Nur ich bin normal

von Manuel Wagner 
3,4 Sterne bei16 Bewertungen
Nur ich bin normal
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (7):
jawolf35s avatar

Ein Buch bei dem die Meinungen auseinander gehen werden .Die Geschichte eines Menschen der anders denkt als die Norm

Kritisch (4):

Soziophobie gegen Soziomanie. Wie lebt es sich besser verrückt?!

Alle 16 Bewertungen lesen

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Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9781540388001
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:114 Seiten
Verlag:CreateSpace Independent Publishing Platform
Erscheinungsdatum:14.11.2016

Rezensionen und Bewertungen

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    KymLucas avatar
    KymLucavor 2 Jahren
    Nur ich bin normal

    Ein Buch aus der Ich-Perspektive, allerdings erfährt man hier weder etwas über das Aussehen, Geschlecht oder den Namen des Ichs. So bleibt jedem Leser die Interpretation selbst überlassen, was ich ziemlich gut finde.

    Das Ich lebt sehr zurückgezogen und hält alle anderen für dumm und von sozialen Kontakten abhängig, also sozialsüchtig, was die anderen aus Sicht des Ichs schwach macht.
    Das Ich bezeichnet sich selbst als soziophob, was hier aber nichts mit der real existierenden Krankheit zu tun hat, sondern als schlecht formuliertes Gegenstück zur "Sozialsucht" gemeint ist.

    Ein recht kurzes und spezielles Buch, was man wahrscheinlich entweder lieben oder hassen muss.

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    DarkOwls avatar
    DarkOwlvor 2 Jahren
    Nur ich bin normal

    Bei der Geburt fängt der Wahnsinn an: Seiner wohligen Einsamkeit entrissen, sieht sich der neue Mensch zahllosen Artgenossen ausgeliefert. Andere Menschen sind überall, und sie nerven. Dabei verhalten sie sich so berechenbar wie ein Kernkraftwerk, das zwischen zwei tektonischen Platten, von den Typen errichtet wurde, die uns Tschernobyl eingebrockt haben. So sieht es die Hauptfigur dieser Geschichte. Kein Wunder, dass sie uns aus ihrer Perspektive jede Menge skurrile Anekdoten zu erzählen hat. Der Malzwang im Kindergarten, die absurden Verhaltensweisen der Mitschüler auf der Klassenfahrt, die seltsamen Geschehnisse während einer Studentenparty und anderer Irrsinn lassen nicht nur das Ich in der Geschichte an der psychischen Gesundheit der Mehrheit zweifeln. Wie aber soll das Ich mit den Anderen umgehen? Warum fühlt es sich plötzlich doch zu jemandem hingezogen?


    Von Anfang bis Ende berichtet das Ich von der Gesellschaft, die ihm eher mehr missfällt und ihm irgendwelche Sachen aufzwingt. Es wird klar deutlich gemacht, welche gesellschaftlichen Zwänge das Ich durchmachen muss und das er unter allem sehr leidet.
    Es wird sehr abstrus erzählt mit dem hang zur Übertreibung.

    In der ein oder anderen Situation sieht man das echte Leben vor seinen Augen und dass so manches sich wieder spiegelt. Allerdings ist mir vieles zu sehr in den Dreck gezogen und schlecht geredet. Hat die Gesellschaft nunja auch noch einen positiven Charakter, der in dem Buch gar nicht zu finden ist.

    Der Sprachstil hat mir wirklich mehr als gut gefallen, da ich die Kunst der deutschen Sprache einfach liebe, sobald man damit umgehen kann. Paar vermisste Wörter fand ich wieder und habe sie auch direkt in mein Wortschatz verankert, danke dafür.

    Es ist definitiv ein sehr außergewöhnliches Buch und ich möchte mich bei dem Autor für dieses selbstredend bedanken. Es war mir ein vergnügen.

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    jawolf35s avatar
    jawolf35vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Buch bei dem die Meinungen auseinander gehen werden .Die Geschichte eines Menschen der anders denkt als die Norm
    Was ist schon normal ?!

    Ehrlich solch ein Buch hab ich noch nicht gelesen ,ein Buch das einerseits genial aber auch zu Kopfschütteln und Unverständnis  bei vielen Lesern führen wird .


