Marc Degens Hier keine Kunst

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Inhaltsangabe zu „Hier keine Kunst“ von Marc Degens

»Wirre Handlung, großartige Stilsicherheit!« Das könnte der Klappentext dieses schrillen Schelmenromans sein ... Ein Werk über die Spätpubertät, von der Berliner zurück zur Bonner Republik. »Was Eckhard Henscheid für die Neue Innerlichkeit war, ist Marc Degens für die Popliteratur.« Das hat noch keiner geschrieben. Warum eigentlich nicht? Ein zweiunddreißig Jahre alter Taugenichts, der von seiner Großmutter „Jürgen“ genannt wird, verläßt sein Elternhaus und zieht nach Berlin, um einen Roman zu schreiben. Doch der Plan scheitert. Bereits nach drei Tagen kehrt der Möchtegern-Schriftsteller zurück zu seinen Eltern in die Provinz. Hier ent- und verwirft er reihenweise neue Buchprojekte, schreibt einen Artikel für die Lokalzeitung, gibt seine erste Lesung in einer Videothek ... Er läßt sich von Mutter bekochen, schaut mit Vater fern und schlägt die restliche Zeit in Kneipen und Spielhallen tot. Doch die Tage der Behaglichkeit enden, als die Eltern erfahren, daß ihr Sohn gar nicht studiert. Und sie Großeltern werden. Hier keine Kunst ist ein burleskes, im besten Sinne leicht zu lesendes Buch mit einem ganz eigenen Komikstil, ein großer literarischer Spaß, eine schräge, zeitgenössische Geschichte vom Ernst des Erwachsenwerdens und eine Karikatur des Künstlers als junger Mann. Der Roman spielt mit Klischees, Jargon, Ironie, Spott, Übertreibungen und Mißverständnissen – und dem subjektiv gefärbten Selbstbild des Erzählers, der nur das Beste über sich gelten läßt. Einerseits ist der Roman eine Art Arbeitsjournal und enthält die aktuellen Skizzen des vermeintlichen Schriftstellers, doppelbödige Grotesken und irrwitzige Anekdoten – als Ganzes aber wird der Roman von der Hybris des Erzählers, seinem unverwechselbaren Schwadronieren und dem verdichteten Parlando getragen. “Der eigentlich schwindelerregende Witz dabei ist die fast komplette Ununterscheidbarkeit zwischen Original und Parodie, zwischen Authentizität und Karikatur. Seine Capriccios zeigen Marc Degens als Nicht-Übertreibungskünstler.” Ijoma Mangold, Süddeutsche Zeitung zu “Unsere Popmoderne”

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