Mara Laue Talisker Blues

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Inhaltsangabe zu „Talisker Blues“ von Mara Laue

Kieran MacKinnon saß zwanzig Jahre im Gefängnis wegen Mordes an seiner Freundin. Völlig betrunken soll er sie eines Nachts am Strand erstochen haben, die Beweise sprechen dafür, er kann sich an nichts erinnern. Jetzt kehrt er zurück in seine Heimat auf die Insel Skye und versucht, sich ein neues Leben aufzubauen. Doch bald darauf wird wieder eine Frauenleiche gefunden. Und wie damals liegt eine Whiskyflasche mit Kierans Fingerabdrücken neben ihr. Ein psychologisch fein gezeichnetes Profil von Opfer und Täter in einem Krimi so mysteriös wie der düstere Nebel der Isle of Skye.

Spannender,schottischer Krimi mit einem unerwarteten Täter und sehr viel Lokalkolorit. Gern mehr davon!

— earthangel
earthangel

Unterhaltung für ein paar Stunden, mehr leider nicht

— Chrummy
Chrummy

Spannung von der ersten bis zur letzten Seite

— EmilyTodd
EmilyTodd

Tolles Lesevergnügen

— Mika2003
Mika2003

überraschend guter Krimi mit tollen Figuren und viel Hintergrundwissen!

— teetaesschen
teetaesschen

Leider konnte die Spannung nicht bis zum Ende gehalten werden und zum Schluss gab es mir zu viel Friede-Freude-Eierkuchen.

— progue
progue

dramaturgisch genial - man kommt lange nicht drauf, wer der wahre Mörder ist.

— Bellis-Perennis
Bellis-Perennis

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  • voraussehbar mit altbekannten Handlungsverlauf

    Talisker Blues
    Chrummy

    Chrummy

    12. May 2017 um 14:33

    Die Geschichte von Kieran MacKinnon ist unterhaltsam, orientiert sich jedoch wie so viele andere an einem altbekannten Handlungsverlauf. Jemand wird eines Verbrechens beschuldigt, keiner glaubt an seine Unschuld bis die rettende Heldin auftaucht, am Ende wird der wahre Täter gefasst, alle sind glücklich und eine Hochzeit steht ins Haus.. Die Geschichte ist voraussehbar und auch der wahre Täter erkennt man schon sehr früh. Obwohl der Verdacht auf eine Drittperson gelenkt wird, entsteht kein Überraschungsmoment, sobald man erfährt wer die Morde begangen hat. Auch sonst kommt kaum Spannung auf, auf Nervenkitzel wartet man vergebens. Dass die jahrzehntelange Ablehnung und Verbannung von Kieran lediglich durch die erneute Beteuerung seiner Unschuld (welche überhaupt zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht bewiesen ist) vergessen ist und alle wieder eine glückliche Familie sind, ist zudem unrealistisch. Ein Buch, welches keinen bleibenden Eindruck hinterlässt und schon bald wieder aus dem Gedächtnis verschwindet.

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  • Etwas vorhersehbar aber trotzdem sehr gut

