheren Verständnis der Erkrankung kommt es aus meiner Sicht nicht. Das Genre bleibt für mich an vielen Stellen unklar (Satire, Fallstudie etc). Das Buch kann mich leider nirgendwo richtig abholen. Für mich daher eher eine enttäuschende Lektüre.

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  • Zu skurril für meinen Geschmack

    Nur ich bin normal

    AmiLee

    24. January 2017 um 19:26

    Klappentext: Bei der Geburt fängt der Wahnsinn an: Seiner wohligen Einsamkeit entrissen, sieht sich der neue Mensch zahllosen Artgenossen ausgeliefert. Andere Menschen sind überall, und sie nerven. Dabei verhalten sie sich so berechenbar wie ein Kernkraftwerk, das zwischen zwei tektonischen Platten, von den Typen errichtet wurde, die uns Tschernobyl eingebrockt haben. So sieht es die Hauptfigur dieser Geschichte. Kein Wunder, dass sie uns aus ihrer Perspektive jede Menge skurrile Anekdoten zu erzählen hat. Der Malzwang im Kindergarten, die absurden Verhaltensweisen der Mitschüler auf der Klassenfahrt, die seltsamen Geschehnisse während einer Studentenparty und anderer Irrsinn lassen nicht nur das Ich in der Geschichte an der psychischen Gesundheit der Mehrheit zweifeln. Wie aber soll das Ich mit den Anderen umgehen? Warum fühlt es sich plötzlich doch zu jemandem hingezogen? [Quelle: Amazon.de] Meine Meinung: Vorab vielen lieben Dank an Manuel Wagner, dass er mir das Buch im Rahmen einer Leserunde zur Verfügung gestellt hat! "In einem beispiellosen Gewaltakt quetscht man mich aus meiner warmen Höhle. Ich werde meiner Ländereien beraubt. Ich werde vertrieben. Um mich herum ist es plötzlich kalt und unbehaglich. Als ob es nicht schon schlimm genug wäre, dass ich vor Kälte zittere, sind da auch noch Wesen, die so wie ich zu sein scheinen, nur viel größer." [S. 8] Mit dem Buch habe ich mich leider ziemlich schwergetan. In der ersten Hälfte begleitet der Leser den Ich-Erzähler, der an sozialer Phobie leidet, auf seinem Weg von der Geburt bis zur Uni. Dank der vielen lustigen und schwarzhumorigen Passagen fand ich das noch einigermaßen unterhaltsam; da ich mich in gewissen Situationen ab und an selbst wiedererkannt habe. Dass der Autor sich hierbei einiger Bezeichnungen und Ausdrücke bedient hat, die im täglichen Sprachgebrauch nicht unbedingt Anwendung finden, hat mich nur bedingt gestört, da sie in einer angenehmen, nicht übertriebenen Regelmäßigkeit zum Einsatz kommen. Auch wenn ich nicht jeden Begriff einordnen konnte, so habe ich mich schnell an diese Art des Erzählens gewöhnt, weil es für mich Sinn macht, dass ein soziophober Mensch instinktiv versucht, sich von seinen Mitmenschen abzugrenzen. Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass einem diese Art der Sprache als so eine Art Schutzschild dient und Sicherheit gibt. Dem groben Geschehen konnte ich, dank typischer Fixpunkte wie Geburt, Kindergarten, Schule etc., auch sehr gut folgen. Dass der Protagonist als Säugling schon die Intelligenz eines erwachsenen Menschen besitzt, hat mich einige Male laut auflachen lassen. Die Vorstellung alleine... "Es ist sehr einfach über Menschen zu schreiben, die mich nerven und die Geschichten mit einigen Überspitzungen bzw. Übertreibungen auszustatten, aber reicht das?" [S. 73] Ab der zweiten Hälfte des Buches hatte ich das Gefühl ein völlig anderes Buch in der Hand zu halten, denn hier wurden scheinbar wahllos Situationen aneinandergereiht, deren einziger Zweck es zu sein scheint, sich an Skurrilität zu übertreffen. Die gehobene Sprache trifft auf sprachliche Misstöne, vieles wird wiederholt bzw. es wird wenig Neues erzählt und zusätzlich muss man als Leser auch noch versuchen, aus rätselhaften Andeutungen und merkwürdigen Begrifflichkeiten schlau zu werden. Auch von der feinen Emotionalität, die während der ersten Hälfte des Buches ab und an zwischen den Zeilen mitschwang, war nichts mehr zu spüren und die interessante Thematik ging völlig unter. Vieles war so überspitzt dargestellt, dass die in meinen Augen nötige Ernsthaftigkeit verloren ging. Es mag sein, dass hinter vielem, von dem hier erzählt wird, eine Menge Frust steckt, den der Autor auf seine Art zu verarbeiten versucht, allerdings konnte ich die Gründe dahinter nicht erkennen. Menschen können anstrengend sein schon klar, aber was macht den Unterschied zwischen einem soziophoben Menschen und einem nicht soziophoben Menschen aus? Sind soziophobe Menschen genervter als nicht soziophobe. Ich glaube eher nicht.. Und ist dieses "Genervtsein" nicht auch blos ein weiteres Mittel um sich von seinen Mitmenschen zu distanzieren? Wer weiß, vielleicht habe ich das Buch auch einfach nicht verstanden. Sehr schade jedenfalls, dass die Erzählweise der ersten Hälfte nicht beibehalten und alles dermaßen in „Schall und Rauch“ gehüllt wurde, denn so wirft das Buch mehr Fragen auf als Antworten zu liefern. Da das Buch autobiografische Züge hat, weiß der Autor zwar wie was passiert ist - aber ich als Leser möchte das auch ganz gerne. Kennen tue ich das allerdings nur zu gut. Bei Gedichten zum Beispiel, die ich nur für mich selbst schreibe, wissen außer mir auch nur die Leute, die dabei gewesen sind, was ich sagen will und kennen somit die tiefe der Bedeutung hinter dem was ich schreibe. Als ich einige meiner Gedichte mal „der breiten Masse“ vorgelegt habe, haben mich die Fragezeichen in den Gesichtern der Leute fast angesprungen. Genauso ist es mir mit diesem Buch ergangen, nur dass diesmal ich diejenige war, der die Fragezeichen aus dem Gesicht gesprungen sind. Aber wer weiß, vielleicht liest der ein oder andere ja gerade meine Rezension und fragt sich was zum Teufel diese Frau da eigentlich meint... Bewertung: 2/5 Sternen

