Marbel Becker

 3.5 Sterne bei 4 Bewertungen
Autor von Das Ende der Schuld, Tennlos und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Marbel Becker

Das Ende der Schuld

Das Ende der Schuld

 (2)
Erschienen am 08.10.2013
Tennlos

Tennlos

 (1)
Erschienen am 01.03.2011
Hohes Gras

Hohes Gras

 (1)
Erschienen am 01.09.2009
Der andere Vater

Der andere Vater

 (0)
Erschienen am 21.12.2017
Paunile, das kleine graue Nilpferd

Paunile, das kleine graue Nilpferd

 (0)
Erschienen am 01.12.2009
Paunile und ihre Freunde

Paunile und ihre Freunde

 (0)
Erschienen am 06.10.2010

Neue Rezensionen zu Marbel Becker

Neu
Sunshine_Bookss avatar

Rezension zu "Das Ende der Schuld" von Marbel Becker

Sehr schöner Schreibstil!
Sunshine_Booksvor 5 Jahren

Inhalt:

Es ist nicht ungewöhnlich, wenn eine junge Studentin sich ihren Lebensunterhalt beim Kellnern in einer Nachtbar verdient. Doch Cara geht einen Schritt weiter, und damit nimmt ihr Leben eine unvermutete Wendung. Sie verliert alles, was ihr lieb und teuer ist. Ein Mord zwingt sie zur Flucht. Von Schuldgefühlen gepeinigt, lebt sie in dauerhafter Angst vor Entdeckung und gerät in einen Strudel aus Macht und Gewalt, aus dem es kein Entrinnen gibt. Wem kann sie noch vertrauen? Der neue Kriminalroman von Marbel Becker - atmosphärisch, spannend und mit einem überraschenden Ende. (Klappentext, Amazon)

Cover:

Tja, das Cover war der eigentliche Grund, weshalb ich das Buch aus dem Regal genommen hatte. Ich denke, das sagt schon alles, es ist sehr schön gestaltet!

Titel:

Mit dem Titel kann man am Anfang nicht sonderlich viel anfangen, aber er ergibt am Ende Sinn und ist meiner Meinung nach gut und passend gewählt.

Schreibstil:

Ich hatte mir damals eine kleine Leseprobe mitgenommen und kann bis jetzt gar nicht so genau sagen, was das ausschlaggebende war, aber nach ein paar Zeilen war ich mitten in der Story drin! Das Buch beginnt auch nicht aus der Sicht der Protagonistin sondern aus der des Kripobeamten, der die Unterlagen des Falls sichtet und dann aus der eines Mörders. Die meiste Zeit erzählt natürlich Cara ihre Geschichte aus der Ich-Perspektive, aber es gibt immer wieder Einschübe anderer Charaktere. Das Buch ließ sich bis auf eine Kleinigkeit sehr gut lesen, da es einen außergewöhnlichen Schreibstil hat. Ich hatte oft vor Augen, dass die Protagonistin die Ereignisse gerade in diesem Moment niederschreibt. Womit ich nicht so gut klar kam waren die Zeitsprünge. Das Buch springt leider, obwohl es in Zeitabschnitte eingeteilt ist, oft vor und zurück. Gerade am Anfang war das sehr verwirrend und ich musste mich arg konzentrieren. Später wurde es viel besser.

Charaktere:

Hier musste ich erst einmal überlegen, welche Charaktere ich euch vorstelle und welche nicht, da ich Angst habe, zu viel von der Story zu verraten. Aber ich denke, bei den ausgewählten Dreien bin ich auf der sicheren Seite.

Natürlich haben wir Cara, die sich neben dem Studium Geld dazuverdient, jedoch immer weiter in die zwielichte Szene abrutscht. Sie tut dies, um ihren Freund Gregor an sich zu binden, da dieser einen hohen Lebensstandard erwartet. Zumindest redet sie sich das ein. Er jedoch schien von Anfang an nicht sicher zu sein, ob die Beziehung das Richtige für ihn ist, sodass Cara immer mehr das Gefühl hat für ihn kämpfen zu müssen. Nachdem sie allerdings aus Versehen einen Mord begeht und seitdem auf der Flucht ist, wird immer klarer, dass sie für den Mann eher ein Risiko darstellt. Denn Gregor wird Arzt und möchte seine neue, perfekte Familie auf keinen Fall gefährden. Cara lernt unterdessen einen anderen Mann, Franz, kennen und es scheint, als würde sich die Rollenverteilung um 180 Grad drehen, denn jetzt ist sie es, die eigentlich weiß, dass sie nicht wirklich etwas von ihm möchte, aber ihn sich warmhält, da er ihr nützlich ist. Außerdem weiß er von dem Mord und hätte sie im schlimmsten Fall in der Hand. Doch Franz scheint nichts dergleichen vorzuhaben. Zumindest am Anfang. Aber auch er hat keine weiße Weste und Cara gerät immer mehr in einen Strudel, aus dem sie nicht mehr hinauskommt.

