Sterne über Lissabon

von Manuela Martini 
3,9 Sterne bei25 Bewertungen
Sterne über Lissabon
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Positiv (18):
hasirasi2s avatar

Extrem berührende Familiengeschichte über 3 Generationen. Liebe und Leid, getrennt und verbunden durch den Fado. Wahrheit kann auch weh tun.

Kritisch (1):
tulpens avatar

Bin gerade sehr enttäuscht, denn ich kannte den Roman schon, allerdings unter dem Titel "Wo das Land aufhört" (2013 gelesen)......

Alle 25 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Sterne über Lissabon"

Die Melodie der Sehnsucht

Tess findet im Nachlass ihres Großvaters einen Fado-Text. Sie ist von der Melancholie und Leidenschaft, die aus den Liedzeilen spricht, so gefesselt, dass sie sich auf die Suche nach der Herkunft des Textes begibt. Die Spur des Fado führt nach Lissabon, wo ihre Mutter vor Jahren tragisch verunglückte. In der pulsierenden Stadt stößt Tess auf das Schicksal eines jungen Mannes, der vor den Nazi nach Lissabon geflohen ist: Er suchte die Freiheit und fand die große Liebe. Wird seine Geschichte sie mit der Vergangenheit versöhnen?

Ein Familienepos, so schwermütig und emotional, wie die Klänge des Fado

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783746633398
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:320 Seiten
Verlag:Aufbau TB
Erscheinungsdatum:09.10.2017

Videos zum Buch

Rezensionen und Bewertungen

Neu
3,9 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne7
  • 4 Sterne11
  • 3 Sterne6
  • 2 Sterne0
  • 1 Stern1
  • Sortieren:
    knuddelbackes avatar
    knuddelbackevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Wer Lissabon nicht kennt und auf der Suche nach einer geheimnisvollen Familiengeschichte ist , dem dürfte dieses Buch ganz gut gefallen.
    Eine nette Urlaubslektüre - mehr aber leider nicht

    Das Buch "Sterne über Lissabon" hatte ich mir zum Geburtstag gewünscht. Nicht zuletzt weil es in meiner Lieblingsstadt spielt. Wer mich kennt, der weiss , dass ich nahezu alles an Literatur verschlinge was in und um die portugiesische Hauptstadt spielt. So ist es immer ein klein wenig Glück, ob mir der Roman gefällt und meinen Geschmack trifft.

    Die Autorin hat eine klassische Familiengeschichte geschrieben, verwoben mit den Wirren des zweiten Weltkrieges und einer nicht zu verachtenden Portion Romantik.
    Wie so häufig bei Familiengeschichten fängt die Protagonistin Tess nach dem Tod Ihres Großvaters an über die eigene Herkunft zu recherchieren . Erzählerisch wird so geschickt ein Bogen gespannt der mehr als 70 Jahre umfasst. Bei Ihren Recherchen begibt sich Tess in die portugiesische Hauptstadt und findet dort durch Zufall ein altes Notizbuch Ihres Großvaters. So erfährt sie nicht nur von der unglaublichen Flüchtlingsgeschichte Ihrer Großeltern sondern auch mehr über den Tod Ihrer Mutter, die tragischer Weise in Lissabon umkam, als Tess noch ein Teenager gewesen ist. Die zwei Haupthandlungsstränge werden spannend und geschickt miteinander verwoben, dennoch bleiben viele Figuren blass und oberflächlich, was ich persönlich etwas schade fand.

    Besonders gefielen mir die Streifzüge durch Lissabon, sowohl durch das der Gegenwart, wie auch durch das Lissabon der 40er Jahre. Für jemanden, der noch nie in Lissabon gewesen ist dürfte sich allerdings , ähnlich wie bei den Figuren, nur ein blasses Bild ergeben, welches in keinsterweise dem realen Lissabon und seiner Atmosphäre gerecht wird. Lediglich die Atmosphäre in dem Geschäft der Handschuhmacherin trifft genau in die Mitte..

