Beweg dich! Und dein Gehirn sagt Danke

von Manuela Macedonia 
4,8 Sterne bei12 Bewertungen
Beweg dich! Und dein Gehirn sagt Danke
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verständlich und locker geschrieben, dabei aber fachlich fundiert - überzeugend!

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Hinweise auf die eigene innere Stimme

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Inhaltsangabe zu "Beweg dich! Und dein Gehirn sagt Danke"

Warum sind sportliche Kinder besser in der Schule? Weshalb haben sportliche Menschen das bessere Gedächtnis? Unser Gehirn ist unser wichtigstes Organ: Denken, Fühlen, Erinnern und Lernen werden hier zentral gesteuert. Trotzdem widmen wir unserem Gehirn deutlich weniger Aufmerksamkeit als unserem Körper. Dabei ist wissenschaftlich erwiesen: Wie wir die Leistung unseres Gehirns verbessern und erhalten können, ist entscheidend für ein gesundes und langes Leben.
Welche positiven, Auswirkungen regelmäßige Bewegung auf unser Gehirn hat – dabei muss es noch nicht einmal Hochleistungssport sein – erzählt die Neurowissenschafterin Dr. Manuela Macedonia leichtfüßig, verständlich und mit einer Prise Humor. Sie erklärt, wie wir Stresssymptomen, Übergewicht, Depression und Demenzerkrankungen vorbeugen können und schildert, welchen Einfluss unsere Ernährung auf unsere Denkleistung hat.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783710602603
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:184 Seiten
Verlag:Brandstätter Verlag
Erscheinungsdatum:03.09.2018

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Rezensionen und Bewertungen

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    annlus avatar
    annluvor 10 Tagen
    Kurzmeinung: verständlich und locker geschrieben, dabei aber fachlich fundiert - überzeugend!
    Bewegung fürs Gehirn

    *Ich laufe nicht für meine Figur, ich laufe für mein Gehirn!*


    Bewegung tut dem Körper gut. Diese Aussage ist allgemein bekannt. Hier wird aber aufgezeigt, dass auch unser wichtigstes Organ – das Gehirn – von Bewegung profitiert. Die Neurowissenschaftlerin Manuela Macedonia erklärt die Grundlagen des Gehirnaufbaus, die positiven Auswirkungen von Bewegung auf die unterschiedlichsten Gehirnstrukturen und -komponenten. Die Aussage ist eindeutig: Runter von der Couch und dem Gehirn was Gutes tun!



    Nach einem persönlichen Vorwort leitet die Autorin jedes Kapitel mit einem Bezug zu sich selbst ein. Auch während der Erklärungen lockert sie diese durch kurze Anekdoten aus ihrem Leben auf. Die Kapitel bauen aufeinander auf, geben zuerst einen Einblick in den Aufbau des Gehirns um dann auf das eigentliche Thema einzugehen. Dieses wird aus unterschiedlichen Blickpunkten belichtet. Einerseits erhält der Leser die Informationen, was sich durch Bewegung im Gehirn verändert, wie das Essen und die Körperfitness damit zusammenhängt aber immer wieder auch, wie sich Bewegung in der Kindheit/Teenagerzeit aber auch im Alter auf das Gehirn und unser Denken auswirken kann.


    Die generelle Aussage, dass Bewegung – und im besonderen Gehen/Laufen/Radfahren im Freien – sich positiv auf die Gehirnleistung auswirken kann, wird öfters wiederholt. Dennoch empfand ich diese Wiederholungen nicht als langweilig, da sie jeweils mit neuen Argumenten belegt wurden. Diese basieren auf wissenschaftliche Erkenntnisse. So sind es zwar die persönlichen Erfahrungen der Autorin, die immer wieder zur Sprache kommen und die Informationen auflockern, die getroffenen Aussagen werden aber immer mit wissenschaftlichen Publikationen belegt (die im Quellenverzeichnis auch aufgelistet sind).