Erwähnenswert:

Das Buch spielt in Deutschland und ist anscheinend auch wirklich gut recherchiert, denn eins der dort besuchten Restaurants befindet sich in meiner Stadt.

Stuck in my Head:

"Warum alles so und nicht anders gekommen ist, warum ich so geworden bin oder vielleicht schon immer so war, dass jene Ereignisse von damals haben geschehen können, dass ich zur Mörderin und zur Rauschmitteldiebin geworden bin, das würde ich vielleicht in diesem Leben noch herausfinden und dann endlich mit mir Frieden schließen können." (S. 238)

Kriesenreif:

Wie schon erwähnt, hatte ich wirklich mit den Zeitsprüngen zu kämpfen, weshalb ich ein Sternchen abziehe. Das Buch ist sehr spannend, aber hier hat es dann doch den den Lesefluss gestört, da ich öfters erst einmal nachdenken musste, an welchem Punkt der Storyline ich gerade bin.

Fazit:

Das ist mein erstes Buch von Marbel Becker und ich bin wirklich sehr angetan. Der Schreibstil ist mal etwas ganz anderes und nah am Leser. Auch die Idee und das Ende waren etwas, was noch nicht in zehn weiteren Büchern zu finden ist. Wären die Zeitsprünge nicht gewesen, hätte es auch die volle Punktzahl bekommen!

Kommentieren0
6
Teilen
Atis avatar

Rezension zu "Hohes Gras" von Marbel Becker

Rezension zu "Hohes Gras" von Marbel Becker
Ativor 8 Jahren

Zur Autorin

Die 1958 geborene Autorin lebt mit ihrer Familie im Frankfurter Raum. Aus ihrer Feder stammt auch das demnächst erscheinende Kinderbuch „Paunile und ihre Freunde“ und der Roman Tennlos.

Zum Buch/Meine Meinung

Als Alexander Bach eine Kanzlei beauftragt, seinen Lebenspartner zu finden, wird offenkundig, dass ein Mann namens Rolf Winter nie existiert hat! Dass dies allerdings über Jahre hinweg an einem Banker wie ihm hat vorbeigehen können, ist ihm völlig schleierhaft. Aber Liebe blendet ja bekanntlich, und in diesem Fall hat die Liebe ganze Arbeit geleistet Nichts ist so, wie es auf den ersten Blick scheint in diesem Verwirrspiel um Liebe und Schuld, in dem Wasser dicker als Blut ist und Liebe Mittel zum Zweck. Hinter der hochglanzpolierten Fassade ereignen sich Inzest, Affären und Mord, schlummern Habgier, Sadismus und Hass und werden Doppelleben gelebt: Renommierte Professoren werden zu masochistischen Sklaven, langjährige Freunde zu erbitterten Feinden, Söhne zu Mördern, Familien entzweit. Über Jahrzehnte bewegen sich die Protagonisten dieses vielschichtigen Romans über Ländergrenzen hinweg und an Abgründen vorbei auf ein Ende zu, das an Dramatik nichts zu wünschen lässt.

Zusammen mit dem Coverfoto (Dunkelheit etwas Gras, etwas Nebel, mit einer Kette gefesselte Hände) weckte diese Inhaltsangabe meine Neugier. Das las sich doch schon mal spannend.

Es gibt ja Bücher, die nimmt man in die Hand und sie fesseln einen von der ersten bis zur letzten Seite. Dann gibt es welche, die man mit einigen Unterbrechungen liest, weil der Spannungsbogen nicht allzu hoch ist. Und abgesehen von denen, die man nie anrühren würde, gibt es noch solche, die man mehrmals in die Hand nimmt und versucht sie zu Ende zu lesen, in der Hoffnung, dass noch irgendetwas passiert, was die Geschichte rettet.