    Mein Fazit
    Wer Lissabon nicht kennt und auf der Suche nach einer geheimnisvollen Familiengeschichte ist , dem dürfte dieses Buch ganz gut gefallen. Es ist eine schöne Urlaubslektüre, in der die Figuren etwas zu kurz kommen. Wer Lissabon kennt , dürfte von der Atmosphäre des Buches, dem Geist, enttäuscht sein.

    Bereits im Jahr 2015 ist der Roman unter dem Titel Die Handdschuhmacherin erschienen.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    HEIDIZs avatar
    HEIDIZvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Lissabon wird lebendig
    Lissabon und eine Familiengeschichte

    Lissabon wird lebendig - wirklich gut geschrieben, man fühlt sich sofort heimisch.  Sehnsuchtsvoll und emotional, spannend und lebendig !!!

    Wir lernen Tess kennen, die im Erbe des Grossvaters einen Fado-Text entdeckt, der leidenschaftlich und emotional ist. Dieser Liedtext fesselt Tess und sie begibt sich auf die Suche nach der Entstehung. So kommt sie schließlich nach Lissabon - dort, wo ihre Mutter vor Jahren das Leben verlor - sie war verunglückt. Tess hört vom Schicksal eines jungen Mannes, der im 2. Weltkrieg vor den Nazis geflohen war und die Liebe fand.

    Die Geschichte einer Familie, die Geschichte einer Stadt - Geschichte überhaupt ....
    Und all das wirklich hochwertig verarbeitet in einem spannend leidenschaftlichen Roman - geschrieben  in drei Ebenen, die schließlich zueinander führen. Genial gemacht - ich bin begeistert ...

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Monalisa73s avatar
    Monalisa73vor 7 Monaten
    eine sehr berührende Familiengeschichte

    Wenn ein geliebter Mensch von uns geht, tauchen Bilder auf wie dieser Mensch früher war und wie man ihn sah. Doch wenn sich dann herausstellt, dass es in Wirklichkeit jemand anderes wahr, als man ihn kannte, fängt man an, in die Vergangenheit einzutauchen und Antworten auf Fragen zu suchen.
    So ergeht es auch Tess in diesem Buch. Ihr Großvater ist gestorben, zu dem sie ein inniges Verhältnis hatte, und beim aussortieren in seinem Haus, in dem Tess viele Jahre ihrer Kindheit verbrachte, findet sie einen Fado-Text. Ein Lied das einen sehr bewegenden Text hat. Was Tess veranlasst die Herrkunft dieses Liedes erfahren zu wollen. Ihre Suche führt sie bis nach Lissabon. In dieser Stadt verunglückte ihre Mutter vor Jahren tragisch.
    Es wird in diesem Buch eine Geschichte eines Mannes erzählt, der vor den Nazis flieht, um irgendwo in der Welt frei arbeiten zu können. Er gelangt bis nach Lissabon und findet stattdessen die große Liebe.
    Es ist sehr emotional, berührend geschrieben. Die triste Stimmung und die Angst unter  den Flüchtlingen in Lissabon ist deutlich zu spüren. Die Beschreibungen der Stadt Lissabon damals und heute lassen im Kopf einen aufwühlenden Film entstehen, der einen noch eine Weile begleitet.
    Es ist keine leichte Lektüre. Doch ist man erst in die Geschichte eingetaucht, lässt sie einen nicht mehr los. Es ist eine wirklich wahrhaftig schwermütige Geschichte über die Liebe und das Leben.

    Kommentare: 1
    45
    Teilen
    Leylascraps avatar
    Leylascrapvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Wenn die Liebe Risse hinterlässt
    Sterne über Lissabon

    Rezension:


    Tess findet einen alten Fado-Text, der von ihrem Großvater sein muss. Dabei kann sie sich nicht erinnern, dass er je groß was schrieb. Ihre Tante Rose schickt sie nach Lissabon um etwas über die Familiengeschichte raus zu bekommen. Dabei kommt einiges ans Tageslicht, wobei sich Tess nicht immer sicher sein kann, ob es der Wahrheit entspricht. Auch gefällt ihr nicht alles, was zum Vorschein kommt. Sie fängt an, an einiges zu zweifeln, auch an ihre Beziehung zu Adrian. 