    Zum Inhalt 


    Erzählt wird die Geschichte eines namenlosen Protagonisten ,einem Außenseiter und Eigenbrötler der mit seinen Mitmenschen so gar nichts anfangen kann 
    Auf  ironische aber auch oft überzogene Art und Weise erzählt er aus seinem Leben mit den "anderen " an dem er notgedrungen teilnehmen muss .
    Seien es die absurden Verhaltensweisen seiner Mitmenschen die er alle als "nicht normal " ansieht ,Oder auch nur der Umgang mit dem normalen Alltag.


    Zum Buch 
    Mit seinem außergewöhnlichen Cover ist dieses Buch natürlich ein Eyecatcher .
    Mit 113 Seiten ist es eine sehr kurzweiliger Roman der aber trotz allem Stoff zum Nachdenken bietet .
    In 61 Kapiteln werden hier kurze Lebensberichte des Protagonisten erzählt .
    Der Schreibstil ist flüssig lesbar .


    Meine Meinung zum Buch : 
    Ja wie soll ichs sagen ?
    Ich für meinen Teil fand es stellenweise sehr interessant und unterhaltsam was sich aber dadurch erklären lässt das ich auch nicht zur sogenannten Norm gehöre und von daher viele Dinge tatsächlich nachvollziehen kann natürlich nicht in dem Maße wie hier aufgeführt aber durchaus das fünckchen Wahrheit hinter der Geschichte erkenne .
    Hier jetzt weiter ins Detail zu gehen spare ich mir ,lest das Buch selber ,lasst euch darauf ein sofern das möglich ist und bildet Euch eure eigene Meinung .
    Von mir 4 Sterne dafür 

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    Alienonauts avatar
    Alienonautvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein besonderes Buch der anderen Art...
    Wer ist hier normal?

    Das Buch "Nur ich bin normal" von Manuel Wagner ist, soviel kann ich schon vorweg nehmen, ein polarisierendes Werk, welches durch seine ungewöhnliche Schreibweise und inhaltlichen Aspekte entweder vom Leser gänzlich akzeptiert werden kann, oder eben nicht.


    Im Rahmen einer Leserunde durfte ich mit dem oben genannten Roman in Kontakt treten, es in seiner Ganzheit lieben lernen und es nun als besonderes Buch bezeichnen.
    Leider kritisierten viele meiner Mitleser unter anderem auch folgende Aspekte:
    Wir folgen von beginn an einem/einer namenlosen ICH-Protagonisten/in, dessen/deren Geschlecht auch keine großartige Rolle spielt und deswegen auch nicht angegeben ist - in den einzelnen Episoden ist dieses Faktum auch irrelevant, über das Mittel der Interpretation darf man sich dazu natürlich seinen Teil denken. Ich finde, dass alleine schon die Ungewöhnlichkeit, ein namenloses, geschlechtsunspezifisches Ich durch die Handlung zu bewegen, ein gelungenes Experiment ist, welches ich in literarischer Form noch nicht kannte, und deswegen mich sofort angesprochen fühlte. Leider eben ist das manch einem zu wenig...
    Das "Ich" ist in dem ungewöhnlichen Roman ausgestattet mit der Unfähigkeit, mit der Gesellschaft gesellschaftlich adäquat zu interagieren, was es aber dazu veranlasst zu behaupten, es sei eigentlich das einzige normale Wesen, da die soziomanische Gesellschaft krank sei... Eine mutige Aussage, die es in vielen verschiedenen, dem Leser sicherlich aus der eigenen Erfahrung bekannten Situationen (Schule, Studium, Einkauf im Bio-Laden,...) zu erklären versucht. Für die kritischen Stimmen ist dies leider zu wenig und klischeehaft, für die Leser, die den Zugang zum Buch gefunden haben heißt das ein munteres "Zwischen-den-Zeilen-Lesen" und ein heiteres "Fröhnen-an-Gesellschaftskritik".
    Der, selbst ernannte "Experte der Soziophobie", stolpert dabei durch zwischenmenschliche Episoden, begegnet dabei seinem Lakai "Hündchen" (soooo lustig!!!), ertappt sich des Öfteren beim Abdriften in gesellschaftliche Normen und versucht, seine Umwelt zu verstehen bzw. ggf. zu "heilen".


    Fazit:
    "Nur ich bin normal" ist kein Buch für Jedermann/frau. Es fühlt sich vielmehr wie ein literarisches Experiment an, welches offensichtlich die Leserschaft in 2 Hälften spaltet. Deswegen ist meine Rezension eben umso mehr subjektiv zu werten - ich mag das Buch so wie es ist! Selten so ein anspruchsvolles, frei interpretierbares und befriedigendes Werk gelesen!

    Kommentare: 1
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    Minangels avatar
    Minangelvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: … und ich bin nicht normal, um es zu lieben…
    … und ich bin nicht normal, um es zu lieben…

    Das namenlose Ich erzählt Kapitel um Kapitel von seinem Alltag als soziophobes Wesen. Begonnen wird mit der Geburt, wo er rücksichtslos aus seiner wohligen Einsamkeit entrissen wurde und sich jetzt anderen Artgenossen ausgeliefert fühlt.

    Anekdoten über den Malzwang im Kindergarten, ein Besuch beim Psychologen und seltsame Erlebnisse mit Hündchen auf einer Studentenparty werden hier gesammelt. Irgendwann stellt sich die Frage: hat Hündchen auch einen Korb in seinem/ihrem Leben?!

    *Meine Meinung:

    zusammenfassend zum Buch: Laut dem Protagonisten leiden alle anderen an Soziomanie, nur sich und seine Soziophobie sieht er als Normalität an. Dadurch kommt es zu skurrilen verschiedensten Lebenssituationen mit unterschiedlichster Auffassung.

    Nach einigen Seiten war klar: ich bin die falsche Leserin für das vorliegende Werk. Meine Lesepersönlichkeit zeichnet unter anderem ein empathisches Einfühlungsvermögen aus, aber mir fehlte hier mein sachlicher Abstand zum teilweise überzogenen, skurrilen, zu krass und plakativ Geschriebenen. Dazu kommend konnte ich die humoristische und satirische Seite für MICH zu wenig entdecken oder aufdecken oder gar ent-wickeln, welche versteckt zwischen den Zeilen scheint. Man warf mir deswegen schon „einfach gestrickt“ vor. Doch dazu kann ich nur anmerken: auch einzelne Maschen können ein Gesamtkunstwerk ergeben…

    Zurückkommend auf das Buch möchte ich für die außergewöhnliche Unterhaltung, die ein oder andere nachdenkliche Minute und für ein dezentes Lächeln oder Entsetzen im Gesicht Manuel Wagner für sein Erstlingswerk 3 ??? Sterne geben.

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    Sofia_Blues avatar
    Sofia_Bluevor 2 Jahren
    Nur ich bin normal

    Inhalt/Klappentext:
    Es geht in der Geschichte um einen selbstbewussten Außenseiter, der sich nicht anpassen möchte, sondern die anderen verändern will. Die Hauptfigur ist soziophob und empfindet Soziophobie als einen gesunden Zustand, während die eigentlich sozial gesunden krankhaft süchtig nach sozialen Beziehungen sein sollen. Die soziophobe Hauptfigur erzählt in erlebter Zeit aus der Ich-Perspektive, was ihr passiert und wie sie denkt. Die Erzählung erfolgt in Form von etwa 50 Episoden, die fast alle chronologisch geordnet sind. Die Geschichten setzen ein Bild vom Aufwachsen und Erwachsenwerden der Hauptfigur zusammen. Wenn die Hauptfigur agiert, stellt sie sich im Umgang mit anderen Menschen sehr ungeschickt an, weil sie deren Verhalten schlecht einschätzen kann. Daraus ergeben sich zum Einen zahlreiche belustigend skurrile Anekdoten

    Meinung:
    Der genderfreie Ich-Erzähler aus "Nur ich bin normal" von Manuel Wagner, stellt eines geich zu Anfang klar: Er war soziophob und gesund und 90-98 Prozent aller Menschen soziomanisch und krank, nur könnten diese ihre Krankheit nicht erkennen und deshalb ihn für krank halten. Dabei hat der Ich-Erzähler einfach eine sehr große Abneigung vor Menschen, und das schon seit der Geburt.
    Das Buch beginnt mit eben dieser, geht über den Kindergarten und die Grundschule bis hin zur Uni und der Protagonist erzählt in Tagebuch-Kapiteln, wie sein Leben verläuft, was er denkt und wie er sich fühlt. Wie das in einem Tagebuch der Fall ist, beschreibt er Geschehnisse sehr subjektiv, teilweise ungenau oder sprunghaft. Der Leser bekommt nur diesen subjektiven Blick, was viel Platz für Spekulationen, Deutungen und Fragen offenlässt.
    Viele Kapitel haben mir auf Grund ihres schwarzen Humors gefallen oder einer Pointe, die mich schmunzeln ließ. In vielen Fällen konnte ich den Protagonisten gut nachvollziehen und seine interessanten Gedankengänge verstehen.
    Einige Kapitel jedoch waren mir zu überzogen, zu krass, unverständlich oder unnötig. Da das meinen Gesamteindruck von dem Buch nur wenig schmälerte, wollte ich dem Buch trotzdem 4 Sterne vergeben, leider habe ich das Ende überhaupt nicht verstanden, da (für mich) zu viel Interpretationsspielraum gelassen wurde.
    Der Autor spricht von weiteren Buchteilen, die ich gerne lesen werde, da mir der Humor und das Thema an sich sehr gefallen haben und ich gespannt bin, wie es mit dem Protagonisten weitergeht!

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    Pinocas avatar
    Pinocavor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Leider viel zu überzogen und plakativ - schade, die Idee ist klasse
    Tolle Idee eines etwas anderen Ichs - leider viel zu plakativ

    Der namenlose Protagonist wird in die Welt hineingeworfen, ob er oder sie will oder eben nicht. Dass er bzw. sie das eben nicht will, wird von anfang an deutlich gemacht. Denn durch seine selbstdiagnostzierte Soziophobie sind Mitmenschen und soziale Kontakte ein nicht erträglicher und nicht akzeptabler Teil des Lebens.
    Da man diesen aber nicht aus dem Weg gehen kann, kommt es immer wieder zu skurillen Situationen. Bereits im Kindergarten bemerkt das Ich, dass es nicht wie all die anderen Kinder auf das Lob der Kindergärtner hereinfällt, sondern besser ist und Alle durchschaut - eben nicht an Soziomanie erkrankt und sich sein Ich erhählt - koste es, was es wolle.

    Ich bin durch eine Leserunde auf das Buch aufmerksam geworden und war von der Beschreibung hellauf begeistert. Bitterböser Humor gepaart mit den Abgrüden des menschlichen Seins. Das normale Ich - das einzige in einer Welt voller kranker Persönlichkeiten - oder eben auch nicht.

    Dargestellt wird die Geschichte in einer Art Tagebuchformat, in der der Ich-Erzähler sien Leben in kurzen Episoden oder Eindrücken schildert.

    Doch leider fand ich, ist der Autor selbst mit dem Holzhammer auf den Leser losgegangen. Zwar lässt sich das Buch flüssig lesen, aber alle 2-5 Sätze (gefühlt) werde ich wieder und wieder und wieder und wieder schriftlich darauf hingewiesen, wie anders, wie besser, wie einzigartig, wie soziophob das Ich ist. Wie leer, wie wesenslos, wie gleichförmig der Rest der Welt ist. Wie viel besser das Ich ist. Alles in meinen Augen Dinge, die der Leser ja selbst erkennen kann, durch die Dinge die das Ich erlebt, auch ab und an ein Hinwei, ist völlig ok. Aber ich werde von diesen "Hinweisen" der Selbstwahrnehmung völlig erschlagen.
    Ich sehe eben diesen einen Sachverhalt, die Soziophobie in dutzenden Situationen, die alle irgendwie an ihrer Einzigartigkeit und Skurrilität verlieren, dadurch dass immer wieder auf die einzigartige Soziophobie des Überwesens "Ich" hingewiesen wird.

    Ich hätte mir gewünscht, dass dieses Stilelement viel dezenter eingeetzt wird und dem Leser zugetraut wird, vieles selbst zu sehen, zu entdecken, zu verstehen ohne dabei erschlagen zu werden.

    Ob ich dennoch einen möglichen zweiten Teil lesen würde? Ja, durchaus, weil die Idee an sich klasse ist und ein Erstlingswerk viel Ausprobieren beinhaltet.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Soziophobie gegen Soziomanie. Wie lebt es sich besser verrückt?!
    Überleben in der Schafsherde

    Das Einstiegswerk von Manuel Wagner "Nur ich bin normal" handelt von seinem eher unsympathischen Protagonisten, der seine Erkrankung an "Soziophobie" selbstbewusst als Tugend ansieht.
    Nicht er hat ein Problem, sondern alle um ihn herum. Diese Meinung vertritt er vehement über das ganze Buch hinweg. 
    An einigen Stellen scheint der Leser sich mit der Person identifizieren zu können und hat in manchen Situationen sicherlich Ähnliches erlebt. Leider werden aber hauptsächlich Vorurteile bedient (sei es zu Psychologen, Psychiatrien etc). Zu einer näheren Verständnis der Erkrankung kommt es aus meiner Sicht nicht. Das Genre bleibt für mich an vielen Stellen unklar (Satire, Fallstudie etc). Das Buch kann mich leider nirgendwo richtig abholen. Für mich daher eher eine enttäuschende Lektüre.