    Ansprechen möchte ich auch die Gestaltung des Buches. Sehr ansprechend fand ich die Übersichtlichkeit, die dadurch geschaffen wurde, dass die einzelnen Kapitel durch gelbe Seiten voneinander trennen aber auch, dass die jeweiligen Kapitelnamen auf jeder Doppelseite wieder aufgenommen werden. So fällt es nicht schwer, auch beim Durchblättern das Gesuchte schnell zu finden. Zusätzlich zieren viele Seiten Abbildungen, die entweder das Geschriebene verdeutlichen wollen (so sind viele beschriftete Bilder vom Gehirn vorhanden) oder die Aussagen untermalen durch mitunter auch humorvolle Abbildungen untermalen wollen. Hinzu kommen die unterstrichenen Unterüberschriften und die Tatsache, dass wichtige Wörter mit gelb unterlegt wurden, sodass sie wie mit Leuchtstift markiert wirken. Zusammen mit der übersichtlichen Schriftgröße hat das Buch gleich schon auf den ersten Blick zum Schmökern eingeladen.



    Fazit: Die Aussage des Buches wurde für mich sehr gut untermauert. Auch komplexere Vorgänge konnten über Beispiele und Vergleiche verdeutlicht werden, sodass ich den Inhalt leicht verstanden habe, obwohl dabei nicht auf Fachwörter verzichtet wurde. Die Gestaltung hat mir das Lesen erleichtert. Mein Eindruck zum Buch ist dadurch durchwegs sehr positiv.

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    brenda_wolfs avatar
    brenda_wolfvor 10 Tagen
    Beweg dich …. JETZT!!!

    Inhalt:

    Warum sind sportliche Kinder besser in der Schule? Weshalb haben sportliche Menschen das bessere Gedächtnis? Unser Gehirn ist unser wichtigstes Organ: Denken, Fühlen, Erinnern und Lernen werden hier zentral gesteuert. Trotzdem widmen wir unserem Gehirn deutlich weniger Aufmerksamkeit als unserem Körper. Dabei ist wissenschaftlich erwiesen: Wie wir die Leistung unseres Gehirns verbessern und erhalten können, ist entscheidend für ein gesundes und langes Leben.
    Welche positiven, Auswirkungen regelmäßige Bewegung auf unser Gehirn hat – dabei muss es noch nicht einmal Hochleistungssport sein – erzählt die Neurowissenschafterin Dr. Manuela Macedonia leichtfüßig, verständlich und mit einer Prise Humor. Sie erklärt, wie wir Stresssymptomen, Übergewicht, Depression und Demenzerkrankungen vorbeugen können und schildert, welchen Einfluss unsere Ernährung auf unsere Denkleistung hat.

     

    Meine Meinung:

    Irgendwie schon logisch. Körper und Geist sind eine Einheit. Und wenn der Körper sich bewegt, wird auch das Gehirn gut versorgt und die Synapsen funktionieren. Wie wichtig regelmäßige Bewegung gerade im Alter ist, um einer Altersdemenz vorzubeugen, hat auch schon jeder zumindest einmal gehört. Aber es hier noch mal vertieft zu lesen fand ich spannend und die Zusammenhänge erklärt zu bekommen. Das sich Stresssymptome durch Laufen an der frischen Luft auflösen, habe ich am eigenen Leib erfahren, und dass man einer Depression davonlaufen kann. Dass Kinder die an ADHS leiden, ihren Bewegungsdrang ausleben sollten, statt gleich mit bewusstseinsverändernden Medikamenten, etwa Ritalin, vollgestopft zu werden, erscheint mir nachvollziehbar. Da läuft ganz entschieden was falsch. Aber, dass auch unsere Ernährung einen Einfluss auf unsere Denkleistung hat, war mir neu. Eine gesunde Ernährung beugt nicht nur Krankheiten vor, sondern hat auch eine positive Wirkung auf das Gehirn. Nicht umsonst wird oft der Begriff „Brainfood“ verwendet. Eine Verschlechterung der Gehirnleistung kann auch durch zu wenig Trinken ausgelöst werden, dann schrumpfen die Dendriten im Gehirn, welche Informationen aufnehmen.