    Talisker Blues
    EmilyTodd

    EmilyTodd

    16. January 2017 um 10:30

    Das Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite an sich gefesselt. Der Spannungsbogen reißt an keiner Stelle ab und von Langeweile keine Spur. Ok ich gebe zu, etwas vorhersehbar war es schon. Für mich war ziemlich schnell klar wer der Mörder und wer die zweite Frauen Leiche ist und auch das der weiblichen Hauptperson noch etwas geschehen wird, war alles irgendwie sehr vorhersehbar. Das fand ich wirklich etwas schade. Aber die Stimmung in dem Buch ist toll. Die Beschreibung des schottischen Wetters passte einfach perfekt zur Story. Besonders schön fand ich die immer wiederkehrenden Gälischen Sprachausflüge. Das sehr gute Glossar am Ende des Buches hilft beim verstehen und lesen. Ich freu mich, dass ich jetzt einige Brocken Gälisch bzw. Scots kann. Ich persönlich bin ja ein totaler Irland Fan. Aber nach diesem Buch hab ich totale Lust auf Schottland bekommen. Und besonders auf die Insel Skye. Sehr schön finde ich auch die Idee der Autorin, die Geschichte so nah mit der Destillerie Talisker zu verbinden. Ich persönlich trinke wenig bis gar kein Alkohol aber nun würd ich diesen Whisky gerne mal probieren, das Buch macht neugierig darauf. Auf dem Buchdeckel steht Talisker Blues - Ein Schottland-Krimi. Und das ist dieses Buch auch wirklich. Aber es erwarten einen auch eine Flut an Landschaftsbeschreibungen und man erfährt viel über die Sitten und Gebräuche der Schotten. Viele Menschen denken bei den Schotten ja vor allem an ein geiziges kleines Völkchen. Nach diesem Buch wird man eher an ein herzensgutes Volk mit viel Sinn für Familie denken.  Ein wirklich großartiges Lesevergnügen. Und selbst die Romantik kommt nicht zu kurz. Ich würde sagen in diesem Buch ist für jeden was dabei. Ich kann es nur wärmstens weiter empfehlen.

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  • Talisker Blues

    Talisker Blues
    Mika2003

    Mika2003

    31. December 2016 um 14:48

    Diese Serie lese ich irgendwie rückwärts. Nach Teil drei, Dalmore Jazz und dem Vorgänger Krimi Singleton Soul, habe ich nun auf Dienstreise zu Talisker Blues gegriffen. Da ich relativ viel Lesezeit hatte, war ich innerhalb von zwei Tagen mit dem Buch durch. Das lag aber auch daran, dass dieser Krimi zu fesseln wusste und sich wirklich toll lesen ließ. Kieran MacKinnon kehrt nach 20 Jahren in seine Heimat, die Insel Skye im Nordwesten Schottlands, zurück. Der Skyeman hat für den Mord an seiner damaligen Freundin länger im Gefängnis gesessen, als er zu dem Zeitpunkt der Tat alt war. Er hatte nach seiner Entlassung den dringenden Wunsch, seine Heimat wiederzusehen, wieder die Luft zu atmen, den Nebel zu schmecken und das Meer zu riechen. Er versucht wieder Fuß zu fassen und so gut es geht ein normales Leben zu beginnen, doch trotz intensiver Vorbereitung überfordert ihn die Freiheit zunächst. Zu allem Übel erinnern sich nicht wenige der Inselbewohner an die Tat und sein Auftauchen lässt Misstrauen und Hass erneut aufkeimen, weshalb er lieber für sich bleibt. Bei einer seiner einsamen Wanderungen durch die Natur rettet er eine junge Frau vor dem Ertrinken und begegnet damit erstmals einer Person, die ihn ohne Vorurteile kennenlernt. Sie kennt seine Geschichte nicht und sieht nur den Menschen, der er zu diesem Zeitpunkt ist – eine völlig neue Situation für ihn. Der Krimi erzählt von Kierans Leben nach dem Knast, von der Rückkehr in die Heimat, von Schuld und der Suche nach der Wahrheit. Rückblenden und der schonungslos ehrliche Blick in die Psyche des damaligen Täters lassen an dieser Geschichte intensiv teilhaben. Ganz nebenbei erfährt man einiges über die Insel, seine Bewohner und nicht zuletzt die Talisker Destille. Als Werbung für einen Besuch der Insel Skye hält dieses Buch quasi als Bonus her. Nun aber zu meinen kleinen Kritikpunkten. Ist die Geschichte anfangs von Langsamkeit und einem behutsamen Erzählstil geprägt, so gibt es im Mittelteil auf einmal spürbare Hastigkeit, die den Inhalt verstolpern (Stichwort John Taylors Besuch). Zum Ende hin, als die Geschichte noch einmal Fahrt aufnimmt steigt auch die Spannung in erheblichem Maße. Hier wäre etwas weniger mehr gewesen. Mein größter Kritikpunkt: Leider spoilert der Einband auf meines Erachtens unangebrachte Weise, da er wichtig Inhalte aus der zweiten Buchhälfte vorwegnimmt. Das trübte das Leseerlebnis doch schon sehr und legt einen völlig falschen Fokus auf die Geschichte. Alles in allem ist hier wieder ein wirklich toller Krimi entstanden und zum dritten Mal in Folge habe ich es nicht bereut, zu einem Whiskyroman von Mara Laue gegriffen zu haben. Alles in allem ist, von der Geschichte her, dieser Band meiner Meinung nach der interessanteste. Der Talisker als wirklich besonderen Whisky Schottland, die Insel Skye und ihre Bewohner sind gleichermaßen ein grandioser Einstieg in die Whiskyromane. Aufgrund der kleinen Schwächen gebe ich hier allerdings wieder nur 4,5 Sterne.