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    AmiLees avatar
    AmiLeevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ab und an ganz unterhaltsam aber insgesamt zu wirr und skurril für meinen Geschmack. - 2 Sterne
    Zu skurril für meinen Geschmack

    Klappentext:

    Bei der Geburt fängt der Wahnsinn an: Seiner wohligen Einsamkeit entrissen, sieht sich der neue Mensch zahllosen Artgenossen ausgeliefert. Andere Menschen sind überall, und sie nerven. Dabei verhalten sie sich so berechenbar wie ein Kernkraftwerk, das zwischen zwei tektonischen Platten, von den Typen errichtet wurde, die uns Tschernobyl eingebrockt haben. So sieht es die Hauptfigur dieser Geschichte. Kein Wunder, dass sie uns aus ihrer Perspektive jede Menge skurrile Anekdoten zu erzählen hat. Der Malzwang im Kindergarten, die absurden Verhaltensweisen der Mitschüler auf der Klassenfahrt, die seltsamen Geschehnisse während einer Studentenparty und anderer Irrsinn lassen nicht nur das Ich in der Geschichte an der psychischen Gesundheit der Mehrheit zweifeln. Wie aber soll das Ich mit den Anderen umgehen? Warum fühlt es sich plötzlich doch zu jemandem hingezogen? [Quelle: Amazon.de]

    Meine Meinung:

    Vorab vielen lieben Dank an Manuel Wagner, dass er mir das Buch im Rahmen einer Leserunde zur Verfügung gestellt hat!

    "In einem beispiellosen Gewaltakt quetscht man mich aus meiner warmen Höhle. Ich werde meiner Ländereien beraubt. Ich werde vertrieben. Um mich herum ist es plötzlich kalt und unbehaglich. Als ob es nicht schon schlimm genug wäre, dass ich vor Kälte zittere, sind da auch noch Wesen, die so wie ich zu sein scheinen, nur viel größer." [S. 8]

    Mit dem Buch habe ich mich leider ziemlich schwergetan.
    In der ersten Hälfte begleitet der Leser den Ich-Erzähler, der an sozialer Phobie leidet, auf seinem Weg von der Geburt bis zur Uni. Dank der vielen lustigen und schwarzhumorigen Passagen fand ich das noch einigermaßen unterhaltsam; da ich mich in gewissen Situationen ab und an selbst wiedererkannt habe.
    Dass der Autor sich hierbei einiger Bezeichnungen und Ausdrücke bedient hat, die im täglichen Sprachgebrauch nicht unbedingt Anwendung finden, hat mich nur bedingt gestört, da sie in einer angenehmen, nicht übertriebenen Regelmäßigkeit zum Einsatz kommen. Auch wenn ich nicht jeden Begriff einordnen konnte, so habe ich mich schnell an diese Art des Erzählens gewöhnt, weil es für mich Sinn macht, dass ein soziophober Mensch instinktiv versucht, sich von seinen Mitmenschen abzugrenzen. Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass einem diese Art der Sprache als so eine Art Schutzschild dient und Sicherheit gibt.
    Dem groben Geschehen konnte ich, dank typischer Fixpunkte wie Geburt, Kindergarten, Schule etc., auch sehr gut folgen. Dass der Protagonist als Säugling schon die Intelligenz eines erwachsenen Menschen besitzt, hat mich einige Male laut auflachen lassen. Die Vorstellung alleine...