    Die Neuowissenschaftlerin Frau Dr. Manuela Macedonia, erklärt die Zusammenhänge sehr schön und detailliert die Zusammenhänge und auch für den Laien gut verständlich.

    Fazit: Übernimm Verantwortung für dein Leben: Beweg dich.

     

     

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    irismarias avatar
    irismariavor 14 Tagen
    ich laufe nicht für meine Figur, sondern für mein Gehirn

    Die Autorin von "Beweg dich und dein Gehirn sagt danke" ist die Neurowissenschaftlerin Dr. Manuela Macedonia. Sie arbeitet am Max-Planck-Institut für kognitive Neurowissenschaften in Leipzig und hat sich zum Ziel gesetzt, die Erkenntnisse der Neurowissenschaften auch für ein Laienpublikum verständlich zu erklären. In ihrem Buch erklärt sie auf verständliche und wissenschaftlich fundierte Weise den Zusammenhang zwischen Bewegung und verschiedener Gehirnleistungen wie Merkfähigkeit und Demenz. Neben humorvoll erzählten Geschichten aus ihrem eigenen Leben und von ihrer italienischen Oma stellt sie verschiedene Studien vor, die alle belegen, wie wichtig Bewegung für das Gehirn ist und wie schon eine kurze Steigerung der Bewegung im Tagesablauf sich positiv auswirken kann. Interessant fand ich, dass in vielen Studien herauskam, dass es vor allen Dingen das Laufen ist, das das Gehirn positiv beeinflusst, nicht aber andere Arten der Bewegung. Grafiken, farbige Hervorhebungen und kurze Zusammenfassungen machen das Gelesene besser verständlich und erläutern die wissenschaftlichen Hintergründe.
    Mein Fazit: dieses Buch ist allen zu empfehlen, die noch eine Motivation brauchen durch zu mehr Bewegung aufzuraffen um Stress Symptomen Übergewicht Depression und Demenz vorzubeugen.

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    Bellis-Perenniss avatar
    Bellis-Perennisvor 24 Tagen
    Kurzmeinung: Ein interessantes und komplexes Thema eindringlich und anschaulich dargestellt
    Unser Gehirn ist unser Potenzial - gehen wir sorgsam mit ihm um

    Die Neurowissenschafterin Dr. Manuela Macedonia erklärt in 7 Kapiteln die komplexen Vorgänge im „bewegten“ Gehirn. Die Erklärungen sind auch für Laien gut verständlich.

    Nach einer Einleitung über die grundsätzliche Funktionsweise der verschiedenen Gehirnregionen steigen wir in die einzelnen Abschnitte ein:

     

    ·       Unser Gehirn, unser Potenzial

    ·       Ich laufe nicht für meine Figur, ich laufe für mein Gehirn

    ·       Freizeit und Bewegung

    ·       Die Kontrollzentrale im Vorderhirn

    ·       Essen und Gehirn (und Bewegung)

    ·       Warum überdrehte Teenager und traurige Erwachsene Sport betreiben sollten

    ·       Bewegung im Alter: Balsam für unser Gehirn

     

    In jedem der 7 Kapitel legt die Autorin dar, wie sehr Bewegung unserem Gehirn guttut. Beispiele aus ihrer persönlichen Erfahrung regen zur Nachahmung an.

    Anhand von wissenschaftlichen Studien erklärt sie uns, wie unser Gehirn von äußeren Faktoren wie Essen und/oder Bewegung beeinflusst wird. Manches wird im Tierversuch untersucht und dann auf Menschen umgelegt. 

    Eine, wie mir scheint, sehr wichtige Idee ist, bevor man Kinder, die am ADHS leiden, mit der chemischen Keule (Ritalin) niederstreckt, sollte der Bewegungsdrang der Kids in geordnete Bahnen gelenkt werden. (S. 125)  

    „Zahlreiche Studien belegen die Wichtigkeit der Bewegung für die kognitive und emotionale Entwicklung junger Menschen.“ (S. 121
     

    Meine Meinung:

     

    Das Buch sticht durch eine hochwertige Ausführung – gebunden mit Lesebändchen und sorgfältiger Recherche – wohltuend aus dem Wust von (pseudo)wissenschaftlichen Werken zum Thema Hirnforschung heraus. 

    Sperrige Begriffe wie Gitterzellen, Oligodendrozyten, Mikroglia oder auch die Neurogenese werden erklärt und durch mehrfärbige Skizzen anschaulich dargestellt. 

    Der Schreibstil ist sehr ansprechend. Die anspruchsvolle Thematik wird in aufgelockerter Schreibweise den Lesern nähergebracht. 

    Ungewöhnlich, aber hilfreich ist, dass Schlüsselwörter gelb hinterlegt sind, so als hätte man mit dem Textmarker selbst Anmerkungen angebracht. Tolle Idee! Ein ausführliches Quellenverzeichnis ergänzt das Buch. 

    Dass Menschen, die bis ins hohe Alter in Bewegung bleiben, weniger häufig an Demenz erkranken, sollte doch ein Ansporn sein, den inneren Schweinehund ein Schnippchen zu schlagen, und sich mehr zu bewegen.  

    Fazit: 

    Ein sehr empfehlenswertes Sachbuch, das uns zu mehr Bewegung verhelfen kann. Gerne gebe ich 5 Sterne


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    Mrs. Dalloways avatar
    Mrs. Dallowayvor 25 Tagen
    fit bleiben

    Dieses Buch hat mir sowohl vom Inhalt als auch von der Aufmachung her sehr gut gefallen. Es hat ein hochwertiges Hardcover und ein praktisches Lesebändchen (yeah!). Es wird viel mit Gelb gearbeitet - die Farbe zieht sich wie ein gelber Faden durch das Buch. Das ist etwas ungewöhnlich, wie ich finde, aber eben auch ein Alleinstellungsmerkmal und von daher nicht schlecht.


    Die Kapitel sind nicht zu lang, wodurch sie sich gut lesen lassen. Es gibt viele kleine Zeichnungen, die das Gelesene veranschaulichen. Das ist meiner Meinung nach sehr gut gelungen. Auch der Rest gefällt mir. Der Schreibstil ist ab und zu locker, aber dennoch recht wissenschaftlich. Ich habe auf jeden Fall vieles gelernt und konnte auch einiges an altem Wissen auffrischen. Die Autorin erzählt gerne man aus ihrem Privatleben, was ich sehr zu schätzen weiß. Es ist alles in allem ein sehr angenehmes Buch, das sich toll lesen lässt und natürlich auch ein sehr wichtiges Thema behandelt. Daumen hoch!

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    BarbaraMvor einem Monat
    Motivierend, anregend, informativ

    „Beweg dich! Und dein Gehirn sagt Danke“ von Dr. Manuela Macedonia ist 2018 im Brandstätter-Verlag erschienen und umfasst 182 Seiten. Zahlreiche Abbildungen unterstützen den Inhalt.

    Die Neurowissenschafterin Dr. Manuela Macedonia beginnt ihr Buch, indem sie ganz persönlich davon berichtet, welche Erfahrungen sie aufgrund mangelnder Bewegung mit einer damit einhergehenden Gedächtnis- und Konzentrationsproblematik gemacht hat. Im Anschluss gibt sie einen verständlich geschriebenen theoretisch und wissenschaftlich fundierten Überblick über die Arbeits- und Funktionsweise unseres Gehirns. Dieser theoretische Teil wird auch durch die vielen Abbildungen sehr anschaulich erklärt und so bekommt auch der Laie einen sehr guten Einblick in dieses zunächst kompliziert wirkende Gebiet und in den aktuellen Stand der Gehrinforschung.
    Der Hauptteil des Buches befasst sich dann mit dem, was wir selbst Gutes für unser Gehirn tun können: Bewegung. Diese wirkt beispielsweise auch Depressionen, Demenz und ADHS entgegen.

