Mara Ferr 41 Rue Loubert

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Inhaltsangabe zu „41 Rue Loubert“ von Mara Ferr

Achtzehn Männer aus erlauchten Kreisen verschwinden innerhalb eines Jahres in Paris. Die Spuren führen Inspecteur Marcel in die Rue Loubert Nummer 41 zu Louise. Sie hat dort ein edles Privatbordell eingerichtet und sich selbst in vierzig Jahren von der einfachen Prostituierten zur Grande Dame des Milieus aufgearbeitet – und Marcel ist davon überzeugt, dass sie eine Mörderin ist. Ein gnadenloser Kampf um die Wahrheit beginnt.

Einfach sensationell gut geschrieben und Nervenkitzel pur! Erinnert mich an Ingrid Nolls Romane!

— sommerlese

Faszinierender Krimi, wunderbarer Schreibstil

— Popi

Ungewöhnliche, unterhaltsame und leicht verruchte Kriminalgeschichte aus Paris

— krimielse

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The Ending

Sehr philosophisch veranlagter, kurzer Thriller

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Niemals

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Weniger Rätsel, trotzdem im klassischen Dan Brown-Stil spannend.

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  • Liebesdienst am Töpferofen

    41 Rue Loubert

    sommerlese

    09. March 2017 um 18:19

    Mit dem Paris Krimi "41 Rue Loubert" schrieb "Mara Ferr" im Jahre 2012 ihr Krimi-Debüt, inspiriert wurde sie durch Beobachtung der Szenerien in Pariser Straßencafés. Dieser Krimi erscheint seit 2015 im Emons Verlag. In der Pariser Rue Loubert 41 lebt und arbeitet die fast sechzigjährige Louise Prousseau. Sie kam vor über 40 Jahren als mittelloses leichtes Mädchen nach Paris und hat sich dank ihrer Schönheit und Verschwiegenheit zu einer angesehenen Dame der Hautevolee hochgearbeitet. Denn hinter der alten Fassade der Rue Loubert 41 geht es im exclusiv eingerichteten Ambiente geheimnisvoll und verrucht zu. Man munkelt, Louise unterhalte dort ein Privatbordell mit einem kleinen illustren Kundenstamm, alles Freunde versteht sich. 18 Männer der oberen Gesellschaft werden innerhalb eines Jahres vermisst und die Spur führt Inspecteur Marcel zu Louise. Doch hat sie etwas mit dem Verschwinden der Männer zu tun? "Das Tor - In den letzten vierzig Jahren erschien es manch einem als himmlische Pforte zur vollkommenen Glückseligkeit. Manch einem aber erschien dahinter der Tod." Zitat Seite 7Dieses Buch beginnt mit der Beschreibung der schweren Eichenholztür der Rue Loubert 41. Was sich dahinter verbirgt, bringt Mara Ferr mit wohlformulierten Sätzen langsam, aber sicher ans Licht. Sie stellt uns Louise vor, eine einfühlsame, jung gebliebene Dame von fast 60 Jahren, die hier lebt. Sie hat viele Freunde, die sie geradezu verehren und sich bei gelegentlichen Besuchen immer sehr großzügig zeigen. Denn hinter der unscheinbaren Fassade führt Louise ein Privatbordell. Doch hier erwartet uns nicht die exzessive Szenerie des Rotlichtmilieus mit schmuddeligen Vorgängen, sondern es zeigt sich auf fast elegante Weise, wie Louise als Edelhure mit ihren Freunden sehr menschlich und einfühlsam, aber auch nüchtern umgeht. Sie geht auf die jeweiligen Bedürfnisse ihrer Klientel ein, akzeptiert die menschlichen Beweggründe und blendet ihre eigenen Gefühle nahezu aus. Auch den behinderten Sohn ihres Freundes Hendrik empfängt sie regelmäßig, erträgt aber seine schwierige Art nur mit Widerwillen und Willensstärke, nie mütterlich selbstlos. Ihr großes Hobby sind selbstgetöpferte Keramiken, die ihr ein zusätzliches Einkommen bescheren. Doch nun hat Louise genügend Geld gespart und träumt von einem ruhigen Lebensabend auf den Antillen. Sie plant ihren Aufbruch mit derselben unverdrossenen Entschlossenheit, die sie vor über 40 Jahren erlittene Gewalt, Drangsal und Pein überstehen liessen.   Hier allerdings kommt ein Inspecteur namens Marcel ins Spiel. Er ermittelt in 18 Fällen von vermissten Männern der gehobenen Pariser Gesellschaft. Sie alle wurden in der Rue Loubert gesehen und Marcel Marcel hält Louise für tatverdächtig. Auch wenn man Louises Lebensweise vielleicht nicht tolerieren mag, so versteht man ihre ursprünglichen Beweggründe, ihren schwierigen Lebensweg und ist mehr oder weniger auf ihrer Seite. Während des gesamten Buches habe ich mit Louise gebangt und auf eine erfolgreiche Flucht gehofft.   Denn ihr schweres Schicksal hat ihr häufig genug Steine in den Weg gelegt, die sie mit Entschlossenheit selbst beseitigt hat.  Der Roman wird aus der Sicht eines Erzählers heraus geschrieben, so bekommt man einen klaren Überblick über das Geschehen und einen intensiven Einblick in das Innere der Personen. Der verbindende Kreis der unterschiedlichen Figuren schliesst sich im Laufe der Handlung zu einem umfassenden Bild. Besonders beeindruckt hat mich der wunderbar elegante Erzählstil Mara Ferrs. Sie schreibt glasklar, beschreibt eindringlich und mit menschlicher Nähe die Einblicke in die menschliche Seele. Deswegen erscheinen ihre Charaktere auch so lebendig und authentisch und man erkennt sofort ihre speziellen Macken und Vorlieben. Egal, ob hier die delikate Küche geliebt wird oder andere Freuden genossen werden, die menschliche Sehnsucht hat viele Seiten, wie Mara Ferr hier anschaulich deutlich macht. Zu einem Ausflug in die Rue Loubert kann ich nur zuraten, es lohnt sich und die Lektüre verspricht heiter-frivole und spannende Lesezeit mit dem Flair von Paris. Ein überraschender Krimi, dem ich gespannt und gerne gefolgt bin.  

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    • 2
  • War mir insgesamt zu vorhersehbar...

