Mara Lang

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Interview mit Mara Lang

7 Fragen an Mara Lang

1) Wie bist du zum Schreiben gekommen und was begeistert dich daran besonders?

Meine ersten Geschichten schrieb ich als Jugendliche, danach folgte ein langer Lebensabschnitt ohne Schreiben. Vor einigen Jahren setzte sich plötzlich eine Idee in meinem Kopf fest; ich begann ziemlich planlos draufloszuschreiben – und konnte nicht mehr aufhören. Die Geschichte explodierte förmlich in mir. Innerhalb kürzester Zeit hatte ich über tausend Seiten geschrieben und eindeutig Blut geleckt: Ich schreibe, weil ich nicht mehr anders kann. Beim Schreiben tauche ich ganz und gar in meine Geschichte ab. Meist ist sie schon vor dem eigentlichen Schreibprozess in mir lebendig und ich sehe sie vor meinem inneren Auge wie einen Film. Neben dem Schreiben von Action- und Romantikszenen (ja, beides hat seine Reize ;-) ) begeistert mich vor allem die Figurenentwicklung. Ich liebe es, wenn meine Figuren mich an der Hand nehmen und mir ihre Welt zeigen. Wenn sie mir vertrauen und sich mir öffnen. Dann begleite ich sie auf ihrer Reise, fiebere mit ihnen mit und stupse sie ab und zu in die richtige Richtung.

2) Welche Bücher/Autoren liest du selbst gern und wo findest bzw. suchst du Empfehlungen für den privaten Buchstapel?

Momentan lese ich hauptsächlich Fantasy, historische Romane und Thriller, und das auch oft und gern im Jugendbuchbereich. Zu meinen Lieblingsautoren gehören Jennifer Fallon, Brandon Sanderson, Ilona Andrews, aber auch sehr viele deutsche Autoren. Meist informiere ich mich im Internet und in aller Ruhe über ein Buch, bevor ich es kaufe. Bei Spontankäufen neige ich dazu, danebenzugreifen.

3) Von welchem Autor würdest du dir mal ein Vorwort für eines deiner Bücher wünschen und warum?

Ganz klar von Jennifer Fallon. Ihr Weltenbau ist wunderbar komplex und ihre Charaktere sind vielschichtig, man muss sie einfach lieben – die Guten wie die Bösen.

4) Wo holst du dir die Ideen und Inspiration fürs Schreiben?

Die Ideen überfallen mich einfach, meist ausgelöst durch eine Kleinigkeit. Das kann ein Song sein, ein Bild, eine interessante Persönlichkeit oder einfach ein Gefühl. Musik und Filme inspirieren mich besonders. Ich gehe leidenschaftlich gern ins Kino, weil ich die Atmosphäre liebe. Die große Leinwand hält mich davon ab, alles bis ins kleinste Detail zu analysieren.

5) Wie und wann schreibst du normalerweise, kannst du dabei diszipliniert vorgehen oder wartest du, bis dich in einer schlaflosen Nacht die Muse küsst?

Ich setze mich meist am späten Nachmittag vor den PC, am Wochenende auch früher. Ein bis zwei Szenen sind das Mindestpensum, das versuche ich immer einzuhalten – so gesehen kann man schon von diszipliniert sprechen. Wenn es gut läuft, schreibe ich bis Mitternacht oder zwei Uhr morgens (je nachdem, wann ich am nächsten Tag aufstehen muss). Oft rattert mein Hirn anschließend noch im Bett weiter und ich springe wieder auf, um etwas zu notieren. Diese Phase liebe ich, da kommen mir die besten Ideen.

6) Welche Wünsche hast du in Bezug auf deine Bücher und deine Arbeit für die kommenden Jahre?

Ich wünsche mir natürlich, dass sich ein wenig von der Begeisterung, die ich beim Schreiben empfinde, auf den Leser überträgt. In mir warten unzählige Ideen darauf, in Geschichten verpackt zu werden, und ich hoffe, dass einige davon den Weg zwischen zwei Buchdeckel finden.

7) Wie fühlt man sich, wenn man erfährt, dass das erste eigene Buch veröffentlicht wird?

Das war ziemlich unwirklich. Ich dachte ständig: Wo ist der Haken? Wann kommt der Anruf mit dem „Es tut uns leid, aber …“? Es kam nichts dergleichen, nur ein Vertrag flatterte ins Haus. Das war der Tag, an dem ich es tatsächlich realisierte: Meine Geschichte darf hinaus in die große, weite Welt.