    Fazit: Mir hat dieses Buch richtig gut gefallen. Ich habe es gerne gelesen und bin jetzt sehr gut informiert. Besonders toll finde ich, dass Dr. Macedonia es schafft, mit ihrem witzigen und verständlichen Schreibstil und auch ganz persönlichen Anekdoten zu motivieren, sich mehr zu bewegen. Das Buch hat mir auch wieder bewusst gemacht, wie wichtig Bewegung für das Lernen ein Leben lang ist.
    Ich spreche eine absolute Leseempfehlung aus.

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    BookHookvor einem Monat
    Kurzmeinung: Komplexe Vorgänge einfach und nachvollziehbar erklärt – ein sehr empfehlenswertes Sachbuch, das zum Nach- und Umdenken anregt
    Faszinierende Erkenntnisse rund um unser Gehirn - verständlich und unterhaltsam erklärt

    „Man bezeichnet das System Gehirn als `plastisch´: Es kann sich nach den Anforderungen verändern, die ihm der Mensch stellt.“ (S. 60)

    Meine Meinung:
    Die Neurowissenschaften allgemein und die Funktionsweisen des menschlichen Gehirns im Speziellen sind nun wirklich keine leichte Kost, aber Dr. Manuela Macedonia erklärt in ihrem Sachbuch „Beweg Dich!“ auch die komplexesten Vorgänge für Laien nachvollziehbar und bildhaft. Egal, ob von Gitterzellen, Oligodendrozyten, Mikroglia oder auch der Neurogenese die Rede ist, lassen Sie sich davon nicht abschrecken – es lohnt sich!

    Zunächst steigt die Autorin nach einer kurzen Einleitung mit der grundlegenden Funktionsweise des Gehirns ein und schafft damit die Basis für die nachfolgenden Kapitel. Dies zu lesen ist wirklich höchst interessant und schnell wird einem klar, wie komplex, filigran und hochfunktionell dieses Organ ist. Auf rund 170 Seiten gewährt uns Dr. Manuela Macedonia nicht nur tiefe Einblicke in das Gehirn, sondern gibt auch einen sehr breiten Überblick über den aktuellen Stand der internationalen Forschung hierzu. Über die einzelnen Inhalte kann und möchte ich hier gar keine dezidierte Zusammenfassung geben, vielmehr möchte ich Ihnen ein paar sehr interessante Aussagen aus dem Buch präsentieren, die – für mein Empfinden – allesamt gut recherchiert und anschaulich argumentiert sind:

    • „Bewegung führt zur Ausschüttung einer Star-Substanz, des Nervenwachstumsfaktors.“ (S. 122)
    • Studien belegen, dass junge Erwachsene mit Adipositas (BMI > 30) einen Verlust von Neuronen im Hippocampus und im Kleinhirn erleiden, was sich sowohl auf das Gedächtnis als auch auf die Bewegungssteuerung negativ auswirkt (S. 113)
    • „Zahlreiche Studien belegen die Wichtigkeit der Bewegung für die kognitive und emotionale Entwicklung junger Menschen.“ (S. 121) – darüber hinaus belegt die Literatur, dass Sport die Impulskontrolle bei Jugendlichen positiv beeinflussen kann (S. 125 / Stichwort: ADHS)
    • Einer Publikation aus 2015 zufolge soll „Übergewicht im mittleren Alter (zwischen 40 und 50) den geistigen Verfall im späteren Leben“ beschleunigen (S. 166 / Stichwort: Alzheimer, vaskuläre Demenz)
    • Eine Studie belegt, dass Rhesus-Affen, die lebenslang mit um 30% kalorienreduzierter Kost gefüttert wurden, länger lebten und mindestens um die Hälfte weniger an diversen Krebs-Arten und Herz-Kreislauf-Erkrankungen litten (S. 168)

    Wie man schon an diesen beispielhaft ausgewählten Aussagen schnell sieht, ist die regelmäßige Bewegung von zentraler und nachhaltiger Bedeutung für unsere Gesundheit! Dank Dr. Manuela Macedonia versteht man nun auch als Laie, warum das so ist. Die vielen einfach dargestellten Illustrationen und die bereits gehighlighteten Schlüsselbegriffe erleichtern dabei das Verständnis enorm und helfen gleichzeitig, bestimmte Stellen schnell wieder aufzufinden. Hinzu kommt noch ein sehr umfangreiches Quellenverzeichnis im Anhang, wie man es von wissenschaftlichen Arbeiten gewohnt ist.