    41 Rue Loubert

    Die-wein

    16. February 2017 um 06:22

    Louise lebt seit vielen Jahren in Paris, zählt jede Menge angesehene Einwohner der Stadt zu ihrem kleinen Kundenkreis und hat sich gemeinsam mit zwei weiteren Frauen gut eingerichtet in ihrem Bordell. Dennoch hat sie ein weiteres großes Ziel vor Augen und träumt davon, ihren Lebensabend unter einer anderen Existenz anzutreten. Doch der Inspecteur Marcel hat sie längst im Visier und verdächtigt sie des Mordes an achtzehn Männern, kann ihr jedoch nichts nachweisen. Der Fall lässt ihm keine Ruhe, sodass er beginnt in der Vergangenheit von Louise zu stochern. "41 Rue Loubert" ist ein in Paris handelnder Krimi, auf den ich sehr gespannt war. Da er nicht mal 200 Seiten umfasst, war ich der Meinung, diese Geschichte innerhalb weniger Tage lesen zu können, doch ich musste schnell feststellen, dass dies kein Kriminalroman im klassischen Stil war. Vielmehr ging es darum, Beweise für den Fall zu finden und dadurch das Motiv zu erkennen. Louise möchte endlich einen Schlussstrich unter ihr bisheriges Leben ziehen und hat ihren Ausstieg bereits perfekt geplant. Nur noch wenige Tage trennen sie von ihrem großen Ziel, die sie versucht so unauffällig wie möglich zu überstehen. Obwohl ich die Hauptprotagonistin anfangs schlichtweg unsympathisch fand, konnte ich ihre Beweggründe im Laufe der Geschichte doch irgendwie nachvollziehen. Gestaunt habe ich über ihre perfekt durchdachte Organisation und wie gelassen sie all den Ermittlungen Marcs gegenübertrat. Der Schreibstil irritierte mich am Anfang sehr, da von vorneherein klar zu sein schien, wer der Täter ist und es dauerte auch nicht lange, bis klar war, wie die Männer starben. Mir gefiel die Geschichte insgesamt zwar sehr, aber dadurch dass sie so vorhersehbar war, fehlte mir persönlich etwas die Spannung eines typischen Krimis. Die Handlung besteht mehr oder weniger nur daraus, Beweise sowie Tatmotive zu finden, sowie die Vergangenheit zu durchleuchten. Über den Ermittler Marcel hätte ich gerne auch einiges aus dem privaten Umfeld erfahren, da er mir schlichtweg zu blass und verbissen erschien. Was ich absolut nicht nachvollziehen konnte, war sein Verhalten gegenüber Louise, denn einerseits ermittelt er gegen sie und andererseits fühlt er sich zu ihr hingezogen und möchte zu ihrem Kundenstamm gehören. Das Ende konnte mich ebenfalls nicht mehr überraschen, da vieles bereits während der Geschichte angedeutet wurde, sodass es letztenendes schlichtweg zu offensichtlich war. Mein Fazit: Kein wirklicher Krimi, da die Handlung insgesamt zu vorhersehbar war. Dennoch habe ich mich gut unterhalten gefühlt und würde jederzeit wieder zu einem Buch der Autorin greifen.

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  • Faszinierender Krimi, wunderbarer Schreibstil

    41 Rue Loubert

    Popi

    13. February 2017 um 13:15

    41 Rue Loubert (Paris Krimi) Klappentext: Achtzehn Männer aus erlauchten Kreisen verschwinden innerhalb eines Jahres in Paris. Die Spuren führen Inspecteur Marcel in die Rue Loubert Nummer 41 zu Louise. Sie hat dort ein edles Privatbordell eingerichtet und sich selbst in vierzig Jahren von der einfachen Prostituierten zur Grande Dame des Milieus aufgearbeitet – und Marcel ist davon überzeugt, dass sie eine Mörderin ist. Ein gnadenloser Kampf um die Wahrheit beginnt. Autorin: Mara Ferr wurde 1965 im grünen Herzen Österreichs, der Steiermark, geboren. Sie studierte in Graz Psychologie und absolvierte anschließend eine Ausbildung zur Pädagogin. Die Lust am Schreiben entdeckte sie bereits in jungen Jahren, während sie mit Schülern an der Herstellung eines Kinderlesebuches arbeitete. Später betätigte sie sich als freie Lektorin und beschäftigte sich mit journalistischer Pressearbeit. Initialzündung für ihr Vorhaben, ein Buch zu schreiben, waren persönliche Beobachtungen in den Szenerien der Pariser Straßencafés. Auf ihren häufigen Reisen in die »Stadt der Liebe« entdeckt sie abseits des Glamours der Flaniermeilen nach wie vor immer wieder neue Romanideen. Mara Ferr lebt heute in der Hochsteiermark und nutzt ihre freie Zeit leidenschaftlich dazu, sich auf Reisen zu begeben. Für ihren ersten Paris-Krimi "Aux Champs Elysées" (2013) wurde Mara Ferr ein Autorenvertrag vom renommierten Kölner Verlag emons: angeboten, der mit der Schriftstellerin eine neue Paris-Regionalreihe begründete. In weiterer Folge wurden bei emons: bisher "Ponts de Paris" (2014) sowie "41 Rue Loubert" (2015) veröffentlicht. 2016 eroberte Mara Ferr ein begeistertes Publikum mit "Die Herzen des Monsieur Lefort" (tredition) Meine Meinung: Mara Ferr begeistert mich immer wieder aufs Neue. Mit „41 Rue Loubert“ ist ihr wieder einmal ein fantastischer Paris Krimi gelungen, der mich voller Spannung in die Stadt der Liebe entführt hat. Auf meiner Reise in das Rotlichtmilieu zu Louise, empfand ich, wie es sich für ein gutes Buch gehört, unterschiedliche Emotionen. Die Charaktere sind wieder einmal so klar beschrieben, dass ich keinerlei Probleme hatte, mir diesen spannenden Krimi in meinem Kopf „als Film abspielen zu lassen“. Das Haus Nr. 41 in der Rue Loubert steckt voller Geheimnisse, die der Ermittler Marcel aufzuspüren gedenkt und davon überzeugt ist, dass Louise mit dem Verschwinden 18 betuchter Männer zu tun hat. Mara Ferr versteht es, ihre Krimis liebevoll und spannend zugleich zu erzählen. Die Kapitelunterteilungen finde ich ganz wunderbar und angenehm. Langeweile kommt bei ihren Büchern nie auf. Eine klare Leseempfehlung von mir.

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    • 2
  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2015

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2015 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2015 und endet am 31.12.2015. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2014 bis 31.12.2015 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2015 erscheinen. Eine Liste mit Neuerscheinungen 2015, die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2015-1112868118/ 3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben. Derjenige, der am Ende die meisten Krimis bzw., Thriller gelesen haben und somit am meisten zum Ergebnis des Teams beigetragen hat, erwartet am Ende eine kleine Überraschung. Ihr habt noch Fragen, her damit! Gegebenenfalls werden die Regeln dann etwas ergänzt. Keine Fragen mehr? Na dann mal los an die Bücher und viel Glück! Team Krimi: 1. dorli 2. buchraettin 3. Mercado 4. wildpony 5. ChrischiD 6. mabuerele 7. chatty86 8. Matzbach 9. Postbote (ab April) 10. janaka 11. angi_stumpf 12. Sternenstaubfee 13. pelznase 14. Smberge 15. LibriHolly 16. danzlmoidl 17. Sweetiie 18. Antek 19. bieberbruda 20. roterrabe 21. Pelikanchen 22. Wolf-Eyes 23. Xanaka 24. Athene100776 25. Bellis-Perennis 26. lesebiene27 27. mira20 28. Claddy 29. glanzente 30. Nele75 31. xxxxxx 32. hasirasi2 33. Caroas 34. Schalkefan 35. Katjuschka 36. danielamariaursula 37. yari 38. Lesestunde_mit_Marie 39. Filzblume (40. Igelmanu66) 41. Talitha 42. tweedledee 43.krimielse 44. sommerlese 45. Bibliomarie 46. Barbara62 47. Maddinliest 48. Louisdor 49.TheRavenking (50. Lesezeichen16) 51. Leserin71 (52. heidi59) 53. buecherwurm1310 54. clary999 55. mrs-lucky Gelesene Bücher Januar: 28 Gelesene Bücher Februar: 48 Gelesene Bücher März: 58 Gelesene Bücher April: 76 Gelesene Bücher Mai: 83 Gelesene Bücher Juni: 75 Gelesene Bücher Juli: 79 Gelesene Bücher August: 106 Gelesene Bücher September: 86 Gelesene Bücher Oktober: 103 Gelesene Bücher November: 196 Gelesene Bücher Dezember: 209 Zwischenstand: 1147 Team Thriller: 1. Samy86 2. Igela 3. seelensplitter 4. Janosch79 5. Nenatie 6. eskimo81 7.MelE 8. Mone80 9. Kirschbluetensommer 10. Curin 11. SchwarzeRose 12. kvel 13.dieFlo 14. Huschdegutzel 15. Buchgeborene 16. Simi159 17. Kasin 18. Inibini 19. parden 20. Fluse 21. crumb 22. rokat 23.bookworm61 24. lord-byron 25. Patno 26. felicitas26 27. trollchen 28. Nisnis 29. MissRichardParker 30. Anne4007 31. sabrinchen 32. BookfantasyXY 33. MrsLinton 34. Floh 35. Meteorit 36. hannelore259 37. Leseratz_8 38. Krimiwurm 39. DerMichel 40. AberRush 41. Schaefche85 42. Naden 43. DieNatalie 44. Thrillerlady 45. heike_herrmann 46. MeiLingArt 47. KruemelGizmo Gelesene Bücher Januar: 33 Gelesene Bücher Februar: 36 Gelesene Bücher März: 59 Gelesene Bücher April: 64 Gelesene Bücher Mai: 80 Gelesene Bücher Juni: 115 Gelesene Bücher Juli: 112 Gelesene Bücher August: 107 Gelesene Bücher September: 98 Gelesene Bücher Oktober: 109 Gelesene Bücher November: 134 Gelesene Bücher Dezember: 140 Zwischenstand: 1087

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    • 6213
  • Unterhaltsamer und pikanter Krimi aus Paris

    41 Rue Loubert

    krimielse

    "In den letzten vierzig Jahren erschien es manch einem als himmlische Pforte zur vollkommenen Glückseligkeit. Manch einem aber erschien dahinter der Tod." Mit diesen Worten beginnt der ungewöhnlich aufgebaute Kriminalroman von Mara Ferr und damit wird das Tor zum Haus 41 Rue Loubert in Paris beschrieben. Louise, die Protagonistin des Buche, ist eine Dame im Großmutteralter, die als solche aber völlig ungeeignet ist, da sie als begehrte Domina und Edelhure in Paris arbeitet und lebt. Hinter dem mächtigem und gut gesicherten Holztor ihres Hauses 41 Rue Loubert verbirgt sich ihr wohlorganisiertes Leben gemeinsam mit den beiden anderen Prostituierten und Freundinnen Marta und Arlette. Als innerhalb eines Jahres hochangesehene Persönlichkeiten der Pariser Politikszene spurlos verschwinden, verbeißt sich Inspecteur Marcel in den Gedanken, dass Louise eine Mörderin und für den Tod der Männer verantwortlich ist. Ein ausgefeiltes und spannendes Verwirrspiel zwischen Louise und dem alkoholsüchtigen Ermittler nimmt seinen Lauf. Die Geschichte besteht nicht vordergründig aus den Ermittlungen zum Fall der verschwundenen Pariser Politiker, sondern beschreibt vielmehr einen Abschnitt aus Louises Leben, bei dem der Kriminalfall natürlich auch eine Rolle spielt. Das Buch ist chronologisch aufgebaut und die Kapitel nach Tagen innerhalb einer Woche geordnet, es werden die Ereignisse im Tagesablauf der Hauptprotagonistin Louise, des Ermittlers Marcel und von Hendrik nebst seinem behindertem Sohn Luc, dem jahrelangem Bewunderer, Kunden und Förderer von Louise, geschildert. Die drei Handlungsstränge berühren sich im Laufe der Erzählung immer wieder und laufen nicht unabhängig voneinander ab. Manche Ereignisse werden aus dem Blickwinkel verschiedener Personen erzählt, was mir insbesondere für die Geschichte von Luc, dem behinderten Sohn von Hendrik, sehr gefallen hat. Hier geht die Autorin sehr sacht und gefühlvoll vor. Man erfährt pikante Details aus Louises Hurenleben, jedoch ohne ausschweifende Sexszenen. Außerdem gibt es viele Rückblicke in ihre ärmliche und schreckliche Vergangenheit, wodurch ihre Figur lebendig und dreidimensional wird. Louise erscheint als durchorganisierte Person, die ihr Innerstes vor allen gut verbirgt und die Fäden in der Hand hält, vorausschauend handelt und mir wegen ihres großen Herzens sehr sympathisch ist. Was den Krimi betrifft, hatte ich zwar eine kleine Ahnung aufgrund von ein paar Hinweisen, die im Laufe der Geschichte gestreut sind, aber die endgültige Auflösung der Spannung erfolgt erst auf den letzten Seiten. Ungewöhnlich ist dieser Krimi für mich vor allem deshalb, weil nicht der Ermittler mit seinen Untersuchungen und Nöten im Vordergrund steht sondern alle drei Handlungsstränge gleichermaßen verfolgt werden. Man könnte zeitweise meinen, dass die vermissten Männer nur Nebenschauplätze sind. Fazit: Ein pikanter und spannender Leckerbissen, der mich hervorragend unterhalten hat. Ich vergebe 5 Sterne für diesen pfiffigen Krimi.

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    • 3
  • Zum Glück habe ich zu diesem tollen Krimi gegriffen

    41 Rue Loubert

    Antek

    25. December 2015 um 13:07

    „ Das Tor - In den letzten vierzig Jahren erschien es manch einem als himmlische Pforte zur vollkommenen Glückseligkeit. Manch einem aber erschien dahinter der Tod." Mit diesem Satz beginnt und endet „ 41 Rue Loubert“. Dazwischen drängen sich 189 wirklich spannende, höchst unterhaltsame und ganz besondere Seiten. 41 Rue Loubert, hinter dieser Adresse  verbirgt sich ein geheimnisvolles, gepflegtes aber auch verruchtes älteres Haus. Es bietet der knapp sechzigjährigen Edelhure Louise Heimat und Arbeitsplatz zugleich. Trotz ihres gesetzteren Alters ist sie in der gehobenen Pariser Gesellschaft nach wie vor gefragt. Mag es daran liegen, dass sie die Zahl ihrer Freunde, die sie regelmäßig besuchen dürfen, stets auf 20 begrenzt? Vielleicht liegt es aber auch an ihrer absoluten Diskretion, oder einfach daran, dass sie eine wahre Schönheit und ganz Dame ist, die Würde und Eleganz ausstrahlt. Hendrik van de Port, einer der Männer, der ihr mehr bedeutet führt einmal wöchentlich seinen behinderten Sohn Luc zu ihr. Ihre Gedanken an den nahenden Ruhestand bekommen plötzlich Eile, als Ermittlungsleiter Marcel versucht ihr auf den Pelz zu rücken. Er ist fest davon überzeugt, dass Louise für das mysteriöse Verschwinden von 18 angesehenen Pariser Männern verantwortlich ist. Schließlich wurden sie doch alle in der Rue Loubert zum letzen Mal gesehen. Steckt die liebenswürdige ältere Frau, die durchaus auch ihre Schrullen haben kann, wirklich hinter allem? Ich war anfangs etwas skeptisch, ob dieser Titel etwas für mich sein kann. Sexszenen in Krimis sind gar nicht mein Ding und wenn es hier um eine Edelhure gehen soll? Aber ich bin richtig froh, dass ich trotz meiner Befürchtungen, zu diesem wirklich faszinierenden Krimi gegriffen habe. Trotzdem Louise diesem Gewerbe nachgeht und auch ihre Bekannten Marta und Alette Männern Wünsche erfüllen, kommt der Krimi mit Andeutungen aus und vermeidet so ausschweifende Sexszenen. Die Autorin spielt mit drei Handlungssträngen. Man begleitet sie eine Woche lang Tag für Tag und erfährt so über ihre Gewohnheiten und Eigenarten. Dazu gesellen sich immer wieder Bruchstücke von Louises schrecklicher Vergangenheit und ihrem harten Weg, zu dem was sie jetzt ist. Ein anderer Strang spielt mit der Beziehung zwischen Louise, Hendrik und Luc, die höchst spannend zu verfolgen ist. Die Autorin hat hier das Thema Behinderung mit ganz viel Feingefühl eingebaut, ich bin wirklich begeistert. Dann gibt es natürlich noch diesen karrieresüchtigen Marcel, der fest davon überzeugt ist, dass Louise für das Verschwinden der Männer verantwortlich ist. Bei seinen Ermittlungen bremst ihn nicht nur aus, dass der Prefet de Police zum erlauchten Freundeskreis von Louise gehört, sondern auch, dass ihre Freunde ihr zur Seite stehen. Das größte Problem ist allerdings, dass Louise ihm scheinbar haushoch überlegen ist und ihn geschickt um den Finger wickelt. Die Charaktere sind grandios gezeichnet. Louise ist eine tolle Frau. Eloquent, intelligent hat sie ihre festen Prinzipien und auch ein gutes Herz. Sie ist zufrieden mit ihrem Lebenswerk und lehnt sogar einen Heiratsantrag ab, durch den sie ausgesorgt gehabt hätte. Ab und an sehnt sie sich nach Normalität und so ist der Samstag stets für einen Markttag reserviert, an dem sie ihre Töpfereien verkauft. Dies ist ihre größte Leidenschaft und ihr Töpferzimmer ist perfekt ausgestattet.  Hendrik hat mich sehr gerührt. Er kümmert sich, obwohl selbst schon in die Jahre gekommen, aufopferungsvoll um seinen behinderten Sohn Luc. Sein größter Wunsch ist es ihn und Louise glücklich zu machen. Marcel hat mich ganz oft zum Schmunzeln gebracht. Er muss einfach immer wieder den Kürzeren ziehen. Scharrt er doch mit den Hufen, kommt er nicht vom Fleck. Der Schreibstil der Autorin hat mich wirklich gefesselt. Man fliegt fast durch die Seiten. Ich konnte viel schmunzeln, war teilweise aber auch tief berührt. Ich habe die eloquenten Dialoge richtiggehend verschlungen. Die Autorin hat auch, wenn sich die Richtung immer mehr abzeichnet, noch für einige Überraschungen und für ein für mich wirklich berührendes Ende gesorgt. Sie erschafft eine ganz besondere Atmosphäre, die mich grandios unterhalten hat. Alles in allem bin ich begeistert und kann diesen tollen Krimi wirklich nur empfehlen.

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  • Tiefe Einblicke

    41 Rue Loubert

    juergen_schmidt

    02. October 2015 um 10:46

    Was für ein einmaliger, gut geschriebener und origineller Kriminalroman! Die Österreicherin Mara Ferr entführt uns in die Pariser Rue Loubert. Das Haus mit der Nummer 41 ist seit Langem geheimnisvoll und verrucht zugleich. Dort lebt die fast sechzigjährige Louise, die sich schon früh durch Verstand und Gespür vom mittellosen, aus Marseille gekommenen Freudenmädchen zu einer großen Dame der Pariser Gesellschaft entwickelt hat, dabei aber immer bodenständig geblieben ist. 44 Jahre hat sie mittlerweile in diesem Haus gelebt, gearbeitet und getöpfert. Dass sie dort auch allerlei andere Dinge angestellt hat, versteht sich – vor allem wird viel darüber spekuliert. Kein Wunder, gehört doch auch eine Guillotine zum Inventar. Bei der Auswahl ihrer Kunden war Louise stets wählerisch. Mehr als 20 Männer standen nie gleichzeitig auf ihrer Kundenliste. Von Anfang an dabei war Hendrik, ein erfolgreicher Spediteur mit Herz und guten Manieren, dessen Geschäfte irgendwie von selbst zu laufen scheinen. Er kümmert sich ausschließlich um seinen behinderten, längst erwachsenen Sohn Luc, dem er es ebenfalls ermöglicht, regelmäßig die Dienste der geschätzten Madame aus der Rue Loubert in Anspruch zu nehmen. Hendrik, Luc und Louise verbindet mehr als eine jahrzehntelange Freundschaft. Marcel, ein karrieresüchtiger Kommissar, hat sich dagegen in den Kopf gesetzt, Louise auf die Schliche zu kommen. Er ist fest davon überzeugt, dass sie etwas mit dem plötzlichen Verschwinden von 18 Männern zu tun hat. Gebremst wird er durch seinen Vorgesetzten. Aus gutem Grund, gehört doch auch der Chef zu den erlesenen Besuchern von Haus Nr. 41. Marcel bleibt stur wie kein Zweiter, verzettelt sich oft und kommt, wenn überhaupt, nur langsam voran. Er unterschätzt Louises Beliebtheit und ihre Weitsicht. All dies wird spannend, geschickt, auch humorvoll erzählt. Wären da nicht die neuzeitlichen Geräte wie Laptops oder Videokameras, fühlte man sich stellenweise auch in ein älteres Paris zurückversetzt.     

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  • Rezension zu "41 Rue Loubert" von Mara Ferr

    41 Rue Loubert

    gaby2707

    22. December 2012 um 16:39

    Louise Prousseau kommt als 16-jährige nach Paris und verdient sich ihren Unterhalt als Hure. Durch ihre Verschwiegenheit und Unauffälligkeit schafft sie es bis nach ganz oben und öffnet ihre Tür nur einer ausgewählten Anzahl von gut situierten Herren der Pariser Gesellschaft. Als innerhalb von 2 Jahren 18 Männer aus ihrem Umfeld "verschwinden", begibt sich Kommissar Marcel auf Spurensuche... Wunderbare Dialoge und Protagonisten, die sich schnell in meinem Kopf festgesetzt haben, haben das Buch für mich zu eimem Leseerlebnis werden lassen.

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  • Rezension zu "41 Rue Loubert" von Mara Ferr

    41 Rue Loubert

    NiliBine70

    25. July 2012 um 11:51

    Inhalt: Louise ist fast 60 und bereitet ihren wohlverdienten Ruhestand schon seit geraumer Zeit vor. Sie lebt seit Langem hinter dem mächtigen Holztor in der Rue Loubert 41, mitten in Paris. Viele haben im Laufe der Jahre das Reich hinter diesem Tor gesehen, Männer vor allen Dingen. Denn Louise war von jungen Jahren an bisher eine Hure. Sie mag dieses Wort, aber nun soll Schluss sein, sie möchte sich zurückziehen, ihrem Hobby nachgehen, dem Töpfern und ihren Lebensabend genießen, allein, wenn möglich, ohne dass jemand aus ihrem jetzigen Leben davon Kenntnis hat, wo und wie. Da werden ihre schönen Pläne jäh gestört, denn Marcel, ein übereifriger Polizist, schnüffelt in ihrem Umfeld herum. 18 Männer sind verschwunden und er schwört darauf, dass Louise genau weiß, was mit diesen Männern passiert ist. Doch stößt er bei ihr und ihren beiden „Mitstreiterinnen“ in der Rue Loubert 41 auf Granit und macht sich eher lächerlich, als dass er einen Ermittlungserfolg verbuchen kann. Doch was ist tatsächlich mit diesen Männern geschehen? Wieso setzt Louise dann alles daran, ihren eigentlich für Dezember geplanten Ausstieg schon vorzuziehen? Ist es wirklich nur das Müdesein des ewigen Trotts? Wer weiß, wer weiß, Louise war ihr Leben lang bekannt und beliebt für ihre absolute Verschwiegenheit und das sollte sich auch jetzt nicht ändern! Denn viele Männer möchten bestimmt, dass ihr kleines Arrangement mit der Grande Dame der Rue Loubert 41 nicht in irgendwelchen Ermittlungsakten Eingang findet… Meine Meinung: Ein pfiffiger Krimi mit pikanten Einblicken! Ich möchte nicht zu viel verraten, aber dieses Buch ist ein echter Leckerbissen. Wirklich, Madame Louise serviert ihren Gefährten ja auch nur das Beste vom Besten, kulinarisch und auch sonst, da passt die Machart der Geschichte, das ganze Wesen dieses „Falls“ perfekt. Es hat Freude gemacht zuzusehen, wie Louise einigen eine lange Nase macht, alles wunderbar straff organisiert hat, ihr wahres Ich so wunderbar vor allen versteckt und auch der Spaß, den sie sich mit dem Ermittler erlaubt hat.. einfach köstlich! Der Stil ist leicht lesbar. Kurze, knackige Sätze und Kapitel, in denen trotzdem alles ausführlich beschrieben ist und der Leser ein klares Bild vor Augen hat. Und vor Allem reizt die ganze Machart einen noch ein Stückchen mehr dazu an, mitzuermitteln. Könnte sein dass… oder auch nicht… ach ich weiß nicht… Also perfekt für Leute, die Spaß am Ermitteln haben und die dann auch gern mal am Schluss sagen „Hab ich’s doch gewusst“. Fazit: Ein echtes Krimi-Highlight mit einem Augenzwinkern, in einem pikanten Milieu und Figuren, die man mag und sich sehr gut vor Augen führen kann.

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  • Rezension zu "41 Rue Loubert" von Mara Ferr

    41 Rue Loubert

    HarryF

    16. July 2012 um 15:04

    Wer eine Millieustudie, bzw. eine märchenhafte Studie des Rotlichtbezirks sucht, mag hier fündig werden. Für all jene, die aber in Erwartung eines Krimis, angesiedelt im Pariser Rotlichtviertel, das Buch zu lesen beginnen, wird sich bald Enttäuschung parat machen. Über mehr als 2/3 des Buches tut sich kriminaltechnisch genau nichts, nicht einmal die Hintergründe der Serienmorde werden beleuchtet. Dafür wird uns eine Protagonistin präsentiert, die alle Personen, jegliches Geschehen zu jeder zeit fest im Griff hat - dabei aber unglaublich unsympathisch und langweilig wirkt. Ich war mehr als einmal genötigt, das Buch in die Ecke zu legen. Hätte ich es nicht im Urlaub gelesen, hätte ich es wohl auch getan. Zuviele gute Bücher warten darauf, gelesen zu werden.

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  • Rezension zu "41 Rue Loubert" von Mara Ferr

    41 Rue Loubert

    Nivija

    02. July 2012 um 16:06

    Mara Ferr »41 Rue Loubert» Rezension: Ein altes, aber gepflegtes Haus in der Rue Loubert mitten im Herzen der Weltmetropole Paris ist Lebens-und Arbeitsplatz von Louise. Beim Betreten ihrer Wohnung im ersten Stock nimmt man die Großzügigkeit und Atmosphäre eines Ateliers wahr, es vermittelt Stil, Luxus und Interesse an den schönen Künsten. Wenn man jetzt mutmaßt, die ältere Dame sei möglicherweise Malerin, Fotografin oder freischaffende Innenarchitektin, hat man sich grundtief täuschen lassen. Louise betreibt in diesen alten Gemäuern eine der exklusivsten Lasterhöhlen von Paris, zugänglich nur einem eingeschränkten Kreis von 20 elitären Herren der Oberklasse. Hier bedient und befriedigt sie nun schon fast 40 Jahre, seit sie zufällig vor dem schmiedeeisernen Tor der Rue Loubert aus einem LKW geworfen wurde, die ausgefallen und abartigsten sexuellen Vorlieben dieser scheinbar ehrenwerten und biederen Herren, mit nicht wenig Einfluss in hohen Ämtern. Zu ihren Kunden gehört auch der alte Hendrik, ein reicher und angesehener Geschäftsmann, der aber seinen Platz in Louise‘s Reigen vor einigen Jahren an seinen stark körperlich und geistig behinderten Sohn Luc abgetreten hat. Seitdem besucht Luc jeden Donnerstag Louise und für ihn ist es der Höhepunkt seiner Woche … im doppelten Sinne. Nur noch ein halbes Jahr möchte Louise ihren anstrengenden Job ausüben, denn es wird Zeit ihren wohlverdienten Ruhestand zu genießen. Sie sehnt sich nach Sonne, Erholung und mehr Zeit für ihre Hobbies, wie z. B. der Töpferei. Alles ist schon geplant, die finanzielle Grundlage hat sie sich im Laufe der Jahre hart erarbeitet und nun ist das Ziel greifbar nah! Im Dezember wird sie 60 und dann wird sie sich von allem trennen! Sie wird dieses Haus, Paris und sogar ihre beiden Freundinnen Alette und Marta zurücklassen. Doch genau zur gleichen Zeit gerät sie in‘s Visier die Gendamerie. 18 angesehene und einflußreiche Männer werden seit Monaten vermißt. Die Ermittlungen laufen schon längere Zeit und führen immer wieder zur Edelhure. Alle Hinweise deuten darauf hin, dass sie mit dem Verschwinden zu tun habe könnte und der junge Sergeant Marcel wittert seine Chance auf die ganz große Karrierechance, wenn er den Fall löst. Außerdem sagt ihm sein Instinkt, dass vieles an Louise zu offensichtlich, zu perfekt wirkt, als das er dem trauen sollte. Nachdem eine erste Befragung und Konfrontation zu einer Niederlage seinerseits verkommt, beginnt er kurz darauf auf eigene Faust zu ermitteln. Er bricht auf zu einer Reise in die Vergangenheit, zurück zu den Wurzeln von Louise Leben, denn über 4 Jahrzehnte sind vergangen seit sie damals nach Paris kam. Was er bei der Recherche vor Ort erfährt und welche schockierenden Geheimnisse an‘s Licht kommen, lassen nur noch eine Schlußfolgerung zu: Er muss und wird Louise höchstpersönlich mit den sprichwörtlichen „Leichen in ihrem Keller“ bloßstellen und hofft sie dadurch in die Enge zu treiben und der Taten zu überführen. Ob er sich da nicht zu weit aus dem Fenster lehnt und die offenkundigen Beziehungen von Louise unterschätzt?! Mein Fazit: Zu diesem Krimi kam ich ganz zufällig, denn nach Anfrage der Autorin zu Rezensionszwecken, habe ich mir den Klappentext angesehen und meine Neugierde war geweckt. Ein Buch angesiedelt im Rotlich-Milieu, das noch dazu Spannung pur versprach, habe ich so noch nicht gelesen. Nachdem ich das Buch jetzt fertig habe, bin ich echt froh, dass ich dieses Rezensionsexemplar bekommen habe. Der Debütroman von Mara Ferr wurde im handlichen Format eines Taschenbuchs verlegt und das Titelbild präsentiert augenscheinlich die fiktive 41 Rue Loubert. Somit ist der Hauptschauplatz der Handlung, das Haus, auch sofort optisch Dreh-und Angelpunkt. Nach den ersten Zeilen des Prologs, war ich etwas verwirrt, denn es las sich wie das Ende eines Buches. Doch wie sich später herausstellen sollte, war es der Beginn und das Ende, bestehend aus dem gleichen Passus. Die Struktur der Handlung ist recht simpel und in der Gegenwart gehalten, denn man begleitet Louise eine Woche lang in ihrem Leben, von Donnerstag bis Donnerstag. Der Wechsel der Tage wird jeweils angezeigt und jeder Wochentag untergliedert sich widerum in meist recht kurze und daher angenehm zu lesende Kapitel, in denen ich die Handlung aus Sicht und mit Gedanken verschiedener Protagonisten begleiten durfte. Teilweise waren diese Blickwinkel überlappend, d.h. man erfuhr in 2-4 aufeinanderfolgenden Kapiteln die Sichtweisen von 2 oder mehr Personen zu einer einzigen (zeitgleichen) Szene. Das fand ich sehr raffiniert und äußerst effektiv geschrieben, um unterschiedliche Perspektiven zu erlangen und die Handlung voranzutreiben. Die Schreibweise zeichnet sich durch einen flüssigen und auf die verschiedenen Charaktere/Persönlichkeiten ausgearbeiteten Stil aus, der auch um einen anspruchsvollen Satzbau keinen Bogen machte. Allerdings habe ich das eine oder andere Wort gefunden, dass mir nicht geläufig war und mich etwas stutzen ließ. Aber das tat dem Lesefluß an sich keinen Abbruch. Die Handlung wird von der starken, sympathischen, aber auch mutiplen Persönlichkeit Louise getragen und von einer handvoll weiterer divergierender Charaktere unterstützt, die allesamt trotzdem EINE Gemeinsamkeit verbindet. Sie bewegen sich im Lebens- und Arbeits Umfeld von Louise und haben das innige Verlangen nach Befriedigung in unterschiedlichster Hinsicht. Zudem treten noch mehrere Statisten in Erscheinung, die mit ihren eigenen Lebensgeschichten Einfluß auf die Handlung nehmen. Zur Erwartung an die Handlung… Da wurde meine Vorstellung einzutauchen in ein Rotlichtviertel oder den Straßenstrich, Szenen die man sofort zum Thema Prostitution vor Augen hat, enttäuscht. Aber positiv! Denn die Welt, in die uns Mara Ferr einlädt, ist viel eleganter und liegt abseits von Schmuddelvierteln mit Zuhältern. Sie hat mit Louise, der 60-jährigen Edelhure, eine einfühlsame, dominante und sehr eitle Persönlichkeit erschaffen, der es gelang, durch Distanz in ihrer Persönlichkeit eine anziehende Nähe zu schaffen. Sie gewährt uns delikate Einblicke in ihr profesionelles Treiben im ältesten Gewerbe der Welt, aber niemals wurde es eklig, niveaulos oder obzön. Ein bunter Reigen an Abhängigkeiten wird aufgezeigt, „aufrichtige Lügen“ werden aufgetischt und schicksalhafte Begegnungen durfte ich auf während meines Aufenthalts in der "41 Rue Loubert" erleben. Bis zum Ende wird eine perfekte Maskerade der Zweigleisigkeit aufrecht zu erhalten, die in ihrer Komplexität beeindruckend war! Ein perfider (Lebens)Plan wurde vor UND mit ahnungslosen Menschen inszeniert. Es war sehr spannend die Abgründe aufzudecken und verborgene „Leichen im Keller“ auszugraben. Der Roman eröffnet uns die Möglichkeit, einen kurzen Blick hinter die Kulissen einer für die meisten von uns unzugänglichen Grauzone unserer Gesellschaft zu werfen, und hat aufgrund dieser Thematik schon enorme Anziehungskraft. Kurz gesagt: Einen Abstecher in die "41 Rue Loubert" zu machen, lohnt sich für Leser die ein spannendes, unterhaltsames und frivol-knisterndes Buch suchen! Als Leser wird man mit einem bunten Cocktail menschlicher Sehnsüchte, Begierden, Abhängigkeiten und Freuden konfrontiert, die wohldosiert und zusätzlich gewürzt mit jeder Menge Ablenkungsmanöver und interessanter Figuren in ein stilvolles erotisches Ambiente eingebettet wurden. Ein gelungener Krimi den ich gern und mit Begeisterung weiter empfehlen kann. Gern hätte ich Louise noch weiter begleitet…...

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  • Rezension zu "41 Rue Loubert" von Mara Ferr

    41 Rue Loubert

    Alexandra_vom_Buecherkaffee

    18. June 2012 um 09:29

    Das Tor "In den letzten vierzig Jahren erschien es manch einem als himmlische Pforte zur vollkommenen Glückseligkeit. Manch einem aber erschien dahinter der Tod." Seite 254 Inhalt: Louise steht kurz vor ihrem sechzigsten Geburtstag und für sie ist eines klar: Diesen wird sie nicht mehr in Paris feiern. Louise bereitet sich akribisch auf ihren wohlverdienten Ruhestand vor, fernab von allem Trubel und von ihren Bekanntschaften. Keiner soll und wird je erfahren, wo ihre Zukunftspläne sie hinführen werden. Doch vorher gilt es noch einiges zu regeln. Louise ist eine Edelhure mit exzellentem Ruf. Ihre "Bekannten" , die sie regelmäßig in der 41 Rue Loubert besuchen, stammen aus feinster Pariser Gesellschaft. Trotz ihre hohen Alters ist sie eine strahlende Schönheit, die von Würde und Eleganz unterstrichen wird - sie ist Dame durch und durch. Doch ist das alles nur Fassade? Der Ermittlungsleiter Marcel versucht, hinter diese Fassade zu blicken, denn achtzehn verschwundene Männer machen der Pariser Polizei sehr zu schaffen. Der Verdacht fällt schnell auf Louise, immerhin wurden einige dieser Herren in der Rue Loubert gesichtet. Doch Louise bleibt gelassen - bis eine erschütternde Erkenntnis alles aus den Fugen geraten lässt ... Handlung & Charaktere Die Autorin Mara Ferr hat mit "41 Rue Loubert" ein wahres Glanzstück als Debüt-Roman vorgelegt. Ein Kriminalroman, der Seinesgleichen sucht, denn sie hat es geschafft, ernste Tabu-Themen wie Prostitution und den Umgang mit behinderten Menschen ohne Scheu anzupacken und auf eine schon fast nüchterne, aber sehr ehrliche Weise zu präsentieren. Schönmalerei sucht man hier vergebens. Man wird sofort in das Geschehen hinein katapultiert und wo man sich Anfangs vielleicht über die Härte Louise´s gegenüber dem behinderten Luc wundert oder gar affektiert, versteht man später doch einiges mehr, versteht die Beweggründe - auch wenn man sie vielleicht nicht toleriert. Da der Roman aus der Sicht des allwissenden Erzählers geschrieben wurde, erhält man einen guten und zum Teil auch klärenden Einblick hinter die Fassaden der beteiligten Personen. Man erhält die Möglichkeit, sich in die einzelnen Personen hinein zu versetzen und man wird ebenfalls dazu angeregt, sich über die einzelnen Charaktere seine Gedanken zu machen. Die Kapitel springen zwischen diesen Charakteren in einer zeitlich chronologischen Reihenfolge hin und her und so knüpft sich langsam, aber sicher ein Netz aus Verbindungen. Das Puzzle setzt sich langsam zusammen. Die Spannung kann bis zuletzt auf dem selben Level gehalten werden. Etwas, dass ich sehr lobenswert finde. Denn erst kurz vor dem Ende fügt sich das letzte Puzzleteil ein, es "fällt der Groschen" - Mara Ferr wartet mit einer Überraschung auf, die ich persönlich nicht bewusst vorhergesehen habe. Louises eigentliche Taten werden zwar schnell durchschaut, doch was sind ihre Beweggründe? Der Schreibstil ist, wie bereits erwähnt, nüchtern, knackig und prägnant und die Sprache selbst sehr süffisant und elegant - wie Loise eben auch. Loise ist eine Frau, die ihren Weg im Leben unbeirrt gemeistert hat. Trotz des Elends, dass ihr schon in jungen Jahren widerfuhr, ließ sie sich niemals unterkriegen und verlor vor allem niemals den Glauben an sich selbst, ihren Stolz und ihre Würde. Sie verkaufte ihren Körper, aber niemals ihren Geist. In ihrem Beruf als Hure bestimmt sie, wo es lang geht. Ihr guter Ruf eilt ihr vorraus und auch finanziell hat sie schnell ihre Schäfchen im Trockenen. Sie hat unter ihren "Freunden", wie sie ihre Stammkunden gerne nennt, auch wahre Freundschaften fürs Leben geschlossen. So auch mit Luc´s Vater Hendrik. Ein Vater, der vollkommen in der Liebe zu seinem Sohn aufgeht und alles daran setzt, dass es Luc gut geht und er immer gut versorgt sein wird. Es besteht eine besondere Verbindung zwischen Loise und Hendrik - eine Verbindung, die man fast als Liebe bezeichnen könnte. Die Darstellung aller Charaktere ist sehr ansprechend und auch authentisch. Sie sind alle nicht perfekt, haben Ecken und Macken. Sie alle sind Menschen mit gutem Willen und Charakter, die aber doch nicht gefeit sind vor kleinen Fehlern. Eben einfach menschlich ... Weiter auf die Charaktere eingehen möchte ich nicht, denn zu leicht ist die Grenze des "zu viel verratens" überschritten. Von der Gestaltung des Covers sollte man sich nicht abschrecken lassen. Ich persönlich finde es soweit ganz gut gelungen, denn das abgebildete Tor zur 41 Rue Loubert ist ja auch das Tor in Louises Leben. Einzig Schriftzug und Farbwahl könnten etwas stimmiger sein - dies ist aber bekanntlich auch Geschmackssache und ich werde dies nicht in die Bewertung mit einfließen lassen. Mein persönliches Fazit: "41 Rue Loubert" hat mich auf eine ganz eigene, spezielle Art und Weise fasziniert. Ich war von Beginn an von der Schreibweise gefesselt, der gepflegte, elegante Ton Louises zog sich wie ein roter Faden durch das Buch. Nüchtern, knapp und doch so spannend, dass ich das Buch immer nur schwerlich aus der Hand legen konnte. Ich wollte unbedingt mehr über diese unnahbare Frau erfahren und wurde mitgerissen auf einer Achterbahn der Gefühle zwischen Schuld und Unschuld, Gut und Böse. Warum tat sie, was sie tat? War sie wirklich so hart und gelassen oder ruhte in ihr etwa doch eine Frau mit zerbrechlichem Charakter? Ich bin nun zurück aus der Rou Loubert und vergebe begeisterte 5 Punkte für dieses gelungene Krimi-Debüt!

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  • Rezension zu "41 Rue Loubert" von Mara Ferr

    41 Rue Loubert

    catbooks

    13. June 2012 um 07:49

    Ich habe das Buch vor wenigen Stunden ausgelesen und bin einfach hin und weg, dass mir schon fast die Worte fehlen. Ich bin schon nach den ersten paar Seiten in Louises Bann gezogen worden, dass ich mich dem Buch kaum entziehen konnte und die ganze Zeit weiter lesen wollte... Louise ist eine einzigartige Frau, der man beim Lesen ihre 60 Jahre nicht anmerkt. Sie ist keine typische ältere Dame, die auf ihre Wehwehchen hinweist und sich mit ihren Freundinnen regelmäßig zum Kaffeeklatsch trifft. Louise ist eine Edelhure, die für diesen Status hart arbeiten musste, jedoch aber eher zufällig in dieses Mileu hineingerutscht ist. Sie ist eine äußerst sympathische Frau, die sich nach nun über 40 Jahren den Ruhestand wahrlich verdient. Diese Erfahrung durch das hohe Alter merkt man ihr auch sehr stark an. Sie ist intelligent, clever und obwohl sie total abgeklärt wirkt, in ihren Taten sehr liebevoll. Das 255 Seiten starke Buch ist Spannung pur. Mara Ferr hat ein schnelles Tempo angeschlagen mit vielen kurzen prägnanten Sätzen, die das Geschehen immer weiter vorantreiben. Das interessante finde ich, dass die Autorin "Tabu-Themen" mit einer gewissen Nüchternheit anspricht, wo man aber sehr schnell merkt, dass diese nicht nebensächlich oder gar abgetan werden. Sie geht damit sehr kritisch um und es ist beeindruckend, dass sie es sich "traut" Liebe und Sexualität in Hinsicht auf Menschen mit Behinderungen anzusprechen. Doch gerade dieser Aspekt hat mich teilweise leicht zusammenschrecken lassen, gerade weil es für mich nicht "normal" ist. In diesem Zusammenhang möchte ich euch gerne auf Nina de Vries Aufmerksam machen, die sich sehr intensiv mit diesem Thema auseinander setzt und versucht dieses Thema so alltäglich wie möglich zu gestalten. Mara Ferr hat einen allwissenden Erzähler eingesetzt. Eine Erzählweise, die ich in den meisten Büchern, die ich lese nicht finde. Daher war es anfangs eine kleine Umgewöhnung, aber ganz schnell war ich mitten drin und habe gespannt den verschiedenen Perspektiven "gelauscht": Louise, den behinderten Luc, seinen Vater Hendrik, sowie die anderen Huren aus der 41 Rue Loubert, den Chefermittler Marcel und einige andere Figuren. Die gesamte Lesezeit und auch danach befindet man sich zwischen den Stühlen, zwischen Recht und Unrecht und der Frage nach Gerechtigkeit. - an dieser Stelle verrate ich nichts, denn dies ist ein erheblich wichtiger Teil in disem Buch- Es ist in diesem Fall sehr schwierig das Handeln der Figuren zu beurteilen und ein richtig und falsch mag ich gar nicht aussprechen. Hier sollte sich jeder selbst sein Urteil bilden und dieses Buch auf jeden Fall lesen! Das Cover, muss ich ganz ehrlich sagen, hat mich so gut wie gar nicht angesprochen. Doch nachdem ich den Inhalt kannte und ich mich in die Situation von Louise hineinversetzt habe, fand ich das Bild immer passender und hatte beim Lesen immer wieder diese Tür vor Augen, die Tür der 41 Rue Loubert. Fazit: "41 Rue Loubert" ist ein hochinteressanter und raffinierter Krimi, der seine 5 Sterne voll und ganz verdient hat! Ich kann euch diesen Roman wirklich nur ans Herz legen, denn hier wird nicht nach Schema F vorgegangen, es werden andere Seiten aufgezogen und andere Themen angesprochen, die ich in meiner (leider recht kurzen) Krimierfahrung bisher noch nicht erlebt habe!

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