Marc-Oliver Bischoff Die Voliere

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Inhaltsangabe zu „Die Voliere“ von Marc-Oliver Bischoff

- Heinz Rosen (43), wegen Entführung mit Todesfolge seit 1986 in Haft, seit 2002 Sicherungsverwahrung
- Wolfgang ›Wolf‹ Tibursky (39), wegen Vergewaltigung mit Todesfolge seit 1991 in Haft, seit 2006 ›Sicherungsverwahrung
- Adam Lefeber (47), wegen Folter mit Todesfolge seit 1992 in Haft, seit 2007 Sicherungsverwahrung
Drei Biografien, deren Fortgang mit dem Urteil ›lebenslängliche Sicherungsverwahrung‹ voraussehbar schien. Doch der EuGH hat die Rechtmäßigkeit eines solchen Urteils infrage gestellt und nun soll Psychologin Nora Winter begutachten, ob diese drei Männer therapierbar und freizulassen sind.
Was Nora nicht weiß: Ihre Einschätzung zählt nicht, ihre Beauftragung war eine Farce, und alle drei werden entlassen. Aber wer will solche Männer in der Nachbarschaft haben? Tierarzt Bruno Albrecht, der die drei aus der Haft kennt, stellt schließlich ein abgelegenes Gehöft als Unterkunft zur Verfügung. Nora kommt dieses Engagement merkwürdig vor. Daher bittet sie den Journalisten Martin Kanther, Albrecht zu durchleuchten. Die Situation eskaliert …

Ein Ex-Knacki als Nachbar ? Begeisterung oder eher Angst? Schockierendes Thema & Schockierendes Buch. Super !

— Meteorit

Spannend, flüssig zu lesen, aber nichts wirklich Überraschendes oder Neues, absehbarer Plot

— Bücherwurm

Spannend, wie grausam das Leben außerhalb einer Psychiatrie wirklich sein kann! Sehr realistisch und gekonnt geschrieben!

— mamamal3

ein grandioser Gesellschaftskrimi, muss man gelesen haben!!!

— Ayda

Packend und spannend. Ein echtes Highlight.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

WOW! Ein Krimi, den man unbedingt lesen muss - zu einem brisanten und sehr aktuellen Thema.

— guybrush

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  • Leserunde zu "Golanhöhen" von Marc-Oliver Bischoff

    Golanhöhen

    schreibix

    Ihr Lieben! Einige von Euch haben ja schon die Leserunden zu meinen vorangegangenen Büchern "Tödliche Fortsetzung" und "Die Voliere" mitgemacht. Auch für den letzten Teil der Frankfurt-Trilogie mit dem Titel "Golanhöhen" suche ich begeisterte Leserinnen und Leser, die mich bei der Lektüre begleiten. Wobei - naja, also ich muss das Buch nicht mehr lesen, ich hab's ja geschrieben. Aber ich begleite EUCH beim Lesen. Wär das also geklärt. Worum geht es in meinem dritten Krimi? Das schreibt der Verlag: Eine Frau aus der Vergangenheit, ein Kind ohne Zukunft und ein Kommissar am Limit Frankfurt, Golanhöhen: Hier im sozialen Brennpunkt stehen Selbstmorde auf der Tagesordnung. Doch als Gideon Richters Kripoteam zu einem Todesfall gerufen wird, spricht vieles gegen einen Suizid. Jennifer Baur hatte gerade zehn Jahre wegen Kindstötung abgesessen. Wieso sollte sie sich ausgerechnet jetzt, wieder in Freiheit, das Leben nehmen? Gideon hat allerdings Mühe, sich auf die Ermittlungen zu konzentrieren: Vor Kurzem Vater geworden, steht er dank durchwachter Nächte ziemlich neben sich. Aber der Schlafmangel erklärt nicht seine immer öfter vorkommenden Blackouts. Zusätzlich geht ihm der Fund einer im Müll entsorgten Babyleiche mehr an die Substanz, als er zugeben will. Er verliert seine Objektivität und trifft eine falsche Entscheidung zu viel ... Ihr seht schon: es geht um Familie, Kinder, ein Leben am Limit. Das kennt jeder, der sich schon mal um einen Säugling kümmern musste. Hier gibt es die Leseprobe... Infos über mich und meine Arbeit gibt es hier... !!! ACHTUNG BELOHNUNG !!! Für dieses Buch habe ich mit etwas besonderes ausgedacht: Natürlich ist es mir wichtig, dass Ihr nicht nur lest und diskutiert, sondern möglichst auch eine Rezension schreibt. Ob hier, bei einem Online-Buchhändler oder auf Eurem Blog, ist ganz egal. Teilt nur der Welt irgendwie mit, wie ihr das Buch findet. Zur Belohnung bekommt Ihr etwas von mir, das kaum jemand hat. Nur sehr gute Freunde von mir wissen noch, dass ich vor meiner Autorenkarriere ein ganz anderes Hobby sehr intensiv betrieben habe: die Musik! Im Jahr 2004 habe ich eine CD mit Deutschpop aufgenommen, da gabs Wir sind Helden, Juli, Sportfreunde Stiller und all die anderen noch nicht mal als Idee. Von dieser CD wurden 500 Stück gepresst, ich habe noch 20 Stück im Keller. Den ersten 20 Rezensenten, die sich bei mir melden (mit Link zur Rezension natürlich), schenke ich eine CD. Man kann sie nicht im Handel kaufen, nicht bei iTunes runterladen. Es gibt nur diese 20 Exemplare. Eine echte Rarität. Die CD heißt "Nomadenleben" und damit ihr Euch ein Bild von der Musik machen könnt, gibts hier ein paar Soundbeispiele: Der Song "5 Minuten": Der Song "Speed": Also, ich freue mich auf Eure Bewerbung. Ihr müsst nichts besonderes tun, einfach nur im Unterthema "Bewerbung / Ich möchte mitlesen" melden. Und nicht vergessen: Wer rezensiert, kriegt auf die Ohren! Beste Grüße Euer Marc-Oliver Bischoff