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  • Witziges Buch mit ernstem Thema

    Nur ich bin normal

    Vanessa-v8

    24. January 2017 um 19:20

    Er ist anders. Das bemerkt die Hauptperson bereits im Kindesalter. Er denkt nicht so wie die normalen Leute, und steckt dafür oft Prügel ein. Er sieht sich selbst als von der Krankheit "geheilter" an und alle anderen sind krank. Denn sie streben nach der Aufmerksamkeit und Anerkennung anderer und können ohne die Gemeinschaft nicht leben. So aber nicht er, er meidet bewusst große Menschenmengen und verachtet die "Sozialsüchtigen"(die, die von deren abhängig sind). Denn er liedet an Soziophobie und hat schwer mit der Krankheit zu kämpfen, auch wenn er es selber nicht zu gibt. Das Buch ist in der Ich-Form der Hauptperson geschrieben. Erzählt wird wie in einer Art Tagebuch, es fängt an bei der Geburt und man erlebt die verschiedenen Altersstufen. Dabei werden alle mögliche skurille Situationen geschildert und durch die " etwas andere" Sichtweise erlebt man Alltagssituationen plötzlich ganz neu und kann selber darüber lachen. Die Hauptperson bekommt in diesem Buch kein Geschlecht von dem Autor vorgeben, das heißt jeder muss für sich selbst entscheiden, ob die Person nun männlich oder weiblich ist. Zwar ist man am Anfang etwas irritiert, aber nachher bessert sich das. Für mich war die Person eindeutig männlich, für andere jedoch eindeutig weiblich. Der Schreibstil des Autor gefiel mir nicht so ganz. Kurze Seiten bzw. Sätze waren kein Problem, aber liest man mehrere Kapitel hinter einander, verliert man die Konzentration. Dann ergibt der Text für mich kein Sinn mehr, und ich muss die Sätze Wort für Wort wieder holen um den Inhalt zu verstehen. Das liegt, denke ich Mal, aber auch an dem schwierigen Thema. Das Cover passt sehr gut zu dem Buch, denn die Hauptperson ist sprichwörtlich das schwarze Schaf, und unterscheidet sich in fast allem zu seinen Mitmenschen. Auch der Buchtitel ist sehr gut gewählt, denn die Hauptperson lebt in der stetigen Überzeugung, dass nur er normal ist und alle anderen "krank". Die Geschichte im allgemeinen, finde ich sehr interessant, da man auch noch vieles über das Thema Soziophobie lernen konnte. Durch die skurrilen Situationen war das Buch locker und witzig. Jedoch gefiel mir der Schriftstil und die Ungeschlechtheit der Hauptperson nicht so gut. Von mir gibt es 3 von 5 für verdiente Sterne. Ich bedanke mich hierbei noch einmal recht herzlich bei dem Autor, dass er das Rezensionsexemplar in der Leserunde zu Verfügung gestellt hat! :)

