Manuela Martini Sterne über Lissabon

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Inhaltsangabe zu „Sterne über Lissabon“ von Manuela Martini

Die Melodie der Sehnsucht

Tess findet im Nachlass ihres Großvaters einen Fado-Text. Sie ist von der Melancholie und Leidenschaft, die aus den Liedzeilen spricht, so gefesselt, dass sie sich auf die Suche nach der Herkunft des Textes begibt. Die Spur des Fado führt nach Lissabon, wo ihre Mutter vor Jahren tragisch verunglückte. In der pulsierenden Stadt stößt Tess auf das Schicksal eines jungen Mannes, der vor den Nazi nach Lissabon geflohen ist: Er suchte die Freiheit und fand die große Liebe. Wird seine Geschichte sie mit der Vergangenheit versöhnen?

Ein Familienepos, so schwermütig und emotional, wie die Klänge des Fado

Wenn die Liebe Risse hinterlässt

— Leylascrap

Eine sehr berührende Geschichte

— leserattebremen

Bin gerade sehr enttäuscht, denn ich kannte den Roman schon, allerdings unter dem Titel "Wo das Land aufhört" (2013 gelesen)......

— tulpen

Der Fado hat auch mich verzaubert.

— Josetta

tiefgründige Familiengeschichte

— Booky-72

Spannende Familiengeschichte

— Langeweile

Fesselnd. Bewegend. Berührend. Ich konnte einfach nicht mehr aufhören zu lesen. Tolle Familien-/Generationengeschichte auf drei Kontinenten.

— Hermione27

Fado in Buchstaben...athmosphärisch, nicht uninteressante Geschichte von der Liebe und den Lebensentscheidungen & ihren Konsequenzen...

— ElkeMZ

Ein Roman so melancholisch schön wie der portugiesische Fado.

— seschat

Melancholisch und doch voller Leidenschaft

— katikatharinenhof

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  • Challenge: Literarische Weltreise 2018

    In 80 Buchhandlungen um die Welt

    Ginevra

    Liebe Lovelybookerinnen und –booker, habt Ihr (wieder) Lust auf eine große literarische Weltreise im Jahr 2018? Dann lasst uns gemeinsam durch 20 verschiedene Lese- Regionen reisen! Die Aufgabe besteht darin... - 12 Bücher in einem Jahr zu lesen; - Mindestens 10 verschiedene Regionen auszuwählen (zwei Regionen dürfen also doppelt vorkommen); - Autor und/oder Schauplatz und/oder eine bzw. mehrere der Hauptfiguren müssen zu dieser Region passen. - Bitte postet Eure Rezensionen und Beiträge bei den passenden Regionen; - Auch Buchtipps ohne Rezension sind jederzeit willkommen; - Am Ende des Jahres zählen Eure 12 Rezensionen, dabei sind 2 Kurzmeinungen erlaubt. - Eure Beiträge werde ich verlinken; - Einstieg und Ausstieg sind natürlich jederzeit möglich; - Genre und Erscheinungsjahr sind egal: - Hörbücher, Graphic Novels, Biographien, Krimis, Literatur – bei dieser Challenge ist alles erlaubt! Diese Challenge eignet sich für Neuerscheinungen aller Kategorien, um den SuB endlich mal weiter abzubauen, oder um andere Challenges damit zu kombinieren. Unter den TeilnehmerInnen, die die Challenge erfolgreich beenden, verlost Lovelybooks am Ende des Jahres ein kleines Buchpaket! Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge und werde zu jeder Region ein Unterthema erstellen, so dass es etwas übersichtlicher wird. Viele tolle Tipps und Empfehlungen findet ihr auf der Seite der Literarischen Weltreise 2017:  https://www.lovelybooks.de/autor/Mark-Twain/Reise-um-die-Welt-144251180-w/leserunde/1402610451/ Dann heißt es wieder einmal: Bon voyage – Buon viaggio - Have a nice trip - Tenha uma boa viagem - Приятной поездки Счастливого пути - ¡Qué tengas un buen viaje! - 旅途愉快!- すばらしい旅行をなさって下さい。- Gute Reise!  TeilnehmerInnen: AglayaAischaAischaAkanthaAleidaAmilynandimichihellianna_manna_mArbutusban-aislingeachBellisPerennisBeustBibliomaniablack_horseBluevanMeerbuchfeemelaniebuchjunkieBuchraettinc_awards_ya_sinCaillean79caratisCaro_LesemausChattysBuecherblogClaraChristina16Code-between-linesCorsicanaDajobamadanielamariaursulaDieBertaElkeEllMariaEmotionenfaanieFadenchaosfasersprosseFederfeeFornikafredhelGinevragraphida Gruenente GwenliestgsthisterikerHortensia13 ika17 IraWira kassandra1010 Kleine1984kleinechaotinkokardkale krimielseKompassqualle kruemelmonster798 lesebiene27 leseleaLeseratz_8 leukoryx Lilli33 LillySj Los_Angeles Magicsunset Mary2 Merijan MilaW miss_mesmerized monerl naninka Napally niknak OliverBaierPagina86 papaverorosso pardenPetris PMelittaM Ritjarenee sansol ScheckTinaSchlehenfeeschokolokoseschatSikalSommerlese StefanieFreigericht sursulapitschi TaluziTamiraSTanyBee taumelndundtanzendTine13 ulrikerabeValabevanessabln wandablue Waschbaerin Wedma Wickie72 Wiebke_Schmidt-Reyer Xirxe Yolandezessi79