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    • 559
  • Lesemarathon zu Ostern vom 3. - 6. April 2015

    Panthertage - Mein Leben mit Epilepsie

    Daniliesing

    Ostern rückt immer näher und damit ein schönes, verlängertes Wochenende um mal wieder richtig viel zu lesen! Wir zumindest finden, dass das die perfekte Gelegenheit für einen Lesemarathon ist, bei dem wir uns so richtig Zeit für all unsere tollen Bücher nehmen. Wir freuen uns schon sehr und sind natürlich dabei - ihr auch? Was ist ein Lesemarathon? Bei unserem Lesemarathon kommen wir hier vom 3. - 6. April (Karfreitag bis Ostermontag) zusammen und tauschen uns darüber aus, welche Bücher wir gerade lesen. Der Lesemarathon ist die perfekte Gelegenheit, um sich mal wieder ganz bewusst Zeit fürs Lesen zu nehmen und das gleich für mehrere Tage. Sonst kommt ja doch immer wieder was dazwischen und plötzlich hat man die schöne Lesezeit mit Putzen, Fernsehen usw. verbracht. Natürlich müsst ihr nicht die gesamten 4 Tage durchlesen, sondern es ist so gedacht, dass jeder mitmachen kann, wann und wie er möchte. Hier haben wir dann einen gemeinsamen Platz, an dem wir uns über unsere Lesefortschritte und die gelesenen Bücher austauschen können. Wie kann man mitmachen? Jeder ist herzlich willkommen hier jederzeit mitzumachen. Einfach drauflosschreiben und dabei sein - wir freuen uns über jeden, der uns ein kleines oder auch großes Stück unseres Lesemarathons begleiten möchte. Für die Abwechslung zwischendurch, werden wir hier im Zeitraum der 4 Tage kleine Fragen oder Aufgaben stellen, bei denen ihr gern mitmachen könnt. Natürlich ist das kein Muss, aber es macht immer wieder viel Spaß, auf diese Weise andere Leser kennen zu lernen, neue Bücher zu entdecken und sich sein eigenes Leseverhalten näher anzuschauen. Selbstverständlich könnt ihr gern auch über eure Blogs und Social Media Kanäle teilnehmen. Verwendet hierbei bitte den Hashtag #lblm - so können wir unsere Beiträge leicht wiederfinden. Jetzt heißt es nur noch, ein paar Tage warten und schon ist unser Lesemarathon da. Wir freuen uns auf viele spannende, berührende, lustige und einfach nur schöne Lesestunden mit euch! PS: Vielleicht wundert ihr euch, warum wir unseren Lesemarathon gerade zum Buch "Panthertage" angelegt haben? Wir möchten euch dieses Buch gern als persönliche Leseempfehlung ans Herz legen. Die Autorin Sarah ist eine ehemalige Kollegin von uns und hat hier fast 4 Jahre mit uns zusammen gearbeitet. Wir sind ganz begeistert von ihrem Buch und sehr stolz! Vielleicht sucht der ein oder andere von euch ja noch passenden Lesestoff?

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    • 734
  • Hetzjagd auf Ex-Sträflinge

    Die Voliere

    Meteorit

    Inhalt: - Heinz Rosen (43), wegen Entführung mit Todesfolge seit 1986 in Haft, seit 2002 Sicherungsverwahrung§- Wolfgang Wolf Tibursky (39), wegen Vergewaltigung mit Todesfolge seit 1991 in Haft, seit 2006 Sicherungsverwahrung§- Adam Lefeber (47), wegen Folter mit Todesfolge seit 1992 in Haft, seit 2007 Sicherungsverwahrung§Drei Biografien, deren Fortgang mit dem Urteil lebenslängliche Sicherungsverwahrung voraussehbar schien. Doch der EuGH hat die Rechtmäßigkeit eines solchen Urteils infrage gestellt und nun soll Psychologin Nora Winter begutachten, ob diese drei Männer therapierbar und freizulassen sind. §Was Nora nicht weiß: Ihre Einschätzung zählt nicht, ihre Beauftragung war eine Farce, und alle drei werden entlassen. Aber wer will solche Männer in der Nachbarschaft haben? Tierarzt Bruno Albrecht, der die drei aus der Haft kennt, stellt schließlich ein abgelegenes Gehöft als Unterkunft zur Verfügung. Nora kommt dieses Engagement merkwürdig vor. Daher bittet sie den Journalisten Martin Kanther, Albrecht zu durchleuchten. Die Situation eskaliert Meine Meinung:  Uiuiui ! Mit so einer Geschichte hätte ich nicht gerechnet. Ich bin davon ausgegangen, dass man erfährt wie die Eingliederung in die Gesellschaft voranschreitet . Jedoch habe ich nicht mit so einem 'krassen' Buch gerechnet. Teils gruselige Szenen gerade von den 3 Ex-Sträflingen Tibursky , Rosen und Lefeber die sich resozialisieren wollen jedoch von den Bewohnern als Dämonen dargestellt werden. Teilweise konnte man überhaupt nicht absehen ob gleich eine Axt hinter dem Rücken erscheint oder eine Friedenspfeife. Bis ca. 280 bleibt das Buch spannend aber nicht überragend. Jedoch ab der Seite 280 beginnt es mit der Hetztjagd und teils seeehr krassen Szenen. Seehr mies fande ich auch die Szene mit den toten Vögeln in der Voliere..  Mir hat irgendwie ein Nachwort von Autor gefehlt. Hätte nochmal gern gewusst was er so darüber denkt. Krimi/Thriller mit Gruselfaktor. Ich gebe 4-5 Sterne.  Nichts für schwache Nerven..

