Manuela P. Forst Der Orden der Andala

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Inhaltsangabe zu „Der Orden der Andala“ von Manuela P. Forst

Dämonische Kreaturen, die vor Jahrhunderten in die Hölle verbannt wurden, fallen mit einem Mal wieder in Simnath ein. Gleichzeitig breitet sich die Wüste unnatürlich schnell aus, wodurch der letzten Zuflucht der Menschen eine Hungerkatastrophe droht.
Ianett fühlt sich gerade bei diesen unwirtlichen Bedingungen zuhause. Seit Kindesalter in der Obhut der Priesterinnen des Ordens der Andala, betet sie die Göttin der Wüste an. Und Goblins sowie Mantikore können die geübte Kämpferin kaum erschrecken. Gemeinsam mit ihrer treuesten Freundin, der Berglöwin Tikha, durchstreift sie das Land im Auftrag ihres Ordens. Ihr sehnlichster Wunsch ist es, selbst zur Priesterin geweiht zu werden. Doch eine düstere Weissagung droht sich schon bald zu erfüllen.

Ein Fantasy-Roman geschrieben und illustriert von Manuela P. Forst

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  • Rezension zu "Der Orden der Andala" von Manuela P. Forst

    Der Orden der Andala

    VeroG

    17. May 2011 um 10:09

    Ein Fantasy Roman mit einem hübschen Cover, auch von der Autorin gestaltet, allerdings sehr anfällig gegenüber allen mechanischen Beschädigungen – man sieht jeden Kratzer. Ich lernte die Protagonisten dieses Buches erstmals bei einer Lesung der Autorin kennen. Die erste Überraschung lauerte schon nach wenigen Seiten: Ich hatte mir nämlich wirklich Gedanken darüber gemacht, warum eine Berglöwin ausgerechnet „Tiger“ heißen musste. Tut sie nicht. Sie heißt Tikra! Vielleicht in Hinblick auf Lesungen und oft nicht gerade exzellente Akustik und Mikrofone kein so günstiger Name. Ianett, aufgezogen von Priesterinnen des Wüstenordens der Andala, betet die Göttin der Wüste an. Männer kennt sie kaum, denn im Kloster gibt es nur Frauen und die wenigen, die sie in ihrem bisherigen Leben in der Wüste getroffen haben mag, waren Soldaten oder Räuber, denen das Leben und die Würde einer Frau wenig galten. Sie töten und vergewaltigen. Doch selbst vor diesem Hintergrund erscheint es wenig glaubhaft, dass Ianett keine Ahnung hat, wie Kinder normalerweise gezeugt werden und glaubt, dass sie direkt von der Göttin abstammt. Immerhin ist sie zweiundzwanzig Jahre alt. Bei einer Auseinandersetzung mit Soldaten trifft sie auf einen Mann, für den sie sofort Zuneigung verspürt, obwohl er dasselbe mit ihr tun will, wie alle Soldaten. Doch als ihre Kleidung zerreißt und er ihr Medaillon sieht, das sie seit sie denken kann, um den Hals trägt, erkennt er, dass sie seine Schwester sein muss. Ianett ist in der Folge zerrissen zwischen der Erkenntnis, dass sie doch nicht das Kind einer Göttin sein kann und einen Bruder hat, der den verhassten Soldaten angehört, und dem Wunsch, ihren Ordensschwestern zu glauben, die sie von Kindesbeinen an indoktriniert haben. Der weitere Verlauf der Handlung zeigt, dass eine Betrachtung mit ein wenig Abstand meist zu etwas mehr Überblick führt. Die Geschichte ist spannend geschrieben. Die Handlung, obwohl sie bekannten Mustern folgt, doch abwechslungsreich und schlüssig. Im Gegensatz zu vielen anderen bei BoD verlegten Büchern ist das Buch auch gut lektoriert und nahezu fehlerfrei. Einzig das perspektivische Schreiben ist der Autorin noch nicht ganz in Fleisch und Blut übergegangen. Denn wenn Ianett aus ihrer Perspektive mit vier Angreifern kämpft und einen niederstreckt (Seite 5), dann kann der nächste Satz nicht lauten: „Die Welt verschwand durch den Blutschleier vor seinen Augen, als er verzweifelt nach seiner Waffe tastete.“ Das ist ein unmotivierter Perspektivenwechsel. In diesem Fall müsste man es etwa so formulieren: „Blut rann über seine Augen. Vermutlich tastete er aus diesem Grund verzweifelt nach seiner Waffe.“ Das ist auch aus Ianetts Perspektive wahrnehmbar.

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