Manuela Rüther Bitter - Der vergessene Geschmack

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Inhaltsangabe zu „Bitter - Der vergessene Geschmack“ von Manuela Rüther

Bitter, dieser fast vergessene Geschmack, erlebt auf kulinarischem und gesundheitlichem Gebiet eine Renaissance. Während die Bitterstoffe aus unserem Kulturgemüse fast gänzlich herausgezüchtet wurden, bietet insbesondere der Süden Europas ein Füllhorn von Bittergemüsen und Zitrusfrüchten, und auch unsere heimischen Waldund Wiesenkräuter stecken voller gesunder Bitterstoffe. Das Buch zeigt die unglaubliche Vielfalt an Nahrungsmitteln mit mehr oder weniger ausgeprägter Bitternote. Beginnend mit nur leicht bitteren Zutaten steigert sich der Bittergehalt von Kapitel zu Kapitel und führt Schritt für Schritt an den ungewohnten Genuss heran. Dabei kommen auch Süßspeisen und leckere Getränke, von gesunden Smoothies über Aperitifs bis zu Hochprozentigem, nicht zu kurz. Abgerundet wird das Buch durch eine »bittere« Hausapotheke. Informative Texte erklären sensorische, kulinarische und kulturgeschichtliche Zusammenhänge.

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  • Bitter - Der vergessene Geschmack

    Bitter - Der vergessene Geschmack
    tardy

    tardy

    22. December 2016 um 11:13

    Bitter als Geschmacksrichtung hat in meinem Leben schon immer eine große Rolle gespielt. Ich bin auf dem Land aufgewachsen und habe oft mit meinem Opa im Frühling die ersten Kräuter, wie z.B. Löwenzahn, für einen Wildspinat gesucht. Im Sommer wurden dann Blüten und Kräuter für Tee gesammelt und im Herbst wurden diverse Wurzeln ausgegraben. Jetzt lebe ich in der Großstadt und habe seit über zwanzig Jahren eine regionale Biokiste abonniert, die mich mit Gemüse versorgt. Darum habe ich auch voller Spannung auf dieses Kochbuch gewartet, denn gerade, aber nicht nur, im Winter ist meine Kiste immer üppig mit "Bitterstoffen" bestückt. Und ich wurde nicht enttäuscht! Das Kochbuch "Bitter - Der vergessene Geschmack" von Manuela Rüther ist im AT-Verlag erschienen. Der Rezeptteil ist unterteilt in folgende Kapitel, die sich nach dem Grad der Bitterkeit orientieren:Bitter für AnfängerAromatisch bitterBitter für FortgeschritteneBitter-süss und salzigTrink bitterBitter-ApothekeDer Teil für Bitter-Neulinge hat mich sehr überrascht, denn in vielen erwähnten Gemüsen hätte ich keine Bitternote erwartet. Hier findet man Spargel, Sellerie, Sprossen, um nur einige zu nennen. Im Aromatisch-Bitter Teil wird es etwas schärfer. Hier spielen neben Meerrettich, Rettich, Radieschen, Senf und Rüben die Hauptrolle.Bitter für Fortgeschrittene ist den Bittersalaten, wie Chicorée oder Puntarelle gewidmet, aber auch Wildkräuter finden ihren Platz.Die Bitter-süss und salzig Rezepte kombinieren geschickt die drei Geschmacksrichtungen miteinander. Früchte, wie die Grapefruit, vereinen schon zwei der drei Geschmacksrichtungen.Und was wäre Bitter ohne Getränke. Kaffee, Tee, Smoothies, Aperitiv und Cocktail. Alles ist möglich.Der letzte Abschnitt erinnert mich wieder an meine Kindheit, hier hat die Hausapotheke ihren Einzug gehalten. Manuela Rüther zeigt uns die heilende Wirkung vieler Wildpflanzen.Im Vorwort erzählt uns die Autorin, wie sie diesen vergessenen Geschmack entdeckt hat. Auf den nächsten Seiten wird bitter definiert und ausführlich erklärt. Dem Rezeptteil folgen Quellenhinweise, Buchempfehlungen und ein alphabetisches Register.Die Rezepte sind übersichtlich gegliedert und von ansprechenden, perfekt designten Bildern begleitet, die äußerst appetitanregend sind. Zusätzlich finden sich fast immer Tipps für Variationen, interessante Informationen zu den Zutaten und Hinweise zum Bitterfaktor und wie man ihn verändern kann. Die Rezepte klingen plausibel und gut nachkochbar. Die Zutaten müsste man, bis auf einige wenige, in jedem gut sortiertem Supermarkt bekommen. Auch der Wochenmarkt erscheint mir als eine gute Quelle und vieles findet man einfach in der freien Natur. Die Autorin nennt auch noch einige Bezugsquellen im Anhang.Natürlich habe ich auch gekocht! Radicchio und Birnen waren in meiner Kiste. Auf Seite 132 bin ich fündig geworden: Flammkuchen mit Radicchio, Blauschimmelkäse und Birnen. Diese Kombination ist für mich nicht unbedingt etwas Neues, aber erstmalig mit einem Hefeteig. Wie erwartet ist er perfekt gelungen, die Süße der Birnen harmoniert exzellent mit dem deftigen Käse und der Bitternote des Salats. Der Teig lässt sich leicht ausrollen und ist nach dem Backen schön knusprig. Ich freue mich schon darauf noch viele der hier vorgestellten Gerichte auszuprobieren und auf das Frühjahr. Denn ich habe mir fest vorgenommen, wieder in die Fußstapfen meines Opas zu treten und selbst Kräuter zu sammeln für Tees und Tinkturen. Das Buch ist eine Bereicherung für jede Küche, perfekt als Geschenk und bietet viele Tipps und Ideen für Köche, die Wert legen auf Qualität, Herkunft und Wirkung ihrer Gerichte.