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    • 4

    Igelmanu66

    27. June 2014 um 17:45
  • Wer sind jetzt die Monster?

    Die Voliere

    Igelmanu66

    28. February 2014 um 22:05

    „Obwohl ich nicht damit gerechnet habe, freue ich mich darauf, das Gefängnis nach über zwanzig Jahren zu verlassen. Ich habe meine Strafe verbüßt. Ich habe alles getan, um zu verhindern, dass ich rückfällig werde. Aber ich fürchte trotzdem, dass alles in einem Fiasko endet. Wir sind wie Aussätzige. Niemand will uns in seiner Nähe haben. Und die Medien und die Technologie sorgen dafür, dass alle Welt jederzeit über unseren jeweiligen Aufenthaltsort informiert ist.“ (S. 47f) Nach über zwanzig Jahren Haft sollen nun drei Männer aus der Sicherungsverwahrung entlassen werden. Die Verbrechen, wegen derer sie verurteilt worden, sind geeignet, bei den meisten Menschen große Angst auszulösen. Die Psychologin Nora Winter soll den Wiedereingliederungsprozess beratend unterstützend, aber ist eine Wiedereingliederung in die Gesellschaft für solche Männer überhaupt möglich? Auch ohne Schwierigkeiten von außen stellt das Leben in „Freiheit“ die Entlassenen vor große Probleme. Nicht jeder schafft es, sein Leben wieder zu organisieren. Und haben die Männer tatsächlich ihre gefährlichen Neigungen im Griff? Waren die Therapien wirklich erfolgreich? Dazu reagieren die Nachbarn mit deutlicher Ablehnung, die sich zur Panik steigert, als in der Gegend ein Junge verschwindet. Und dann gibt es auch noch Menschen, die diese Situation für ihre Zwecke ausnutzen wollen – das ganze wird zum Politikum. Was für ein Buch! Ich bin restlos begeistert! Die Umsetzung des Themas ist wirklich gelungen! Während des Lesens wurde ich einem Wechselbad der Gefühle unterzogen, denn der Autor schafft es, weder die Taten und die Gefährlichkeit der Männer zu beschönigen oder zu gering zu schätzen, noch die Ängste und Sorgen der „normalen“ Menschen zu vernachlässigen. Manches, was die ehemaligen Straftäter getan hatten oder im Verlauf des Buches tun, jagte mir Schauer über den Rücken. Und im nächsten Moment machen „ordentliche Bürger“ Dinge, bei denen ich fassungslose dachte: Wer sind jetzt die Monster? Die Spannung reißt keinen Moment ab und von Anfang an merke ich, so wie einer der Männer, den ich zu Beginn der Rezi zitiert habe, dass alles auf ein Fiasko – eine Katastrophe – zusteuert. Nur dass ich keine Ahnung habe, wie die aussehen wird… Ich muss gestehen, ich bin bislang nicht so differenziert an die Thematik herangegangen. Wenn in meiner Nachbarschaft jemand einziehen wollte, der Kinder missbraucht und ermordet hat, wäre ich auch dagegen. Und als neben der Schule meiner Tochter eine forensische Klinik eröffnet wurde, dachte ich ebenfalls: „Bitte nicht hier!“. Insofern hat mir das Buch sehr zu denken gegeben. Ich habe immer noch Angst, aber ich weiß nun, dass man es sich mit diesem Thema nicht zu leicht machen sollte. Vielen Dank Doreen für die tolle Empfehlung und fürs Leihen!

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  • Kindle-Buffet: Kostenlose E-Books bei Amazon

    Kindle Buffet

    sursulapitschi

    Nein, dies ist keine Leserunde, sondern der Thread für:   Kostenlose e-books   Viele fleißige Menschen posten für uns täglich jede Menge Links für kostenlose e-books. Da es sehr viel bequemer wäre, wenn die einzelnen Links nach Genres sortiert aufrufbar wären (und Lovelybooks uns da technische Grenzen setzt), ist dies hier der Versuch, das Thema praktischer zu gestalten. Hier könnt ihr Links einstellen, wenn ihr kostenlose e-books entdeckt habt, oder einfach stöbern. Viel Spaß!  