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  • eine sehr berührende Familiengeschichte

    Sterne über Lissabon

    Monalisa73

    16. February 2018 um 09:48

    Wenn ein geliebter Mensch von uns geht, tauchen Bilder auf wie dieser Mensch früher war und wie man ihn sah. Doch wenn sich dann herausstellt, dass es in Wirklichkeit jemand anderes wahr, als man ihn kannte, fängt man an, in die Vergangenheit einzutauchen und Antworten auf Fragen zu suchen.So ergeht es auch Tess in diesem Buch. Ihr Großvater ist gestorben, zu dem sie ein inniges Verhältnis hatte, und beim aussortieren in seinem Haus, in dem Tess viele Jahre ihrer Kindheit verbrachte, findet sie einen Fado-Text. Ein Lied das einen sehr bewegenden Text hat. Was Tess veranlasst die Herrkunft dieses Liedes erfahren zu wollen. Ihre Suche führt sie bis nach Lissabon. In dieser Stadt verunglückte ihre Mutter vor Jahren tragisch. Es wird in diesem Buch eine Geschichte eines Mannes erzählt, der vor den Nazis flieht, um irgendwo in der Welt frei arbeiten zu können. Er gelangt bis nach Lissabon und findet stattdessen die große Liebe. Es ist sehr emotional, berührend geschrieben. Die triste Stimmung und die Angst unter  den Flüchtlingen in Lissabon ist deutlich zu spüren. Die Beschreibungen der Stadt Lissabon damals und heute lassen im Kopf einen aufwühlenden Film entstehen, der einen noch eine Weile begleitet. Es ist keine leichte Lektüre. Doch ist man erst in die Geschichte eingetaucht, lässt sie einen nicht mehr los. Es ist eine wirklich wahrhaftig schwermütige Geschichte über die Liebe und das Leben.

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    • 2
  • Sterne über Lissabon

    Sterne über Lissabon

    Leylascrap

    25. January 2018 um 10:23

    Rezension: Tess findet einen alten Fado-Text, der von ihrem Großvater sein muss. Dabei kann sie sich nicht erinnern, dass er je groß was schrieb. Ihre Tante Rose schickt sie nach Lissabon um etwas über die Familiengeschichte raus zu bekommen. Dabei kommt einiges ans Tageslicht, wobei sich Tess nicht immer sicher sein kann, ob es der Wahrheit entspricht. Auch gefällt ihr nicht alles, was zum Vorschein kommt. Sie fängt an, an einiges zu zweifeln, auch an ihre Beziehung zu Adrian.  Meine Meinung: Das Buch sollte man unbedingt gelesen haben. Eine tolle Geschichte angefangen bei einen gefundenen Fado-Text, der die Tess nach Lissabon führt, wo nicht nur ein Familiengeheimnis über ihren Großvater verborgen liegt, sondern auch ihre Mutter vor Jahren verstarb. Eine emotionale Reise in die Vergangenheit, die auch ihr eigenes Leben in Frage stellt.  Die Geschichte ist flüssig geschrieben, so das man nicht den Faden verliert und einfach am Ball bleiben möchte. Ich konnte mich gut in die Protagonistin hineinversetzen und ist einen ans Herz gewachsen. Das einzige, was mir nun gefehlt hatte ist, was macht Tess am Ende. Also welchen Weg sucht sie sich aus für ihr Leben. Das hängt so ein wenig nach bei mir. 