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  • Tha mi neo-chiontach!

    Talisker Blues
    progue

    progue

    Tha mi neo-chiontach ist Gälisch und heißt "Ich bin unschuldig!". Doch unschuldig ist Kieran MacKinnon sicherlich nicht, denn er saß 20 Jahre wegen des Mordes an seiner damaligen Freundin hinter Gittern. An den Mord selbst konnte und kann er sich nicht erinnern, denn er war so sturztrunken wie nie zuvor. Jetzt ist er wieder frei und er kehrt zurück in seine Heimat, auf die Insel Skye, und hofft auf eine zweite Chance im Leben. Seine Eltern wollen von ihm nichts mehr wissen, sein Bruder Paddy ist hin- und hergerissen, ein alter Mann bekommt vor lauter Schreck gar einen Herzinfarkt, als er ihn erkennt. Das Leben in Freiheit ist also alles andere als angenehm, doch dann scheint er endlich wieder einmal Glück zu haben. Paddy besorgt ihm einen Job bei Talisker, der Whisky-Destillerie, und er begegnet Catriona, einer offenen, herzlichen Frau, die nicht auf Gerüchte hören will, sondern Kieran als den Mann kennenlernen, der er jetzt ist. Doch dann scheint ihn die Vergangenheit wieder einzuholen. Es spricht sich herum, wer Kieran ist, er wird von Arbeitskollegen angegriffen, verliert seinen Arbeitsplatz und dann findet man am Strand eine Leiche. Sie wurde genauso ermordet wie das Mädchen vor 20 Jahren und alle Spuren deuten wieder auf Kieran, der kein Alibi und kaum eine Chance hat, sich zu verteidigen, zumal der Polizist, der ihn damals festgenommen und ins Gefängnis gebracht hat, fest entschlossen ist, ihn ein für alle Male wegzusperren. Das ist mein zweites Buch von Mara Laue, und wie schon bei Singleton Soul gelingt es ihr gut, die Athmosphäre in Schottland festzuhalten. Die Schreibweise ist gut und routiniert und der Einstieg ins Buch gelingt gut. Es wird auf zwei Ebenen erzählt, einmal in der Jetztzeit, einmal von 1991, als der erste Mord stattfand. Bis zur Hälfte gefiel mir das Buch auch sehr gut, aber spätestens, als es mit Catriona losging, nahm die Spannung ab und der extreme Edelmut des geläuterten Häftlings begann zu langweilen. Auch wurde es zu klischeemäßig mit der Bosheit der Leute auf der einen Seite und dem Gutmenschentum Catrionas und einiger anderer auf der anderen. Was ich richtig schlimm finde, ist der Schluss, wo sich die wichtigsten Leute alles verzeihen und geradezu einander in die Arme fallen. Ich finde es nicht authentisch, dass ein Mann, dem Jahrzehnte seines Lebens gestohlen wurden, so mild und gut ist, dass er alles auf sich beruhen lässt oder gar ein für alle Male seinen Hass begräbt. Das hat mir die zweite Hälfte des Buches tatsächlich recht verleidet. Fazit: Ein Buch, das interessant mit der Aufarbeitung eines Mordes beginnt, aber leider die Spannung nicht halten kann, zumal der wahre Tathergang recht vorhersehbar war.

