Manuela Reibold-Rolinger

 4.7 Sterne bei 3 Bewertungen

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Manuela Reibold-RolingerDas war im Plan nicht eingezeichnet
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Das war im Plan nicht eingezeichnet
Das war im Plan nicht eingezeichnet
 (3)
Erschienen am 04.10.2016
Manuela Reibold-RolingerDie Bauretter: 22 Tipps zum "Bauglück" - Enhanced Edition -
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Die Bauretter: 22 Tipps zum "Bauglück" - Enhanced Edition -

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Rezension zu "Das war im Plan nicht eingezeichnet" von Manuela Reibold-Rolinger

Für Bauherren der perfekte Ratgeber
Jana_Zimmermannvor 2 Jahren

Zunächst einmal: Ich hege nicht den Wunsch zu bauen oder mir eine Eigentumswohnung zuzulegen. Und nach diesem Buch ist dieser Wunsch auch eher nicht gewachsen. Und dennoch habe ich das Buch „Das war im Plan nicht eingezeichnet – Meine Erlebnisse als Bauretterin“ von Manuela Reibold-Rolinger regelrecht verschlungen. Denn jedes einzelne, in dem Buch geschilderte Schicksal ging mir ganz schön nah. Ich bin ja immer der Meinung, dass Menschen respektvoll miteinander umgehen sollten, aber wenn die Geldgier siegt, ist meistens von Respekt keine Spur mehr. Und in den einzelnen Fällen, die die Autorin Manuela Reibold-Rolinger schildert, geht es eher weniger um Menschlichkeit seitens der Unternehmen. Manuela Reibold-Rolinger hat in ihrem Buch wirklich von ihren gravierenden Fällen berichtet – bis hin zu Selbstmord, Scheidungen und Privatinsolvenzen. Es gibt aber auch positive Verläufe, wie man im letzten Kapitel lesen kann. Als Bauherr kann man hier sehr viel lernen, denn auch diese sollten sich vorbildlich verhalten, damit am Bau so wenig wie möglich schief läuft. Für mich ist das Buch „Das war im Plan nicht eingezeichnet – Meine Erlebnisse als Bauretterin“ ein sehr guter Ratgeber, den man sich bei einem Bedürfnis nach einem Eigenheim gern man zu Gemüte führen sollte. Ich jedenfalls, konnte sehr viel lernen, auch wenn ich wohl nicht in absehbarer Zeit einen Grundstein legen werde. Aber in dem Buch geht es auch um mehr: Menschlichkeit, Verständnis, Empathie, Psycholigie – alles wird seitens der Verbraucheranwältin geliefert.

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R_Mantheys avatar

Rezension zu "Das war im Plan nicht eingezeichnet" von Manuela Reibold-Rolinger

Über den Mut zur Lücke in Bauverträgen
R_Mantheyvor 2 Jahren

Zugegeben, dieser Satz besitzt auch einen gewissen Mut zur Lücke, aber er beschreibt, wenn auch nicht sehr treffend, die formale Ursache für viele Katastrophen, die offenbar ahnungslose Bauherren heimsuchen. In ihrem Buch schildert die auch aus dem Fernsehen als "Bauretterin" bekannte Autorin einige auf den ersten Blick ziemlich extreme Fälle völlig schiefgelaufener Versuche, zu einem Eigenheim zu kommen. 

Aus diesen Katastrophen kann man durchaus etwas lernen, wenn man sich mit dem Gedanken trägt, ein Haus zu bauen. Zunächst versteht man mit jedem der beschriebenen Fälle mehr und mehr,  wie man es auf keinen Fall angehen sollte. Und am Ende zeigt die Autorin einen vernünftigen Weg, der zwar teurer und aufwendiger, dafür aber sicherer ist. Das ist kurz gesagt der Inhalt dieses kleinen Büchleins. 

Bei der Altersvorsorge und beim Hausbau kommt es bei vielen Zeitgenossen zu einem merkwürdigen Verhalten. Je höher die Summen, um die es geht, desto größer wird die (objektive) Risikobereitschaft. Menschen lassen sich zur Unterschrift unter geradezu abenteuerliche Verträge hinreißen und wundern sich dann anschließend über die absehbaren Katastrophen. Zu der eigenen fachlichen Überforderung, die oft in einer Art geistigen Erstarrung mündet, gesellt sich ein typisch deutscher Staatsglaube, aus dem naiv geschlussfolgert wird, dass das deutsche Recht alle Schlechtigkeiten dieser Welt  schon irgendwie ausschließen wird. 

Die Autorin, eine erfahrene Rechtsanwältin, bekämpft in ihrem Buch in jedem Kapitel diesen fatalen Irrglauben. Der Leser findet dort ein mahnendes Beispiel: ein elfjähriger Prozess, in dem die Kläger letztlich Recht bekommen. Doch der ihnen zugesprochene Schadensersatz nützt ihnen gar nichts, weil die drei verklagten Firmen inzwischen nicht mehr existieren. Stattdessen sitzen sie nun auf einer riesigen Rechnung ihrer Anwälte. Den Gerichtsweg möglichst zu vermeiden, ist ein Ratschlag, der wohl dennoch auf viele taube Ohren treffen wird, denn zur juristischen Unerfahrenheit und dem kindlichen Glauben an das deutsche Rechtssystem kommen bei den Betroffenen noch Wut und der ungestillte Wunsch nach Gerechtigkeit. 

Wenn man seine gesamte finanzielle Lebensleistung in ein Hausprojekt steckt sollte man sich erst recht so verhalten, wie man es im Alltag tut, wo man die Dinge überblickt. Besitzt man nicht die Kompetenz, Bauverträge zu verstehen (was offenbar der Normalfall ist), dann muss man sich diese Kompetenz eben kaufen und wachsam bleiben, sonst kann im Erstfall das Restleben zu einer einzigen Katastrophe werden. Diese Botschaft ist der Kern dieses lehrreichen Buches. 

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