    Meine Meinung:


    Das Buch sollte man unbedingt gelesen haben. Eine tolle Geschichte angefangen bei einen gefundenen Fado-Text, der die Tess nach Lissabon führt, wo nicht nur ein Familiengeheimnis über ihren Großvater verborgen liegt, sondern auch ihre Mutter vor Jahren verstarb. Eine emotionale Reise in die Vergangenheit, die auch ihr eigenes Leben in Frage stellt. 

    Die Geschichte ist flüssig geschrieben, so das man nicht den Faden verliert und einfach am Ball bleiben möchte. Ich konnte mich gut in die Protagonistin hineinversetzen und ist einen ans Herz gewachsen. Das einzige, was mir nun gefehlt hatte ist, was macht Tess am Ende. Also welchen Weg sucht sie sich aus für ihr Leben. Das hängt so ein wenig nach bei mir. 

    Kommentieren0
    24
    Teilen
    leserattebremens avatar
    leserattebremenvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Eine sehr berührende Geschichte
    Lissabon als Ausgangspunkt für eine Familiengeschichte

    Tess ist unzufrieden mit ihrer Beziehung und ihrem Leben. Als ihr Großvater stirbt, findet sie beim Aufräumen des Hauses einen alten Fado-Text auf Deutsch, geschrieben wohl von ihrem Großvater. Diese melancholische Musik und die kreative Ader wollen so gar nicht zu dem Großvater passen, den Tess gekannt hat und so macht sie sich auf den Weg nach Lissabon. Über diese Stadt flohen ihre Großeltern damals in die USA. Und in Lissabon kam Tess‘ Mutter bei einem Unfall ums Leben. Tess macht sich auf, die Geheimnisse ihrer Familie zu ergründen.
    „Sterne über Lissabon“ von Manuela Martini ist eine spannende und bewegende Familiengeschichte über die Wirren des Zweiten Weltkriegs und die Unplanbarkeit der Liebe. Tess Großeltern lebten so ganz anders, als sie dachte und in Rückblenden erfährt der Leser viel über die Jahre der Flucht, den Kampf um ihre Liebe und wie sie langsam an den Verhältnissen zerbrechen. Auch ihre Mutter taucht in der Geschichte auf, die bereits Jahre zuvor auf der Suche nach der Familiengeschichte war, bevor sie ums Leben kam. Tess ist sehr unsicher und regelrecht hilflos, doch mit der Zeit wird stärker, Lissabon verändert sie und zeigt ihr Möglichkeiten auf, die sie in den USA nicht gesehen hat. Die Geschichte ist sehr flüssig und gut lesbar geschrieben, die Passagen über Lissabon haben mir besonders gut gefallen, da vor dem inneren Auge wirklich die Stadt auferstand mit ihren Gassen, Winkeln und Treppen, so wie ich sie auch selbst in Erinnerung hatte. Ein wenig verkommen, aber wahnsinnig bunt, belebt und gleichzeitig melancholisch wie der Fado.
    Manuela Martinis Roman „Sterne über Lissabon“ ist ein gelungener Roman über eine junge Frau, die herausfinden will, woher sie kommt und dabei einige Überraschungen erlebt. Dass sie sich in ihrer Beziehung so apathisch gibt und keine eigenen Träume zu haben scheint, fand ich bei der Lektüre etwas anstrengend, ansonsten hat mir der Roman sehr gut gefallen. 

    Kommentieren0
    7
    Teilen
    E
    ejtnajvor 8 Monaten
    Ein Roman über eine Familiengeschichte

    Als Tess zusammen mit ihrer Tante den Nachlass ihres Großvaters sichtet findet sie einen Fado-Text. Der Text hat es ihr sofort angetan, als ihre Tante den Vorschlag macht nach Lissabon zu reisen um mehr über den Text zu erfahren stimmt sie nach kurzer Überlegung zu.

