Marc Bielefeld

 4.5 Sterne bei 6 Bewertungen
Autor von We spe@k Deutsch, Wer Meer hat, braucht weniger und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Wer Meer hat, braucht weniger

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Neu erschienen am 10.12.2018 als Taschenbuch bei Heyne.

Alle Bücher von Marc Bielefeld

We spe@k Deutsch

We spe@k Deutsch

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Erschienen am 07.08.2008
Gebrauchsanweisung fürs Segeln

Gebrauchsanweisung fürs Segeln

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Erschienen am 01.04.2016
Den Wind im Gepäck

Den Wind im Gepäck

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Erschienen am 31.10.2016
Sturzflug mit Krokodil

Sturzflug mit Krokodil

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Erschienen am 08.03.2011
Wer Meer hat, braucht weniger

Wer Meer hat, braucht weniger

 (1)
Erschienen am 10.12.2018

Neue Rezensionen zu Marc Bielefeld

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Edelstellas avatar

Rezension zu "Den Wind im Gepäck" von Marc Bielefeld

Das große Glück der Reduktion!
Edelstellavor 2 Jahren

Das Cover weckt Abenteuerlust, gibt den Blick vom Segelboot aufs Meer frei, am Horizont nur durch die Berge begrenzt. Da schaue ich dann mal genauer hin und lese unter dem Titel

„Über das einfach Leben auf einem alten Segelboot“

Neugierig lese ich den Klappentext: „ Ich spürte, dass ich es mit einem Segelboot allein nicht zu tun hatte. Es ging weit darüber hinaus. Das alte Boot und das Segeln waren vielmehr eine Betrachtungsweise. Eine Metapher. Eine völlig andere Sicht der Dinge.“

Marc Bielefeld verspricht wirklich nicht zuviel. Natürlich geht es ums Segeln und Marc Bielefeld ist Besitzer einer stolzen, alten Yacht, einer Lion Class, die 1964 in Hongkong aus fast ausschließlich Teakholz konstruiert wurde.

„Die alten Segelschiffe aus dem Material der Bäume, dachte ich, befanden sich ganz gut im Einklang mit der Welt. Und vielleicht waren sie darum auch mehr als nur reine Segelschiffe. Womöglich näherten sich die Menschen diesen alten Schiffen genau aus diesem Grund mit einem instinktiv guten Gefühl. Mit einer Art freudigen Ehrfurcht, die fast jeder Betracher bei ihrem Anblick tief im Bauch empfand.“

Es bedarf mehr als nur ein bißchen Segelfreude, um so ein Schiff zu pflegen und in Schuß zu halten. ...und Marc Bielefeld ist nicht nur ein Schönwettersegler, sondern er geht auch schon mal an seine Grenzen und kommt erst im Spätherbst mit Minusgraden zurück in den jeweiligen Heimathafen. Er ist Journalist und Autor und schreibt für nahmhafte Zeitungen und Zeitschriften und jetet schon mal um die ganze Welt dafür. Aber immer wieder zieht es ihn an seinen Rückzugsort, seiner Lion Class und es geht die Elbe rauf und weiter und immer weiter...schließlich kann man in der heutigen globalen Welt und durch sie mit allen technischen Errungenschaften sein Büro von überall betreiben.

Ich bin begeistert von der kritischen, kraftvollen und bildhaften Schreibweise Marc Bielefelds, der immer weniger braucht um immer zufriedener zu sein. Er wirft immer mehr Ballast ab, mit dem wir uns in der heutigen Zeit endlos beschäftigen. Er will nicht mehr in ein „kastenartiges Gebäude“ um in einem „Kasten“ nach oben zu fahren und in einem „Kasten“ vor einem „Kasten“ zu sitzen. Herrlich, diese Bilder. Diese Klarheit, diese Einfachheit auf dem Schiff, allein am „Eimer“ erklärt, auf den er in der Mitte des Buches ein Loblied singt, weil der Eimer, „dieser kleine schwarze Eimer,den die Segler Schlagpütz nennen, ein Universalgegenstand ist und vieles ersetzt, was wir in unseren Wohnungen horten. Es ist sehr amüsant zu lesen, wie ein gestandener Journalist Zwiesprache mit einem Eimer hält und es ist großartig, weil es so gut ist. Die Reduktion verspricht Glück und Erleichterung und vor allem wirkliche Freiheit.

Wir lernen in diesem Buch sehr illustre und interessante Meer-Menschen kennen und es ist spannend und lehrreich und einfach nur wunderbar zu lesen, was diese Menschen für sich gesucht und gefunden haben.

Ich bin von dem Buch begeistert und ich habe schon weitere von Marc Bielfeld auf meiner Wunschliste. Für das Vorliegende vergebe ich 5 Lesesterne und bedanke mich für viele Einsichten und Ansichten, die ich ohne das Gelesene nicht kennengelernt hätte. Danke dafür, Marc Bielefeld!!

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R_Mantheys avatar

Rezension zu "Gebrauchsanweisung fürs Segeln" von Marc Bielefeld

"Jeder Hausarzt sollte jedem Nervenbündel dieses schwimmende Medikament einmal verschreiben"
R_Mantheyvor 3 Jahren

Gemeint ist ein Segelboot. Wenn das die Kassen bezahlen würden, hätten wir garantiert noch mehr Nervenbündel. Aber wo Marc Bielefeld recht hat, da hat er recht. Denn: "Auf dem Boot gewöhnt man sich an Ruhe, Weite, Fernblick. An wenig Menschen.  ... Segeln, das Weilen auf einem Boot, bedeutet das diametrale Gegenteil zu U-Bahnen, Restaurants, Büros, Wohnungen, Werbung, Straßen, Ampeln, Menschen, Zeitungen, Fernsehen, Hektik. Wer segelt, darf auf all das verzichten. Das ist, als nähme man ein Messer das alles in einem Strang ab."  Wohl wahr.

Auf diese Gebrauchsanweisung war ich sehr gespannt. In dieser Reihe soll eigentlich beschrieben werden, was ein Land, eine Stadt oder eine Region ausmacht. Was sind die Eigentümlichkeiten, worin besteht das Besondere, wie sollte man sich verhalten? Und nun Segeln? Eine Tätigkeit, die sicher allein schon etwas Besonderes ist, weil sie Sport mit Entspannung verbindet und eine gewisse Demut erfordert. Und Geschick. Nach meinem Empfinden ist Marc Bielefeld ein tolles Buch gelungen. Es macht bestimmt vielen Menschen, die sich mit dem Gedanken tragen, auch einmal segeln zu wollen, noch mehr Lust darauf. Und für Segler bringt es vieles genau auf den Punkt. Und es unterhält.

Allein schon der Abschnitt "Larry" ist ein Lesegenuss. Bielefeld beschreibt dort seinen am Ende geglückten Versuch, ein (im Grunde belangloses) Interview mit Larry Ellison zu bekommen. Er düst dazu extra nach Kalifornien. Ellison ist der Gründer von Oracle, Milliadär, Segler und Besitzer des America's-Cup-Team von BMW-Oracle-Racing. Mit feiner Ironie und gediegener Lässigkeit beschreibt Bielefeld das gottgleiche Verhalten von Ellison, auf dessen Boot er mitsegeln durfte. Und gleichzeitig und wie nebenbei erzählt er die Geschichte des America's Cup. Ähnlich witzig gestaltet sich das Kapitel Männer und Frauen und dabei insbesondere die Wiedergabe von Dialogen zwischen Ehepartner nach einem nicht völlig gelungenen Anlegemanöver in der Box.

Natürlich hat diese Gebrauchsanweisung keinen technischen Charakter. Aber ebenso klar ist, dass es in ihr auch um Wind und Wasser und ein wenig Physik des Segelns geht. Bielefeld erzählt wie beiläufig darüber. Und mit einer völlig entspannten Einfachheit. Seine Texte entstanden in einem Noor der Schlei, wo er sich auch einmal mit der Segellegende Wilfried Erdmann traf. Wenn man diese idyllische Landschaft und ihre Ruhe kennt, kann man angesichts einer solchen Arbeitsumgebung schon einmal neidisch werden.

Kurz: Dieses Buch ist eine der besten Gebrauchsanweisungen aus dieser Reihe, die ich kenne. Sie erfasst völlig unaufdringlich genau, was das Segeln ausmacht, erzählt locker, worum es geht, beschreibt das einmalige Gefühl, dem Wind zu folgen und berichtet gänzlich unaufgeregt aus Bielefelds Seglerleben und der Geschichte des Segelns. Aus meiner Sicht ist dem Autor ein Buch gelungen, das gleichzeitig Segler und Interessenten für diesen Sport anspricht, nie langweilt und gleichzeitig auch Wissen vermittelt.

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Aeryns avatar

Rezension zu "We spe@k Deutsch" von Marc Bielefeld

Rezension zu "We spe@k Deutsch" von Marc Bielefeld
Aerynvor 10 Jahren

Für Sick-Fans eine wirklich spaßige Ergänzung des täglichen Wahnsinns

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