Marc Bensch

 4.3 Sterne bei 13 Bewertungen
Autorenbild von Marc Bensch (©Tom Bloch)

Lebenslauf von Marc Bensch

Marc Bensch (*1980), Silvesterkind, Stuttgarter, schreibt, seit er schreiben kann: Tagebuch, Zeitungsartikel, Pressetexte, Romane und Erzählungen. 2006, während des Studiums in Würzburg, krempelte eine Tumordiagnose sein Leben um. Drei Jahre später stellte sich heraus: Die Ärzte hatten geirrt – doch die Erfahrung verschob Perspektiven. Es folgten erste Literaturpreise, ein Stipendium, Schreibreisen nach Palermo und Lissabon. Und die Gewissheit, dass er schreiben wird, bis er nicht mehr schreiben kann.

Botschaft an meine Leser

Liebe Leserin, lieber Leser, 

dein Interesse an diesen Zeilen ehrt mich. Denn du bist mein Adressat. An dir will ich rütteln. Dich will ich unterhalten. Ich will, dass du nachts im Bett liegst und die Zeit vergisst, weil du mein Buch nicht weglegen kannst. Ich will, dass du in der Straßenbahn sitzt und alles um dich herum ausblendest, weil ich dich gefangen genommen habe. Ich will dich bewegen. Wenn ich das geschafft habe, lass es mich wissen. Wenn nicht, bitte auch. Unbedingt. Denn ich möchte besser werden. Literatur schreiben zu dürfen, ist ein Privileg. 

Herzlich, dein Marc Bensch

Neue Bücher

Die unverhoffte Genesung der Schildkröte

 (13)
Neu erschienen am 15.08.2019 als Hardcover bei Carpathia Verlag.

Alle Bücher von Marc Bensch

Cover des Buches Die unverhoffte Genesung der Schildkröte (ISBN:9783943709704)

Die unverhoffte Genesung der Schildkröte

 (13)
Erschienen am 15.08.2019
Cover des Buches Wortreich (ISBN:9783748178088)

Wortreich

 (0)
Erschienen am 25.03.2019

Neue Rezensionen zu Marc Bensch

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Rezension zu "Die unverhoffte Genesung der Schildkröte" von Marc Bensch

Gelungener Roman
Jacky2708vor 2 Monaten

Inhalt:

Der Journalist Paul Gram hat ein ambivalentes Verhältnis zum Begriff der Wahrheit. Seine jüngste Story über Mauscheleien zwischen lokaler Wirtschaft und Stadtverwaltung ist komplett erfunden – und doch wahr. So wahr jedenfalls, dass sie das Leben eines kriminellen Unternehmensbosses, eines frustrierten Detektivs, eines rachsüchtigen Schwindlers und eines Buchhalters mit gesichtslähmungsbedingtem Dauerlächeln komplett aus den Fugen bringt. Es entspinnt sich ein rasantes und intrigenreiches Verwirrspiel – bis einer der Protagonisten erkennt, dass sie alle nur Teil einer Geschichte sind. Die Figuren gehen auf die Barrikaden, und der Erzähler ruft in seiner Not den Leser zur Hilfe.

Ein ungewöhnlicher und intelligenter Roman über Schein und Sein, über Selbstbestimmung und Fremdsteuerung und über den Kampf des Erzählers mit seinen Geschöpfen.

Fazit:
Der Schreibstil ist flüssig und liest sich angenehm. Allerdings ist dieses Buch doch anders aufgebaut als gewohnt. Der Autor hat hier in Form von kursiver Schrift, den Leser direkt angesprochen und bindet ihn somit in den Roman mit ein. Sehr sympathisch kam der "Erzähler" für mich nicht rüber, da dieser doch sehr bestimmend auf mich wirkte. Diese Art des Lesens hat mich positiv überrascht und war trotz des barschen Tons gut zu lesen. Ich habe mich noch nie so intensiv mit den Protagonisten auseinander gesetzt und fand das sehr interessant. Da ergeben sich durchaus Fragen die zum Nachdenken anregen. Wie zum Beispiel, ob man einen freien Willen hat und inwiefern man diesen ausleben kann und will. Die Protagonisten müssen sich genau damit auseinandersetzen. Ich fand das wirklich sehr gut umgesetzt. Der "Schreiberling" in dieser Geschichte erfindet immer wieder Storys um die Leser zu begeistern. Menschen wollen meist über "Leidende" lesen. Macht uns das zu schlechten Menschen oder sind wir eben so veranlagt? Mich wird dieses Buch noch eine Weile beschäftigen und ich empfehle es euch zu lesen. 