    In Lissabon stößt sie auf die Spur ihrer Mutter die dort vor vielen Jahren tödlich verunglückt ist.

    Aber Tess kommt auch der Geschichte ihrer Großeltern näher und sie erfährt einiges was sie wohl so nie erwartet hätte.


    Vorab erstmal der Hinweis dieser Roman hier ist schon im Jahr 2015 mit dem Titel „Die Handschuhmacherin“ erschienen.

    Mich persönlich hatte der Roman aus dem Grund angesprochen da es sich um einen Familienroman handelt der auf zwei Zeitstränge aufgebaut ist.

    Der Einstieg ins Buch ist mir leider nicht so leicht gefallen wie ich es mir gerne gewünscht hätte und so habe ich mich auch den ganzen Roman über recht schwer getan mit dem Lesen.

    Die Handlung ist nicht nur auf die zwei Zeitstränge aufgebaut sondern auch auf drei Erzählstränge. Den von Eleonore kann man allerdings am besten auseinanderhalten, aber bei den anderen beiden Erzählsträngen war dies Leider nicht so einfach.

    Der Roman war zwar in fünf Teile unterteilt und hier gab es auch Kapitel die z.B. in Lissabon gespielt und hier gab es auch Kapitel die z.B. in Lissabon gespielt haben. Aber die Abschnitte zwischen Vergangenheit und Gegenwart waren nur durch einen kleinen Abschnitt getrennt und teilweise war es nur „ein Absatz“ und man ist in der vorherigen Zeitschiene geblieben und da man nie wusste wann es einen Wechsel gibt hat mich dies doch etwas im meinem Lesefluss gehindert.

    Man konnte dem Handlungsverlauf zwar recht gut folgen, doch manche Entscheidungen die getroffen wurden konnte ich nicht immer so einfach nachvollziehen.

    Der Spannungsbogen war wirklich bis zum Schluss gespannt und so konnte man sich so seine Gedanken machen wie sich wohl alles entwickeln wird.

    Die Figuren fand ich alle recht gut und anschaulich beschrieben, so dass man sie sich während des Lesens gut vorstellen konnte. Mit Tess bin ich bis zum Schluss des Romans leider nicht so ganz warm geworden, aber dies ist ja auch immer Ansichtssache.

    Die Handlungsorte fand ich zwar gut beschrieben, doch für mich persönlich sind sie etwas blass geblieben. Man konnte sie sich aber trotzdem gut vor dem inneren Auge entstehen lassen.

    Alles in allem habe ich mit dem Roman unterhaltsame Lesestunden verbracht, aber da er mich nicht zu 100% überzeugen konnte vergebe ich vier von fünf Sternen.

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    Marapayas avatar
    Marapayavor 8 Monaten
    Verschlungene Familienpfade

    Romane, die in Spanien oder Portugal während des 2. Weltkrieges spielen, sind gefühlt gerade der Renner auf dem Buchmarkt. Erst kürzlich habe ich die „Spanische Tänzerin“ gelesen und davor einen Spionage Thriller von Arturo Pérèz-Reverte. Als ich bei „Sterne über Lissabon“ über die ersten Kapitel hinaus war, dachte ich schon etwas enttäuscht, dass es nun wohl wieder in die ähnliche Richtung gehen wird. Manuela Martini hat mich allerdings eines Besseren belehrt. Jedes Mal wenn ich dachte, so wird es nun weitergehen oder das steckt hinter dem Geheimnis, hat sie eine andere Richtung eingeschlagen und mich abblitzen lassen. Mit ein paar Vermutungen hatte ich schon recht, aber die Autorin hat es mir eben nicht zu leicht gemacht und das Lesevergnügen aufrecht gehalten. Besonders sympathisch ist mir die Protagonistin. Tess ist Lifestyle-Journalistin, verlobt mit ihrem Collegefreund Adrian und hängt in einem Leben fest, aus dem sie nicht den Mut hat sich zu befreien. Tess' deutsche Großeltern sind in den ersten Jahren des 2. Weltkrieges über Portugal nach Amerika ausgewandert. Nun ist der geliebte Großvater gestorben und die demente Großmutter erinnert sich im Altersheim nur noch ganz selten daran, dass sie überhaupt eine Enkelin hat. Tess Mutter verunglückte vor fast 20 Jahren tödlich in Lissabon und nun wird Tess von ihrer karriereorientierten Politikertante mehr oder weniger manipuliert ausgerechnet in dieser Stadt der Familiengeschichte nachzuspüren und alles nur, weil sie zwischen dem Nachlass des Großvaters ein Fado-Gedicht gefunden hatten. In Lissabon bekommt sie Matt von der amerikanischen Botschaft an die Seite gestellt und lernt außerdem einen Fado-Gitarristen kennen, der irgendwie in die Geschichte um das Fadogedicht und ihren Großvater verwoben ist.

