Mara Erlbach

 4 Sterne bei 118 Bewertungen
Autorenbild von Mara Erlbach (©Copyright: Andrew Tan)

Lebenslauf von Mara Erlbach

MARA ERLBACH, geboren 1982, studierte Bibliothekswesen sowie Medienwissenschaften in Hamburg – aber eigentlich nur aus Vernunft, wie sie sagt. Denn bereits seit ihrer Jugend wusste sie, dass sie Autorin werden wollte. Irgendwann nahm sie all ihren Mut zusammen, kündigte, und schrieb ein Buch. Nach einigen historischen Romanen, die unter anderem Namen im Blanvalet Verlag erschienen sind, verwirklichte sie mit dem Verfassen eines Fantasy-Romans nun einen weiteren langgehegten Traum - die Verschmelzung von Mittelalter und Magie. Mara Erlbach hat eine Schwäche für alte Kirchen, saure Süßigkeiten und Bäume. Wenn sie nicht gerade mit dem Schreiben eines neuen Buches beschäftigt ist, empfängt sie am liebsten die eigene Großfamilie in ihrem alten Haus, das selbst viele Geschichten erzählen könnte.

Alle Bücher von Mara Erlbach

Cover des Buches Die Gabe des Winters (ISBN: 9783734161933)

Die Gabe des Winters

 (118)
Erschienen am 30.09.2019

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Rezension zu "Die Gabe des Winters" von Mara Erlbach

Trotz Ähnlichkeit zu der Schönen und das Biest so gar nicht märchenhaft
Juli91vor 2 Monaten

Seit 10 Jahren liegt der ewige Winter über Nurias Heimat. Verantwortlich dafür ist der Herrscher Tarik, der den Dorfbewohnern mit dem ewigen Winter ihre magischen Gaben genommen hat, denn er fürchtet die Magien. Seitdem kämpft Nurias Familie um ihr Überleben bei ewiger Kälte und ständigem Hunger. Doch es kusiert der Glaube an die Wintergabe. Sollte es jemandem gelingen die Burg des bösen Herrschers zu betreten, so bekäme dieser die Wintergabe. Damit könnte es gelingen, Tarik Einhalt zu gebieten und den Winter zu beenden. Eines Tages wird Nuria von Tarik und seinen Wachen bei der Jagd - die den Dorfbewohnern eigentlich strengstens verboten ist - erwischt. In der Konsequenz nimmt Tarik sie für alle Ewigkeit mit auf die Burg, ohne Hoffnung auf Rückkehr. Lord Tariks Plan dahinter eröffnet sich bald, denn Nuria ist der verstorbenen Herrscherin Miriam wie aus dem Gesicht geschnitten. Da Lord Tarik die Welt im Glauben lässt, Miriam sei bloß krank, soll nun Nuria ihren Platz einnehmen. 


Wie meine Inhaltsangabe vielleicht schon kenntlich macht, gibt der Klappentext nicht wirklich wieder, worum es in diesem Buch eigentlich geht. Im Fokus steht der Tod der ehemaligen Herrscherin Miriam und die Tatsache, dass Nuria ihr wie aus dem Gesicht geschnitten ist und darum ihren Platz einnehmen soll. Es ist eher eine Art "Schöne und das Biest"-Erzählung, der wir hier folgen dürfen, wobei es auch noch gilt, die Geheimisse um Miriams Tod und um die Wintergabe zu lüften. Und auch einige der Burgbewohner scheinen ein Päckchen an schwerwiegenden Geheimnissen mit sich rumzutragen.


Das erste Manko dieses Buches ist es also, dass ich etwas völlig anderes erwartet hatte - vor allem mehr Abenteuer. Die meiste Zeit spielt sich die Handlung jedoch auf der Burg ab. Die Parallelen zu "Die Schöne und das Biest" sind wirklich unübersehbar. Währenddessen ermittelt Nuria noch ein kleinwenig wie in einem Kriminalfall, denn schließlich gilt es noch herauszufinden, wer Miriam auf dem Gewissen hat. 


Wie der Klappentext ausnahmsweise richtig suggeriert, gibt es hier auch eine Liebesgeschichte - bei dem Plot natürlich auch vorhersehbar. Die Liebesgeschichte fand ich überzeugend, wenn auch in einigen Zügen dann etwas kitschig. Ein größeres Problem hatte ich aber mit unserer Protagonistin Nuria. Ich konnte sie einfach nicht ins Herz schließen. Ihre Bockigkeit ging mir oft auf die Nerven und auch ihre Überreaktionen konnte ich nicht leiden. Ihr Handeln und Sagen leuchtete mir nicht immer so richtig ein. 


Auch der Spannungsbogen bleibt eher auf einem niedrigen Niveau. Zum Ende hin gibt es noch einmal einen Höhepunkt, wobei an der Stelle inzwischen einiges zum Ausgang vorhersehbar ist. Im letzten Viertel wird dann auch noch mal unnötig dramatisiert, wobei das "Drama" nur auf Missverständnissen beruht und darauf, dass Nuria eine schlechte Zuhöherin ist und andere nicht ausreden lässt. Das lässt große Teile der Geschichte etwas an den Haaren herbeigezogen wirken. Leider kann ich daher nicht mehr als 3 Sterne geben.

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Rezension zu "Die Gabe des Winters" von Mara Erlbach

Winterliche Magie
Sina_Sivor 2 Monaten

Ich habe diese Geschichte sehr gemocht. Sie hat mich in eine fantastische Winterwelt eintauchen lassen. Es gibt diese Bücher, in denen man nach ein paar Seiten bereits mitten im Geschehen ist. Manchmal habe ich die Schneeflocken und den eisigen Wind auf meiner Haut gespürt.


"Die Gabe des Winters" startet gut, verliert sich zwischendurch ein wenig. Aber die Längen sind nur ein kleines Manko, denn das Finale ist sehr spannend und emotional.

Daher gibt es vier Sterne von mir und eine klare Leseempfehlung Fantasy-Leser.

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Rezension zu "Die Gabe des Winters" von Mara Erlbach

So viel mehr als es im Klappentext zu sein scheint
rosybooksvor 2 Monaten


Wir lernen Nuria kennen, welche sich von der ersten Seite an mit ihrem mutigen und zielstrebigen Charakter nicht viel sagen lässt. Sie lebt in einem Dorf, in dem ihr Vater der Dorfvogt ist und ihr Bruder Justor hat einen sehr eigenwilligen Charakter, wodurch er seiner Schwester einiges verbieten will. 

Die Sorge der Menschen wird klar, sie leiden Hunger und Nuria reitet oft aus, um auf die Jagd zu gehen. Als sie sich wieder einmal ohne Erlaubnis in den Wald begibt, trifft sie auf den Lord, welcher von allen gefürchtet ist. Nach dieser Begegnung beginnt der Teil des Buches, in dem die Handlung ihren Lauf nimmt und es wird von Kapitel zu Kapitel spannender.

So angsteinflößend, wie er auch scheint, so fasziniert ist Nuria von ihm auf eine Art, die von der Autorin sehr gut in die Wege geleitet wird. Es ist nicht Liebe auf den ersten Blick, sondern vielmehr Hass, den die Protagonistin auf den Herrscher verspürt, der die Menschheit im Stich gelassen hat, nachdem seine Gemahlin erkrankt ist. 

Das ist ein Punkt, der mir in der Geschichte besonders gut gefällt. Der Part der Liebesgeschichte ist zwar ein wichtiger Teil, jedoch trägt Nuria keine rosarote Brille wie es in vielen anderen Geschichten der Fall ist.

Ihr unabhängiges und selbstsicheres Verhalten macht sie zu einer sehr interessanten Protagonistin, mit der man sich gut identifizieren kann, besonders durch die Wut, die sie ihm gegenüber verspürt. 

Ein riesengroßer Pluspunkt ist der Schreibstil der Autorin. Sie beschreibt alles so unglaublich bild- und lebhaft, dass das Gefühl von dem frostigen Reicht, der finsteren Burg und jedem einzelnen Schauplatz der Geschichte unfassbar schön rüberkommt.

Teilweise hatte man das Gefühl, selber in den von ihr so poetisch beschriebenen Wäldern zu stehen und ich habe mich oft dabei ertappt, wie meine Fingerspitzen eiskalt waren, als würde ich selber inmitten der Schneewehen sein. 

Es ist wahrscheinlich angelehnt an the Beauty and the Beast, was dem ganzen einen noch märchenhafteren Touch verleiht. 


Der Wendepunkt der Geschichte kam sehr überraschend und am Ende werden alle Fragen, die man beim Lesen hatte, gelöst - mit einer Auflösung, die erschreckend und meiner Meinung nach wirklich gut war. 

So ist das Gefühl, einige Sachen voraussehen zu können, direkt verschwunden und hat den Leser (mich zumindest) ziemlich fassungslos und überrascht zurückgelassen.

Der einzige Punkt, der mich ein wenig stört, ist die Schnelligkeit am Ende. Es wird viel aufgelöst und gerade auf den letzten Seiten kam ein bisschen viel dazu, was man gut noch auf mehrere Kapitel hätte verteilen können - oder sogar auf einen zweiten Teil.

Dazu gehört zum Beispiel auch die Liebesgeschichte und einige Rätsel, die ich natürlich nicht Spoilern werde, welche ein kleines bisschen übereilt aufkamen oder vielleicht schon etwas früher im Buch hätten erwähnt werden können.


Nichtsdestotrotz war die Geschichte einfach nur magisch und gehört zu meinen Highlights für den Winter! Ich kann sie euch allen nur ans Herz legen, sie verdient viel mehr Aufmerksamkeit! 

Eines der Bücher, in die man von der ersten bis zur letzten Seite versunken ist und danach am Liebsten direkt wieder in die Welt eintauchen würde. 

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