Cover des Buches GIER - Wie weit würdest du gehen? (ISBN: 9783764506322)L
Rezension zu GIER - Wie weit würdest du gehen? von Marc Elsberg

Wirtschaftstheorie trifft auf Action - eine Paarung, die nicht ganz aufgeht.

von linda-liest vor 3 Jahren

Review

L
linda-liestvor 3 Jahren
Kurz und Knapp: Kurz bevor der renommierte Nobelpreisträger Herbert Thompson dazu kommt seine Wirtschaftsformel für eine gerechtere Wohlstandsverteilung vorzustellen, stirbt er unter mysteriösen Umständen bei einem Autounfall. Jan Wutte, der einzige Zeuge, weiß, dass es Mord war, doch wird selbst verdächtigt. Er versucht herauszufinden, warum Thompson sterben musste und wird dabei durchgehend verfolgt, denn jemand möchte, dass der Grund geheim bleibt.

Wirklich überzeugen konnte mich das Buch nicht. Ich bin zwar ohne große Erwartungen an das Buch herangegangen und wurde somit auch nicht enttäuscht, aber durch das viele Lob, dass der Autor Marc Elsberg erfährt, habe ich dann doch etwas mehr erwartet.

Jan Wutte, der Hauptcharakter in dem Buch, stolpert eher zufällig in die Verschwörung rund um eine noch nicht veröffentlichte Theorie zur Veränderung der wirtschaftlichen Grundordnung und wird vehement verfolgt. Die Verfolgungsjagd, die für mich irgendwann nicht mehr ganz zur Erzählung gepasst hat, wirkte leider etwas hineingezwängt, war aber dringend notwendig, um die Spannung aufrechtzuerhalten. Andernfalls wäre das Buch eventuell zu trist und langweilig geworden. Doch so wirkt es leider auch nicht richtig fertig. Die Geschichte ging für mich leider nicht vollends auf, die Spannung konnte sich nur sehr bedingt aufbauen.

Dennoch hat das Buch einen sehr positiven Aspekt zu bieten – die Erklärungen der wirtschaftlichen Theorien. Durch einfache Beispiele werden hierin Konzepte wie der komparative Vorteil, Erwartungsnutzen oder Entscheidungs- und Spieltheorie erklärt und in einer halbwegs spannenden Geschichte miteinander vereint.

Auch der Schreibstil des Autors konnte mich überzeugen, wobei mir einige enthaltene Rechtschreibfehler schon negativ aufgefallen sind. Hinzu kommen die im Buch eingebundenen Illustrationen zur Veranschaulichung der wirtschaftlichen Prinzipien, also der Aufzeichnungen des Nobelpreisträgers Thompson, welche mich eher gestört als in meinem Verständnis unterstützt haben.

Alles in allem ist das Buch für mich also Durchschnitt. Man kann es lesen, kann es aber auch bleiben lassen.

Meine vollständige Rezension (inkl. Fotos des Buches und einer Charakterübersicht) gibt es auf meinem Buchblog: Nach dem Lesen

Dort findet ihr auch meine Erwartungen an das Buch, bevor ich mit dem Lesen begonnen habe: Vor dem Lesen
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