Manuela Reichart Zehn Minuten und ein ganzes Leben

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Inhaltsangabe zu „Zehn Minuten und ein ganzes Leben“ von Manuela Reichart

'Es ging immer nur um die Liebe.' Der Geburtstagswalzer damals. Die strahlenden Kinderaugen morgens beim Toben im Bett. War das das Glück? Eine Frau erinnert sich an ihr Leben. Was bleibt von der Liebe und vom Älterwerden zu zweit, von Freundschaft und Familie? Was bleibt von all den Träumen und Hoffnungen, die man einmal hatte? In ihrer hinreißenden Prosa erzählt Manuela Reichart von der Flüchtigkeit des Lebens, dessen Illusionen und Klischees im Rückblick ebenso kostbar sind wie die kurzen Momente des Glücks.

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  • Eine sprachlich knappe Annäherung an ein Leben, ein ganz normales Frauenleben

    Zehn Minuten und ein ganzes Leben

    WinfriedStanzick

    07. May 2014 um 11:59

      Eine Frau liegt im Krankenhaus. Sie wird sterben. Angehörige (?) sind bei ihr, würden gerne noch einmal mit ihr sprechen, sind aber davon überzeugt, dass die Sterbende sie nicht mehr hören kann. Es ist 21.45 Uhr.   Zehn Minuten später ist die Frau tot: „Das war es. Wie spät ist es? 21 Ihr 55. Fünf vor zehn. Es ist zu Ende. Was hat sie gesagt? Hast du es verstanden? Sie hat doch etwas gesagt. Ruf die Schwester. Tanzen – ich hab ‚Tanzen‘ verstanden. Tanzen? Das kann nicht sein. Ich wollte noch einmal mit ihr sprechen. Sie so vieles fragen.“   Vielleicht war es Manuela Reichart selbst, die da am Sterbebett ihrer Mutter(?) sitzt und über versäumte Gespräche trauert. Vielleicht hat sie sich eine solche Situation auch nur vorgestellt, als sie die fragmentarischen Gedanken der sterbenden Frau in ihren letzten zehn Lebensminuten aufschreibt. Zehn Minuten, in denen „ein ganzes Leben“ vorbeizieht. Erinnerungen an die Kindheit, an die erste Liebe, die Tanzstunde, gewonnene und noch mehr verlorene Lieben, Glücksmomente und noch mehr Enttäuschungen. Begegnungen und verpasste Gelegenheiten, Einsichten und Glaubenssätze, Zweifel und Verzweiflung.   Es ist eine sprachlich knappe Annäherung an ein Leben, ein ganz normales Frauenleben, in dem es immer nur um die Liebe ging, meist um die, die sich nicht erfüllte. Doch an der Schwelle des Todes tanzt sie hinüber: „Ja, ich schwebe. Wie seltsam. Alles ging so schnell: Das wäre es also.“   Und ein wunderschönes Gedicht von Rainer Maria Rilke begleitet sie: „Nun wachen wir mit den Erinnerungen und halten das Gesicht an das, was war; flüsternde Süße, die uns einst durchdrungen, sitzt schweigend neben mit gelöstem Haar.“

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  • Heute radiert gestern aus

    Zehn Minuten und ein ganzes Leben

    dicketilla

    02. March 2014 um 14:24

    “Heute radiert Gestern aus, und morgen verliert man die Erinnerung an heute.” ( S. 22 ) Sie liegt im Sterben, es ist viertel vor zehn, und ihr Leben läuft in Momentaufnahmen vor ihr ab. Und sie sieht sich als Vierjährige , blond gelockt, und der erste Liebeskummer, da er sie für eine Dunkelhaarige verließ. Ihr Herz gebrochen wurde, nachdem man ihren Hund getötet hatte, angeblich erlöst. Erste Verliebtheit, Traum vom gemeinsamen alt werden, verlassen werden, um andere zu verlassen. Die Eifersucht ihres Mannes, jeden Schritt kontrollierend, sie von den Freunden fern hält, ihre Sehnsüchte ignoriert, und ihm dennoch treu bleibt, obwohl Gelegenheiten bestanden. Die Kinder, die ihren Hilferuf nicht erhören, in Geschäftigkeit versinken. Doch wie wäre ihr Leben verlaufen, hätte sie von Anfang an den richtigen Satz gesagt, der ihr bis zum Ende versagt blieb. Ein schmales Buch mit gerade einmal 110 Seiten. 70 kurze Momentaufnahmen schildern. Einige wenige Zeilen lang, dennoch Teil ihres Lebens. Manuele Reichardt schreibt in wunderschönen Worten, in Prosa erzählt sie von flüchtigen Momenten. Ein Rückblick , und die Frage was vom Leben bleibt, ob Träume, Hoffnungen, die eigenen Kinder Glück bedeuten. Ein nachdenklich machendes Buch. “Das Leben ist kein Roman, es ist eine Aneinanderreihung von mehr oder weniger pointenlosen Kurzgeschichten.” ( S.12 

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  • Rezension zu "Zehn Minuten und ein ganzes Leben" von Manuela Reichart

    Zehn Minuten und ein ganzes Leben

    goldfisch

    06. June 2012 um 11:29

    Eine Frau liegt im Sterben. Sie hält Rückschau auf ihr Leben.Was bleibt, sind die Erinnerungen an gute Tage und schlechte Tage. Hat man sich immer richtig entschieden ? Was wäre, wenn? Ein leider, etwas oberflächliches Buch. Ich finde ,dass man aus dem Thema "mehr" machen könnte.

  • Leserkommentare zu Zehn Minuten und ein ganzes Leben von Manuela Reichart

    Zehn Minuten und ein ganzes Leben

    Joaquin Muenchenbach

    01. June 2012 um 17:19 via eBook 'Zehn Minuten und ein ganzes Leben'

    Was für ein ungewöhnliches Buch. Was für ein Leuchten in dieser Trauer. Worte wie Blüten auf einem tiefen, dunklen Teich.

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