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  • Lissabon als Ausgangspunkt für eine Familiengeschichte

    Sterne über Lissabon

    leserattebremen

    16. January 2018 um 15:35

    Tess ist unzufrieden mit ihrer Beziehung und ihrem Leben. Als ihr Großvater stirbt, findet sie beim Aufräumen des Hauses einen alten Fado-Text auf Deutsch, geschrieben wohl von ihrem Großvater. Diese melancholische Musik und die kreative Ader wollen so gar nicht zu dem Großvater passen, den Tess gekannt hat und so macht sie sich auf den Weg nach Lissabon. Über diese Stadt flohen ihre Großeltern damals in die USA. Und in Lissabon kam Tess‘ Mutter bei einem Unfall ums Leben. Tess macht sich auf, die Geheimnisse ihrer Familie zu ergründen. „Sterne über Lissabon“ von Manuela Martini ist eine spannende und bewegende Familiengeschichte über die Wirren des Zweiten Weltkriegs und die Unplanbarkeit der Liebe. Tess Großeltern lebten so ganz anders, als sie dachte und in Rückblenden erfährt der Leser viel über die Jahre der Flucht, den Kampf um ihre Liebe und wie sie langsam an den Verhältnissen zerbrechen. Auch ihre Mutter taucht in der Geschichte auf, die bereits Jahre zuvor auf der Suche nach der Familiengeschichte war, bevor sie ums Leben kam. Tess ist sehr unsicher und regelrecht hilflos, doch mit der Zeit wird stärker, Lissabon verändert sie und zeigt ihr Möglichkeiten auf, die sie in den USA nicht gesehen hat. Die Geschichte ist sehr flüssig und gut lesbar geschrieben, die Passagen über Lissabon haben mir besonders gut gefallen, da vor dem inneren Auge wirklich die Stadt auferstand mit ihren Gassen, Winkeln und Treppen, so wie ich sie auch selbst in Erinnerung hatte. Ein wenig verkommen, aber wahnsinnig bunt, belebt und gleichzeitig melancholisch wie der Fado. Manuela Martinis Roman „Sterne über Lissabon“ ist ein gelungener Roman über eine junge Frau, die herausfinden will, woher sie kommt und dabei einige Überraschungen erlebt. Dass sie sich in ihrer Beziehung so apathisch gibt und keine eigenen Träume zu haben scheint, fand ich bei der Lektüre etwas anstrengend, ansonsten hat mir der Roman sehr gut gefallen. 

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  • Ein Roman über eine Familiengeschichte

    Sterne über Lissabon

    ejtnaj

    14. January 2018 um 13:13

    Als Tess zusammen mit ihrer Tante den Nachlass ihres Großvaters sichtet findet sie einen Fado-Text. Der Text hat es ihr sofort angetan, als ihre Tante den Vorschlag macht nach Lissabon zu reisen um mehr über den Text zu erfahren stimmt sie nach kurzer Überlegung zu. In Lissabon stößt sie auf die Spur ihrer Mutter die dort vor vielen Jahren tödlich verunglückt ist. Aber Tess kommt auch der Geschichte ihrer Großeltern näher und sie erfährt einiges was sie wohl so nie erwartet hätte. Vorab erstmal der Hinweis dieser Roman hier ist schon im Jahr 2015 mit dem Titel „Die Handschuhmacherin“ erschienen. Mich persönlich hatte der Roman aus dem Grund angesprochen da es sich um einen Familienroman handelt der auf zwei Zeitstränge aufgebaut ist. Der Einstieg ins Buch ist mir leider nicht so leicht gefallen wie ich es mir gerne gewünscht hätte und so habe ich mich auch den ganzen Roman über recht schwer getan mit dem Lesen. Die Handlung ist nicht nur auf die zwei Zeitstränge aufgebaut sondern auch auf drei Erzählstränge. Den von Eleonore kann man allerdings am besten auseinanderhalten, aber bei den anderen beiden Erzählsträngen war dies Leider nicht so einfach. Der Roman war zwar in fünf Teile unterteilt und hier gab es auch Kapitel die z.B. in Lissabon gespielt und hier gab es auch Kapitel die z.B. in Lissabon gespielt haben. Aber die Abschnitte zwischen Vergangenheit und Gegenwart waren nur durch einen kleinen Abschnitt getrennt und teilweise war es nur „ein Absatz“ und man ist in der vorherigen Zeitschiene geblieben und da man nie wusste wann es einen Wechsel gibt hat mich dies doch etwas im meinem Lesefluss gehindert. Man konnte dem Handlungsverlauf zwar recht gut folgen, doch manche Entscheidungen die getroffen wurden konnte ich nicht immer so einfach nachvollziehen. Der Spannungsbogen war wirklich bis zum Schluss gespannt und so konnte man sich so seine Gedanken machen wie sich wohl alles entwickeln wird. Die Figuren fand ich alle recht gut und anschaulich beschrieben, so dass man sie sich während des Lesens gut vorstellen konnte. Mit Tess bin ich bis zum Schluss des Romans leider nicht so ganz warm geworden, aber dies ist ja auch immer Ansichtssache. Die Handlungsorte fand ich zwar gut beschrieben, doch für mich persönlich sind sie etwas blass geblieben. Man konnte sie sich aber trotzdem gut vor dem inneren Auge entstehen lassen. Alles in allem habe ich mit dem Roman unterhaltsame Lesestunden verbracht, aber da er mich nicht zu 100% überzeugen konnte vergebe ich vier von fünf Sternen.

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  • Verschlungene Familienpfade

    Sterne über Lissabon

    Marapaya

    13. January 2018 um 16:59

    Romane, die in Spanien oder Portugal während des 2. Weltkrieges spielen, sind gefühlt gerade der Renner auf dem Buchmarkt. Erst kürzlich habe ich die „Spanische Tänzerin“ gelesen und davor einen Spionage Thriller von Arturo Pérèz-Reverte. Als ich bei „Sterne über Lissabon“ über die ersten Kapitel hinaus war, dachte ich schon etwas enttäuscht, dass es nun wohl wieder in die ähnliche Richtung gehen wird. Manuela Martini hat mich allerdings eines Besseren belehrt. Jedes Mal wenn ich dachte, so wird es nun weitergehen oder das steckt hinter dem Geheimnis, hat sie eine andere Richtung eingeschlagen und mich abblitzen lassen. Mit ein paar Vermutungen hatte ich schon recht, aber die Autorin hat es mir eben nicht zu leicht gemacht und das Lesevergnügen aufrecht gehalten. Besonders sympathisch ist mir die Protagonistin. Tess ist Lifestyle-Journalistin, verlobt mit ihrem Collegefreund Adrian und hängt in einem Leben fest, aus dem sie nicht den Mut hat sich zu befreien. Tess' deutsche Großeltern sind in den ersten Jahren des 2. Weltkrieges über Portugal nach Amerika ausgewandert. Nun ist der geliebte Großvater gestorben und die demente Großmutter erinnert sich im Altersheim nur noch ganz selten daran, dass sie überhaupt eine Enkelin hat. Tess Mutter verunglückte vor fast 20 Jahren tödlich in Lissabon und nun wird Tess von ihrer karriereorientierten Politikertante mehr oder weniger manipuliert ausgerechnet in dieser Stadt der Familiengeschichte nachzuspüren und alles nur, weil sie zwischen dem Nachlass des Großvaters ein Fado-Gedicht gefunden hatten. In Lissabon bekommt sie Matt von der amerikanischen Botschaft an die Seite gestellt und lernt außerdem einen Fado-Gitarristen kennen, der irgendwie in die Geschichte um das Fadogedicht und ihren Großvater verwoben ist. Alles ziemlich gewohnte Zutaten zu einem klassischen Liebesroman, und so erwische ich mich mehrmals dabei, wie ich leicht genervt die Augenbrauen nach oben ziehe in der Erwartung, dass die Handlung jetzt in diese eine ganz bestimmte Richtung abheben wird. Aber Martini versteht die Menschen und ihre Leser besser als ich vermute. Sie weiß, das alle von der großen Liebe träumen und das nur die wenigsten ihr wirklich begegnen und diese dann festhalten können. Ja, Tess hat alle Möglichkeiten sich neu zu verlieben und sich aus ihrer monotonen Zweckbeziehung zu lösen. Doch sie vermag dies ebenso wenig, wie damals ihr Großvater, der mit seiner Jugendfreundin ans andere Ende der Welt flüchtet, obwohl die Liebe längst schal geworden ist. Dieser schmale Taschenbuchband verbirgt viele interessante Aspekte über das Leben und die Liebe und schlägt einen historischen Bogen von 1938 bis in unsere Zeit. Klare Leseempfehlung.

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  • Familiendrama in Lissabon

    Sterne über Lissabon

    Estrelas

    07. January 2018 um 11:44

    Tess sucht in Lissabon nach Spuren ihrer Großeltern, die im zweiten Weltkrieg dorthin geflohen waren. Über die Generationen hinweg entfaltet sich eine dramatische Familiengeschichte. Die Autorin bedient sich verschiedener stilistischer Mittel, wie Tagebucheinträgen, Briefen und wechselnden Zeitebenen. Das ist eigentlich gut, teilweise aber etwas langatmig (die Großeltern sitzen Monate lang fest, ohne dass viel passiert) oder verwirrend (denn die Kapitel sind nur mit dem Ort, nicht aber mit der Zeit gekennzeichnet). Mir wirkte die Geschichte zu konstruiert, und ich konnte mit den Figuren nicht so recht mitfühlen. Tess' Liebesbeziehung beispielsweise kam so aus heiterem Himmel; das war einfach nur unglaubwürdig und fehl am Platz. Vom Hocker reißen, konnte mich dieser Roman also nicht.

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  • Familiengeschichte in drei Akten

    Sterne über Lissabon

    TheCoon

    26. December 2017 um 00:58

    Tess findet im Nachlass ihres Großvaters einen alten Fado-Text, den er während seiner Flucht aus Nazi-Deutschland in Lissabon verfasst hat. Er ist geheimnisvoll melancholisch und gibt Tess einige Fragen auf: Was hat es mit dem Text auf sich? Wie verlief die Flucht? Wie und warum kam Tess‘ Mutter in genau der gleichen Stadt ums Leben? Tess reist also nach Portugal um Antworten zu finden. Die Geschichte spielt in verschiedenen Zeitebenen und wir erfahren einiges über die Flucht aus Deutschland durch Tagebücher und Erzählungen. Der Perspektivenwechsel wird nur durch Ortsangaben aber nicht durch Personenangaben gekennzeichnet. Trotzdem erschließt sich bereits in den ersten Sätzen jedes Mal sofort wer hier gerade erzählt und in welcher Zeitebene wir uns befinden. An sich besteht die Geschichte aus drei Teilen: Tess private Geschichte und ihre Spurensuche in der Gegenwart, die Reise ihrer Mutter nach Lissabon auf der sie tödlich verunglückt als Tess 13 Jahre alt ist und die Flucht der Großeltern zur Zeit des zweiten Weltkrieges. Die Protagonisten werden nicht allzu ausführlich eingeführt, doch nach und nach enthüllen sich zumindest über Tess und ihre Großeltern mehr und mehr Hintergründe. Die übrigen Personen und auch Lissabon werden eher kurz und knapp beschrieben. Die einzelnen Erzählabschnitte sind kurzgehalten, was das Lesen abwechslungsreich und kurzweilig gestaltet. Durch den einfachen und klaren Erzählstil bleibt der Fluss schnell. Ich habe noch nie einen Roman über den zweiten Weltkrieg gelesen, in dem es um die Flucht nach Portugal ging, von daher hielt der Roman auch einige neue Facetten für mich parat. Die historischen Details bleiben eher im Hintergrund, das Unterhaltungspotential ist aber auf jeder Seite gegeben und hält die Spannung während der stückweisen Enthüllungen aufrecht.  

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  • Tess auf der Suche nach der Vergangenheit

    Sterne über Lissabon

    Engelchen07

    17. December 2017 um 13:43

    Der Großvater von Tess ist verstorben. In seinen Sachen findet Tess einen Fado-Text. Sie will sich auf die Suche nach der Herkunft des Textes machen und landet in Lissabon. Ausgerechnet in der Stadt in welcher Tess mit 13 Jahren ihre Mutter bei einem tragischen Unfall verloren hat. Das Buch ist in mehreren Zeitzonen geschrieben, was mir grundsätzlich ímmer sehr gut gefällt und ich auch sehr gerne lese. Hier habe ich mich stellenweise schwer getan. Ich konnte den verschiedenen Erzählsträngen teilweise nur schwer folgen. Dennoch hat sich das Lesen gelohnt, der Schluß war sehr interessant und aufschlußreich.

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  • Fado und Familiengeschichte

    Sterne über Lissabon

    sun_flower

    13. December 2017 um 20:27

    "Sterne über Lissabon" ist bereits früher unter dem Titel "Die Handschuhmacherin" erschienen. Tess findet im Nachlass ihres Großvaters einen Fado-Text. Fasziniert von dem melancholischen und leidenschaftlichen Text fliegt sie nach Lissabon, um sich auf die Spur ihres Großvaters zu begeben und etwas über den Tod ihrer Mutter herauszufinden. Bei der Suche stößt Tess auf die wahre Geschichte ihrer Familie. Leider hat mich das Buch nicht so wirklich überzeugt, nach einiger Zeit habe ich jedoch in die Geschichte reingefunden und es las sich ganz flüssig. Das Cover finde ich toll mit der typischen gelben Straßenbahn.

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  • Melancholisch und schön, aber...

    Sterne über Lissabon

    Josetta

    13. December 2017 um 20:00

    John Plough, ein Mann, der einst sentimentale Liedtexte verfasste? Als Tess den Fado ihres verstorbenen Großvaters in den Händen hält, kann sie nicht glauben, dass diese Worte aus seiner Feder stammten. Er war strebsam, gradlinig und erfolgreich, aber doch niemals zu solch emotionalen Worten fähig. Das Geheimnis der Vergangenheit liegt in Lissabon, einer Stadt die bereits mehrmals das Schicksal der Familie Plough beeinflusste. Und so macht sich Tess auf den langen Weg nach Portugal, um Antworten zu suchen und auch, um sich selbst zu finden. Ich lege das Buch zwiegespalten zurück ins Regal. Auf der einen Seite berührte Hans Scheugenpflug alias John Plough mein Innerstes. Ich verlor mich in seiner Lebensgeschichte, die ihn von Deutschland über Frankreich, bis nach Lissabon führte. Die Schrecken des zweiten Weltkrieges, die emotionale Folter wenn Vernunft über Gefühle siegte und das kleine Glück, welches doch immer wieder aufflammte, lassen den Roman zu einer großartigen Lektüre werden.Leider verpasste Manuela Martini diesen Charme nicht allen Hauptprotagonisten. Weder Eleonore (die Frau von Hans) noch Tess konnten Scheugenpflug ans Wasser reichen. Ich fand es fast schade, wenn die Story zurück in die Gegenwart führte. Die Zufälle, die Tess auf die Spur des Fados brachten, wirken unglaubwürdig. Die Leidensbereitschaft in ihrer Beziehung zu Adrian, ihrem Freund, übertrieben. Schlussendlich hat ihre Tante so viel amerikanisches Klischee abbekommen, dass ich mehrmals mit den Augen rollte. Ich gebe eine Leseempfehlung. Die Geschichte von Hans und seinem Fado ist es wert, dass man diesen Roman liest, zumal er gut und flüssig geschrieben wurde. Der Rest der Familiengeschichte verblasst, aber das macht nichts…  

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  • Sterne über Lissabon

    Sterne über Lissabon

    Booky-72

    11. December 2017 um 09:04

    Ein Liedtext aus dem Nachlass des Großvaters bringt Tess auf die Suche nach dem Ursprung danach. Sie kann nicht glauben, dass, diese Zeilen wirklich von ihm stammen können. Mit ihrer Großmutter kann sie aufgrund ihrer Krankheit darüber nicht sprechen. Den Text in Fado hat ihr Großvater damals auf der Flucht von den Nazis in Lissabon verfasst. Tess begibt sich dahin auf die spannende Suche nach Familiengeheimnissen, Liebesgeschichte und ihrem eigenen neuen Leben. Eine sehr emotionale Familiengeschichte, die besonders durch die Geschichte der Flucht der Großeltern tiefen Eindruck beim Leser hinterlässt. Nicht einfach nur ein Roman über den 2. Weltkrieg und die Zeit danach, sondern viel mehr Geschichte und Gefühle drumherum. Kann ich weiterempfehlen, denn auch der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen.

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  • Lissabon und der Fado

    Sterne über Lissabon

    Katjuschka

    08. December 2017 um 21:44

    In Chicago findet Tess im Nachlass ihres verstorbenen Großvaters einen von ihm geschriebenen und eher traurigen Liedtext und die dazu passenden Noten. Das scheint so gar nicht zu ihm zu passen.... Da Tess' Beziehung zu ihrem Freund gerade eher schlecht läuft, beschließt sie allein den Spuren von Großvater und Lied zu folgen und reist nach Lissabon. Die Stadt, in der Jahre zuvor ihre Mutter bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam. Was hatte sie damals eigentlich nach Lissabon geführt? Dort angekommen lernt sie u.a. den Fado kennen und erfährt bemerkenswertes über das Lied des Großvaters und entdeckt dabei ein bisher gut gehütetes Familiengeheimnis. Mit dem, was Tess außerdem über die Vergangenheit der Großeltern erfährt, damit hat sie nicht gerechnet! "Sterne über Lissabon" ist ein ruhiges Buch voller leiser Töne. Die Sehnsucht und die Melancholie eines Fado scheinen sich auf den Schreibstil übertragen zu haben. Die geschichtlichen Ereignisse um Nazi-Deutschland und die anschließende Flucht der Großeltern durch halb Europa werden mit allen psychischen Strapazen sehr deutlich geschildert. Man kann die Ängste, Hoffnung und Zweifel jederzeit klar nachvollziehen. Die finale Auflösung um die Geschehnisse von damals hatten sich zwar irgendwann abgezeichnet, aber man ist trotzdem gespannt, wie genau es sich zugetragen hat! Auch die Geschichte um die Mutter von Tess ist sehr interessant in die Handlung mit eingebaut. Ich hatte zu Anfang etwas Schwierigkeiten in die Geschichte zu finden (deshalb muss ich 1☆ abziehen), aber es wurde dann besser ;-)

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  • Spuren der Vergangenheit

    Sterne über Lissabon

    Langeweile

    08. December 2017 um 17:37

    Als Tess gemeinsam mit ihrer Tante Rose den Haushalt ihres verstorbenen Großvaters auflöst, findet sie einen alten handgeschriebenen Fado Text. Sie kann sich gar nicht vorstellen, dass dieser von ihrem Großvater verfasst worden ist, weil ihr eine solche Seite an ihm völlig fremd ist. Gerne hätte sie mit ihrer Großmutter Eleonore darüber gesprochen, diese versinkt jedoch in einem Pflegeheim immer tiefer in ihrer Demenz. Tess Neugier ist geweckt und sie begibt sich auf Spurensuche nach Lissabon. Was sie dort erfährt, hätte sie in ihren kühnsten Träumen nicht erwartet. Meine Meinung: Der Autorin ist es gut gelungen, eine weitverzweigte Familiengeschichte sehr emotional zu schreiben. Die Geschichte wechselte ständig zwischen Chicago, Lissabon und zum Ende auch Patagonien. Das besondere Flair von Lissabon wurde sehr gut eingefangen. Die Darstellung der besonderen Liebesgeschichte in schwierigen Zeiten ist ebenfalls gelungen. Auch wenn der Schreibstil gut und flüssig war, hatte ich doch zu Beginn einige Probleme. Das lag zum einen an den wechselnden Zeiten und an der Vielzahl der Personen. Nachdem ich mich jedoch eingelesen hatte, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Fazit: Eine besondere Liebesgeschichte mit viel geschichtlichen Hintergrund.

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  • Fado in Buchstaben - eine ungewöhnliche Familiengeschichte

    Sterne über Lissabon

    ElkeMZ

    06. December 2017 um 12:50

    Die junge Amerikanerin Tess findet nach dem Tod ihres Großvaters einen Fado-Text, den dieser offensichtlich, auf seiner Flucht vor den Nazis, in Lissabon verfasst hat, und der merkwürdig wenig in das Bild passt, das sich die Enkelin bisher von ihrem Großvater gemacht hat. Da sie selbst gerade in einer schwierigen Beziehung steckt und von Selbstzweifeln geplagt ist, außerdem ihre Mutter seinerzeit in Lissabon verunglückt war, entschließt sie sich, dorthin zu fliegen und Nachforschungen anzustellen. Mit Hilfe ihrer Tante und einigen glücklichen Zufällen gelingt es ihr tatsächlich das Rätsel um den Großvater und ein großes Familiengeheimnis zu lüften, was ihr selbst dann hilft, ihren eigenen Weg zu gehen. Manuela Martini hat hier einen sehr interessanten, atmosphärisch außerordentlichen und bis zum Schluss spannenden Familien – und Liebesroman geschrieben, dessen flüssige Sprache und abwechslungsreiche Struktur ihn angenehm lesbar macht (,auch wenn man sich schon konzentrieren muss – es ist kein Buch für oberflächliches Lesen.) Es gibt nicht nur mehrere Charaktere und Generationen (die Großeltern, die Mutter, Tess selbst), deren Geschichten im Wechsel erzählt werden, das Ganze berührt auch drei verschiedene Jahrzehnte und erstreckt sich über vier Länder, die Protagonisten leben in Deutschland, in Frankreich, in Portugal und schließlich in Amerika. Diese Orte dienen aber letztlich nur als Kulissen, um das eigentliche Thema darzustellen, wobei Lissabon und der Fado in diesem Buch eine besondere Rolle spielen, sozusagen die Hauptdarsteller sind, an denen sich alles entspinnt. Für mich geht es um die wichtigen Lebensentscheidungen, die man zu treffen hat, die große Liebe und die Lebenslügen, (die es uns scheinbar einfach machen), und die Gefahr ihnen zu erliegen. Die Geschichte der Familie ist dabei voller Wendungen und entwickelt so bis zum Schluss einen Sog, dem man sich schwer entziehen kann. Man "muss" weiterlesen, die Geschichte bleibt spannend, auch die Auflösung ist eher ungewöhnlich, das fand ich insgesamt gut.Das Beste an diesem Roman ist für mich aber die außergewöhnliche Stimmung, die Atmosphäre die es entfaltet – ja, man kann Fado nicht nur singen, sondern auch erzählen, das hat Manuela Martini hier unter Beweis gestellt.Ein paar Mängel hat das Buch aber meiner Meinung nach auch, deshalb nur 3,5 Sterne von mir. Der Klappentext hatte mir suggeriert, dass es hier hauptsächlich um den Großvater auf seiner Flucht aus Nazideutschland geht, mit entsprechenden politischen Umständen und vielleicht Bezügen zu heute, z.B. durch Schilderungen von Wohn- und Lebensbedingungen der Flüchtlinge damals. Das wird aber nur am Rande berührt, und ich empfinde die Schilderungen, egal, ob es sich um Paris oder Lissabon, damals oder im Heute, handelt, als sehr klischeehaft. Das hat mich während des Lesens richtig gestört. (Ich kenne Lissabon seit 35 Jahren und kann nur sagen, "es ist nicht nur Fado", und mehr als die paar beschriebenen Örtlichkeiten "wie aus dem Touristenprospekt." Vielleicht ist das mein "persönliches Ding", aber ich hätte mir eine differenziertere Darstellung der Örtlichkeit, und auch der Portugiesen, gewünscht.)Umgekehrt ist manche ausführliche Darstellung von Personen und ihren Gedankengängen eher überflüssig, mir sind zum Beispiel die Funktionen der Tante, von Matt und Louis, oder auch dem russischen Maler, nicht so ganz klar geworden. Ich empfinde sie fast als Ballast, den es so detailliert jedenfalls nicht gebraucht hätte, um die Geschichte zu erzählen. Die vergleichsweise wichtige Figur des Karl wird dagegen relativ schnell "abgehandelt", der Hintergrund bei ihm hätte durchaus detaillierter, verständlicher sein können. Am Ende hat mich auch etwas gestört, dass doch arg viele Zufälle zur Auflösung der Rätsel bemüht werden – Lissabon ist ja kein Dorf, selbst die Altstadt ist größer, als sie in diesem Roman erscheint, mir persönlich alles ein bisschen weit weg der Realität. Dennoch mochte ich das Buch gern lesen, und denke, dass es denjenigen, die geheimnisvolle Familiengeschichten mögen, interessante Unterhaltung bieten kann. Empfehlen würde ich es in jedem Fall jedem, der Fado mag, denn wie die Autoren diese Musik als Erzählton im Hintergrund mitschwingen lässt, hat mich durchaus beeindruckt, und das, obwohl ich selbst keine Fado-Liebhaberin bin. Ein ungewöhnlicher Familienroman mit etwas viel Konstruktion und einem mir fremden Lissabon, trotzdem gut erzählt - das wäre mein Fazit.

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