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Rezension zu "Die unverhoffte Genesung der Schildkröte" von Marc Bensch

Wer erzählt meine Geschichte?
Maza_e_Keqevor 2 Monaten

Der für mich sehr ungewöhnliche Erzählstil hat mich sofort für das Buch begeistert, das ich hier auf LB gewonnen habe.


Schon der erste Eindruck hat mich sehr angenehm überrascht: die Haptik des Papiers mit der erhabenen Schrift und der Schildkröte fühlt sich fantastisch an. Der feste Hardcovereinband und das Lesebändchen machen das Buch sehr hochwertig. Auch das Papier der Seiten scheint eine besondere Struktur zu haben, worauf sich die Schrift wunderbar lesen lässt.

Ich wusste bereits, dass der Erzähler auf irgend eine Art mit dem Leser interagiert, jedoch war mir anfangs nicht klar, wie dies von Statten gehen soll.
Tatsächlich werde ich als Leser direkt angesprochen und so mit in die Geschichte hinein gezogen. Das finde ich äußerst spannend, ungewöhnlich und faszinierend.

Ich werde also Teil einer Erzählung. Doch wie kann es mir gelingen Einfluss auf die handelnden Personen und deren Geschichte zu nehmen.
Die Hauptcharaktere wuchsen mir im Verlauf richtig ans Herz. Auch wenn mir nicht alle gleichermaßen sympathisch waren/sind, fühlte ich mich doch sehr betroffen. Die Personen werden wirklich authentisch und lebensnah beschrieben, dass ich meine, sie so nah kennen zu lernen als wäre ich ihnen tatsächlich begegnet.

Um nichts vorweg zu nehmen, nur ein kleiner Spoiler: Die Personen, deren Geschichte erzählt wird, beginnen eben dies zu hinterfragen.
Bei mir als Leser/Zuschauer wirft das die Frage auf: Bin auch ich nur eine Figur in einer Geschichte, die ein Erzähler seinem Publikum vorstellt? Und wie ist das mit dem Freien Willen?

Das Lesen dieses ganz ungewöhnlichen Werkes hat mir große Freude bereitet und ich empfehle es allen, die aufgeschlossen sind, ihren Horizont als Leser über den Tellerrand der Geschichte zu erweitern.

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Rezension zu "Die unverhoffte Genesung der Schildkröte" von Marc Bensch

ein gutes Debüt
freaky_enoughvor 3 Monaten

Paul Gram ist ein Journalist, der für seine Zeitung in sehr regelmäßigen Abständen sensationelle Geschichten ausgräbt. Genauer gesagt, mit ausgedachten Details zu Sensationen macht bzw sich diese gleich komplett ausdenkt. Was bisher gut gegangen ist, läuft nun aus dem Ruder, da seine aktuelle Geschichte sich als wahrer herausstellt, als sie es nach seinen Informationen sein sollte. Zumindest hat sie ganz reale Auswirkungen auf verschiedene Personen, die sich immer mehr darin und miteinander verstricken. Einige verfolgen von Beginn ganz konkrete Ziele, andere entwickeln erst mit der Zeit Ideen, wie sie sich die ganze Sache zu nutze machen könnten. Und dann gibt es noch Personen, die eigentlich nur ganz schnell wieder ihre Ruhe haben möchten. Die wichtigsten Personen lernen wir zu Beginn umfangreich kennen. Anhand ihrer aktuellen Lebenssituation, aber auch ihrer Geschichte, erfahren wir nicht nur ihre Marotten und Rituale, sondern auch die Beweggründe hinter diesen, aber auch hinter spontanen Verhaltensänderungen. Das Leben hat es mit niemanden nur gut gemeint und jeder versucht seinen Weg zu finden, um damit zurecht zu kommen.

Der Erzähler belässt aber es aber nicht dabei. Da die Personen dahinter kommen, nur Figuren in einer Geschichte zu sein, wendet er sich an sein Publikum, d.h. an die Leserinnen und Leser. In direkten Ansprachen gibt er zusätzliche Informationen, bittet uns aber auch um Hilfe und bzw. weiht uns in die nächste Schritte ein. Man wird zunächst zum direkten Verbündeten des Erzählers. Sofern einem die direkte Ansprache in den Bann zieht. Bei mir persönlich ist das nicht passiert Die leserunde hier zeigte, dass es für die meisten der Fall war. Ich habe das Buch trotzdem gern gelesen.

Das Buch ist nicht für diejenigen geeignet, die es mögen, wenn Geschichten recht rasch erzählt werden. Jeder, der gern mehr über die Beweggründe von Handlungen erfahren mag und gerne versteht, wie ein Charakter sich im Laufe des Lebens formt und geprägt wird, wird die Lektüre mögen. Es ist zu empfehlen, nicht mit zu großen Lesepausen zu lesen. Dann könnten die Verstrickungen zu Verwirrungen werden. Liest man das Buch recht zügig, kann man den Handlungsverlauf folgen, ohne sich eine Personenliste oä anlegen zu müssen oder total durcheinander zu geraten. Der Sprachstil ist klar, ohne beliebig oder langweilig zu sein. Durch die Beschreibung der Lebensumstände und Rückblicke in die Lebensentwicklung bei mehreren Personen enthält das Buch Denkanstöße zu verschiedenen Aspekten, die sicherlich bei jeder Leserin und jedem Leser – in Abhängigkeit der eigenen Lebensumstände und Erfahrungen – unterschiedlich wirken bzw. zum Tragen kommen. Daher: ein gutes Debüt!

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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Die unverhoffte Genesung der Schildkröte (ISBN:undefined)B

Ein Erzähler braucht eure Hilfe


Hallo liebe Community,

am 15. August erscheint mein Debütroman, an dem ich (mit Pausen) drei Jahre lang gearbeitet und in den ich Sturzbäche von Herzblut investiert habe.

20 von euch bekommen die Möglichkeit, den Gegenwartsroman vor Veröffentlichung zu lesen und mit mir zu diskutieren. Denn ohne Leser wäre dieses Buch nichts. Gar nichts. Nicht nur im übertragenen Sinne, weil nämlich ... - ach, ich will nicht zu viel verraten. 

Die folgenden Fragen interessieren mich besonders:

*Was ist für euch das bestimmende Thema des Romans?
*Wer ist eure Lieblingsfigur?
*Habt ihr euch angesprochen gefühlt?

Ich freue mich auf eure Bewerbungen.

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Zum Inhalt:
Der Journalist Paul Gram hat ein ambivalentes Verhältnis zum Begriff der Wahrheit. Seine jüngste Story über Mauscheleien zwischen lokaler Wirtschaft und Stadtverwaltung ist komplett erfunden – und doch wahr. So wahr jedenfalls, dass sie das Leben eines kriminellen Unternehmensbosses, eines frustrierten Detektivs, eines rachsüchtigen Schwindlers und eines Buchhalters mit gesichtslähmungsbedingtem Dauerlächeln komplett aus den Fugen bringt. Es entspinnt sich ein rasantes und intrigenreiches Verwirrspiel – bis einer der Protagonisten erkennt, dass sie alle nur Teil einer Geschichte sind. Die Figuren gehen auf die Barrikaden, und der Erzähler ruft in seiner Not den Leser zur Hilfe.

Zu mir:
Marc Bensch, geboren 1980 in Stuttgart, schreibt, seit er schreiben kann: Tagebuch, Zeitungsartikel, Pressetexte für das Nordic Paraski Team, Romane und Erzählungen. 2006, während des Studiums in Würzburg, krempelte eine Tumordiagnose sein Leben um. Drei Jahre später stellte sich heraus: Die Ärzte hatten geirrt – doch die Erfahrung verschob Perspektiven. Es folgten erste Literaturpreise, ein Stipendium, Schreibreisen nach Palermo und Lissabon. Und die Gewissheit, dass er schreiben wird, bis er nicht mehr schreiben kann.
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