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    • 12238

    guybrush

    21. December 2013 um 09:05
  • Thriller mit sehr briasantem und aktuellem Thema

    Die Voliere

    Bücherwurm

    28. September 2013 um 00:52

    "Die Voliere" von Marc-Oliver Bischoff wagt sich an ein sehr umstrittenes und brisant-aktuelles Thema: Wohin mit den Schwerverbrechern, die ihre Strafe verbüßt haben und wieder auf freien Fuß gesetzt werden müssen? Es gab eine Gesetzesänderung, nach der manchen Schwerverbrechern tatsächlich nach einer bestimmten Strafzeit die Rückkehr in die "normale" Gesellschaft ermöglicht werden muss. Es handelt sich dabei um psychisch kranke Gewalttäter, im vorliegenden Buch um 3 Männer, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Von wiederholtem, schweren Bertrug bis grauenvollem Abschlachten von Menschen über sexueller Folterung von Kindern mit Todesfolge, der Autor bietet dem Leser eine sehr interessante, weit gefächerte Variation der Gewalt. Der vorliegende Roman ist der zweite Krimi des Autors, für mich die erste Begegnung mit den Protagonisten, ich will nicht unerwähnt lassen, dass der erste Krimi mit dem Friedrich-Glauser-Preis ausgezeichnet wurde in der sparte "Bestes Debüt". Die Psychologin Nora wird engagiert, um die Gutachten der 3 vom neuen EU-Gesetz betroffenen Männer zu bewerten, auszuwerten und die Freilassung abzulehnen oder zu befürworten. Es steht allerdings hinter ihrem Rücken fest, dass eine Freilassung folgen wird, mit Sicherheitsauflagen und betreuendem Sozialarbeiter. Das buch begintn unglaublich spannend! Der Autor versteht es, die Schwerverbrecher so sympathisch und auch harmlos darzustellen, dass ich grosse Probleme hatte, die begannenen und verbüßten Taten überhaupt zu glauben! Mit Nora hatte ich hingegen von Anfang an meine großen Probleme. Mir persönlich war sie zu sehr mit ihrem chaotischen Liebesleben beschäftigt, ungeordent in ihren Handlungen und nicht wirklich sympathisch. Sie agierte unseriös und unbeholfen, ließ sich auf faule Kompromisse ein, die zum Himmel rochen, ich fand den Verlauf der Geschichte schon früh absehbar katastrophal! Die Unterbringung und das Drama, das folgte war für mich hollywoodlikes Klischee, dafür vermisste ich die ernsthafte Auseinandersetzung mit dem eigentlichen Thema! Als ich den Klappentext las, freute ich mich auf eine Diskussion über das Für und Wider, über Menschenrechte und gesellschaftliche Probleme mit Schwerverbrechern. Hier war kein Für und kein Wider, hier wurde völlig unvorbereitet entlassen, spät und nicht ernstahft auf vorhersehbare Probleme reagiert. Ich war phasenweise ziemlich enttäuscht, auch wenn der Roman toll zu lesen und temporeich durchgezogen wurde, der Krimi wurde wirklich nur zur spannenden Unterhaltung geschrieben, nicht als Mahnmal! So wirklich der Knalleffekt blieb aus, und ich bin nach dem Beenden immer noch unschlüssig, wie man das Problem  "Haftentlassung der Schwerverbrecher" lösen kann, geblieben ist der schale Nachgeschmack, dass auf wirklich wichtigen Posten oft zu wenig Kontrolle herrscht und zu oft Personen besetzt werden, die ihrer Verantwortung nicht kompetent genug entgegentreten.

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  • Langatmig

    Die Voliere

    babylu

    22. September 2013 um 10:53

    Eigentlich hab ich mir von diesem Buch mehr versprochen.Es war ziemlich langatmig und erst auf den letzten 50 Seiten wurde es ganz spannend.

  • Leserunde zu "Die Voliere" von Marc-Oliver Bischoff

    Die Voliere

    schreibix

    Liebe Lovelybooks Leseratten (wow, was für eine Alliteration), letztes Jahr habe ich mit Euch ja schon meinen Debütroman Tödliche Fortsetzung gemeinsam gelesen, nun erscheint der Nachfolger Die Voliere. Ich möchte Euch herzlich dazu einladen, gemeinsam mit mir das Buch zu entdecken.  Die Voliere ist die Fortsetzung der "Tödlichen Fortsetzung" (ich geb's zu, das klingt ganz schön bescheuert) , es geht also wieder um Nora Winter, Gideon Richter und Martin Kanther. Natürlich muss man das erste Buch nicht gelesen haben, um einzusteigen. Alles was ihr tun müsst, um eines der zehn Freiexemplare zu gewinnen, ist bis 15. Juli die folgende Frage zu beantworten: "Wo leitet sich das Wort 'Spessart' her?" Kleiner Tipp: es gibt da dieses Lexikon im Internet ... Hier Infos zum Inhalt, die Euch hoffentlich neugierig machen: Der zweite Roman des ›Friedrich-Glauser-Preisträgers‹ – noch packender, noch mitreißender als der erste:  Heinz Rosen (43), wegen Entführung mit Todesfolge seit 1986 in Haft, seit 2002 Sicherungsverwahrung, Wolfgang ›Wolf‹ Tibursky (39), wegen Betrugs und Freiheitsberaubung seit 1991 in Haft, seit 2006 Sicherungsverwahrung, Adam Lefeber (47), wegen Folter mit Todesfolge seit 1992 in Haft, seit 2007 Sicherungsverwahrung Drei Biografien, deren Fortgang mit dem Urteil ›lebenslängliche Sicherungsverwahrung‹ voraussehbar schien. Doch der EuGH hat die Rechtmäßigkeit eines solchen Urteils infrage gestellt und nun soll Psychologin Nora Winter begutachten, ob diese drei Männer therapierbar und somit entlassungsfähig sind. Eine Frage, die Emotionen hochkochen lässt. Während die Politik die Männer unabhängig von Noras Einschätzung freilassen will, sehen selbst die Täter dem Leben in Freiheit mit viel Skepsis entgegen: Werden sie sich außerhalb der Gefängnismauern überhaupt noch zurechtfinden können? Ein Dorf, in dessen Nähe die drei einquartiert werden sollen, hat sein Urteil schon gefällt – denn schließlich will niemand einen Schwerverbrecher in seiner Nachbarschaft haben. Die Situation eskaliert und Nora befindet sich mittendrin … Mehr Infos zu mir findet Ihr HIER, Infos zum Buch und eine Leseprobe gibt es HIER. Ich würde mich freuen, wenn viele von Euch mitmachen!  Euer Marc-Oliver Bischoff

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    • 234
  • Leseempfehlung