Leider muss ich gestehen, dass „Hohes Gras“ für mich persönlich in die letzte Kategorie fällt. Die Idee an sich ist spannend, allerdings ist die Umsetzung abgesehen von mir vermutlich auch für andere Leser etwas gewöhnungsbedürftig. Auch fünf Versuche an unterschiedlichen Tagen (da ich davon ausgehe, dass Geschmack auch tagesabhängig ist), lösten keine Meinungsänderung bei mir aus.

Nach dem ersten Teil der Inhaltsangabe ging ich davon aus, dass besagter Alex Bach die Hauptfigur dieser Geschichte ist. Er ist zwar Bestandteil, aber die Annahme an sich war schon mal falsch. Vielmehr ist es seine (platonische) Freundin Emilia, die in den Vordergrund rückt und aufgrund des Erzählstils abwechselnd stark vor und zurück weicht. Die Geschichte springt wild zwischen den Jahren 1965 und 2007 hin und her und hüpft darüber hinaus auch zwischen den einzelnen Charakteren (letztlich 20 an der Zahl) genauso ungestüm herum. Leider wird der Geschichte damit die Spannung genommen, die allein vom Grundgedanken her da sein müsste. Kleinigkeiten verraten dem Leser Dinge, die ihn den Handlungsverlauf vorhersehen lassen.

Sehr ausführliche Beschreibungen der Personen, die zwar in die Geschichte verwickelt sind, aber eher doch nur Randfiguren darstellen, erinnerten mich phasenweise an den Stil amerikanischer Autoren von True-Crime-Stories. Die Verknüpfungen der einzelnen Figuren erscheinen, obwohl recht eng, abenteuerlich und stellenweise fast zwanghaft zusammengefügt. Der am Ende eingebrachte fantastische Touch (eine der Figuren hat Visionen, die letztlich eine der Hauptfiguren retten), wirkt sehr bemüht und unglaubwürdig – wie überhaupt die eine oder andere Handlungsweise der Charaktere. Und obwohl eigentlich alles vorkommt, was in der Inhaltsangabe erwähnt wird – Inzest (aus Unwissenheit), Affären, Mord (der sogar mehrfach), Habgier, Sadismus, Hass, Doppelleben, Schuld (eher künstlich stilisierte Schuldgefühle einzelner Figuren) – dümpelt die Geschichte vor sich hin. Die ebenfalls erwähnte Liebe zeigt sich nur sehr zart angedeutet. Das Ende spitzt sich nicht dramatisch zu, obwohl der Tod einer Figur eingebaut wird – deren Part dann aber jemand anderes, fix, wie ein Kastenteufelchen, zu übernehmen scheint. Vielmehr flacht es ab und verpufft dann völlig unspektakulär.

Erschwerend kommt hinzu, dass obwohl so viele Personen vorkommen, keine lebendige Unter-haltung zustande kommt. Einzelne Sätze, die unbeantwortet bleiben. Gedanken. Selbstgespräche. Nichts davon reißt einen aus dem …. Ich habe gerade unweigerlich einen träge dahinfließenden Strom vor Augen. Und das, obwohl eigentlich Wirbel in Form der Handlungs- und Zeitsprünge da sein müssten. Was vielleicht daran liegt, dass ich angedeutete Wiederholungen in der Geschichte fand, die das Ganze unnötig hinzogen? Ich weiß es ehrlich gesagt wirklich nicht. Aber ich gehe davon aus, dass die Geschichte ohne Weiteres auch mit 100 Seiten weniger ausgekommen wäre. Der gleichförmige Schreibstil – unaufgeregt passt hier nicht – tötete leider in meinen Augen ansatzweise aufkommende Spannung fast augenblicklich wieder ab.

Fazit

Es gibt sicher Leser, die diesen Stil mögen. Für mich war das Buch leider gar nichts. Auf einer Skala von 1 – 5 würde ich 1,5 Punkte vergeben. Aber nur, weil ich weiß, wie viel Arbeit und Herzblut in einen Roman einfließt und weil die Aufmachung des Buches qualitativ sehr gut ist.

Copyright © 2010 Antje Jürgens (AJ)

Kommentieren0
5
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 7 Bibliotheken

Worüber schreibt Marbel Becker?

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks