Tiefe Schuld

von Manuela Obermeier 
4,2 Sterne bei92 Bewertungen
Tiefe Schuld
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Hennies avatar

Gekonnt geschrieben von einer Fachfrau! Realistisch, menschlich, empfehlenswert - Krimi und Liebesroman

vronika22s avatar

Erneut ein unterhaltsamer Krimi um Toni Stieglitz, aber nicht ganz so spannend wie Band 1

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Inhaltsangabe zu "Tiefe Schuld"

Im Wald wird eine halb entkleidete Frauenleiche gefunden, deren Verletzungen auf jahrelange Misshandlungen hindeuten. Kommissarin Toni Stieglitz nimmt sich des Falles an – mit bitterem Beigeschmack: Ihr eigener Exfreund war gewalttätig, böse Erinnerungen werden wach. Der Ehemann der Toten wird sofort ins Visier genommen. Doch verdächtigt Toni den Partner des Opfers bloß aufgrund ihrer eigenen Vergangenheit, und ist der Fall in Wahrheit viel komplizierter? Rechtsmediziner Dr. Mulder könnte Klarheit für Toni schaffen, sowohl beruflich als auch privat …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783548288635
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:400 Seiten
Verlag:Ullstein Taschenbuch Verlag
Erscheinungsdatum:16.06.2017

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    jenny_wens avatar
    jenny_wenvor einem Jahr
    Toni konnte mich auch in Band 2 nicht überzeugen

    Toni hat es in den vergangenen Jahren nicht wirklich leicht gehabt. Ihr gewalttätiger Ex-Freund macht ihr nach wie vor das Leben zur Hölle. Das einzige, was sie einigermaßen aufrecht hält, ist ihre Arbeit. Doch die Frauenleiche, die im Wald gefunden wurde, und deren Verletzungen sie sieht, lässt sie schnell glaube, dass der Mann der Toten der Täter ist. Für Toni deutet alles darauf hin. Doch ist dem wirklich so oder verrennt sie sich, wegen ihrer eigenen Vergangenheit?
    Die Autorin hat in diesem Buch eigentlich genau da weiter gemacht, wo sie im ersten Band aufgehört hat. Die privaten Probleme der Hauptprotagonistin Toni standen Anfangs absolut im Vordergrund, wodurch sich für mich die ersten 150 Seiten ziemlich zäh dahin zogen. Ich hatte schon im ersten Band geschrieben, dass ich es nicht mag, dass die privaten Probleme sich so dermaßen in den Vordergrund drücken und schieben, dass für den eigentlichen Fall kein Platz mehr ist. Nach den ca. 150 Seiten wurde es besser, aber nicht viel.  Die Alleingänge der Hauptprotagonistin waren auch dieses Mal wieder ein wenig daneben, manchmal sogar nervig. Ich glaube, im realen Leben kann man sich Alleingänge nicht erlauben. Toni wurde in diesem Buch auch wieder dafür gerügt, aber scheinbar hat sie nichts dadurch gelernt. Sie gibt sich zwar reumütig, aber das war nicht glaubhaft für mich.
    Leider war auch ab einer bestimmten Stelle für mich klar, wer der Mörder oder die Mörderin sein musste und ich hatte am Ende Recht behalten. Schade eigentlich, denn ich möchte eigentlich das ganze Buch über rätseln, wer der Mörder ist und was seine Beweggründe waren.


    Leider war für mich keine Besserung im zweiten Band zu merken. Toni hat sich nicht wirklich weiter entwickelt, nach wie vor wirkte sie auf mich eintönig. Schade, aber mehr als 3 Sterne sind nicht drin.

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    Blackfairy71s avatar
    Blackfairy71vor einem Jahr
    Der zweite Fall für Toni Stieglitz

    Inhalt: Im Wald bei München wird eine halbendkleidete Frauenleiche gefunden, deren Verletzungen auf jahrelange Misshandlungen hindeuten. Kommissarin Antonia "Toni" Stieglitz nimmt sich des Falles an - mit bitterem Beigeschmack: Ihr eigener Exfreund war gewaltig, böse Erinnerungen werden wach. Der Ehemann der Toten wird sofort ins Visier genommen. Doch verdächtigt Toni ihn bloß aufgrund ihrer eigenen Vergangenheit und ist der Fall in Wahrheit viel komplizierter? Rechtsmediziner Dr. Mulder könnte Klarheit für Toni schaffen...sowohl beruflich als auch privat...

    Nach "Verletzung" ist dies der zweite Fall für die Münchener Kommissarin Toni Stieglitz. Und aufgrund ihrer eigenen Erlebnisse ist es dieses Mal nicht leicht für die, objektiv zu bleiben. Das erkennt auch ihr Chef, der mehr als einmal versucht, sie von dem Fall abzuziehen. Aber er weiß auch, dass Toni eine gute Polizistin ist und lässt sie nach deutlichen Ermahnungen weitermachen. Irgendwann stellt sich Toni auch selbst die Frage, ob sie wirklich auf der richtigen Spur ist oder sich nicht doch in etwas verrennt.
    Mit der Anzeige gegen ihren Exfreund Mike war für Toni ein wichtiger Schritt getan, aber sie befürchtet auch, dass dieser ihr das Ganze nicht so einfach durchgehen lässt und macht sich Gedanken wegen ihrer langsam aufkeimenden Gefühle für Mulder, die sie nicht mehr leugnen will.

    Insgesamt fand ich diesen Krimi gut, allerdings plätscherten die ersten rund 100 Seiten mehr oder weniger so dahin. Es lohnt sich aber, durchzuhalten, denn es wurde schließlich doch noch interessanter und ein paar Wendungen sorgten besonders zum Ende hin für die nötige Spannung. Im Endeffekt lag ich zwar richtig mit meiner Vermutung, wer der Täter ist, aber trotzdem habe ich zwischendurch ein paar Mal geschwankt, als neue Erkenntnisse durch die Ermittlungsarbeit auftauchten. 
    Manuela Obermeier ist selbst Polizistin und weiß also, wovon sie schreibt, was man durchaus merkt, wenn es um den Polizeialltag geht und die oft mühsame Kleinarbeit. 
    Witzige Dialoge zwischen den Kollegen im Team lockern die Geschichte auf und das macht das Ganze unterhaltsam. 
    Der Schreibstil ist flüssig und anschaulich, die knapp 400 Seiten kann man rasch "weglesen".

    Bei Toni war ich ein wenig zwiespältig. Einerseits mochte ich sie schon im ersten Teil, andererseits ist ihr Verhalten gerade hier teilweise sehr unprofessionell. Das ist natürlich ihrer Vergangenheit zuzuschreiben, aber ich bin nicht sicher, ob man so jemanden in der Realität dann nicht doch von den Ermittlungen abzieht. 

    Fazit: Ein unterhaltsamer Krimi, der aber erst im Verlauf der Geschichte Fahrt aufnimmt. 

    Kommentare: 5
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    tigerbeas avatar
    tigerbeavor einem Jahr
    Tolle Fortsetzung

    Cem und Fabian gehen ihrem Hobby nach. Geocachen. Doch diesmal finden sie keinen Schatz, sondern eine Frauenleiche. Die Kommissarin Antonia Stieglitz nimmt die Ermittlungen auf. Aufgrund ihrer privaten eigenen Erfahrungen hat sie für sich den Täter schnell gefunden: der gewalttätige Ehemann. Es stellt sich jedoch die Frage, ob sie nicht zu voreilig war....

    Dies ist der zweite Fall für Antonia, doch es macht keinerlei Probleme sich in die Charaktere zu versetzen. Antonia wird so gut beschrieben, daß man ihr und ihrem Problem auch ohne Vorkenntnisse gut folgen kann. Auch vom Schreibstil her ist dieses Buch sehr angenehm zu lesen. Nicht zu schwer, aber auch nicht zu plump. Durch die persönliche Seite von Antonia bekommt dieses Buch noch eine ihm eigene Spannung, die mich wirklich begeistert hat. 

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    G
    Gisevor einem Jahr
    Ein schwieriger Fall für Kommissarin Toni Stieglitz

    Als im Wald eine Frauenleiche gefunden wird mit vielen Anzeichen von jahrelangen Misshandlungen, wird es hart für Kommissarin Toni Stieglitz, denn ihr Ex-Freund war mehrfach gewalttätig zu ihr. Für Toni steht deswegen schnell fest, dass der Ehemann der Toten der Täter ist, doch ihre Kollegen bemühen sich, ihr einerseits zur Seite zu stehen und andererseits gewissenhaft auch in andere Richtungen zu ermitteln. Der Fall scheint viel komplizierter als auf den ersten Blick zu erkennen ist.

    Toni Stieglitz ist eine bemerkenswerte und engagierte Kommissarin, die zwar nicht immer in Absprache mit ihrem Chef ermittelt, von ihm aber jede erdenkliche Hilfe und viel Verständnis erhält. Dadurch hat sie den nötigen Spielraum, auch mal völlig unorthodoxe Methoden anwenden zu können, selbst wenn ihr Chef das nicht gerne sieht. Auch ihr Privatleben kommt nicht zu kurz in der Geschichte. Sowohl der berufliche Anteil wie auch der private sind sehr glaubhaft dargestellt, so dass die Story eine solide Grundlage erhält und die Protagonisten durchweg authentisch wirken. Anders als im ersten Band ist Toni Stieglitz nicht mehr ganz so impulsiv und agiert etwas überlegter, sie ist eingebettet in ein Team, das sie auch in schwierigen privaten Situationen unterstützt. Das macht sie glaubhafter als im ersten Band dieser Reihe. Ihre persönliche Betroffenheit hindert sie manchmal, über den Tellerrand hinauszusehen. Dennoch lässt sie sich von ihren Kollegen überzeugen, auch mal eine andere Sichtweise zuzulassen. Dieser innere Konflikt bringt noch eine besondere Note in die Geschichte hinein. Insgesamt also ein spannender Krimi, bei dem die Seiten nur so dahinfliegen. Die Geschichte ist in sich abgeschlossen, so dass man dieses Buch auch unabhängig vom Vorgänger gut lesen kann.

    Dieser Band gefällt mir besser als der erste, hier ist die Gestalt der Kommissarin etwas besser ausgefeilt. Damit kann ich diesen Band guten Gewissens weiterempfehlen.

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    maeddsches avatar
    maeddschevor einem Jahr
    Zerrüttete Familie

    Das Buch:

    In "Tiefe Schuld" von Manuela Obermeier geht es um den zweiten Fall der Münchner Kommissarin Toni Stieglitz. Im Wald wird eine Frauenleiche gefunden, deren Körper Merkmale jahrelanger Misshandlungen aufweist. Für Toni scheint der Fall klar: der offensichtlich gewalttätige Ehemann muss der Täter sein - aber ist die Lösung wirklich so einfach?

    Mein Eindruck:

    Zu Beginn versprach das Buch sehr spannend zu werden, was sich leider im Laufe der Geschichte nicht bewahrheitete. Die Handlung und Spannungskurve nimmt leider sehr rapide ab, was vor allem daran liegt, dass mehr Toni's Privatleben im Fokus steht, als der eigentliche Fall.
    Noch dazu ist mir Toni charakterlich alles andere als sympathisch und ich habe mich immer wieder gefragt "sowas soll Kommissarin sein?". Aufgrund ihrer eigenen Erfahrung mit häuslicher Gewalt verbeißt sie sich total in den Ehemann als Täter, was irgendwann einfach nur noch nervig ist - Objektivität = Fehlanzeige. Ich kann mir kaum vorstellen, dass ein Vorgesetzter sowas wirklich dulden würde, bei allem Verständnis für ihre Vergangenheit. Auch die ständigen Alleingänge und das Abwehren jeglicher Hilfe waren sehr anstrengend. Toni wirkte auf mich eher wie ein trotziger Teenager, als wie eine erwachsene und beruflich erfolgreiche Frau.
    Dass ich den ersten Teil nicht kenne, war kein Nachteil. Zwar gibt es einige Andeutungen, diese schaden dem Verständnis aber nicht.
    Ansonsten lässt sich das Buch schnell und flüssig lesen, was vor allem an dem einfachen Schreibstil der Autorin liegt.

    Mein Fazit:

    Der Mordfall war vielversprechend und hatte Potenzial für eine tolle Story. Die charakterliche Darstellung von Toni und der Fokus auf ihr Privatleben haben dieses jedoch zunichtegemacht.

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    vronika22s avatar
    vronika22vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Erneut ein unterhaltsamer Krimi um Toni Stieglitz, aber nicht ganz so spannend wie Band 1
    gut geschrieben und unterhaltsamer Krimi!

    Dies ist bereits der zweite Krimi um die Ermittlerin Toni Stieglitz.
    Man kann diesen Band unabhängig von Band 1 "Verletzung" lesen, da beide in sich abgeschlossen sind. Meiner Meinung nach ist es aber besser, zuerst den ersten Band zu lesen, damit man Toni besser verstehen kann. Von ihrem Privatleben wird doch einiges an Wissen vorausgesetzt. Aber für den Fall selbst ist es unerheblich.

    Zwei Jugendliche finden im Wald beim Geocoaching eine Leiche.
    Als Toni zum Tatort kommt, merkt sie sehr schnell, dass die Frauenleiche Verletzungen hat, die auf jahrelange Misshandlung hindeuten. Toni selbst befand sich vor einiger Zeit in einer ähnlichen Lage und es kommen schnell alte Erinnerungen hoch.
    Ist aus diesem Grunde der Ehemann der Leiche für Toni der Hauptverdächtige? Wird sich dieser Verdacht bestätigen?

    Der Schreibstil von Manuela Obermeier gefällt mir sehr gut. Sie versteht es ihre Krimis sehr unterhaltsam zu gestalten, so dass sie sich richtig gut lesen lassen. Außerdem baut sie immer humorvolle Stellen in den Text mit ein, die einem schmunzeln lassen.

    Ich bin auch diesmal wieder sehr gut in das Buch reingekommen. Die vielen kurzen Kapitel tragen zum Lesefluss bei. Es kommt direkt von Anfang an Spannung auf. Und obwohl die Spannung bis zum Ende erhalten bleibt, ist dies doch ein wenig mein Kritikpunkt. Die Spannung könnte meiner Meinung nach durchaus noch etwas mehr sein. Der Schreibstil ist etwas ausschweifend und der private Rahmen, so vor allem die Beziehung zu Mulder, nimmt etwas zu viel Platz ein. Dies geht dann auf Kosten der Krimihandlung und der Spannung.

    Auch gibt es zu wenig Verdächtige, so dass das Ende weitgehend vorhersehbar ist - auch wenn es am Ende noch einen kleinen Showdown und eine kleine Überraschung gibt.

    Auch wenn mich das Buch nicht ganz so fesseln konnte wie Band 1, so vergebe ich trotzdem 4 Sterne, da der Schreibstil einfach so unterhaltsam und gut zu lesen ist, dass ich ruckzuck durch die knapp 400 Seiten durch war.
    Und auf jeden Fall freue ich mich auch schon auf eine Fortsetzung!

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    trollchens avatar
    trollchenvor einem Jahr
    Taffe Kommissarin

    Tiefe Schuld
    Herausgeber ist Ullstein Taschenbuch (16. Juni 2017) und hat 400 Seiten.
    Kurzinhalt: Im Wald wird eine halb entkleidete Frauenleiche gefunden, deren Verletzungen auf jahrelange Misshandlungen hindeuten. Kommissarin Toni Stieglitz nimmt sich des Falles an – mit bitterem Beigeschmack: Ihr eigener Exfreund war gewalttätig, böse Erinnerungen werden wach. Der Ehemann der Toten wird sofort ins Visier genommen. Doch verdächtigt Toni den Partner des Opfers bloß aufgrund ihrer eigenen Vergangenheit, und ist der Fall in Wahrheit viel komplizierter? Rechtsmediziner Dr. Mulder könnte Klarheit für Toni schaffen, sowohl beruflich als auch privat …
    Meine Meinung: Ich habe schon das erste Buch der deutschen Autorin gelesen, „ Verletzung“ und wurde auch diesmal nicht enttäuscht. Die Protagonistin Toni ist auch diesmal die Erzählerin aus ihrer Perspektive. Der Schreibstil ist locker und die Kapitel sind relativ kurz. Auch die Gespräche sind sehr nett, auch sehr humorig. Die Protagonistin hat sehr viele private Probleme und dies merkt man auch, denn dem Leser kommt sie nicht sehr sympathisch herüber. Und sie ist auch nicht sehr professionell, denn ehe sie objektiv ihre Ermittlungen angeht, vergeht sehr viel Zeit. Aber dies war schon im ersten Fall so. Und da sie ja eher der Typ Einzelgänger ist, hat sie sehr viele Probleme auf Arbeit und auch zwischenmenschlich. Denn für sie steht der Täter ziemlich schnell fest und ehe sie von der Position abrückt, dauert es sehr. Und da würde ich sie als Leser gern mal schütteln, denn dies ist offensichtlich, aber sie reagiert nicht. Auch das Thema ist diesmal sehr heftig, denn häusliche Gewalt ist nicht ohne, auch damit hat Toni schon Bekanntschaft gemacht.
    Mein Fazit: Ein guter zweiter Teil der Autorin, den es sich lohnt zu lesen. Das einzige, was mich einfach nervte, ist die Sturheit der Ermittlerin, die vieles in Schubladen steckt und gut ist. Aber ich vergebe gute 5 Sterne und würde auch einen weiteren Fall von der Kommissarin lesen, denn taff ist sie auf jeden Fall.

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    gesils avatar
    gesilvor einem Jahr
    Zu sehr aufs Privatleben der Ermittlerin ausgerichtet

    Eine Frauenleiche, deren Anblick böse Erinnerungen in Toni Stieglitz weckt, wird im Wald gefunden. Anscheinend war Julia Kröger vor ihrem Tod wiederholt Opfer von brutalen Misshandlungen. Für Toni ist der Schuldige auch schnell ausgemacht: Wer anders als der Ehemann hätte die Gelegenheit? Doch welches Motiv soll der Mann, den alle als friedfertig bezeichnen, gehabt haben?

    Erst die Untersuchung von Julias Laptop bringt die Polizei auf eine andere – heiße? - Spur. 


    „Tiefe Schuld“ war nach „Verletzung“ der zweite Kriminalroman von Manuela Obermeier mit Toni Stieglitz als Protagonistin, aber der erste, den ich gelesen habe. 

    Vielleicht lag es an der Unkenntnis über den ersten Fall, dass ich mit der Person der Kommissarin nicht warm werden konnte. 

    In meinen Augen hat sie sich – sicherlich beeinflusst durch ihre persönlichen Erfahrungen – viel zu schnell und vehement auf den Ehemann der Toten als Täter festgelegt, nur um dann, als ein zweiter Verdächtiger auftaucht, ebenso felsenfest von dessen Schuld überzeugt zu sein. Genau so stelle ich mir Polizeiarbeit nicht vor! 

    Überhaupt nahm Toni Stieglitz' privaten Probleme meiner Meinung nach einen zu großen Raum ein. Hier und da überkam mich das Gefühl, dass dadurch die Klärung des Mordes in den Hintergrund rückte. Das sollte in einem Krimi aber nicht passieren. Dafür kam die Lösung dann auf den letzten Seiten wie plötzlich aus dem Hut gezaubert. Zwar nachvollziehbar, aber ich hätte mir im Laufe der Handlung mehr Hinweise darauf erhofft, denen die Polizisten dann hätten nachgehen können. 

    So war „Tiefe Schuld“ nur ein Krimi unter vielen, der mir nicht lange im Gedächtnis bleiben wird.

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    silvandys avatar
    silvandyvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein spannender Regionalkrimi
    Tiefe Schuld

    Dies ist der zweite Teil mit der Hauptkommissarin Toni Stieglitz. Ich habe bereits den ersten Band gelesen und muss sagen, dass mir der zweite Fall fast noch besser gefallen hat. Man kann problemlos beide Fälle unabhängig voneinander lesen.
    Beim Geocaching finden zwei Jugendliche in einem Waldstück die Leiche einer Frau. Die Frau hat Verletzungen, die Misshandlungen vermuten lassen. Das erinnert Toni an ihre eigene Vergangenheit.
    Manuela Obermeier hat einen flüssigen Schreibstil, so dass man sofort in diesen Krimi eintaucht.
    Die Ermittlerin Toni hat zwar ihre ganz eigene Art, mit der sei bei so manchem Kollegen aneckte, aber ich fand sie authentisch gezeichnet und sympathisch. Überhaupt fand ich, dass die Autorin die Protagonisten gut herausgearbeitet hat.
    Die Story selber ist spannend und es ist nicht zu verheimlichen, dass Manuela Obermeier die Polizeiarbeit nicht unbekannt ist. Die Ermittlungen führen einmal quer durch die Stadt München und dem Leser wird das ganze Ausmaß des Falles erst nach und nach bekannt. Der Spannungsbogen erhört sich dadurch und wird bis zum Ende gehalten.
    Ich hab diesen Krimi mit hohem Unterhaltswert in einem Rutsch durchgelesen, da ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte.
    Für diesen Regionalkrimi gibt’s deshalb von mir verdiente 5 Sterne.

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    M
    moosrosevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Geht unter die Haut
    Geht unter die Haut

    Die Kriminalkommissarin hat es tatsächlich geschafft ihren Exfreund, welcher sie regelmäßig verprügelt hatte, anzuzeigen und sich somit von ihm endgültig zu lösen. Dennoch lässt diese schlimme Erfahrung Toni einfach nicht los, denn bei dem neuen Fall identifiziert sie sich unterbewusst mit dem misshandelten Opfer und sie fühlt sich mehr als dazu berufen, dem Peiniger das Handwerk zu legen. 

    Im zweite Band der Toni-Stieglitz-Reihe von der Autorin Manuela Obermeier wird an den ersten Band angeknüpft, so dass es meines Erachtens erforderlich ist, sich diesen unbedingt noch vor dem Lesebeginn dieses Buches zu gönnen, da es sonst ggf. nicht viel Sinn macht aufgrund der 'Andeutung' des Verbrechers im Debüt. Sowas hatte ich bereits bei einem anderen Autor, da habe ich mit dem dritten Band angefangen und von den beiden ersten Exemplaren bereits die Lösung präsentiert bekommen, obwohl die mittlerweile bei mir schon im Schrank standen. Solche Spoiler sind für mich ein No-Go. Nichts desto trotz ist das Buch sehr lesenswert, da es eine gekonnte Mischung aus Krimi und auch Liebesroman ist. 

    Leseempfehlung: positiv 

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