    Die Voliere

    unclethom

    Der Klappentext: Heinz Rosen (43), wegen Entführung mit Todesfolge seit 1986 in Haft, seit 2002 Sicherungsverwahrung§- Wolfgang Wolf Tibursky (39), wegen Vergewaltigung mit Todesfolge seit 1991 in Haft, seit 2006 Sicherungsverwahrung§- Adam Lefeber (47), wegen Folter mit Todesfolge seit 1992 in Haft, seit 2007 Sicherungsverwahrung§Drei Biografien, deren Fortgang mit dem Urteil lebenslängliche Sicherungsverwahrung voraussehbar schien. Doch der EuGH hat die Rechtmäßigkeit eines solchen Urteils infrage gestellt und nun soll Psychologin Nora Winter begutachten, ob diese drei Männer therapierbar und freizulassen sind. §Was Nora nicht weiß: Ihre Einschätzung zählt nicht, ihre Beauftragung war eine Farce, und alle drei werden entlassen. Aber wer will solche Männer in der Nachbarschaft haben? Tierarzt Bruno Albrecht, der die drei aus der Haft kennt, stellt schließlich ein abgelegenes Gehöft als Unterkunft zur Verfügung. Nora kommt dieses Engagement merkwürdig vor. Daher bittet sie den Journalisten Martin Kanther, Albrecht zu durchleuchten. Die Situation eskaliert… Quelle: www.lovelybooks.de Der Autor: Ich wurde 1967 geboren. Dem Jahr, in dem das Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Trinidad und Tobago in Kraft trat, in dem Schweden von Links- auf Rechtsverkehr umstellte, und in dem Omar Bongo Präsident von Gabun wurde. Ich wuchs in den Siebzigern in einem beschaulichen Dorf am Stadtrand von München auf. Links Kuhställe und Getreidesilos, rechts die Startbahn des Riemer Flughafens, und mittendrin eine Bande Heranwachsender, die ganz ohne Beaufsichtigung an den Nachmittagen, den Wochenenden und in den großen Ferien die umliegenden Äcker und Wälder unsicher machten und im verwilderten Garten des Wasserturms ihren ersten Kuss erlebten. Mein Vater starb früh - mit 44 Jahren - und das prägt bis heute meine Einstellung zum Leben: die Vorhaben, die einem wichtig sind, nicht zu verschieben, denn niemand garantiert einem das Morgen. Nach dem wirtschaftswissenschaftlichen Studium in der Fuggerstadt Augsburg verschlug es mich Berufes wegen an den Bodensee, in die Schweiz und nach Frankfurt. Heute lebe ich mit meiner Frau und zwei Kindern in Ludwigsburg bei Stuttgart und arbeite als Technologieberater und Entwickler in Ludwigsburg und London. Erst mit 41 Jahren habe ich das Schreiben für mich entdeckt. Die Erfindung des (We)Blogs war der Auslöser dafür. 2008 begann ich meine Aufzeichnungen im Laufsau-Blog. Aus dem Blog wurde ein (erfolgreiches) Buch, und dann kam eins zum anderen: Schreibwerkstatt bei Tanja Kinkel, Romanwerkstatt bei Rainer Wekwerth, ein Vertrag bei der Literaturagentur Schmidt & Abrahams. Schreiben ist entspannend und anstrengend zugleich. Aber es gibt eigentlich nichts Schöneres als jemanden, der dir sagt, er habe dein Buch gelesen und es habe ihm gut gefallen. Quelle: www.lovelybooks.de Meine Meinung: Dank der Bildhaften Schreibweise kommt man gut in die Story hinein, nein nicht hinein, man steht von Anfang an mitten drin. Protagonisten und Schauplätze des Romans sind so gut beschrieben dass es nicht schwer ist sich diese vorzustellen. Der Spannungsbogen ist zu Beginn sachte und steigt je näher man in Richtung Finale kommt umso steiler an. Klasse geschriebener Roman der vieles nur andeutet und nicht zu viel offen verrät so dass man bis zum Schluss rätselt wer der oder die Täter sind. Es ist ein Roman der in Bezug auf die Problematik der Sicherungsverwahrung zum Nachdenken anregt. Es war mein erster, aber garantiert nicht der letzte Roman dieses Autors. Ich vergebe hier hochverdiente 5 von 5 Sternen, darüber hinaus spreche ich hier eine Leseempfehlung aus.

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    • 2

    schreibix

    05. September 2013 um 09:03
  • ein grandioser Gesellschaftskrimi, muss man einfach lesen !!!

    Die Voliere

    Ayda

    Kurzer Inhalt: Die junge Polizeipsychologin Nora Winter soll drei lebenslänglich inhaftierte Straftäter begutachten inwiefern sie resozialierbar sind. Der Grund ist, daß der EuGH eine lebesnlängliche Sicherheitsverwahrung nicht rechtmäßig sieht und für die Freilassung plädiert. Auf diesen Entschluß reagieren Politik und Bevölkerung mit großem Widerstand. Während Nora Winter und ihr Team versuchen zwischen den Fronten die drei Männer Namens Lefeber,Tibursky und Rosen an das Leben in "Freiheit" zu gewöhnen verschwindet ein Junge in dem Ort und kurz darauf wird eine Leiche im Wald entdeckt... Das Finale ist phänomenal... Meine Meinung: Ich würde dieses Buch wirklich jedem empfehlen zu lesen der oder die sich nur annähernd für gesellschaftliche und polititische Prozesse interessiert denn es reflektiert auf eine sehr intelligente Art ein hochaktuelles und sensibles Thema! Ich habe auch etwas dazu gelernt wie z.b. über das Greifwalder Appell zur Reform der Sicherheitsverwahrung. Denn der Autor Marc Oliver Bischoff behandelt hier ein ganz wichtiges Thema, nähmlich Sicherheitsverwahrung und er schafft es dieses Thema in einem spannenden Krimi zu verpacken. Der Schreibstil ist einfach muss ich jetzt mal so sagen: der Hammer! Die Szenen sind sehr bildhaft beschrieben, ich konnte das Buch ab einem bestimmten Punkt nicht mehr aus der Hand legen mir gingen manche Szenen wirklich sehr nah. Die drei Gefangenen sind sehr unterschiedlich und während der Geschichte ertappt man sich ganz oft zwischen den Fronten und fragt sich auch selber wie man denn darüber denkt und wie man gehandelt hätte. Das war der erste Krimi bei dem ich Tränen in den Augen hatte. Der Autor: Marc-Oliver Bischoff wurde 1967 in Lemgo geboren und wuchs in einem kleinen Dorf am Stadtrand von München auf. Nach dem wirtschaftswissenschaftlichen Studium verschlug es ihn zunächst an den Bodensee, in die Schweiz und nach Frankfurt, der Stadt, der er sich bis heute am meisten verbunden fühlt. Inzwischen lebt er mit seiner Frau und zwei Kindern in Ludwigsburg und pendelt als Technologieberater zwischen seinem Wohnort und London. Für seinen ersten Kriminalroman ›Tödliche Fortsetzung‹ wurde er mit dem ›Friedrich-Glauser-Preis‹ in der Sparte ›Debüt‹ ausgezeichnet. (Quelle: http://www.grafit.de/service/autoren/autorendetails/autor/bischoff/) Fazit: Ich fand das Buch "Die Voliere" einfach super,sollte man gelesen haben. Ein Zitat in diesem Buch hat mir besonders gut gefallen : "Man ist nie nur das, wofür man sich selbst hält. Man ist auch das wofür andere einen halten" ... Das Buch bekommt 5 von 5 Sternchen und noch ein Bonus * Sternchen:)

