Manuela Martini Die Handschuhmacherin

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Inhaltsangabe zu „Die Handschuhmacherin“ von Manuela Martini

Eleonore, Paula, Tess – Großmutter, Mutter und Enkelin verbindet ein dunkles Geheimnis aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges. Alles beginnt mit einem Fado-Text, der Tess so fasziniert, dass sie kurzentschlossen nach Lissabon fliegt und der unerfüllten Liebe ihres Großvaters zu einer Handschuhmacherin nachspürt. Der schwermütige Fado und das pulsierende Lissabon – zwei Teile eines Puzzles. Tess will nun alle Bruchstücke zusammensetzen. Wird es ihr gelingen, die wahre Geschichte ihrer Familie aufzudecken? Ihre Suche führt die junge Frau nicht nur bis ans Ende der Welt nach Patagonien, sondern auch zu sich selbst. Ein faszinierender Roman auf unterschiedlichen Zeitebenen und mit wechselnden Perspektiven, die die Autorin meisterhaft verwebt.

Lissabon und Fragen an die Vergangenheit

— Wildpony
Wildpony

Meine Erwartungen wurden leider nicht erfüllt...

— nicigirl85
nicigirl85

Hatte mehr erwartet

— Jashrin
Jashrin

Die Story hinter dem tollen Cover konnte mich leider nicht überzeugen. Am Ende bleiben mir zu viele Fragen offen.

— bearelic
bearelic

Leider hat mich dieser Roman enttäuscht zurückgelassen....zu konstruiert und einiges blieb ungeklärt. Schade!

— tinstamp
tinstamp

Eine stellenweise sehr konstruiert wirkende Geschichte und eine für mich unsympathische Protagonistin - es wäre viel mehr möglich gewesen.

— Mika2003
Mika2003

"Mit einem Fado zurück in die Vergangenheit": Die Handlung hätte mehr Potential gehabt. War aber keine klassische Familiengeschichte.

— Miamou
Miamou

3,5 Sterne für eine traurig melancholische Geschichte, die einen leider auch mit einem Fragezeichen zurücklässt

— hannelore259
hannelore259

Das hätte ein große Geschichte sein können. Leider hängt zu viel in der Luft.

— miro76
miro76

Ein gutes Thema aber für mich viel zu verwirrend, zu konstruiert und unzusammenhängend. Hier hätte einiges noch geklärt und zusammengeführt

— Gelinde
Gelinde

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  • Leserunde zu "Die Handschuhmacherin" von Manuela Martini

    Die Handschuhmacherin
    Herbig_Verlag

    Herbig_Verlag

    Liebe Leser*innen! Am 17. August erscheint der neue Roman von Bestsellerautorin Manuela Martini: „Die Handschuhmacherin“. Und dazu starten wir wieder eine unserer Leserunden. Wir verlosen 20 Print-Exemplare dieses packenden Romans, der von Chicago über Lissabon bis hin nach Patagonien führt, einer Frau folgend, die auf der Suche nach einem Familiengeheimnis und sich selbst ist.   Zum Inhalts des Buches: Alles beginnt mit einem Fado-Text, der viele Fragen offen lässt und der Tess so fasziniert, dass sie kurzentschlossen nach Lissabon fliegt auf der Suche nach der rätselhaften Vergangenheit ihrer Familie. Eleonore, Paula, Tess – Großmutter, Mutter und Enkelin verbindet ein dunkles Familiengeheimnis aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges. Eleonore, die Älteste, die in die schicksalshaften Ereignisse von damals verstrickt ist, leidet an Alzheimer und hat sich in ihre eigene Welt zurückgezogen. Paula, ihre Tochter, erleidet einen tragischen Unfalltod, bevor sie die wahren Hintergründe herausfinden kann und Tess, die Enkelin, die versucht die Bruchstücke der Familiengeschichte zusammen zu setzen. Wird es Tess gelingen, die wirkliche Geschichte ihrer Familie aufzuspüren? Ein schwermütige Fado-Sänger und das pulsierende Lissabon sind zwei Teile des Puzzles. Zusätzlich taucht ein Tagebuch aus jener Zeit auf, das die Geschichte einer großen Liebe erzählt, eine Liebe, die nicht nur das Leben zweier Menschen für immer verändert hat. In Die Handschuhmacherin spannt Manuela Martini einen weiten zeitlichen Bogen von den 1940er Jahren bis in die Jetztzeit und nimmt den Leser mit auf eine Reise von Chicago über Lissabon nach Patagonien. „Die Handschuhmacherin“ ist ein spannender Roman über die Liebe und die Suche nach den eigenen Wurzeln.       Die Autorin Manuela Martini, geboren 1963 in Mainz, hat (auch unter den Pseudonymen Lou Peabody und Fran Ray) bereits über 20 Romane, Krimis und Thriller veröffentlicht. Die Handschuhmacherin ist ihr erster Familienroman. Die Autorin lebt seit vielen Jahren in Spanien. LangenMüller verlost 20 Exemplare von „Die Handschuhmacherin“. Schreibt dazu einfach in die Kommentare, warum ihr gerne an der Leserunde teilnehmen möchtet. Bewerben könnt ihr euch bis einschließlich zum 20. August 2015. Am 21. August werden die Gewinner dann benachrichtigt. Viel Spaß beim Mitmachen!  