    "Es ist sehr einfach über Menschen zu schreiben, die mich nerven und die Geschichten mit einigen Überspitzungen bzw. Übertreibungen auszustatten, aber reicht das?" [S. 73]


    Ab der zweiten Hälfte des Buches hatte ich das Gefühl ein völlig anderes Buch in der Hand zu halten, denn hier wurden scheinbar wahllos Situationen aneinandergereiht, deren einziger Zweck es zu sein scheint, sich an Skurrilität zu übertreffen.
    Die gehobene Sprache trifft auf sprachliche Misstöne, vieles wird wiederholt bzw. es wird wenig Neues erzählt und zusätzlich muss man als Leser auch noch versuchen, aus rätselhaften Andeutungen und merkwürdigen Begrifflichkeiten schlau zu werden. Auch von der feinen Emotionalität, die während der ersten Hälfte des Buches ab und an zwischen den Zeilen mitschwang, war nichts mehr zu spüren und die interessante Thematik ging völlig unter. Vieles war so überspitzt dargestellt, dass die in meinen Augen nötige Ernsthaftigkeit verloren ging. Es mag sein, dass hinter vielem, von dem hier erzählt wird, eine Menge Frust steckt, den der Autor auf seine Art zu verarbeiten versucht, allerdings konnte ich die Gründe dahinter nicht erkennen. Menschen können anstrengend sein schon klar, aber was macht den Unterschied zwischen einem soziophoben Menschen und einem nicht soziophoben Menschen aus? Sind soziophobe Menschen genervter als nicht soziophobe. Ich glaube eher nicht.. Und ist dieses "Genervtsein" nicht auch blos ein weiteres Mittel um sich von seinen Mitmenschen zu distanzieren? Wer weiß, vielleicht habe ich das Buch auch einfach nicht verstanden.
    Sehr schade jedenfalls, dass die Erzählweise der ersten Hälfte nicht beibehalten und alles dermaßen in „Schall und Rauch“ gehüllt wurde, denn so wirft das Buch mehr Fragen auf als Antworten zu liefern. Da das Buch autobiografische Züge hat, weiß der Autor zwar wie was passiert ist - aber ich als Leser möchte das auch ganz gerne.
    Kennen tue ich das allerdings nur zu gut. Bei Gedichten zum Beispiel, die ich nur für mich selbst schreibe, wissen außer mir auch nur die Leute, die dabei gewesen sind, was ich sagen will und kennen somit die tiefe der Bedeutung hinter dem was ich schreibe.  Als ich einige meiner Gedichte mal „der breiten Masse“ vorgelegt habe, haben mich die Fragezeichen in den Gesichtern der Leute fast angesprungen. Genauso ist es mir mit diesem Buch ergangen, nur dass diesmal ich diejenige war, der die Fragezeichen aus dem Gesicht gesprungen sind. Aber wer weiß, vielleicht liest der ein oder andere ja gerade meine Rezension und fragt sich was zum Teufel diese Frau da eigentlich meint...

    Bewertung:


    2/5 Sternen

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    Vanessa-v8s avatar
    Vanessa-v8vor 2 Jahren
    Witziges Buch mit ernstem Thema

    Er ist anders. Das bemerkt die Hauptperson bereits im Kindesalter. Er denkt nicht so wie die normalen Leute, und steckt dafür oft Prügel ein. Er sieht sich selbst als von der Krankheit "geheilter" an und alle anderen sind krank. Denn sie streben nach der Aufmerksamkeit und Anerkennung anderer und können ohne die Gemeinschaft nicht leben. So aber nicht er, er meidet bewusst große Menschenmengen und verachtet die "Sozialsüchtigen"(die, die von deren abhängig sind). Denn er liedet an Soziophobie und hat schwer mit der Krankheit zu kämpfen, auch wenn er es selber nicht zu gibt.

    Das Buch ist in der Ich-Form der Hauptperson geschrieben. Erzählt wird wie in einer Art Tagebuch, es fängt an bei der Geburt und man erlebt die verschiedenen Altersstufen. Dabei werden alle mögliche skurille Situationen geschildert und durch die " etwas andere" Sichtweise erlebt man Alltagssituationen plötzlich ganz neu und kann selber darüber lachen.

    Die Hauptperson bekommt in diesem Buch kein Geschlecht von dem Autor vorgeben, das heißt jeder muss für sich selbst entscheiden, ob die Person nun männlich oder weiblich ist. Zwar ist man am Anfang etwas irritiert, aber nachher bessert sich das. Für mich war die Person eindeutig männlich, für andere jedoch eindeutig weiblich.

    Der Schreibstil des Autor gefiel mir nicht so ganz. Kurze Seiten bzw. Sätze waren kein Problem, aber liest man mehrere Kapitel hinter einander, verliert man die Konzentration. Dann ergibt der Text für mich kein Sinn mehr, und ich muss die Sätze Wort für Wort wieder holen um den Inhalt zu verstehen. Das liegt, denke ich Mal, aber auch an dem schwierigen Thema.