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    • 2

    schreibix

    05. September 2013 um 09:02
  • Auf wen muss denn eigentlich aufgepasst werden? Superspannend!

    Die Voliere

    mamamal3

    Drei ehemals Sicherungsverwahrte sollen im Rahmen eines Resozialisierungsprojekts nach abgesessener Strafe und Therapie aus der Psychiatrie in die Gesellschaft wiedereingegliedert werden. Soweit der Plan, der bereits im Vorfeld zu heftigen Diskussionen in der Bevölkerung sorgt. Als es schließlich mit großem Presserummel zur "Entlassung" kommt, befinden sich die drei gleich vielfältigen Problemen gegenübergestellt. Die Kriminalpsychologin Nora Winter versucht ihr Möglichstes, doch der "Umzug" in ein abgelegeneres Haus im Spessart scheint unumgänglich. Dort angekommen warten allerdings neue Probleme- das Anwesen war im Vorfeld zwangsversteigert worden und der ortsansässige Brauereibesitzer mischt jetzt auch noch mit. Das Thema des Romans ist aktueller denn je- doch letztlich bleibt dem Leser nur die Frage zu beantworten, wer denn mehr Überwachung braucht- der psychisch Kranke oder die intolerante Gemeinschaft/Gesellschaft!? Sehr spannend geschrieben, lässt sich kaum aus der Hand legen!!

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    • 2

    schreibix

    19. August 2013 um 14:21
  • Highlight 2013!

    Die Voliere

    Seehase1977

    Klappentext/Kurzbeschreibung: Sind psychisch kranke Gewalttäter therapierbar? Ein brandheißes Thema hochspannend verpackt. - Heinz Rosen (43), wegen Entführung mit Todesfolge seit 1986 in Haft, seit 2002 Sicherungsverwahrung - Wolfgang Wolf Tibursky (39), wegen Vergewaltigung mit Todesfolge seit 1991 in Haft, seit 2006 Sicherungsverwahrung - Adam Lefeber (47), wegen Folter mit Todesfolge seit 1992 in Haft, seit 2007 Sicherungsverwahrung Drei Biografien, deren Fortgang mit dem Urteil lebenslängliche Sicherungsverwahrung voraussehbar schien. Doch der EuGH hat die Rechtmäßigkeit eines solchen Urteils infrage gestellt und nun soll Psychologin Nora Winter begutachten, ob diese drei Männer therapierbar und freizulassen sind. Was Nora nicht weiß: Ihre Einschätzung zählt nicht, ihre Beauftragung war eine Farce, und alle drei werden entlassen. Aber wer will solche Männer in der Nachbarschaft haben? Tierarzt Bruno Albrecht, der die drei aus der Haft kennt, stellt schließlich ein abgelegenes Gehöft als Unterkunft zur Verfügung. Nora kommt dieses Engagement merkwürdig vor. Daher bittet sie den Journalisten Martin Kanther, Albrecht zu durchleuchten. Die Situation eskaliert ... Endlich mal wieder ein Buch, dass ich kaum aus der Hand legen konnte und mich im wahrsten Sinne des Wortes um den Schlaf gebracht hat. Sowohl das Buch an sich, sowie auch das Thema: Sicherheitsverwahrung für gewalttätige Straftäter. Man kommt nicht umhin sich zu fragen, wie man selbst darauf reagieren würde, wenn in der Nachbarschaft ein aus der Sicherungsverwahrung entlassender Kinderschänder einzieht. Menschen oder Monster? Kann sich ein Mensch wirklich komplett ändern? Und wenn ja, haben dann nicht auch solche Menschen ein Recht auf einen Neuanfang? Ja...aber nicht in meiner Nachbarschaft, nicht in unmittelbarer Nähe meiner Kinder oder den Kindern anderer? Mit "Die Voliere" ist Marc-Oliver Bischoff ein brillianter Krimi gelungen! Erschreckend realistisch, rasant, fesselnd. Fängt der Plot erst ruhig an nimmt er dann rasant an Fahrt auf und die Story sowie deren Protagonisten ziehen den Leser vollends in ihren Bann. Zwangsläufig baut der Leser Sympathien gegenüber den Straftätern auf, in meinem Fall der eigentlich sehr sanfte Riese Rosen oder der lustige Hesse Tibursky. Für mich das beste Buch das ich 2013 gelesen habe und welches ich absolut uneingeschränkt empfehlen kann. Hätte mir eine liebe Freundin das Buch nicht empfohlen und geliehen wäre ich wohl nie auf die Idee gekommen es zu lesen. Danke hierfür!

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    • 2

    schreibix

    18. August 2013 um 20:49
  • Was für ein Buch!

    Die Voliere

    anell

    "Schatz, was wollen wir heute Abend essen". "Ich lese" "Aber ... ich wollt nur wissen ...". "Ich lese!" "Aber ...". Tür zuknall "ICH! LESE!" Bei manchen Büchern werd ich regelrecht zur Furie wenn man mich stört. Da will ich nur noch eins, lesen, lesen, lesen. Und lasst mich alle in Ruhe. Danke schön, besser für Euch! Die Voilere war genau so ein Buch. Eine Rezi hier hat mich darauf aufmerksam gemacht. Danke nochmals dafür :D Ich bin also auf amazon, weil naja ... ich und Thriller und das Cover war jetzt auch nicht so der Reißer. Und dann hab ich auf die erste Seite der Leseprobe gelesen. Und weitergelesen und weitergelesen. Und dann war die Leseprobe zu Ende und ich hab mir überlegt, spontan Überstunden frei zu nehmen, um das Buch an dem Tag noch fertig lesen zu können. Ernsthaft? Ich lese alle Schlatjahre mal einen Krimi/Thriller und die Voilere. Das hat mich einfach nur geschafft. Das Thema mit der Sicherungsverwahrung und das Schwerstkriminelle aufgrund eines Beschlusses entlassen werden MÜSSEN ist ja ein brisantes Thema. Schon als es aufkam und ich eine Reportage gesehen hab in der es darum ging, dass solche Leute keine Fahrkartenautomaten bedienen können und mit dem modernen Leben nicht klarkommen ... meine erste Reaktion war: Ja soll ich jetzt etwa mit denen Mitleid haben, oder was? So und dann les ich auf dieses Buch. Und was passiert, auf einmal werden dir diese drei Typen ja ... nicht durchweg sympathisch (weil du hast ja immer noch diese Stimme der Vernunft im Ohr, die dich anschreit, lieber vorsichtig zu sein) aber du empfidenst schon so etwas wie ... Mitleid. Sie werden entlassen, und niemand will sie in seiner Nähe. Niemand will ihnen eine Chance geben. Man schafft die Männer in eine verlassene Mühle mitten in den Spessart und da wird die Situation und die Atmosphäre noch drückender. Der Autor, dieser clevere Mistkerl, spielt durchweg mit unseren Urängsten. Dem "Monster in der Nachbarschaft" in einem alten Gut, irgendwo im dichten dunklen Tannenwald. Der löchrigen Überwachung. Dem Personalmangel allerorten. Der Ingoranz. Und als wäre das alles nicht schon echt beängstinged genug, gibts noch einen verdammten Sturm obendrauf! Denn auch die Bevölkerung in diesem kleinen Kaff hat keine Lust auf drei Knackis. Allen voran der Ortsvorsteher, der seine ganz eigenen Motive hat, warum er die drei loswerden will. Als dann wieder ein Kind verschwindet, eskaltiert die Sache in einer riesigen Katastrophe. Ich muss sagen: Hut ab. Zwei Drittel des Buchs sind eher ruhig. Die Charaktere sind fantastisch! Und du fängst an, so richtig abzutauchen. Dann kommt der Sturm und die Erreignisse überschlagen sich. Und ich saß vor dem Buch und hatte echt Angst, dass mein Herz irgendwann schlapp macht, so auf den letzten Metern. Ein Paukenschlag nach dem anderen und wenn du denkst. Puh ... geschafft, zack der nächste. (Ich geb zwar zu, dass ich mir alles irgendwie auch vor der Auflösung denken konnte) aber das tut dem Buch keinen Abriss. Im Ernst, wer dieses Buch nicht liest, ist selbst dran Schuld und verpasst so einiges. Lesen! Lesen! Lesen!

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    • 5
  • Wenn die Täter zu Opfern werden