    Alles ziemlich gewohnte Zutaten zu einem klassischen Liebesroman, und so erwische ich mich mehrmals dabei, wie ich leicht genervt die Augenbrauen nach oben ziehe in der Erwartung, dass die Handlung jetzt in diese eine ganz bestimmte Richtung abheben wird. Aber Martini versteht die Menschen und ihre Leser besser als ich vermute. Sie weiß, das alle von der großen Liebe träumen und das nur die wenigsten ihr wirklich begegnen und diese dann festhalten können. Ja, Tess hat alle Möglichkeiten sich neu zu verlieben und sich aus ihrer monotonen Zweckbeziehung zu lösen. Doch sie vermag dies ebenso wenig, wie damals ihr Großvater, der mit seiner Jugendfreundin ans andere Ende der Welt flüchtet, obwohl die Liebe längst schal geworden ist. Dieser schmale Taschenbuchband verbirgt viele interessante Aspekte über das Leben und die Liebe und schlägt einen historischen Bogen von 1938 bis in unsere Zeit. Klare Leseempfehlung.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Estrelass avatar
    Estrelasvor 9 Monaten
    Familiendrama in Lissabon

    Tess sucht in Lissabon nach Spuren ihrer Großeltern, die im zweiten Weltkrieg dorthin geflohen waren. Über die Generationen hinweg entfaltet sich eine dramatische Familiengeschichte. Die Autorin bedient sich verschiedener stilistischer Mittel, wie Tagebucheinträgen, Briefen und wechselnden Zeitebenen. Das ist eigentlich gut, teilweise aber etwas langatmig (die Großeltern sitzen Monate lang fest, ohne dass viel passiert) oder verwirrend (denn die Kapitel sind nur mit dem Ort, nicht aber mit der Zeit gekennzeichnet). Mir wirkte die Geschichte zu konstruiert, und ich konnte mit den Figuren nicht so recht mitfühlen. Tess' Liebesbeziehung beispielsweise kam so aus heiterem Himmel; das war einfach nur unglaubwürdig und fehl am Platz. Vom Hocker reißen, konnte mich dieser Roman also nicht.

    Kommentieren0
    9
    Teilen
    TheCoons avatar
    TheCoonvor 9 Monaten
    Familiengeschichte in drei Akten

    Tess findet im Nachlass ihres Großvaters einen alten Fado-Text, den er während seiner Flucht aus Nazi-Deutschland in Lissabon verfasst hat. Er ist geheimnisvoll melancholisch und gibt Tess einige Fragen auf: Was hat es mit dem Text auf sich? Wie verlief die Flucht? Wie und warum kam Tess‘ Mutter in genau der gleichen Stadt ums Leben? Tess reist also nach Portugal um Antworten zu finden.

    Die Geschichte spielt in verschiedenen Zeitebenen und wir erfahren einiges über die Flucht aus Deutschland durch Tagebücher und Erzählungen. Der Perspektivenwechsel wird nur durch Ortsangaben aber nicht durch Personenangaben gekennzeichnet. Trotzdem erschließt sich bereits in den ersten Sätzen jedes Mal sofort wer hier gerade erzählt und in welcher Zeitebene wir uns befinden.