    Das Cover passt sehr gut zu dem Buch, denn die Hauptperson ist sprichwörtlich das schwarze Schaf, und unterscheidet sich in fast allem zu seinen Mitmenschen. Auch der Buchtitel ist sehr gut gewählt, denn die Hauptperson lebt in der stetigen Überzeugung, dass nur er normal ist und alle anderen "krank".

    Die Geschichte im allgemeinen, finde ich sehr interessant, da man auch noch vieles über das Thema Soziophobie lernen konnte. Durch die skurrilen Situationen war das Buch locker und witzig. Jedoch gefiel mir der Schriftstil und die Ungeschlechtheit der Hauptperson nicht so gut.
    Von mir gibt es 3 von 5 für verdiente Sterne.

    Ich bedanke mich hierbei noch einmal recht herzlich bei dem Autor, dass er das Rezensionsexemplar in der Leserunde zu Verfügung gestellt hat! :)

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    ManuelWagns avatar
    Herzlich willkommen zu meiner Leserunde! Wir haben 2017 und ich lade 17 Menschen ein, mein Buch "Nur ich bin normal" kostenlos zu lesen und miteinander darüber zu diskutieren. 

    Worum geht es: Es geht in der Geschichte um einen selbstbewussten Außenseiter, der sich nicht anpassen möchte, sondern die anderen verändern will. Die Hauptfigur ist soziophob und empfindet Soziophobie als einen gesunden Zustand, während die eigentlich sozial gesunden krankhaft süchtig nach sozialen Beziehungen sein sollen. Die soziophobe Hauptfigur erzählt in erlebter Zeit aus der Ich-Perspektive, was ihr passiert und wie sie denkt. Die Erzählung erfolgt in Form von etwa 50 Episoden, die fast alle chronologisch geordnet sind. Die Geschichten setzen ein Bild vom Aufwachsen und Erwachsenwerden der Hauptfigur zusammen. Wenn die Hauptfigur agiert, stellt sie sich im Umgang mit anderen Menschen sehr ungeschickt an, weil sie deren Verhalten schlecht einschätzen kann. Daraus ergeben sich zum Einen zahlreiche belustigend skurrile Anekdoten, die der Autor (zumindest teilweise) so oder so ähnlich selbst erlebt hat und zum Anderen entstehen jede Menge Konflikte mit dem Umfeld. Viele Erlebnisse und Denkweisen sind nur typisch für das Erwachsenwerden, andere sind der besonderen Psyche der Hauptfigur geschuldet. In der Kindheit und der frühen Jugend geht es meistens um den Umgang mit nicht soziophoben Menschen und um Mobbing durch Gleichaltrige. In der späteren Jugend tritt eine sich entwickelnde Liebesbeziehung zu einem sozial sehr angepassten Antagonisten der Hauptfigur in den Vordergrund der Handlung.


    Noch ein paar Worte vorab: Jede*r liest das Buch auf seine/ihre Weise und das soll auch so sein. Intendiert ist, das Buch in der Reihenfolge der Kapitel zu lesen, so ist es wahrscheinlich am stimmigsten. 
    Wer möchte kann natürlich jedes Wort des Erzähler-Ichs ernst nehmen, darf sich dann aber nicht wundern, wenn sie/er wütend wird. Das Ich denkt natürlich immer, dass es recht hat. Nehmt die Ansichten und Erlebnisse des verhaltensoriginellen Wesens am besten mit Humor als eine Art Satire über unser zuweilen seltsames soziales Miteinander (auch wenn es sicherlich nicht immer leicht fällt).

    Zur Leseprobe: https://www.amazon.de/dp/154038800X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1483889355&sr=8-1&keywords=nur+ich+bin+normal

    Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen.

    Zur Leserunde
    ManuelWagns avatar
    1-2-5-Interview: 1 Thema, 2 Bilder, 5 Fragen. In diesem interessanten Format hat mich Kerstin Scheuer für ihren Blog rund ums Lesen interviewt. Mir gefällt's natürlich. Wer sehen will, wo und wie ich schreibe, der bekommt hier einen schönen Einblick nicht nur in meine Arbeitsweise. Ein Blick auf ihre Rezensionen und ihren anderen Beiträgen und Interviews lohnt sich ebenfalls.
    http://kerstin-scheuer.de/?p=6674
    Zum Thema

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