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    • 4
  • Ein lesenswertes Buch.

    Talisker Blues
    numinala

    numinala

    Im Alter von 18 Jahren wird Kieran zu 20 Jahren Haft wegen des Mordes an seiner Freundin Allison verurteilt. Er kann sich zwar wegen eines Vollrausches nicht an die Tat erinnern, aber die Beweise sind erdrückend. Nun, nach seiner Entlassung, zieht es ihn zurück in seine alte Heimat. Nachdem allerdings bekannt wird, wer er ist, stößt er fast überall auf Ablehnung und zum Teil offene Feindseligkeit. Nur sehr wenige geben im eine zweite Chance auf einen neuen Anfang. Zum Beispiel Catie MacDonald - die er aus dem Wasser fischt und ihr dadurch das Leben rettet - steht im zur Seite. Als allerdings erneut eine Frauenleiche gefunden wird, die genau so zugerichtet wurde, wie Allison damals, weiß Kieran, das er nicht der Täter war. Diesmal hatte er zur Tatzeit keinen Blackout, allerdings leider auch kein Alibi. Wie soll er seine Unschuld beweisen ? Hat er Allison wirklich getötet ? Was ist damals geschehen ? Wer hat die zweite Frau umgebracht ? Und warum auf die gleiche Art und Weise ? Fazit Das zweite Buch das ich von Mara Laue gelesen habe, gefällt mir auch gut. (Das erste war Singleton Soul) Die beiden Hauptcharaktere sind zwar wieder fast zu 'gut und schön', aber dafür kristallisiert sich der Zwiespalt von Kieran prima heraus - zwar ohne Erinnerung an die Tat und doch voll von Schuldgefühlen. Über Schottland und die Schotten erfährt man etwas mehr, allerdings wäre eine Übersetzung der gällischen Sprüche in Klammern schöner gewesen, als im Anhang des Buches. Ansonsten ein lesenswertes Buch. Viele Grüße von der Numi

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    • 3
  • Guter Schreibstil, Spannungsbogen ungenügend

    Talisker Blues
    B_Mondae

    B_Mondae

    17. November 2013 um 15:22

    Ich kam zu dem Krimi von Mara Laue nach dem Lesen ihres Schreibratgebers. Gleich zu Beginn kann ich sagen, dass ihr Schreibstil sehr angenehm ist. Man kann sich sowohl in die Charaktere, als auch die Landschaft sehr gut einfühlen. Da es sich bei dem Roman aber um einen Krimi handelt, muss ich entsprechende Maßstäbe anlegen hinsichtlich Spannung und inwieweit die Autorin in der Lage ist, den Leser bei Laune zu halten. Das bedeutet bei einem Krimi für mich, bis zum Schluss mitzufiebern, im Unklaren über den Mörder zu sein. Leider gelingt das in dem Roman der Autorin nicht. Spätestens nach der Romanmitte hat man als Leser bereits eine starke Vermutung über den Täter. Frau Laue realisierte dies wohl ebenfalls und erfand eine neue Figur, die ebenfalls als Täter in Frage kommen soll. Dieser Protagonist ist jedoch sehr impulsiv, was zum Tatablauf nicht passt und ferner finde ich ihn blass dargestellt. Ab und zu darf er etwas sagen, hat aber klar die Rolle des Lückenbüßers. Im Vergleich zum Tatverdächtigen, der dem Leser ins Auge springt, taucht die neue Figur selten auf und ist deshalb auch klar eine Nebenfigur. Die Versuche der Autorin, ihn als Verdächtigen zu präsentieren, sind darum zum Scheitern verurteilt. Ab Romanmitte kam dann bei mir die Langeweile auf und ich sehnte förmlich den Zeitpunkt herbei, an dem der echte Täter endlich geschnappt wird. Zum Schluss empfand ich es noch als negativ, dass die Autorin der Sitte mancher englischer Kriminalromane folgt und diverse Protagonisten sich nochmal darüber unterhalten lässt, warum der Mörder nicht viel früher entlarvt werden konnte. Die Spannung war nach Verhaftung des Täters schon ziemlich am Boden und man hätte den Roman hier einfach beenden sollen.

