Marc Bielefeld Gebrauchsanweisung fürs Segeln

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Inhaltsangabe zu „Gebrauchsanweisung fürs Segeln“ von Marc Bielefeld

Warum segelt ein Boot überhaupt? Welche Klassen vom Finn-Dingi bis zum Superkatamaran gibt es? Und was ist eine Windhutze? Marc Bielefeld, der den festen Wohnsitz regelmäßig gegen sein Segelschiff eintauscht, weiß alles über das Leben auf dem Wasser: von wundersamen Begriffen wie »Schwalbennester«, »Schapps« und »Stagreiter«; von Seekarten, Sonnenaufgängen und Hafenpinten. Er trifft Blauwasser- und Tourensegler, Offshore Racer und Spießerjachties. Und erinnert sich an Begegnungen mit Dhauseglern in Arabien, Weltumseglern am Kap Horn und den Profis des America’s Cup, die alle eins gemeinsam haben: den Wind als einzigen Antrieb. Am Ende wird man nie mehr vergessen, wo Backbord und Steuerbord liegen, und sich wünschen, endlich selbst an der Pinne zu sitzen.

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  • "Jeder Hausarzt sollte jedem Nervenbündel dieses schwimmende Medikament einmal verschreiben"

    Gebrauchsanweisung fürs Segeln
    R_Manthey

    R_Manthey

    23. April 2016 um 18:22

    Gemeint ist ein Segelboot. Wenn das die Kassen bezahlen würden, hätten wir garantiert noch mehr Nervenbündel. Aber wo Marc Bielefeld recht hat, da hat er recht. Denn: "Auf dem Boot gewöhnt man sich an Ruhe, Weite, Fernblick. An wenig Menschen. ... Segeln, das Weilen auf einem Boot, bedeutet das diametrale Gegenteil zu U-Bahnen, Restaurants, Büros, Wohnungen, Werbung, Straßen, Ampeln, Menschen, Zeitungen, Fernsehen, Hektik. Wer segelt, darf auf all das verzichten. Das ist, als nähme man ein Messer das alles in einem Strang ab." Wohl wahr. Auf diese Gebrauchsanweisung war ich sehr gespannt. In dieser Reihe soll eigentlich beschrieben werden, was ein Land, eine Stadt oder eine Region ausmacht. Was sind die Eigentümlichkeiten, worin besteht das Besondere, wie sollte man sich verhalten? Und nun Segeln? Eine Tätigkeit, die sicher allein schon etwas Besonderes ist, weil sie Sport mit Entspannung verbindet und eine gewisse Demut erfordert. Und Geschick. Nach meinem Empfinden ist Marc Bielefeld ein tolles Buch gelungen. Es macht bestimmt vielen Menschen, die sich mit dem Gedanken tragen, auch einmal segeln zu wollen, noch mehr Lust darauf. Und für Segler bringt es vieles genau auf den Punkt. Und es unterhält. Allein schon der Abschnitt "Larry" ist ein Lesegenuss. Bielefeld beschreibt dort seinen am Ende geglückten Versuch, ein (im Grunde belangloses) Interview mit Larry Ellison zu bekommen. Er düst dazu extra nach Kalifornien. Ellison ist der Gründer von Oracle, Milliadär, Segler und Besitzer des America's-Cup-Team von BMW-Oracle-Racing. Mit feiner Ironie und gediegener Lässigkeit beschreibt Bielefeld das gottgleiche Verhalten von Ellison, auf dessen Boot er mitsegeln durfte. Und gleichzeitig und wie nebenbei erzählt er die Geschichte des America's Cup. Ähnlich witzig gestaltet sich das Kapitel Männer und Frauen und dabei insbesondere die Wiedergabe von Dialogen zwischen Ehepartner nach einem nicht völlig gelungenen Anlegemanöver in der Box. Natürlich hat diese Gebrauchsanweisung keinen technischen Charakter. Aber ebenso klar ist, dass es in ihr auch um Wind und Wasser und ein wenig Physik des Segelns geht. Bielefeld erzählt wie beiläufig darüber. Und mit einer völlig entspannten Einfachheit. Seine Texte entstanden in einem Noor der Schlei, wo er sich auch einmal mit der Segellegende Wilfried Erdmann traf. Wenn man diese idyllische Landschaft und ihre Ruhe kennt, kann man angesichts einer solchen Arbeitsumgebung schon einmal neidisch werden. Kurz: Dieses Buch ist eine der besten Gebrauchsanweisungen aus dieser Reihe, die ich kenne. Sie erfasst völlig unaufdringlich genau, was das Segeln ausmacht, erzählt locker, worum es geht, beschreibt das einmalige Gefühl, dem Wind zu folgen und berichtet gänzlich unaufgeregt aus Bielefelds Seglerleben und der Geschichte des Segelns. Aus meiner Sicht ist dem Autor ein Buch gelungen, das gleichzeitig Segler und Interessenten für diesen Sport anspricht, nie langweilt und gleichzeitig auch Wissen vermittelt.

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