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  • Gefangen zwischen Sozialsüchtigen

    Nur ich bin normal

    KKahawa

    24. January 2017 um 19:06

    Wie ist es  in einer Welt, in der den Kranken die eigene Persönlichkeit fehlt? In einer Welt, in der 99,9 % der Menschen deiner Umgebung anders, unnormal und krank sind, kein eigenes "Ich" besitzen? Dank "Nur ich bin normal" weiß ich es jetzt: Es ist furchtbar. Man muss sich seine eigenen Mauern bauen, wenn man der einzige Mensch bei klarem Verstand zu sein scheint. Man erliegt seinen drückenden Gedanken und wird allmählich verrückt; was aber nicht möglich ist, ist man doch der einzige Nicht-Verrückte unter all den Ja-Sagern.Wir begleiten einen namenlosen Protagonisten von Geburt an. Man meint zunächst, Stewie aus Family Guy sei real geworden, aber wird schnell eines Besseren belehrt: Denn der Autor hat mit humorvoller Kreativität ein ganz besonderes "Ich" kreiert, das die Welt aus befremdlichen Augen sieht. ich brauche ein paar Kapitel, um mich in das Buch einzulesen und hineinzufühlen und kann euch sagen – Achtung, Spoiler –: Jedes Kapitel wird immer besser. Der Autor übertrifft sich selbst.Ich musste beim Lesen dieses Buches häufig lachen. Wie Kleinkinder für hässliche Kringel auf einem Blatt Papier gehyped werden und somit zu Mitgliedern der gestörten Leistungsgesellschaft herangezogen werden, wird mit unheimlich anziehendem Sarkasmus dargestellt. Durch Inhalte wie "Es gibt Raucher, die allein rauchen. Wenn sie in Flammen stehen" oder "Es werden so viele spucketröpfchen verloren, dass ich mir Sorgen um die anderen Körperöffnungen mache" schafft der Autor es geschickt, mich immer wieder zum Schmunzeln zu bringen.Manchmal hängt die wörtliche Rede allein in der Luft und ist von zwei Absätzen isoliert. Das ist ein sehr guter Stil, um die Wahrnehmung des einzig normalen Menschen auf der Welt, der soziale Kontakte ablehnt und durch direkte Ansprachen zusammenzuckt und sich wünscht, nicht angesprochen zu werden. Eine weitere herausragende Gabe des Autoren ist es, Wörter wie "Gesichtsroman" zu erfinden und gekonnt einzusetzen. Wenn du wissen willst, was ein Homo sapiens sapiens sapiens ist und warum der Protagonist seinen Kaffee unter Umständen mit seinen Haaren umrühren will, ist dieses Buch ein Muss für dein Bücherregal!

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  • Wenn die normalen Menschen der Gesellschaft eigentlich unnormal sind

    Nur ich bin normal

    Blintschik

    23. January 2017 um 22:11

    Die Geschichte wird aus der Sicht eines Ich- Erzählers erzählt, über den man weder Namen noch Geschlecht erfährt. Dies führt jedoch dazu, dass man sich gut in die Person hineinversetzen kann, was ich sehr gut fand, weil es in dieser Geschichte sehr wichtig ist die Sicht dieser Person zu verstehen. Das "Ich" hält sich selbst für soziophob, es hasst es von anderen Menschen umgeben zu sein und ganz besonders deren soziale Sichtweise und Verhalten. In kurzen Kapiteln werden viele Situationen aus fast allen Lebensphasen von Geburt bis Erwachsensein beschrieben und was der Erzähler dort erlebt und wie er die Situation sieht. Dabei wird der Schreibstil oft belehrend, was beim langen Lesen manchmal etwas ermüdend sein kann. Trotzdem kommen die Gefühle und Gedankengänge gut und verständlich rüber und bringen einen dazu über bestimmte Dinge nachzudenken. Allgemein sind mir beim Lesen alltägliche Dinge aufgefallen, die man ohne nachzudenken macht und doch beim genaueren Nachdenken dumm und unlogisch sind. Daran merkt man wie abhängig jeder von uns von der Gesellschaft und der Anerkennung anderer Menschen ist. Der Erzähler hat einen starken Charakter, der nur an manchen Stellen etwas zu brökeln droht, doch die meiste Zeit ist er davon überzeugt, dass die ganze Gesellschaft krank ist und nur er allein normal ist. Dieses Verhalten bringt einen in der Geschichte oft zum Lachen, da dadurch witzige Situationen entstehen. Wobei ich sagen muss, dass ich es wirklich faszinierend finde, dass der Autor es geschafft hat eine Stelle gleichzeitig lustig und traurig zugleich zu beschreiben. Es kommt immer darauf an wie man selbst es sehen möchte, da es schon oft sehr schwarzer Humor ist. DIe Person in der Geschichte an sich fand ich auch interessant. An manchen Stellen hat mich ihre Sturheit aufgeregt an anderen konnte ich mich selbst erkennen.Ich denke man kann mit verschiedenen Ansätzen an dieses Buch herangehen und jedes Mal etwas Neues entdecken oder es anders interpretieren. Der Versuch die Welt aus anderen Augen zu zeigen ist meiner Meinung nach ganz gut gelungen. Das Ende war etwas abrupt, aber wie ich gehört habe soll es noch einen zweiten Teil geben. Ansonsten ist das Buch wert gelesen zu werden, um andere Menschen zu verstehen und sein eigenes Handeln zu reflektieren, da im Alltag oft Dinge zwischen den Zeilen stehen, die keiner ausspricht.

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  • Tagebuch eines soziophoben Zeitgenossen

    Nur ich bin normal

    seschat

    23. January 2017 um 12:10

    Manuel Wagners 113-seitiger fiktiver Erfahrungsbericht einer soziophoben Person las sich flüssig und bereitete eine Menge Spaß. Angefangen mit der Geburt über die Schulzeit bis hin zum Studium schildert der Ich-Erzähler scharfzüngig, was ihm, der ausgeprägte Angst vor anderen Menschen hat, widerfahren ist. Das Besondere an Wagners Buch ist der ironische bis sarkastische Erzählstil, der den Soziophoben als normal und die Normalen als gestört darstellt - also einmal die komplette Sichtweise verkehrt. Intelligent und mit einer feinen Beobachtungsgabe enttarnt der soziophobe Erzähler jede noch so kleine oder große Macke der "Normalos". Er, der für seinen Erfolg nicht schauspielert und sich anderen anbiedert, ist zwar der Außenseiter, aber auch der, der am wenigsten fremdbestimmt wird. Seine Mitmenschen können ihn oft nicht verstehen und nehmen ihn lediglich als arrogant und eigenbrötlerisch wahr; was er ja teils auch ist. Wagner verfolgt das Motiv des Andersseins bis zum Ende sehr konsequent, was lobenswert ist. Denn gerade diese eindimensionale Sichtweise regt den Leser zum Nachdenken an. Klimaktisch arbeitet sich der Autor an seiner Hauptperson ab und offenbart dabei eine Menge schwarzen Humor.Ein besonderer Gag am Rande ist die Tatsache, dass der soziophobe Erzähler nicht am Leben verzweifelt, sondern es sogar liebt.Während alle um ihn keinen eignen Willen bzw. keine eigene Denke haben, also "ichlos" sind, ist er immer ganz bei sich und reflektiert alles und jedes immerfort mikroskopisch genau. In Bezug darauf fand ich das Cover, das ein schwarzes, vereinzeltes Schaf abseits der weißen Schafherde zeigt, mehr als passend. FAZITEine skurrile bis bitterböse Lektüre, die, wenn man sie mit Verstand liest, sehr gut unterhält. Und über eines sollte man sich im Vorhinein im Klaren sein, das Buch ist kein Sachbuch, sondern Belletristik.

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  • *Rezension* >Nur ich bin normal< von Manuel Wagner

    Nur ich bin normal

    karinasophie

    23. January 2017 um 09:28

    Klappentext: Bei der Geburt fängt der Wahnsinn an: seiner wohligen Einsamkeit entrissen, sieht sich der neue Mensch zahllosen Artgenossen ausgeliefert. Andere Menschen sind überall, und sie nerven. Dabei Verhalten sie sich so berechenbar wie ein Kernkraftwerk, das zwischen zwei tektonischen Planeten, von den Typen errichtet wurde, die uns Tschernobyl eingebrockt haben. So sieht es die Hauptfigur dieser Geschichte. Kein wunder, dass sie uns aus ihrer Perspektive jede menge skurrile Anekdoten zu erzählen hat. Der Malzwang im Kindergarten, die absurden Verhaltensweisen der Mitschüler auf der Klassenfahrt, die seltsamen Geschehnisse während einer Studentenparty und anderer Irrsinn lassen nicht nur das ich in der Geschichte an der psychischen Gesundheit der Mehrheit zweifeln. Wie aber soll das ich mit den anderen umgehen? Warum fühlt es sich plötzlich doch zu jemanden hingezogen? Cover: Das Cover passt gut zu der Geschichte und der Weltansicht der Hauptperson. Buchaufmachung: Das Buch enthält ein Inhaltzverzeichnis mit Kapitelübersicht, danach folgt eine Einleitung in das Buch. Inklusive Einleitung enthält das Buch 51 kurze Kapitel die auf 113 Seiten verteilt zu finden sind. Rezension: Das Buch fängt Humorvoll mit einer teils Soziophopen Weltansicht bei der Geburt an. Danach werden chronologisch Ereignisse, aus dem Leben der Hauptperson, sowie deren Weltansichten erzählt. Es reicht über Ansichten, dass Eltern Riesen sind die einen befehligen wollen, über Mobbing in der Schulzeit, zur Uni-Zeit und skurrilen Ereignissen in Gesellschaftlichen Situationen. Das Buch fing wie oben erwähnt lustig an, und ich dachte das ich diese 113 Seiten in "0 komma nichts" weglesen würde, jedoch ist dieses aufgrund des Schreibstiles nicht möglich. Es braucht am Anfang eine Weile, bis man ein Kapitel gelesen hat, da man sich ersteinmal an die verschiedenen unalltäglichen Wörter, welche die Hauptperson verwendet, gewöhnen muss. Dem Anfang, der mir wirklich gut gefiel, folgte der Mittelteil, der mir leider weniger gut gefiel. Viele Ansichten die man in der ersten Buchhälfte erklärt bekommen hat, werden wieder aufgeriffen und erneut wiederholt, dadurch zieht sich das ganze ein wenig und wird anstrengend zu lesen. Zwischendrin waren zwar einige gute Kapitel wie z.B. "Comedy im Bioladen" und "Fußball" jedoch hatte ich im Mittelteil wenig Lust noch weiter lesen zu wollen. Zur meiner Freunde kann ich aber sagen, dass sich dies auf den ca. letzten 30 Seiten etwas änderte. Auf diesen Seiten wurde die Beziehung zwischen der Hauptperson und ihrer "Vertrauensperson" vertieft. Diese waren meiner Meinung nach viel flüssiger zu lesen, obwohl sich viele Gedanken der Hauptperson wiederholten (Meine Weltansicht ist die richtige, ich brauche eigentlich niemanden außer mich). Mein Fazit: Meiner Meinung nach ist dieses Buch ein 2 * Buch. Nachdem die Weltansicht der Hauptperson geschildert wurde, und das geschieht relativ schnell, kommen ihrerseits keine neuen Ansichten mehr und es wirkt starrsinnig. Die weiteren Handlungen sind zwar nett aber mehr auch nicht. Für Leute die sich für das Buch wirklich interessieren bzw. für das Thema Soziophobie bzw. vermeintliche Soziophobie wäre es empfehlenswert, wenn man sich aber nicht sicher ist ob es etwas für einen wäre, sollte man lieber die Finger davon lassen. Würde ich das Buch nochmal lesen? Nein Würde ich eine Fortsetzung des Buches lesen? Vielleicht

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