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  • Schaler Drink

    Talisker Blues
    AnnaChi

    AnnaChi

    10. August 2013 um 20:16

    Als Whisky-Fan und Freund von Krimis, die in Großbritannien spielen, hatte ich mich sehr auf dieses Buch gefreut. Am Ende war ich enttäuscht von einer langweiligen, vorhersagbaren Krimihandlung und simpel gestrickten Charakteren. Der Hauptprotagonist, nach zwanzig Jahren Gefängnis, zu denen er wegen des vermeintlich im Rausch begangenen Mordes an seiner damaligen Freundin verurteilt worden war, kehrt auf die Insel Skye zurück und entpuppt sich als unschuldiger Gutmensch. Nun ja. Aber am Ende wird der wahrhaft Böse noch geschnappt. Über Whisky erfährt man auch nichts Wissenswertes. Dafür ist das Buch gespickt mit gälischen Redewendungen, die jedes Mal im angehängten Glossar nachgeschlagen werden müssen (irgendwann verließ mich die Lust dazu).

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  • Rezension zu "Talisker Blues" von Mara Laue

    Talisker Blues
    HelmuthSantler

    HelmuthSantler

    15. February 2013 um 11:32

    Kieran MacKinnon kehrt nach Hause zurück: einmal Skyeman, immer Skyeman. Die Innere Hebrideninsel vor der Westküste Schottlands gilt als Miniatur-Schottland, als Konzentrat des Schottischen. Atemberaubende Landschaften, raues Klima, Hart-aber-herzlich-Bevölkerung, außergewöhnliche Destillate. Dem Heimkehrer bläst ein besonders scharfer Wind entgegen, gilt er doch als überführter Mörder, obwohl er sich auch 20 Jahre danach an nichts erinnern kann. Nur ganz wenige sind bereit, ihm eine zweite Chance zu geben – umso mehr hintertreiben seine endgültige Vernichtung. Eine dramatische Bühne, von Mara Laue mit vielen gälischen Wendungen mit extra Lokalkolorit aufgeladen, eine wohlkonstruierte, spannende Krimistory und eine in mehrfacher Hinsicht lebensrettende Romanze verbinden sich zu mit souveräner Lockerheit dargebrachter Leseunterhaltung, die den Gesamteindruck hinterlässt, eine kleine, aber sehr aufregende Reise auf eine der schönsten Inseln Schottlands gemacht zu haben. Natürlich inklusive ausgiebiger Würdigung des titelgebenden Whiskys. Besonders, aber nicht nur für Schottland-Fans.

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  • Rezension zu "Talisker Blues" von Mara Laue