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    • 403
  • Die Handschuhmacherin

    Die Handschuhmacherin
    Wildpony

    Wildpony

    19. May 2016 um 12:16

    Die Handschuhmacherin  - Manuela Martini Kurzbeschreibung Amazon: Eleonore, Paula, Tess – Großmutter, Mutter und Enkelin verbindet ein dunkles Geheimnis aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges. Alles beginnt mit einem Fado-Text, der Tess so fasziniert, dass sie kurzentschlossen nach Lissabon fliegt und der unerfüllten Liebe ihres Großvaters zu einer Handschuhmacherin nachspürt. Der schwermütige Fado und das pulsierende Lissabon – zwei Teile eines Puzzles. Tess will nun alle Bruchstücke zusammensetzen. Wird es ihr gelingen, die wahre Geschichte ihrer Familie aufzudecken? Ihre Suche führt die junge Frau nicht nur bis ans Ende der Welt nach Patagonien, sondern auch zu sich selbst. Ein faszinierender Roman auf unterschiedlichen Zeitebenen und mit wechselnden Perspektiven, die die Autorin meisterhaft verwebt. Mein Leseeindruck: Eigentlich bin ich ein großer Fan der Autorin sowie von geheimnisvollen Familiengeschichten. Aber irgendwie konnte mich diese Geschichte nicht so begeistern und ich habe bei den verschiedenen Erzählsträngen immer das Gefühl gehabt es fehlt etwas. Der Schreibstil ist absolut schön und flüssig. So kenne ich ihn auch von den Jugend- und Arena-Thrillern der Autorin. Und diese Thriller beherrscht sie meisterhaft. Tess als Protagonistin war nicht unsympathisch, aber richtig warm werden konnte ich mit ihr nicht. Da ihre Großmutter an Alzheimer erkrankt ist muss sie sich auf ein Tagebuch ihres Großvater stützen um mehr über ihre Familiengeschichte zu erfahren. Es ist nicht uninteressant, aber mir fehlt ein wenig die Spannung in der Handlung und ich habe es gern wenn am Ende eines Erzählstrangs auch ein befriedigendes Ende steht. Mir war da manches nicht klar genug und hat mich ein wenig unbefriedigt zurück gelassen. Alles in allem aber ein gefühlvolles Buch. Ich glaube es ist wirklich eigene Intuition wie man die Story beim lesen auffasst. Fazit: Ein klein wenig mehr hätte ich erwartet, aber ich bin auch nicht enttäuscht. Es hat mir nur nicht ganz meine Erwartungen erfüllt. Lissabon als Stadt fang ich klasse und würde es gern auch mal kennen lernen. Von mir gibt es 3,5 Sterne - aufgerundet auf 4.    

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  • Es ist Fad(o)...gib mir mein Leben zurück...

    Die Handschuhmacherin
    bearelic

    bearelic

    Inhaltsangabe: Alles beginnt mit einem Fado-Text, der viele Fragen offen lässt und der Tess so fasziniert, dass sie kurzentschlossen nach Lissabon fliegt auf der Suche nach der rätselhaften Vergangenheit ihrer Familie. Eleonore, Paula, Tess – Großmutter, Mutter und Enkelin verbindet ein dunkles Familiengeheimnis aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges. Eleonore, die Älteste, die in die schicksalshaften Ereignisse von damals verstrickt ist, leidet an Alzheimer und hat sich in ihre eigene Welt zurückgezogen. Paula, ihre Tochter, erleidet einen tragischen Unfalltod, bevor sie die wahren Hintergründe herausfinden kann und Tess, die Enkelin, die versucht die Bruchstücke der Familiengeschichte zusammen zu setzen. Wird es Tess gelingen, die wirkliche Geschichte ihrer Familie aufzuspüren? Ein schwermütige Fado-Sänger und das pulsierende Lissabon sind zwei Teile des Puzzles. Zusätzlich taucht ein Tagebuch aus jener Zeit auf, das die Geschichte einer großen Liebe erzählt, eine Liebe, die nicht nur das Leben zweier Menschen für immer verändert hat. In Die Handschuhmacherin spannt Manuela Martini einen weiten zeitlichen Bogen von den 1940er Jahren bis in die Jetztzeit und nimmt den Leser mit auf eine Reise von Chicago über Lissabon nach Patagonien. „Die Handschuhmacherin“ ist ein spannender Roman über die Liebe und die Suche nach den eigenen Wurzeln.   Meine Meinung: Obwohl Titel, Cover und Inhaltsangabe mich wirklich angesprochen haben, konnte mich die Geschichte letztendlich nicht ganz überzeugen. Der Ablauf mit den unterschiedlichen Zeitebenen fand ich eine gute Idee und der Schreibstil angenehm zu lesen. Die Protagonistin Tess wirkt sympathisch, aber weniger kämpferisch. Die Suche nach ihrer Vergangenheit und das Rätsel um das Tagebuch ihres Großvaters könnten eine großartige Idee sein, wenn Tess nicht alles so zufallen würde. Die Geschichte wirkt sehr glatt, oft fehlt der Spannungsbogen, obwohl die Erlebnisse der Großeltern mit der Flucht und der verlorenen Liebe wirklich Potenzial hatten und sehr interessant schienen. Davon hätte ich gerne etwas mehr erfahren, denn die Tagebucheinträge über die Vergangenheit waren ein Lichtblick zwischen der gegenwärtig geschilderten Suche von Tess nach der Wahrheit. Auch sonst verblassen die Charaktere, bis auf Eleonore, weitestgehend. Die ganze Geschichte wirkte letztlich auf mich zu konstruiert, um zum Ende noch glaubhaft zu wirken und manches ließ mich ratlos und mit offenen Fragen zurück. Selbst der Titel scheint mir nach Beendigung des Buches nicht wirklich passend gewählt, da "die Handschuhmacherin" in Lissabon nur kurz in der Geschichte aufflackert, aber nicht Kern der Handlung ist. Fazit: Der Roman ist zur kurzweiligen Unterhaltung sicher ganz nett, auch wenn die Erzählung eher vor sich hin plätschert und den Leser mit zu vielen offenen Fragen eher ratlos zurück lässt. Wer jedoch keine hohen Erwartungen an die Geschichte hegt, kann sich gerne daran versuchen.

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    • 2
  • Große Verlosung zum Leserpreis 2015: 5 Buchpakete mit je 50 Büchern!

    Ein ganz neues Leben
    Daniliesing

    Daniliesing

    Lust auf eins von 5 riesigen Buchpaketen zum Leserpreis 2015? Es ist wieder soweit - für den Leserpreis 2015 suchen wir eure Lieblingsbücher. Wir sind schon wahnsinnig gespannt, welche Bücher euch in diesem Jahr am meisten begeistern konnten und können das Ergebnis, das am 26. November feststehen wird, gar nicht erwarten! PS: Die Gewinner stehen mittlerweile fest! Hier könnt ihr alle Preisträger und Platzierungen sehen! Unsere große Verlosung für euch! Jedes Jahr, wenn der Leserpreis näher rückt, dann kommt bei uns eine ganz besondere Stimmung auf. Es ist ein bisschen, als würde Weihnachten einfach mal 2 Monate nach vorn gezogen und würde ganz lange dauern :-) Deshalb möchten wir euch neben den tollen Buchempfehlungen und der Möglichkeit selbst mitzuentscheiden, auch eine ganz besondere Verlosung bieten. Wir werden nach der Bekanntgabe der Leserpreis-Gewinner insgesamt 5 Buchpakete mit jeweils 50 Neuerscheinungen verlosen. Fünf Gewinner dürfen sich also über eine ordentliche Ladung neuen Lesestoff freuen! Und mal ehrlich - davon kann man doch nie genug haben, oder? 1. Um an der Verlosung teilzunehmen, gibt es verschiedene Möglichkeiten - 3 der 5 Buchpakete verlosen wir unter allen Bloggern, die auf ihrem Blog über den Leserpreis berichten und darauf verlinken. Bitte teilt uns den Link zu eurem Blogbeitrag hier mit, indem ihr oben auf den blauen "Jetzt bewerben"-Button klickt und das Formular komplett ausfüllt! http://www.lovelybooks.de/leserpreis/ Grafikmaterial findet ihr hier! 2. Wenn ihr keinen Blog habt, könnt ihr alternativ auf den Social Media Kanälen wie Facebook, Twitter, Google + und ähnlichen auf den Leserpreis hinweisen. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 2 Buchpakete mit jeweils 50 Büchern. Wichtig ist hier, dass ihr euren Beitrag öffentlich teilt und ihn uns hier verlinkt. Bitte verlinkt, indem ihr oben auf den blauen "Jetzt bewerben"-Button klickt und das Formular komplett ausfüllt, direkt auf eurer Posting und nicht auf euer gesamtes Profil. Außerdem müssen in eurem Social-Media-Posting unbedingt der Link zum Leserpreis und der Hashtag #Leserpreis enthalten sein. http://www.lovelybooks.de/leserpreis/ 3. Ihr habt weder einen Blog, noch seid ihr auf einem der Social Media Kanäle aktiv? Dann verratet uns, indem ihr oben auf den blauen "Jetzt bewerben"-Button klickt und das Formular komplett ausfüllt, ein Buch, das ihr durch den diesjährigen Leserpreis entdeckt habt und das ihr jetzt unbedingt lesen möchtet. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 5 einzelne Bücher, die die jeweiligen Gewinner auf ihren Wunschzetteln haben. Ihr dürft natürlich auch 1 & 2 oder 1, 2 & 3 kombinieren und so eure Chancen steigern :-) Die Teilnahme ist bis einschließlich 29. November möglich! Wir wünschen euch ganz viel Spaß & schaut doch mal rein, welche Bücher in diesem Jahr das Rennen gemacht haben! PS: Die angehängten Bücher sind ein paar Beispiele, was sich im Buchpaket befinden könnte. Wir haben hier aber eine ganz bunte Auswahl und ihr könnt euch dann von einem riesigen Überraschungsbuchpaket begeistern lassen!

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    • 1599
  • Gutes Thema, aber die Umsetzung ist nicht mein Fall

    Die Handschuhmacherin
    Jashrin

    Jashrin

    Nachdem Tess und ihre Tante Rose bei der Wohnungsauflösung ihres Großvaters den Text eines berühmten Fados finden, den er wohl verfasst hat, drängt Rose ihre Nichte dazu sich in Lissabon auf die Spuren ihres Großvaters zu begeben und die Familiengeschichte zu erforschen. Dabei stößt sie auf ein Familiengeheimnis, das bis in die Zeit des Zweiten Weltkrieges zurückreicht. Das wunderschöne Cover und der Klappentext haben mich dazu bewogen mich für dieses Buch zu bewerben, so dass ich es im Rahmen einer Leserunde lesen durfte. Leider haben sich für mich meine Erwartungen nicht erfüllt. Auch wenn das Buch durchaus spannende Ereignisse erzählt und ich während des Lesens wissen wollte, wie alles zusammenhängt und wie es weitergeht, so hat mich das Buch nicht überzeugen können. Die Sprache ist schön, teils schon fast poetisch, und fast immer schwingt ein melancholischer Unterton mit. Allerdings konnte ich selbst bei dramatische Szenen nicht wirklich mitfiebern oder mitfühlen. Einzig die Szenen mit der dementen Eleonore konnten mich berühren. Sie waren jedes Mal ein kleines Highlight und ich finde, dass es der Autorin sehr gut gelungen ist, die Denkweise einer unter Demenz leidenden Person einzufangen. Alles Übrige jedoch blieb für mich seltsam fern. Zur Protagonistin Tess konnte ich keine Beziehung aufbauen und ich fand es sehr irritierend, dass der Leser sehr viel mehr über den Großvater erfährt als Tess. Prinzipiell steht sie am Anfang genau da, wo sie begonnen hat, da ihr die Erkenntnisse, die sie gewonnen hat wohl egal sind. Viele Fragen bleiben offen und manche Handlungsstränge bleiben in der Luft hängen. Mir fehlt etwas, das den ganzen Roman rund machen würde, dass irgendwie einen plausiblen Rahmen für die einzelnen Stränge bietet. So bleibt mir als Fazit leider nur, dass mich das Buch enttäuscht hat. Das Thema ist spannend, aber die Umsetzung konnte mich nicht überzeugen. Drei Sterne vergebe ich, da mich das Buch trotz der vielen Kritikpunkte insoweit fesseln konnte, als dass ich wissen wollte, wie es ausgeht und weil für mich zumindest Eleonores Szenen sehr gelungen waren.

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    • 3
    Jashrin

    Jashrin

    21. September 2015 um 22:44
  • Fado,gib mir mein Leben wieder!

    Die Handschuhmacherin
    hannelore259

    hannelore259

    11. September 2015 um 11:52

    " Überall ist Licht, doch ich sehe nichts, überall sind Menschen, doch ich verstehe sie nicht Fado, gib mir mein Leben wieder!" Diese Zeilen findet Tess auf einem Zettel im Nachlass ihre Großvaters und stellt sie vor viele Fragen, deren Antwort sie in Lissabon zu finden versucht, dem Ort von dem ihr Großvater im 2.Weltkrieg nach Amerika geflohen ist. Dort angekommen beginnt ihre Recherche in der schmerzlichen Vergangenheit, denn auch ihre Mutter ist damals in Lissabon durch einen mysteriösen Unfall ums Leben gekommen. Durch allerhand Zufälle und nicht gerade durch ihren Spürsinn und ernsthaftes Durchhaltevermögen kommt sie dem Geheimnis ihres Großvaters, dass auch eng mit dem Fadotext verknüpft ist, näher, indem sie auf ein altes Tagebuch stößt. Doch für den Leser ergeben sich sehr viele Fragen, die nur sehr halbherzig beantwortet werden. Gerade die Geschichte um Tess war ein Erzählstrang, der lose in der Luft hing und für mich eine nicht durchdachte Hülse für eigentliche Erzählung. Dort hätte man mehr rausholen können, wenn nicht müssen, für mich ein großes Manko dieses Buches, das sonst wundervoll melancholisch und traurig geschrieben ist. Der Autorin gelingt es Stimmungen, gerade den Schwermut des Fados betreffend, einzufangen und die Atmosphäre Lissabons dem Leser näherzubringen. Besonders die Rückblicke in die Vergangenheit finde ich sehr gelungen und konnten mich in einen Bann ziehen. Der Zauber des Fado wird greifbar. Man spürt die Sehnsucht der Figuren und kann die Schreibkunst der Autorin dort auch genießen. Doch wenn die Perspektive wieder in Gegenwart wechselt, erscheint es als wenn ein bißchen Herzblut der Autorin verloren geht und Tess bleibt blass und ohne Wirkung auf den Leser. Schade. Dort hätte ich mir mehr gewünscht. Von mir gibt es 3,5 Sterne, für einen Roman, der mich durch die Erzählungen in der Vergangenheit wirklich berühren konnte, dem es aber an einem wirklich durchdachten komplexen Zusammenhang mangelt.

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  • Auf den Spuren des Fado...

    Die Handschuhmacherin
    nicigirl85

    nicigirl85

    11. September 2015 um 10:26

    Von der Autorin hatte ich mit großer Begeistertung schon einige Jugendbücher gelesen und wollte nun wissen, wie sie Unterhaltung für Erwachsene gestaltet. In der Geschichte geht es um Tess, die den Nachlass ihres Großvaters verwaltet. Beim Aufräumen findet sie ein sogenanntes Fado. Was hat dieses nur zu bedeuten? Sie begibt sich auf Spurensuche und stößt dabei unerwartet auf ein Familiengeheimnis. Wird sie dieses lüften können? Leider hatte ich hier etwas völlig anderes erwartet als ich letztendlich geboten bekam. Die Grundidee ist schon sehr spannend, jedoch hapert es an der Umsetzung. Die Handlung ist wirklich überaus unaufgeregt erzählt, um nicht zu sagen langweilig. Ich musste mich schon bemühen immer am Ball zu bleiben. Die dargestellten Charaktere waren mir allesamt zu blass. Mit keiner Person war ich so richtig auf einer Wellenlänge. Gerade Tess blieb mir dauerhaft fremd, was ich sehr schade fand. Das Ende des Buches ist dann sehr überladen und alle Fragen werden dennoch nicht so richtig beantwortet. Fazit: Eine leise Familiengeschichte, die mich nicht so recht packen konnte. Ich kann den Roman daher nur bedingt empfehlen...

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  • Vor allem Lissabon

    Die Handschuhmacherin
    TochterAlice

    TochterAlice

    11. September 2015 um 10:16

    die schöne Hauptstadt Portugals ist es, der der Leser in diesem Roman begegnet, das Lissabon des Fado, der stillen Besonderheiten. Doch vor allem ein ganz anderes Lissabon, das es heute nicht mehr gibt: nämlich das, in dem sich die Flüchtenden vor dem Nazi-Regime während des 2. Weltkrieges trafen, das von ihnen als Zwischenstopp, als Umschlagplatz, auch als Treffpunkt genutzt wurde. Hier waren auch die Großeltern von Tess, bevor sie in die Staaten weiterreisten. Und in ihrer Geschichte gibt es viele Geheimnisse, die Enkelin Tess mit einer Reise zu ergründen sucht. Wer ist Ana, die geheimnisvolle Fado-Sängerin, aber vor allem: was trieb Paula, Tess' rastlose Mutter, vor Jahren in diese Stadt und vor allem: warum musste Paula dort sterben. Tess' Tante Rose ist es, die sie nach Portugal schickt - was genau sind deren Intentionen? Und was bedeutet all dies für Tess' weiteres Leben? Fragen über Fragen, die mit diesem Buch leider nur teilweise bzw. in Ansätzen beantwortet werden. Es ist leider ein Roman, dessen Erzählstränge nicht alle aufgeschlüsselt werden, der durch die vielen verschiedenen Aspekte, die angesprochen werden, auch ausgesprochen verwirrend wirkt, zumindest auf mich. Das finde ich sehr schade, denn das Thema bzw. die Themen sind interessant und die Autorin kann schreiben,  was dadurch deutlich wird, dass sie dem Leser Atmosphäre und Stimmung von Lissabon im Wandel der Zeiten durchaus nahezubringen versteht - zumindest in Ansätzen. Denn auch die Ausflüge in die Vergangenheit, in denen fast zu viele Themen angesprochen werden, enden teilweise in Ansätzen: ich frage mich daher, wie gründlich die Recherchen waren, die hier betrieben wurden. Ein Versprechen, das nicht ganz eingelöst wurde: so erscheint mir dieses Buch, das ich daher auch nur sehr großen Lissabon-Fans, die jedes Fitzelchen, was über diese Stadt geschrieben wurde, lesen möchten.

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  • Das Tagebuch meines Grossvaters

    Die Handschuhmacherin
    Cupcakes2

    Cupcakes2

    Nach dem Tod des Grossvaters erbt Tess mit ihrer Tante zu gleichen Teilen ein Haus mit einem grossen Grundstück am See. Tess verlor ihre Mutter bereits als sie 13 Jahre alt war. Vor Jahren verunglückte sie in Lissabon. Niemand der Familie sprach mit ihr ausführlich über den Unfall. Auch ihre Tante blockt bei Fragen sofort ab. Ihre Grossmutter, die mehr über das Ereignis von damals weiss, ist an Alzheimer erkrankt und lebt in ihrer eigenen Welt. Im Haus der Familie findet Tess einen Fadotext. Die Spur führt nach Lissabon. Als ihre Tante ihr vorschlägt nach Portugal zu reisen, um in der Familiengeschichte nachzuforschen, setzt sie diesen Vorschlag um. Dabei kommt sie in den Besitz eines Tagebuches ihres Grossvaters. Wird Tess damit die Wahrheit des Familiengeheimnisses herausfinden? Das Buch ist angenehm zu lesen. Der Text liest sich leicht und flüssig. Eine gute Idee ist der Ablauf der Geschichte mit den unterschiedlichen Zeitebenen. Auch wenn die Erzählungen so dahin plätschern, hat mich der Roman trotzdem gut unterhalten. Wirkliche Spannung kommt während dem Lesen nicht auf. Leider musste ich feststellen, dass bis zum Ende des Buches sich einige Vorgänge nicht weiterentwickelten und offen stehen geblieben sind. Fragen haben mich ratlos und etwas enttäuscht zurückgelassen. Die Protagonistin ist mir sympathisch. Manchmal möchte man sie etwas wachrütteln, damit sie für ihr eigenes Leben einmal eine Entscheidung trifft. Vor allem was ihre Beziehung zu ihrem Verlobten betrifft. Vieles nimmt sie einfach so dahin. Eigentlich habe ich gehofft, dass die Liebesgeschichte ihres Grossvaters ihr die Augen öffnen wird. Doch über ihr weiteres Handeln in Patagonien können wir nur rätseln. Gewissheit könnte uns ein Folgeband geben. Ein unterhaltsamer Roman ohne Spanungsbogen, wobei einige Punkte offen bleiben.

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    • 2
  • "Überall ist Licht, doch ich sehe nichts."

    Die Handschuhmacherin
    miro76

    miro76

    11. September 2015 um 09:49

    Nach dem Tod ihres Großvaters ist Tess ziemlich durch den Wind. Um Abstand zu gewinnen, fliegt sie nach Lissabon, wo ihre Mutter Paula vor Jahren tödlich verunglückt ist. Paula war damals auf der Suche nach einem Geheimnis in der Vergangenheit ihrer Eltern, die während des Hitlerregimes aus Deutschland geflohen sind. Was Paula dort aufgedeckt hat, hat die Familie nie erfahren. Was genau Tess in Lissabon sucht, erfahren wir leider auch nicht wirklich. Sie erfährt zwar einiges, indem ihr ein altes Tagebuch ihres Großvaters in den Schoß fällt. Außerdem landet sie zufällig in dem Hotel, wo ihr Großvater angeblich gelebt haben soll. Allerdings hat man hier nicht das Gefühl, dass ihre Entdeckungen irgendwas mit ihrem detektivischen Spürsinn zu tun haben. Irgendwie fällt ihr alles einfach so zu. Indem uns die Autorin auch Paulas Geschichte erzählt, erfahren wir als Leser worum es sich bei diesem „Geheimnis“ handelt. Doch unsere Protagonistin Tess fliegt eigentlich unverrichteter Dinge wieder nach Hause. Sie scheint überhaupt recht antriebslos. Was ihr nicht zufällt bleibt im Verborgenen. Sie verspürt nicht wirklich den Drang offene Fragen zu klären. Die Geschichte der Großeltern ist spannend und schlüssig erzählt. Einerseits haben wir die Tagebucheinträge des Großvaters und später Paulas Entdeckungen. Die Flucht ist spannend geschildert und die Beweggründe für alles Geschehen sind klar. Eingebettet ist dies allerdings in die Geschichte von Tess und hier bröckelt der Roman. Denn hier hängt alles in der Luft. Die Beweggründe für die Reise sind unklar, genauso die für den Abbruch der Nachforschungen. Tess erfährt im Gegensatz zu uns Lesern nicht, was mit ihrer Mutter passiert ist und das ist für mich nicht wirklich nachvollziehbar. Wo bleibt hier die Neugierde? Hier scheint alles irgendwie arg konstruiert. Was ein großer Roman über unerfüllte Liebe, Sehnsucht und Freiheitsdrang hätte werden können, bleibt für mich durch die Mängel im aktuellen Erzählstrang im Mittelmaß hängen und lässt uns Leser enttäuscht zurück, denn Vieles was angedeutet wurde bleibt in der Luft hängen. Bei diesem Roman konnten mich leider nur die Kapitel aus der Vergangenheit fesseln und berühren.

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  • stimmt auf Lissabon und die Fado-Mentalität ein

    Die Handschuhmacherin
    robberta

    robberta

    10. September 2015 um 12:20

    Die Handschuhmacherin     von Manuela Martini Alles beginnt mit einem Fado-Text, der viele Fragen offen lässt und der Tess so fasziniert, dass sie kurzentschlossen nach Lissabon fliegt auf der Suche nach der rätselhaften Vergangenheit ihrer Familie. Eleonore, Paula, Tess – Großmutter, Mutter und Enkelin verbindet ein dunkles Familiengeheimnis aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges. Eleonore, die Älteste, die in die schicksalhaften Ereignisse von damals verstrickt ist, leidet an Alzheimer und hat sich in ihre eigene Welt zurückgezogen. Paula, ihre Tochter, erleidet einen tragischen Unfalltod, bevor sie die wahren Hintergründe herausfinden kann und Tess, die Enkelin, die versucht die Bruchstücke der Familiengeschichte zusammen zu setzen. Wird es Tess gelingen, die wirkliche Geschichte ihrer Familie aufzuspüren? Ein schwermütige Fado-Sänger und das pulsierende Lissabon sind zwei Teile des Puzzles. Zusätzlich taucht ein Tagebuch aus jener Zeit auf, das die Geschichte einer großen Liebe erzählt, eine Liebe, die nicht nur das Leben zweier Menschen für immer verändert hat. In Die Handschuhmacherin spannt Manuela Martini einen weiten zeitlichen Bogen von den 1940er Jahren bis in die Jetztzeit und nimmt den Leser mit auf eine Reise von Chicago über Lissabon nach Patagonien. „Die Handschuhmacherin“ ist ein spannender Roman über die Liebe und die Suche nach den eigenen Wurzeln. Meine Meinung: Alles beginnt mit einem Fado-Text, der viele Fragen offen lässt und der Tess so fasziniert, dass sie kurzentschlossen nach Lissabon fliegt auf der Suche nach der rätselhaften Vergangenheit ihrer Familie. Der Schreibstil ist gut zu lesen und die Protagonisten sind interessant und ziemlich eigen. Der Spannungsbogen ist sehr ruhig, trotzdem konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen, die verzwickte Familiengeschichte ist jedoch interessant und die Autorin versteht es die Leser bei der Stange zuhalten. Man möchte schließlich wissen, was es für Geheimnisse es gibt und welche gelüftet werden. Es gibt nicht auf alle Fragen eine Antwort, aber ist das bei einer unglücklichen Liebe nicht immer so? „Die Handschuhmacherin“ stimmt auf Lissabon und die Fado-Mentalität ein. Ein Buch ohne Happy-End, aber eben ganz nach Fado-Art. Als Leser fand ich erst im Verlauf des Buche näheren Zugang zu dem Fado Text, denn das Buch ist wie Fado ergreifend, wehmütig und melancholisch und kraftvoll zugleich.

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  • Leider nicht mein Fall

    Die Handschuhmacherin
    Mika2003

    Mika2003

    09. September 2015 um 20:01

    Obwohl dieses Buch ein tolles Cover ziert und der Klappentext eine interessante Geschichte verspricht, muss ich nach dem Lesen des Buches sagen: es konnte mich absolut nicht begeistern. Von der ersten Seite an hatte ich keinen Bezug zur Geschichte und erst recht nicht zur Hauptprotagonistin. Und ich glaube, da liegt auch sprichwörtlich „der Hase im Pfeffer“. Ich wurde mit Tess nicht warm – zu keiner Zeit. Sie ist eine beliebig austauschbare Person geblieben. Eine Person ohne Profil, ohne Charakter. Ihre Handlungen wirkten aufgesetzt, wie ferngesteuert, viel zu plastisch. Die Handlungen sind absolut nicht nachvollziehbar. Ihr fällt so vieles in den Schoß und trotzdem kommt sie so weinerlich rüber, dass es irgendwann nur noch nervig ist. Genau wie die ganze Geschichte irgendwie nicht nachvollziehbar ist. Emotionslos trifft es vielleicht am besten. Gerade die schwere Zeit, die Hans und Eleonore auf der Flucht vor den Nazis durchmachen müssen, da hätte ich irgendwelche Gefühle erwartet. So wirkt das ganze konstruiert, zu viel gewollt und doch nichts erreicht. Teilweise auch viel zu wirr. Ich habe teilweise gar keine Zusammenhänge entdecken können, was das Lesen für mich zu einer Qual gemacht hat. So habe ich irgendwann angefangen, das Buch nur noch quer zu lesen, um herauszufinden wie es endet und ob es sich noch fängt. Das war jedoch nicht der Fall und so gibt es nur 2 von 5 möglichen Sternen.

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  • Was geschah in Lissabon?

    Die Handschuhmacherin
    tinstamp

    tinstamp

    09. September 2015 um 16:13

    Darum geht's: Tess und ihre Tante Rose finden im Nachlass ihres Großvaters/Vaters einen berühmten Fado Text. Da Großmutter Eleonore an Alzheimer erkrankt ist, können die beiden Frauen sie nicht dazu befragen. Die Spur des Fado's führt nach Lissabon, wo auch Tess Mutter Paula tödlich verunglückt ist. Diesen Verlust hat die junge Frau bis heute nicht überwunden und so schickt Rose sie nach Portugal, um Licht ins Dunkel der Familiengeschichte und des Fado-Textes zu bringen.... Meine Meinung: Viele von euch werden die Autorin wahrscheinlich von ihren Jugenbüchern kennen. Mit dem Roman "Die Handschumacherin" hat sich Manuela Martini erstmals in ein neues Genre gewagt. Es ist ihr erster großer Familienroman und ich hatte mir nach der gelungenen Leseprobe auch viel erwartet. Leider wurde diese Erwartung nicht ganz erfüllt.... Die Geschichte beginnt im Chicago der Gegenwart. Tess und ihre Tante Rose finden nach dem Tod des Großvaters/Vaters einen Fado-Text (Fado = portugisischer Musikstil und Vortragsgenre, welches sich meist mit unglücklicher Liebe, sozialen Missständen, vergangenen Zeiten oder der Sehnsucht nach besseren Zeiten beschäftigt). Verwundert über diesen Fund des eher pragmatisch denkenden und gänzlich unkreativen Mannes können sie weder die demenzkranke Großmutter Eleonore, noch die tödlich verunglückte Mutter von Tess, Paula, dazu befragen. So schickt Rose ihre Nichte nach Portugal...vorallem um auch endlich den Tod ihrer Mutter nach 15 Jahren zu verarbeiten und etwaige Lücken zum Unfalltod aufzuklären. Natürlich spielt auch der Fado-Text eine Rolle und das Geheimnis dahinter, das ebenfalls gelöst werden will. Überall ist Licht, doch ich sehe nichts, überall sind Menschen, doch ich verstehe sie nicht." - Seite 81- Was als Leseprobe sehr interessant begann und anfangs auch noch gut aufgebaut wurde, verlief sich spätestens beim sehr unwahrscheinlichen Fundes des nach all den Jahren verschollenen Tagesbuches von Tess Großvater. Diese teilweise berührende Geschichte über die Flucht von Hans Scheugenpflug aus Deutschland, die zuerst  nach Paris und anschließend nach Lissabon führte, wird in Form eines Tagesbuches dargestellt. Tag, Monat und Jahreszahl steht über jeden Tagebucheintrag, sodass der Leser weiß, dass es sich um diesen handelt und der Abschnitt aus der Vergangenheit erzählt wird. Obwohl dieser Teil viel interessanter war, als Tess Spurensuche, kamen nur selten richtige Emotionen in mir hoch. Trotzdem fand ich diese Abschnitte bei weitem interessanter und aufschlussreicher, als die in der Gegenwart. Und ganz ehrlich....meiner Meinung nach hätte man die Geschichte aus der Gegenwart überhaupt weglassen und den Inhalt ganz anders aufbauen können! Die Hauptprotagonisten in diesem Roman blieben allesamt viel zu blass und man konnte viele Handlungen überhaupt nicht nachvollziehen. Einige Handlungsstränge wurden begonnen, blieben aber im Laufe der Geschichte offen und  verliefen im Sand. Einzig die Passagen um die demente Eleonore, die wirklich sehr ansprechend geschrieben wurden, waren bewegend. Man konnte die geistige Verwirrung und das immer wieder kurz aufflackernde Bewusstsein der alten Dame spüren, wobei auch emotional "etwas rüberkam". Außerdem wurden durch diese diese kurzen Einblicke in Eleonores Welt auch einige Handlungen erklärt werden, die mich zuerst etwas verwirrt zurückgelassen hatten.. Die ganze Geschichte wirkte für mich einfach zu konstruiert, um glaubhaft zu wirken und einige offene Handlungsstränge ließen mich überhaupt ratlos zurück. Auch der Titel ist nicht wirklich passend gewählt, da "die Handschumacherin" nur einen kleinen Teil der Geschichte ausmacht. Schreibstil und Charaktere: Am Schreibstil der Autorin habe ich rein gar nichts auszusetzen. Es liest sich flüssig, auch wenn die Spannung etwas auf der Strecke bleibt. Er ist auch etwas dialoglastig. Die Charaktere konnten mich leider nicht wirklich überzeigen. Vorallem die beiden Hauptprotagonisten Tess und Hans blieben die ganze Geschichte über "handlungsunfähig". Beide Menschen bevorzugen es, dass der Zufall oder das Schicksal zu ihnen kommt, um sie aus einer Situation "zu retten", der sie sich hilflos augeliefert fühlen. Statt selbst zu handeln, warten sie darauf, dass gehandelt wird. So "erleiden" sie sehr oft ihr Schicksal.... Im Großen und Ganzen liegt eine gewisse Schwermütigkeit auch auf der gesamten Handlung. Richtig "warm" wurde ich mit keinen der Protagonisten in diesem Roman, was ich sehr schade finde. Cover: Das Cover finde ich traumhaft schön! Die warmen Farben, die alte Ansicht Lissabons und die typische gelbe Straßenbahn.....wunderschön! Fazit: Leider hat mich der Roman enttäuscht zurückgelassen. Es blieben einige Fragen ungeklärt, Handlungsstränge verliefen im Sand und die Charaktere fand ich allesamt zu leblos. Vieles wirkt zu konstruiert, um glaubhaft wirken zu können. Dafür kann ich leider nur 2 1/2 Sterne vergeben.....

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  • Drei Generationen, eine Vergangenheit...

    Die Handschuhmacherin
    Miamou

    Miamou

    Eleonore, Paula, Tess – Großmutter, Mutter und Enkelin verbindet ein dunkles Geheimnis aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges. Alles beginnt mit einem Fado-Text, der Tess so fasziniert, dass sie kurzentschlossen nach Lissabon fliegt und der unerfüllten Liebe ihres Großvaters zu einer Handschuhmacherin nachspürt. Der schwermütige Fado und das pulsierende Lissabon – zwei Teile eines Puzzles. Tess will nun alle Bruchstücke zusammensetzen. Wird es ihr gelingen, die wahre Geschichte ihrer Familie aufzudecken? Ihre Suche führt die junge Frau nicht nur bis ans Ende der Welt nach Patagonien, sondern auch zu sich selbst. ************************************************************* Ich habe das Buch bei einer Leserunde gewonnen und möchte mich vorab recht herzlich dafür bedanken. Mit „Die Handschumacherin“ entführt uns Manuela Martini nach Amerika, Lissabon und Partagonien und verwebt diese Schauplätze mit einem Familiengeheimnis, welches sich über drei Generationen hinweg entwickelt hat und seine Wurzeln zu Beginn des 2. Weltkriegs hat. Generell liegt eine gewisse Schwermütigkeit auf der gesamten Handlung, was sich durch die Themen Tod, Alzheimer, Vergangenheitsbewältigung und unglückliche Liebe einfach daraus ergibt. Das gesamte Buch umgibt die geheimnisvolle Idee eines Fado – Textes. Der Schreibstil ist wirklich toll und auch die Beschreibungen der Orte (besonders Lissabon) sind sehr bildgewaltig. Die Handlung an sich, wirkte mir an manchen Stellen zu konstruiert und man bekam den Eindruck, dass Tess zu viele Sachen einfach in den Schoß fielen und sie sich gar nicht anstrengen musste um Einiges aus ihrer Vergangenheit zu erfahren. An manchen Stellen bekam man dann das Gefühl, als ob sie bewusst gesteuert wurde. Die stilistische Idee, die Geschichte zeitweilig als Tagebuchform oder Gespräche zwischen Paula und Carlos zu erzählen fand ich sehr gelungen und lockerte alles zwischenzeitlich sehr auf. Auch bekommt man hier ab und an das Gefühl, dass gewisse Geschehnisse nur für den Leser bestimmt sind, da die Charaktere des Buches nur bedingt damit in Berührung kommen. Obwohl das Ende tatsächlich Fragen offen lässt, finde ich es dann doch der Handlung angemessen. Da sich ja durch das gesamte Buch ein eher ruhiger Ton und ein flacher Spannungsbogen zieht, wäre ein überladenes Ende doch eher eine Themenverfehlung gewesen. Meiner Meinung nach, wird der Leser hier auch dazu eingeladen, zwischen den Zeilen zu lesen. Ich gebe zu, dass ich auch mit anderen Erwartungen an das Buch herangegangen bin und ich auch auf etwas ganz Anderes gehofft habe. Die Handlung hatte für mich viele Anfänge und nur manches wurde beendet. „Die Handschuhmacherin“ war nicht mein Lesehighlight 2015, aber auch nicht das Schlechteste…

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    • 2
  • Nicht mein Buch

    Die Handschuhmacherin
    Mrs. Dalloway

    Mrs. Dalloway

    06. September 2015 um 17:38

    Das Cover sieht so bezaubernd aus, doch leider passt der Inhalt nicht dazu. Es geht um ein dunkles Familiengeheimnis, das drei Generationen einer Familie miteinander verbindet: Tess, Paula und Eleonore. Alles beginnt mit einem Fadotext, der Tess nach Lissabon führt. Was sie dort erwartet? Nicht viel. Zumindest nicht viel Spannendes aus meiner Sicht. Das Buch hat 317 Seiten und schon nach dem ersten Teil musste ich mich mehr oder weniger durchquälen, obwohl der Stoff ja durchaus mehr Potenzial hätte. Keiner der Charaktere vermag es mich wirklich zu berühren. Die Story plätschert so vor sich hin und der Schreibstil ist alles andere als fesselnd. Es fehlen wirkliche Höhepunkte, die den Leser an der Stange halten. Fazit: Es ist vermutlich Geschmackssache, aber ich kann es nicht empfehlen.

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