    FAZIT:
    Komplexe Vorgänge einfach und nachvollziehbar erklärt – ein sehr empfehlenswertes Sachbuch, das zum Nach- und Umdenken anregt

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    ElkeMZs avatar
    ElkeMZvor einem Monat
    Kurzmeinung: Interessante Erkenntnisse aus der Hirnforschung, in einem schön gestalteten Sachbuch für den Laien, flott und unterhaltsam zu lesen.
    Bewegung lohnt sich...

    Wir wissen alle, dass wir uns mehr bewegen sollten. Aber die meisten denken dabei sicherlich weniger an ihren Kopf als an ihren Bauch und die Figur. Dr. Macedonia, ihres Zeichens "Gedächtnisforscherin", u.a. am Max-Plank-Institut in Leipzig (und nach eigener leidvoller Erfahrung mit zu langem Aufenthalt in stickigen Räumen heute überzeugte Läuferin) vermittelt uns, dass aerobe Bewegung für beides wichtig ist, und stellt klar: Laufen sollte man in erster Linie für's Gehirn! Das Buch schildert mittels neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse die Zusammenhänge zwischen Bewegung, Ernährung und Stress und deren Einfluss auf unser wichtigstes Organ,und das von der Wiege bis zur Bahre. Und hält zwar keine Pille, aber ein einfaches Mittel ohne Nebenwirkungen bereit, mit dem wir unser Hirn wirklich pflegen sollten. Zunächst zur Optik des Buches, denn die ist erwähnenswert: ein konsequentes weiß-schwarz-gelbes Farbschema, mit Lesebändchen, schönem Schrifttyp und hochwertiger Erscheinung, innen gelbe Hervorhebungen, Skizzen und schön gestaltete Trennblätter - ein durchgestylter Leckerbissen, könnte man sagen. Und angenehmerweise kommt auch der Inhalt erstaunlich locker-leicht daher. Die Autorin kann interessant erzählen, ob von ihren eigenen Erfahrungen oder von Studienergebnissen, immer mit einer Prise Humor und so, dass man ihre Begeisterung für die Materie spürt. Das macht einfach Spaß. Sie schreibt aus der Ich-Perspektive und weder belehrend noch abgehoben, die komplexen Zusammenhänge vermag sie sehr anschaulich und ohne zu langweilen zu vermitteln. Allerdings ist das Buch kein "Coaching-Ratgeber", sie ist ja auch keine Sportlehrerin. Und wenn sie vom Laufen spricht, meint sie damit auch andere aerobe Sportarten wie Walken oder Radfahren, und begründet auch, warum diese besonders geeignet sind unsere grauen Zellen auf Trab zu halten. Das Buch hat damit den klaren Schwerpunkt, uns die Wichtigkeit von Bewegung an frischer Luft (oder z.B. Schulsport) klar zu machen, es ist eher ein Appell als eine Anleitung. Und das macht die Autorin gut. Sie überzeugt von dem Rezept, dass sie uns quasi ausstellt, umsetzen müssen wir es allerdings selbst. Dafür gibt es von mir auch einen Stern Abzug, denn ich hatte mir einen etwas konkreteren Praxisteil erhofft. Umgekehrt hätte es für mich als Laien nicht ganz so vieler "Mäuse-Experimente" gebraucht, um mich zu überzeugen, zumal die nicht immer zwingend auf den Menschen übertragbar sein sollen. Auch den genannten Korrelationen gegenüber habe ich beim Lesen einzelner Stellen eine gewisse Skepsis verspürt. Das heißt aber nicht, dass es keine interessante Lektüre war, im Gegenteil. Z.B. erklärt sie nahezu genial, warum Diäten mit "vernünftigem Essen" scheitern müssen oder was genau die Abbauprozesse beim älteren Menschen in seinem Verhalten verändern, jeweils unterlegt mit anschaulichen praktischen Beispielen. Oder die Zusammenhänge von Depression, Bewegung und Gehirn, die mir umfassend geschildert und verständlich erscheinen. So gut hatte ich vorher nicht verstanden, woran genau es im Gehirn von Depressiven mangelt und warum sie joggen gehen sollten. Dr. Macedonia verlangt auch keinen Leistungssport, sondern individuelle Handhabung. Besonders wichtig sind ihr Kinder, denn bei ihnen wirkt sich der Teufelskreis von Übergewicht und Bewegungsmangel besonders gravierend und lebenslang aus, der Ausfall ausgerechnet von Schulsportstunden kann eigentlich nur stattfinden, weil man die Rolle von Bewegung für die Lernleistung immer noch nicht verstanden hat, und auch für ADHS-Betroffene ist der Zusammenhang wichtig. Insofern ist das Buch sicher auch eine gute Lektüre für Eltern und alle, die mit Kindern arbeiten. In jedem Fall macht es den Leser nachdenklich und kann dazu beitragen, öfter mal den Spaziergang als die Couch zu wählen. Oder Essen dank Sport wieder zu genießen. Fazit: Ein locker zu lesendes, geschmackvoll gestaltetes Buch, für das ich gerne eine Leseempfehlung ausspreche. Wer sich nur ein bisschen für die Materie "Gehirn" interessiert, wird sicher nicht enttäuscht, und aufgrund der Optik ist es auch ein schönes Geschenk-Buch. Gute 4 Sterne von mir.

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    ElisabethBulittas avatar
    ElisabethBulittavor einem Monat
    Kurzmeinung: Sehr anschaulich und unterhaltsam geschrieben. Und nebenbei kriegt man noch eine Fülle an Informationen. Sehr empfehlenswert.
    Und jetzt runter vom Sofa!

    Das 181-seitige Sachbuch „Beweg dich! Und dein Gehirn sagt danke. Wie wir schlauer werden, besser denken und uns vor Demenz schützen“ der Neurowissenschaftlerin Manuela Macedonia ist 2018 bei Brandstätter erschienen.

    Nach einer knappen Einleitung, in der Macedonia von ihre eigenen Erfahrungen mit Gedächtnis- sowie Konzentrationsproblemen berichtet und knapp auf deren Ursachen eingeht, widmet sie sich der Arbeits- und Funktionsweise des Gehirns. Ist dieser Teil eher theoretisch gehalten, erläutert sie im Anschluss daran, was wir praktisch tun können, um unser eigenes Gehirn bei seiner Arbeit zu unterschützen, zu aktivieren und funktionstüchtig zu halten. Am Ende des Buches gibt es ein Quellenverzeichnis, das das Geschriebene belegt.

    Wie der Titel schon erahnen lässt, geht es hier natürlich in erster Linie um das große Thema der (aeroben) Bewegung. Doch auch Schlafmangel, Stress, Ernährung und Alter beeinflussen unser Gehirn und seine Arbeit. Wie diese sich auf unterschiedlichen Altersstufen auswirken und sich mit Hilfe der Bewegung regulieren lassen, bildet das Herzstück dieses Werkes.

    Insbesondere die theoretischen Abhandlungen dieses Buches werden durch zahlreiche Abbildungen illustriert, was auch Laien und denjenigen, die sie das erste Mal mit diesem Thema beschäftigen, das Begreifen ermöglicht. Außerdem führt die Autorin zahlreiche Versuche ins Feld, die das Geschriebene untermauern; der Leser erhält so Einblick in die praktische Arbeit der Hirnforschung. Eigene, teils sehr persönliche Erfahrungsberichte geben darüber hinaus das Gefühl des sich Wiederfindens und -erkennens.