    Talisker Blues
    LeseMaus

    LeseMaus

    11. November 2012 um 14:53

    Das Äußere: Man sieht auf dem Cover des Taschenbuchs ein Stück Strand, das vom Meer überspült wird. Auf dem Sand liegt eine blutbesudelte Flasche, das Blut färbt sogar den Sand rot. Dadurch sieht man dem Buch auch direkt den Krimi an. Wer den Klappentext liest, erkennt in der Flasche die geleerte Whiskyflasche, die ein wichtiges Indiz im Kriminalfall ist. Das Innere: Kieran MacKinnon kehrt endlich wieder auf seine schottische Heimatinsel Skye zurück. 20 Jahre hat er im Gefängnis gesessen, denn man hat ihn wegen des Mordes an Allison, seiner damaligen Freundin, verurteilt. Nur kann Kieran sich sowohl damals als auch heute nicht im Entferntesten an die Tat selbst erinnern. Als er versucht, in seiner Heimat erneut Fuß zu fassen, sieht er sich vielen Anfeindungen der verschworenen Inselbewohner gegenüber. Erst als er die Biologin Catriona MacDonald kennenlernt, keimt in ihn wieder leichte Hoffnung auf. Doch es geschieht ein weiterer Mord, und die Beweise erinnern stark an die damalige Tat. Hat Kieran in geistiger Umnachtung etwa erneut zugeschlagen? Das Wesentliche: Alles beginnt mit Kierans Rückkehr auf die Insel. Direkt zu Beginn muss er mit ansehen, wie ein alter Mann direkt einen Herzinfarkt erleidet, nur weil er in ihm den sogenannten „Broadford-Killer“ wiedererkennt. Und nicht nur der alte Mann hat Angst – auch seine Eltern wollen aufgrund seiner Vergangenheit nichts mehr mit ihm zu tun haben. Allein sein Bruder Paddy geht wieder einen Schritt auf Kieran zu und verschafft ihm seinen ersten Job in Freiheit: in der Talisker Whisky Destillerie, in der auch Paddy selbst arbeitet. Doch der Mord an Kierans Freundin, der vor 20 Jahren geschah, bewegt noch immer die Gemüter der Inselbewohner. Jeder kennt die damalige Geschichte. Kieran wurde damals betrunken und bewusstlos auf seiner Freudin Allison liegend gefunden, die mit mehreren Messerstichen im Oberkörper getötet wurde. Die Details rund um die Tat selbst bleiben auch jetzt noch im Dunkeln, denn so sehr Kieran versucht, sich diese in Erinnerung zu rufen, es gelingt ihm einfach nicht. Deswegen zweifelt er selbst tief im Inneren seine Schuld an, kann aber gut verstehen, dass seine neuen Arbeitskollegen ihm nicht über den Weg trauen. So ist allein die junge Biologin Catriona MacDonald, die Kieran durch einen Zufall bewusstlos aus dem See – dem Loch Donvegan – gerettet hat, ein Lichtblick in dem schwierigen Unterfangen, wieder einem geregelten Leben nachzugehen. Die junge Frau ist jedoch die Tochter des Clanoberhauptes der MacDonalds, und es ist nicht auszudenken, was geschehen würde, wenn ihre Angehörigen erführen, dass sie sich mit dem Broadford-Killer trifft. So zieht sich durch den ganzen ersten Teil des Romans Kierans fast verzweifelter Versuch, wieder in einem geregelten Leben Fuß zu fassen. Immer wieder werden ihm Steine in den Weg geworfen, aber er rappelt sich auch immer wieder auf. Dabei ist bemerkenswert, wie sehr er sich trotz der langen Gefängnisjahre im Griff hat, wenn er entweder verbal oder tätlich angegriffen wird. Der Leser erkennt in Kieran einen ernsthaften Mann, der eigentlich keiner Fliege etwas zu Leide tun kann, sich lieber den Wind in langen Strandspaziergängen um die Nase wehen lässt, und ist somit recht schnell auf seiner Seite. Dementsprechend erkennt der Leser auch sehr zügig, dass Kieran damals nicht der Mörder gewesen sein kann. Aus dem Kreis der möglichen Verdächtigen kristallisierte sich in meinen Augen jedoch dann etwas zu schnell der wahre Täter heraus. Dem Lesegenuss tut das jedoch gar keinen Abbruch, denn als es zum zweiten Mord kommt und Kieran aufgrund der Indizien, die sehr stark an den damaligen Fall erinnern, erneut verdächtigt und festgenommen wird, hat man genug damit zu tun, um seine gerade erst wiedergewonnene Freiheit zu bangen. Zumal der zuständige Beamte, McGill, damals wie heute von Kierans Schuld überzeugt ist. Mir hat darüber hinaus sehr gefallen, wie Mara Laue die Verhaltensweisen in den schottischen Clans beschrieben hat – mir war gar nicht klar, dass diesen auch heute noch jeweils ein Anführer vorsteht, und habe die ganze Zeit bezweifelt, dass es in Wirklichkeit so ist, bis am Ende des Romans die jetzigen Clanführer der MacDonalds und MacKinnons namentlich benannt werden. Aber die Autorin erklärt nicht nur einige der schottischen Gebräuche, sondern lässt auch die gälische Sprache an vielen Stellen einfließen – damit wirkt die Geschichte sehr authentisch. Ich bin jedenfalls nur so durch die Seiten geflogen und habe dabei Mara Laues Handschrift, die mir ja aus „Die Smaragdjungfer“ schon bekannt war, wiedererkannt. Damals habe ich schon gesagt, dass das bestimmt nicht der letzte Roman war, den ich von Mara Laue gelesen habe, und nach der Lektüre von „Talisker Blues“ werde ich noch gezielter nach Krimis von ihr Ausschau halten. Mehr über Mara Laue erfährt man auf ihrer Website: http://www.mara-laue.de. Auf der Website des Verlags kann man das Buch als Taschenbuchausgabe oder E-Book bestellen, und dort gibt es auch eine Leseprobe: www.goldfinchbooks.de/talisker-blues Das Fazit: Ein interessant konstruierter Krimi von Mara Laue, der mich insbesondere aufgrund seiner sympathischen Hauptakteure durchgängig fesseln konnte. Allein die Tatsache, dass ich recht schnell den Kreis der Verdächtigen eingrenzen konnte, lässt mich einen Stern abziehen. Die Bewertung: Vier von fünf Sternen

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  • Rezension zu "Talisker Blues" von Mara Laue

    Talisker Blues
    Diamantin

    Diamantin

    27. October 2012 um 00:17

    Kurzbeschreibung Goldfinch Verlag Kieran MacKinnon saß zwanzig Jahre im Gefängnis wegen Mordes an seiner Freundin. Völlig betrunken soll er sie eines Nachts am Strand erstochen haben, die Beweise sprechen dafür, er kann sich an nichts erinnern.Talisker Blues Jetzt kehrt er zurück in seine Heimat auf die Insel Skye und versucht, sich ein neues Leben aufzubauen. Doch bald darauf wird wieder eine Frauenleiche gefunden. Und wie damals liegt eine Whiskyflasche mit Kierans Fingerabdrücken neben ihr … Zur Erklärung: Talisker ist ein schottischer Whiskey. Das Buch und die Story haben mir gut gefallen. Es geht um Liebe, Hass und Vorurteile. Man bekommt einen schönen Eindruck von Schottland. Die Geschichte spielt in Skye. Mara Laue beschreibt die Insel und Gegend sehr detailiert, sodass man fast selbst da ist. In dem Buch geht es um den verurteilten Mörder Kieran MacKinnon, der seine Strafe abgesessen hat und in seine Heimat zurück kehrt. Dort ist er aber nicht willkommen, erst recht nicht, als man ihn als den Broadford-Killer erkennt. Es wird in 2 Strängen erzählt. Einmal spielt es in der heutigen Zeit und einmal vor 20 Jahren, als der Mord an Allison geschah. Kieran MacKinnon kann sich nicht an die Tat erinnern, doch das glaubt ihm niemand. Er selber kann es sich auch nicht erklären. Trotzdem versucht er wieder Fuß zu fassen und sich eine Bleibe und Arbeit besorgen. Doch die Einwohner machen es ihm nicht leicht. Selbst seine Familie steht nicht zu ihm. Aber er bekommt durch seinen Bruder Paddy Arbeit in der Talisker Destillerie und eine Unterkunft durch einen Kollegen. Doch die Vergangenheit holt ihn immer wieder ein und Leute von damals wollen ihn nicht da haben und schwören Rache. Er muss sich gegen sie währen und verliert seinen Job sowie sein Zimmer. Zum Glück gibt es Catie, der er bei seinen Streifzügen auf der Insel, das Leben gerettet hat. Sie sieht das Gute in ihm und gibt ihm eine Chance. Durch seinen Gefängnisaufenthalt ist Kieran aber sehr scheu und zurückhaltend. Er war seit vielen Jahren mit keinem Menschen mehr näher zusammen. Wird aus den beiden ein Paar? Kann der Mord aufgeklärt werden? Warum geschieht ein weiterer Mord? Lest das tolle Buch und die Fragen werden beantwortet.

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  • Rezension zu "Talisker Blues" von Mara Laue

    Talisker Blues
    kleeblatt2012

    kleeblatt2012

    19. October 2012 um 13:20

    Als erstes herzlichen Dank an „Blogg Dein Buch“ sowie den Goldfinch-Verlag, die mir das Rezensionsexemplar haben zukommen lassen. Ein Schottland-Krimi – so steht es auf dem Cover. Und dem wird das Buch auch vollkommen gerecht. Nicht nur eine spannende Geschichte erwartet einem hinter dem Buchdeckel, sondern auch eine Flut an Landschaftsbeschreibungen und Sitten und Gebräuche der Schotten. Viele davon waren mir nicht vertraut und man merkt doch deutlich den Unterschied zwischen Schottland und Deutschland. Aber man lernt auch die Schotten als herzensgute Menschen kennen und manche Vorurteile werden aus dem Weg geräumt. Mein Mann ist Whiskytrinker und so habe ich natürlich auch schon etwas von der Destillerie Talisker gehört und wusste auch, dass diese die einzige auf der Insel Skye ist. Insoweit bin ich also schon als eine Art „Fachfrau“ an das Buch herangegangen. Die Geschichte lässt sich sehr gut lesen, hat die Autorin es doch geschafft, mich durch ihren farbenfrohen und vor allem gefühlsbestimmten Schreibstil so in den Bann zu ziehen, dass mein Kopfkino einfach mitarbeiten musste. Ich hatte die Landschaften und Orte immer vor Augen, dabei war ich selbst noch nicht in Schottland, um mir ein Bild davon zu machen. Mein Traum, mir Schottland allerdings mal persönlich anzusehen, ist durch das Buch nur noch gestiegen. Kieran (augesprochen: Kjären) ist mir von Anfang an sehr sympathisch. Er ist ein Gentleman durch und durch. Seine Zurückhaltung ist nicht gespielt und man kann ihm sehr deutlich anmerken, dass er keinem auf der Tasche liegen will und einen großen Drang hat, alles selbst hinzukriegen und endlich wieder ein normales Leben führen zu dürfen. Er scheut sich, Hilfe anzunehmen, merkt jedoch bald, dass er ohne Hilfe nicht weiterkommen kann. Kierans Gefühlswelt ist bestimmt von Selbstzweifel und Zurückhaltung. Intimität ist ihm fremd und er kann manchmal nicht aus sich raus. Trotzdem ist er ein Sympathieträger und man ist überzeugt davon, dass er es schaffen soll. Der Spannungsbogen baut sich langsam auf, wird dann jedoch bis zum Ende hin gehalten. Gerade das Ende hält dann nochmals eine Überraschung parat. Die Autorin verwendet öfters gälische Ausdrücke oder Sätze in ihrem Erzählfluss. An einer Stelle zieht sich das über mehrere Sätze hin. Im Anhang befindet sich ein Glossar, in welchem die Wörter übersetzt werden. Mich hat es jedoch teilweise gestört, immer nachzublättern, was das gelesene auf Deutsch heißt. Hier hätte ich mir gleich eine Auflösung gewünscht (in Klammern oder als Fußnote). Fazit: Der Autorin ist ein spannender Roman über einen Mord im wunderschönen Schottland gelungen.

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