    Die Voliere

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    *** Inhalt: "Sind psychisch kranke Gewalttäter therapierbar? Ein brandheißes Thema hochspannend verpackt. - Heinz Rosen (43), wegen Entführung mit Todesfolge seit 1986 in Haft, seit 2002 Sicherungsverwahrung - Wolfgang Wolf Tibursky (39), wegen Vergewaltigung mit Todesfolge seit 1991 in Haft, seit 2006 Sicherungsverwahrung - Adam Lefeber (47), wegen Folter mit Todesfolge seit 1992 in Haft, seit 2007 Sicherungsverwahrung Drei Biografien, deren Fortgang mit dem Urteil lebenslängliche Sicherungsverwahrung voraussehbar schien. Doch der EuGH hat die Rechtmäßigkeit eines solchen Urteils infrage gestellt und nun soll Psychologin Nora Winter begutachten, ob diese drei Männer therapierbar und freizulassen sind. Was Nora nicht weiß: Ihre Einschätzung zählt nicht, ihre Beauftragung war eine Farce, und alle drei werden entlassen. Aber wer will solche Männer in der Nachbarschaft haben? Tierarzt Bruno Albrecht, der die drei aus der Haft kennt, stellt schließlich ein abgelegenes Gehöft als Unterkunft zur Verfügung. Nora kommt dieses Engagement merkwürdig vor. Daher bittet sie den Journalisten Martin Kanther, Albrecht zu durchleuchten. Die Situation eskaliert..." (Klappentext) "Jeder hat eine zweite Chance verdient." Ein Satz, der wohl sehr oft und schnell gesagt wird - aber wird er auch tatsächlich so gemeint? Sind wir wirklich der Meinung, dass JEDER eine zweite Chance verdient hat? Egal, was er getan hat? Dieser Frage muss man sich stellen, wenn man dieses Buch lesen möchte. Dieser Thriller unterscheidet sich definitiv von den üblichen, die man sonst so liest. Obwohl alle drei Männer schwere Verbrechen begangen haben, werden die blutigen Details ausgespart. Es geht auch nicht darum, einem Mörder in einem langwierigen Ermittlungsverfahren das Handwerk zu legen. Nein, dieser Thriller fängt dort an, wo andere längst aufgehört haben. Was passiert mit Schwerverbrechern, die nach dem Verbüßen ihrer Strafe wieder auf freien Fuß gesetzt werden? Wie werden sie von der Gesellschaft aufgenommen? Wie gehen sie selbst mit ihrem Freigang um? Letztlich wird klar, dass auch Täter zu Opfern werden können. *** Meinung: Dieses Buch ist nicht nur spannend, sondern auch interessant und erweitert definitiv den eigenen Horizont. Es ist gespickt mit Informationen rund um das Thema Sicherheitsverwahrung und die Therapierbarkeit von Schwerverbrechern. Dabei wird das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet: Wie stehen die eigentlichen Täter zu ihrer Freilassung? Was sagt die Psychologin? Welche Interessen verfolgt die Politik? Und wie gehen die Menschen damit um, in deren Nähe die ehemaligen "Knastis" untergebracht werden sollen? Von Anfang an ist man mitten im Geschehen. Obwohl direkt zu Beginn klar wird, dass Lefeber schlimme Dinge getan hat, wird das "Monster" im Laufe der Geschichte immer menschlicher. Auch die anderen beiden, Rosen und Tibursky, haben trotz ihrer Verbrechen Charakterzüge, die Mitgefühl erzeugen und teilweise sogar sympathisch wirken. Der Schreibstil des Autors ist dabei flüssig, teilweise berichtend, teilweise aus Sicht der einzelnen Protagonisten - aber auf jeden Fall mitreißend. *** Fazit: Dieses Buch informiert, regt zum Reflektieren an und unterhält. Was will man mehr? Meine Leseempfehlung geht daher diesmal an wirklich alle! 5/5 Sterne für mein persönliches Highlight dieses Jahr. 

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    • 2
  • Muss man gelesen haben!

    Die Voliere

    tweedledee

    Marc-Oliver Bischoff greift in seinem Thriller "Die Voliere" ein ganz aktuelles Thema auf: Sicherheitsverwahrung. Nora Winter, Polizeipsychologin, soll ein Gutachten erstellen über drei Sicherheitsverwahrte, die laut einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs entlassen werden müssen. Adam Lefeber, Heinz Rosen und Wolfgang Tibursky sitzen wegen unterschiedlicher Verbrechen seit Jahrzehnten in der JVA Frankfurt ein. Die Aussicht auf Freiheit weckt in den dreien gemischte Gefühle, sie zweifeln an einer erfolgreichen Wiedereingliederung. Unabhängig davon, wie Noras Gutachten ausfällt, werden die drei entlassen. Vor der JVA wartet eine Pressemeute und Demonstranten, vor dem ehemaligen Altersheim in dem sie zunächst untergebracht werden sollen, skandieren besorgte Anwohner, die die Schwerverbrecher nicht in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft tolerieren. Nach wenigen Tagen werden die drei unter Polizeischutz in eine alte, leerstehende Mühle in einem Spessarttal verfrachtet, doch auch hier erfahren die Bewohner des nächsten Ortes sehr schnell, wer in die Mühle eingezogen ist. Aufgestachelt von ihrem Ortsvorsteher, beginnen die Anfeindungen. Nora versucht zu vermitteln, doch als ein Kind vermißt wird eskaliert die Situation und Nora ist mitten im Geschehen. Ich habe in letzter Zeit viele gute Krimis und Thriller gelesen, aber "die Voliere" ist mein ganz persönliches Highlight 2013. Ein Thriller, der unter die Haut geht, der so spannend ist, dass ich ihn in kürzester Zeit ausgelesen hatte. Der Autor behandelt das Thema sensibel und beleuchtet die Aspekte von allen Seiten, sowohl die der Sicherheitsverwahrten, der Politik, der machtlosen Psychologen und Bewährungshelfer als auch der aufgebrachten Bevölkerung. Als Leser stellt man sich unwillkürlich die Frage, wie man selbst als betroffener Anwohner reagieren würde. Besonders beindruckt hat mich an einer Stelle im Buch, wie der Autor die Entstehung eines Lynchmobs schildert. Erschreckend realistisch! Die Figuren sind allesamt lebendig und sehr detailliert beschrieben, so das ich von allen Beteiligten eine gute Vorstellung hatte. Man kann nicht umhin, für die Gewalttäter sogar eine gewisse Sympathie zu empfinden, als Spielball zwischen Politik und Verwaltung haben sie keine reele Chance auf Wiedereingliederung. Das Thema Sicherheitsverwahrung war für mich bis jetzt nur eine Pressenotiz am Rande, nach der Lektüre sehe ich die Problematik mit anderen Augen. Mein Fazit: Ein grandioser Thriller mit brisantem Thema, den man unbedingt lesen muss. Zwei Zitate aus dem Buch: "Die Menschen sind überall gleich. Sie brauchen Dämonen, die ihre inneren Dämonen zum schweigen bringen" "Man ist nie nur das, wofür man selbst sich hält. Man ist auch das, wofür die anderen einen halten"

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    • 2

    schreibix

    28. July 2013 um 21:42
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