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  • Der vergessene Geschmack

    Bitter - Der vergessene Geschmack
    ForeverAngel

    ForeverAngel

    19. October 2016 um 10:07

    Immer mal wieder stelle ich euch zwischendurch verschiedene Kochbücher vor. Besonders gerne tue ich das jetzt, in der nass-kalten Jahreszeit, in der es für mich kaum etwas Schöneres gibt, als am Herd neue Rezepte auszuprobieren. Neben internationaler Küche und diversen Diäten, die kommen und gehen, zeichnet sich ein neuer Kochbuchtrend ab: Geschmacksqualitäten. Vor ein paar Wochen haben ich Würzig! für euch besprochen (neuerdings gilt ja umami als fünfte Geschmacksqualität, was gut in die Sparte Würzig passt). Jetzt ist die zweite von fünf Geschmacksqualitäten an der Reihe: bitter. Manuela Rüthers Kochbuch Bitter - Der vergessene Geschmack  widmet sich genau diesem Thema. Irgendwann im Laufe der letzten Jahrzehnte ist es modern geworden, Bitterstoffe aus Kulturgemüse herauszuzüchten. Kaum ein Supermarktgemüse (abgesehen vielleicht von Chicorée-Salat) wird gekauft, weil es so herrlich bitter ist. Vor allem im Süden Europas kommen nun aber bittere Obst- und Gemüsesorte wieder in Mode. Zum Glück. Denn Bitterstoffe geben so manchem Essen erst den richtigen Kick, wie ich finde. Manuela Rüther unterteil ihre Rezepte nach verschiedenen Bittergraden, sodass wirklich jeder mit dem vergessenen Geschmack experimentieren kann.     Bitter für Anfänger,     Aromatisch Bitter,     Bitter für Fortgeschrittene,     Bitter-süß und salzig,     Trink bitter!,     Bitter-Apotheke Unter Bitter für Anfänger zählen beispielsweise Zutaten wie Spargel, Oliven(öl) oder auch ganz klassisch das Bier. Bei Bitter für Fortgeschrittene findet man unter anderem meinen heiß geliebten Chicorée, Löwenzahn, Endivie oder auch Radicchio. Zu den bittersüßen Zutaten zählen etwa die Grapefruit und die Bitterschokolade, zu bitteren Getränken gehören unter anderem Kaffee und grüner Tee. Viele Zutaten also, die einige von uns ohnehin regelmäßig verwenden. Besonders nennenswert finde ich auch, dass Mauela Rüther viel wert auf gute Qualität legt und noch einmal erklärt, dass bei vielen Produkten Bioqualität unerlässlich ist: für den Geschmack und die eigene Gesundheit.   Die Rezepte sind vielfältig und abwechslungsreich. Manche kann man das ganze Jahr über zaubern, andere sind durch ihre Zutaten jahreszeitenabhängig. Unter den Rezepten finden sich beispielsweise Stängelkohl mit Curry, Kokos und Cashewkernen (91), Campari-Granité (157), Flammkuchen mit Radicchio, Blauschimmelkäse und Birne (132), Überbackener Chicorée (124) oder Conchiglie alla catalogna (118). Zwischen den Rezepten finden sich immer ein paar Erklärungen zu den Zutaten, die in die jeweilige Kategorie kommen. Wann und wo etwas wächst, wo die Bitterstoffe stecken, welche Vitamine und andere Stoffe in den Zutaten stecken. im Kapitel Bitter-Apotheke werden auch die medizinischen Wirkungen einiger bitteren Pflanzen vorgestelt. Dazu kommen frische, ansprechende Food-Fotos und ein relativ schlichtes Text-Layout, das durch einen Hauch grün aufgelockert wird. Bitter gefällt mir ausgesprochen gut und es ist ein Kochbuch, in das ich diesen Herbst noch oft einen Blick werfen werde. Gerade für die kalte Jahreszeit sind viele Gerichte dabei, die genau meinen Geschmack treffen. (c) Books and Biscuit

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