    Der Leser wird in diesem Buch immer wieder direkt angesprochen und dadurch zum Nach- und Mitdenken sowie zum Heranziehen eigener Erfahrungen animiert, sodass dieses Buch zugleich zu einem „persönlichen“ werden kann. Die Sprache ist gut verständlich, Fachbegriffe werden erklärt und etymologisch hergeleitet, was wiederum das Verstehen unterstützt.

    Die Ausstattung des Buches ist qualitativ und ästhetisch hochwertig. Die durchgehend harmonische Farbgestaltung mit Gelbtönen versprüht eine positive Grundstimmung, die einzelnen Kapitel sind klar voneinander abgegrenzt und wichtige Begriffe hervorgehoben. Dieses vereinfacht das Lesen und anschließende Nachschlagen, man wird das Buch entsprechend immer wieder gern in die Hand nehmen wollen.

    Auch wenn ich vieles, was ich in diesem Buch gelesen habe, schon vorher wusste und kannte, hat es mir doch neue Einsichten in die Notwendigkeit von Bewegung und Ernährung – gerade auch in Hinsicht auf die „Gehirnpflege“ - geboten. Menschen, die im pädagogischen Bereich arbeiten und ihren Eleven beim Lernen helfen möchten, bietet dieses Werk gute Argumentationsgrundlagen; Selbiges gilt für Eltern. Menschen, die sich mit dem Thema Demenz auseinandersetzen, kann dieses Buch ebenso eine große Hilfe sein. Ich habe es jedenfalls mit großem Interesse gelesen, werde meinen Nutzen daraus ziehen und kann die Lektüre allen nur wärmstens empfehlen.  

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    Ela1989s avatar
    Ela1989vor einem Monat
    Beweg dich!

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen. In kleinen Abschnitten erfährt man nach und nach immer mehr über unser Gehirn. Wie es arbeitet, was passiert, wenn man sich bewegt oder halt nicht bewegt. Obwohl man einen Einblick in die verworrenen Strukturen des Gehirns bekommt, ist das Buch dennoch auch für nicht Wissenschaftler gut zu lesen und zu verstehen. Man kriegt aufgezeigt, in welchem Zusammenhang Stimmungsschwankungen, Depressionen, Demenz, Ernährung, etc. mit der Bewegung stehen.
    Während des Lesens, bekommt man immer wieder ein schlechtes Gewissen, weil man gerade "nur" das Buch liest, anstatt sich zu bewegen, aber genau darauf zielt dieses Buch auch ab und hat somit seinen Zweck bestens erfüllt: Runter von der Couch, beweg dich - für dein Gehirn!

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    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    B
    Liebe LovelyBooks-Community!

    Am Montag, dem 3. September erscheint das neue Buch von Dr. Manuela Macedonia "Beweg dich! Und Dein Gehirn sagt Danke" bei uns im Brandstätter Verlag.
    Diese Gelegenheit wollen wir nutzen und verlosen zum Erscheinungstermin 20 Bücher.

    Die Autorin erklärt darin, welche positiven Auswirkungen regelmäßige Bewegung auf unser Gehirn hat - dabei muss es noch nicht einmal Hochleistungssport sein - erzählt die Neurowissenschafterin Dr. Manuela Macedonia leichtfüßig, verständlich und mit einer Prise Humor. Sie erklärt, wie wir Stresssymptomen, Übergewicht, Depression und Demenzerkrankungen vorbeugen können und schildert, welchen Einfluss unsere Ernährung auf unsere Denkleistung hat. Wichtiges Thema!

    Als Gewinnspielfrage haben wir uns überlegt: Was macht ihr um geistig zu bleiben?

    Wir freuen uns auf Eure Beiträge!

    Euer Brandstätter-Team!
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    Vorfreude! So freuen sich unsere Leser auf das Buch

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    ulrikerabevor 2 Monaten
    #vorfreude
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