    An sich besteht die Geschichte aus drei Teilen: Tess private Geschichte und ihre Spurensuche in der Gegenwart, die Reise ihrer Mutter nach Lissabon auf der sie tödlich verunglückt als Tess 13 Jahre alt ist und die Flucht der Großeltern zur Zeit des zweiten Weltkrieges.

    Die Protagonisten werden nicht allzu ausführlich eingeführt, doch nach und nach enthüllen sich zumindest über Tess und ihre Großeltern mehr und mehr Hintergründe. Die übrigen Personen und auch Lissabon werden eher kurz und knapp beschrieben.

    Die einzelnen Erzählabschnitte sind kurzgehalten, was das Lesen abwechslungsreich und kurzweilig gestaltet. Durch den einfachen und klaren Erzählstil bleibt der Fluss schnell.

    Ich habe noch nie einen Roman über den zweiten Weltkrieg gelesen, in dem es um die Flucht nach Portugal ging, von daher hielt der Roman auch einige neue Facetten für mich parat. Die historischen Details bleiben eher im Hintergrund, das Unterhaltungspotential ist aber auf jeder Seite gegeben und hält die Spannung während der stückweisen Enthüllungen aufrecht.

     

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    Engelchen07s avatar
    Engelchen07vor 9 Monaten
    Tess auf der Suche nach der Vergangenheit

    Der Großvater von Tess ist verstorben. In seinen Sachen findet Tess einen Fado-Text. Sie will sich auf die Suche nach der Herkunft des Textes machen und landet in Lissabon. Ausgerechnet in der Stadt in welcher Tess mit 13 Jahren ihre Mutter bei einem tragischen Unfall verloren hat.

    Das Buch ist in mehreren Zeitzonen geschrieben, was mir grundsätzlich ímmer sehr gut gefällt und ich auch sehr gerne lese. Hier habe ich mich stellenweise schwer getan. Ich konnte den verschiedenen Erzählsträngen teilweise nur schwer folgen.

    Dennoch hat sich das Lesen gelohnt, der Schluß war sehr interessant und aufschlußreich.

    Kommentieren0
    1
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    aufbauverlags avatar
    Die Melodie der Sehnsucht
    Tess findet im Nachlass ihres Großvaters einen Fado-Text. Sie ist von der Melancholie und Leidenschaft, die aus den Liedzeilen spricht, so gefesselt, dass sie sich auf die Suche nach der Herkunft des Textes begibt. Die Spur des Fado führt nach Lissabon, wo ihre Mutter vor Jahren tragisch verunglückte. In der pulsierenden Stadt stößt Tess auf das Schicksal eines jungen Mannes, der vor den Nazi nach Lissabon geflohen ist: Er suchte die Freiheit und fand die große Liebe. Wird seine Geschichte sie mit der Vergangenheit versöhnen? 
    Ein Familienepos, so schwermütig und emotional, wie die Klänge des Fado

    Hier zur Leseprobe: http://www.aufbau-verlag.de/media/Upload/leseproben/9783746633398.pdf

    Über Manuela Martini
    Manuela Martini, geboren 1963 in Mainz, hat (auch unter den Pseudonymen Lou Peabody und Fran Ray) bereits über 20 Romane, Krimis und Thriller veröffentlicht. Sterne über Lissabon ist ihr erster Familienroman. Die Autorin lebt seit vielen Jahren in Spanien.

    Jetzt bewerben!
    Wir verlosen 25x "Sterne über Lissabon" von Manuela Martini. Bewerbt euch bitte mit Klick auf den "Bewerben"-Button und beantwortet folgende Frage: Welches Buch habt ihr zuletzt gelesen?

    Viele Grüße
    euer Team vom Aufbau Verlag

    * Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Buchverlosung schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben.

    ** Bitte beachtet, dass es sich hier um eine Buchverlosung handelt und nicht um eine Leserunde. Ihr könnt natürlich trotzdem gerne hier über das Buch diskutieren, aber eine Moderation wird es nicht geben
    Zur Buchverlosung

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks