Elsas Küche

von Marc Fitten 
3,1 Sterne bei23 Bewertungen
Elsas Küche
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Synapse11s avatar

Ein turbulentes, sowohl trauriges als auch heiteres Buch. Lebensnah und empfehlenswert.

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Ein feines Buch! Es hat mir sehr gut gefallen!

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Inhaltsangabe zu "Elsas Küche"

Elsa und das Rezept ihres Lebens Die ›Tulpe‹, das einzige gehobene Restaurant in Delibab, ist ein voller Erfolg. Elsa, die Chefin, genießt gesellschaftliches Ansehen und finanzielle Sicherheit, am Abend liegen ihr die Gäste zu Füßen, nachts teilt sie das Bett mit einem Liebhaber. Und dennoch: Glück schmeckt anders. Elsa beschließt, sich um die ›Silberne Suppenkelle‹, die höchste gastronomische Auszeichnung Ungarns zu bemühen. Auf dem Weg zur Starköchin jedoch kommt ihr allerhand in die Quere: eine junge talentierte Konditorin, eine Bande kleiner Roma-Kinder und vor allem der hochanspruchsvolle Gaumen eines einsamen Restaurantkritikers ... Elsa träumt davon, aus den Zutaten des Lebens ein feineres Gericht zu erschaffen. Fingerspitzengefühl ist dabei jedoch nicht immer ihre Stärke. Und so schmeckt das Leben mitunter bitter – bis sie begreift, dass das, was wir haben, manchmal schon das Glück ist.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783423249461
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:260 Seiten
Verlag:dtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum:01.11.2012

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    zauberblumes avatar
    zauberblumevor 4 Jahren
    Nette Unterhaltung

    Elsa besitzt in Ungarn in dem kleinen Orte Delibab das einzige gehobene Restaurant. Sie genießt die Beliebtheit und das Ansehen bei den Leuten. Die Nächte verbringt sie mit ihrem Küchenchef. Doch eines Tages wird ihre Unzufriedenheit immer größer. Sie strebt nach höherem und will unbedingt einen Restaurantkritiker in ihr Lokal holen um endlich eine Auszeichnung zu bekommen. Doch das Unterfangen erweist sich als äußerst schwierig. Plötzlich tauchen jedoch Probleme mit dem Küchenchef , der neu eingestellten Konditorin Dora und frechen Romakindern auf. Und plötzlich gerät Elsa heile Welt aus den Fugen. Wird sich wieder alles zum Guten wenden?

    Das Cover gefällt mir gut und passt hervorragend zur Geschichte. Marc Fitten ist ein hervorragender Roman gelungen, der auch zum Nachdenken anregt. Man sollte mit dem zufrieden sein was man hat und nicht ständig nach Höheren streben. Der Schreibstil ist flüssig und unterhaltsam. Ich kann das Buch nur bestens weiterempfehlen.

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    Athenes avatar
    Athenevor 5 Jahren
    Da les ich lieber ein Kochbuch.

    INHALT:
    Elsa ist ambitionierte Küchenchefin im Restaurant "Tulpe" in Ungarn. Sie teilt das Bett mit ihrem Küchenchef und ist dennoch unzufrieden mit ihrem Leben. Bis sie den von ihr geschätzten Kritiker einlädt. Denn sie verspricht sich die Auszeichnung "Silberne Suppenkelle". Doch es läuft alles ein wenig anders....

    FAZIT:
    Ich hatte das Buch aufgrund des Covers (sehr schön - dafür schon einmal einen halben Punkt) mehrfach in der Buchhandlung in der Hand.

    Derzeit reihen sich ja Bücher, in denen gekocht wird. Denn Gefühle und Kochen passen literarisch doch sehr gut zusammen, auch wenn man beim Lesen ordentlich Hunger bekommen kann.
    Leider erfüllte das Buch meine Erwartungen nicht. Elsas Gefühls- und Gedankenwelt sind für mich teilweise nicht nachvollziehbar. Sie lässt sich von ihrer Umgebung ordentlich nach unten ziehen und ich hab mich teilweise echt gefragt, warum. Denn von einer gestandenen Frau in ihrem Alter erwartet man doch ein anderes Verhalten.

    Zwei Drittel der Personen im Buch haben keinen Namen und werden nur mit "der Kritiker", "der Küchenchef", "der Postbote" bezeichnet, obwohl sie wichtige Protagonisten sind. Dadurch ist die komplette Handlung distanziert.

    Des weiteren gibt es viele Nebengeschichten, die wie Anekdoten eingeschoben werden. Die sind inhaltlich aber so nebensächlich, dass sie wie Füllmasse für die 260 Seiten wirken.

    1 weiteren halben Punkt gebe ich für ein relativ versöhnliches Ende und komme damit auf 2 von 10 Punkten und das wirklich mit Wohlwollen. Die 260 Seiten waren echt zäh wie zu lang gebratenes Schnitzel. Da les ich lieber ein Kochbuch.

    http://kleeblatts-buecherblog.blogspot.de/2013/09/marc-fitten-elsas-kuche-von-sonja.html

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    uli123s avatar
    uli123vor 6 Jahren
    Glück nach Rezept

    Die Protagonistin Elsa ist Meisterköchin und betreibt ein gut gehendes Restaurant in einer ungarischen Stadt. Familie und Kinder sind ihr zuwider, wiederholte Heiratsanträge ihres bedeutend jüngeren Küchenchefs und Geliebten lehnt sie ab. Ausgerechnet das Foto ihres Exmannes mit Familienanhang löst eine Unzufriedenheit, ja geradezu Lebenskrise in ihr aus. Diese meint sie mit einer neuen Herausforderung meistern zu können und strebt deshalb nach einer hohen Auszeichnung der ungarischen Gastronomie. Von da an geht es allerdings bergab mit ihr und ihrem Restaurant, z.T. ausgelöst durch Banalitäten wie den Streit um die richtige Soße für ein Gericht. Am Ende, als Elsa einen Neuanfang mit einem kleinen Frühstückslokal macht, erkennt sie, dass sie ihr Leben genießen sollte, „das genießen, was sie hatte. Und das war nicht wenig“ (S. 246). Fortan ist sie sogar zu einer Beziehung zu einem Mann und einem (Roma-)Kind bereit, das sie selbst nie haben wollte.

    Eine lehrhafte Geschichte, die dem Leser zeigt, dass sich das Glück eher im Kleinen findet und der ehrgeizige Drang nach Höherem nicht unbedingt mehr Zufriedenheit zur Folge hat. Die Wandlung, die Elsa durchmacht – von der unzufriedenen und gefühlskalten Gastronomin zur warmherzigen, glücklichen Betreiberin eines einfachen Lokals, die sich ihr persönliches Glück selbst zubereitet hat -  bringt der Autor sprachlich gut zum Ausdruck. Lesen sollte das Buch nur, wer sich aufs Philosophieren, insbesondere die Frage danach, was Glück ist, einlassen will. Nebenbei gibt es noch interessante Informationen zum Übergang vom sozialistischen auf das kapitalistische Wirtschaftssystem in Ungarn nach der Wende im Jahr 1989.

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    connelings avatar
    connelingvor 6 Jahren
    Rezension zu "Elsas Küche" von Marc Fitten

    Beim Blick in ein Schaufenster sieht Elsa ihren Ex-Mann auf einem Protrait, umgeben von Frau und Kindern. Elsa bleibt fast das Herz stehen als sie das Bild sieht und fängt zu grübeln an. Sie ist Mitte 40 und ist unzufrieden mit dem was sie hat, alles ganz nett aber eben nicht so wie sie es gerne hätte. Sie hat ein Restaurant, Die Tulpe, und möchte sich nun um Die silberne Suppenkelle bewerben, die höchste kulinarische Auszeichnung, die sie sich wünschen könnte.
    Sie hat ein Verhältnis mit ihrem jungen Küchenchef, was aber auch nicht so einfach ist, Herd und danach das Bett zu teilen. Die Küche in ihrem Restaurant ist gut, aber sie muss sich einen Restaurantkritiker einbestellen um zu sehen wo sie steht und um die begehrte Auszeichnung vielleicht ihr eigen nennen zu können. Man kann sich vorstellen das vieles nicht so ist wie es sein sollte und sie es selber veranlasst hat, Zeit neue Wege zu gehen und neue Ideen zu verfolgen.
    Elsas Küche lässt sich gut lesen, nur irgendwie passiert nicht so viel, man musste dabei bleiben, meine Motivation war nicht so groß um es zügig zu lesen.
    Elsa gefällt mir persönlich sehr gut, eine nette, normale Frau, die auch ganz normale Gedanken und Gefühle hat.

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    C
    cachingguysvor 6 Jahren
    Rezension zu "Elsas Küche" von Marc Fitten

    „Elsas Küche“ Elsa, 48 Jahre alt, Chefin eines Restaurants in einer ungarischen Kleinstadt. Hübsche Wohnung, Stammkunden und ein Verhältnis mit ihrem 18 Jahre jüngeren Küchenchef. Plötzlich stellt sie fest, dass ihr doch etwas im Leben fehlt. Die „silberne Suppenkelle“ eines Restaurantkritikers soll es sein. Doch auch der ist in einer tiefen Sinnkrise. Ist doch innerhalb von einem Tag seine Mutter und sein Hund gestorben, also alle, die ihm wichtig waren. Dann beginnt der mittlerweile Ex- Liebhaber mit der Chefkonditorin ein Verhältnis. Der Kritiker kommt zwar, ist aber nicht begeistert. Elsa versucht Zigeunerkinder, die den Kritiker verhöhnen, zu vertreiben und schlägt dabei aus Versehen einen Jungen. Aus schlechtem Gewissen heraus gibt sie seiner Familie nicht nur Geld, sondern auch Einrichtungsgegenstände aus ihrem Restaurant. Chefkoch und Chefkonditorin eröffnen ein eigenes Restaurant. Was möchte der Autor mir mit dem Buch sagen? Ich weiß es nicht! Die einzelnen Charaktere sind nur grob angerissen. Die Leseprobe ließ noch hoffen, dass das Buch eine interessante Wendung nehmen könnte. Darauf habe ich aber vergeblich gewartet.

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    dingsbaers avatar
    dingsbaervor 6 Jahren
    Rezension zu "Elsas Küche" von Marc Fitten

    Else ist 48 und geschieden. In ihrem Restaurant "Die Tulpe" in Delibab bietet sie gutbürgerliche Küche an. Obwohl das Restaurant gut läuft, fühlt Elsa sich nicht wohl. Früher hat sie sich um alles selbst gekümmert und gekocht. Statt auf die guten Ratschläge der Gäste hat sie sich eher um deren unbewusst hinterlassenen Zeichen am Tisch interessiert. Heute ist sie fast nur noch in der Gaststube oder im Büro. Und obwohl sie in ihrem Küchenchef seit Jahren einen Liebhaber hat, ist sie in letzter Zeit eher unglücklich, und fast schon depressiv. Sie sucht eine neue Herausforderung. Da kommt ihr die Idee, den Kritiker aus der ausländischen Zeitung "Le Gourmet" in ihr Restaurant zu holen, damit er über sie schreibt und sie dann vielleicht sogar die Auszeichnung "Die Silberne Suppenkelle" erhalten kann. Das und einige unvorhergesehene Ereignisse halten Elsa in den nächsten Monaten vollends auf Trab. Doch dann geht ihr Leben in eine ganz andere Richtung. Hilft ihr das aus ihrem Tief heraus? Kann sie ihr gesetztes Zeil erreichen? Und vor allem; wird sie dadurch wieder glücklich?Zum Cover: Das Cover fällt auf jeden Fall durch seine Farbgestaltung auf. Insgesamt passt es auch zum Inhalt des Buches, denn Paprika ist eins der Hauptzutaten in der ungarischen Küche.Der Schreibstil von Marc Fitten ist recht flüssig und einfach. Allerdings sind mir doch einige Rechtschreibfehler aufgefallen, was mir nicht so gut gefällt. Die Charaktere, allen voran Elsa, sind mir nicht so ans Herz gewachsen. Ich finde, hier hätte sich der Autor etwas mehr Mühe geben können.Fazit: Das Buch ist nett zu lesen, aber nicht mehr und nicht weniger. Auch das doch recht offene Ende hat mir nicht so gut gefallen. Zudem ist das Buch auch nicht wirklich humorvoll. Mir fehlte leider das gewisse Etwas beim Lesen.

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    Synapse11s avatar
    Synapse11vor 6 Jahren
    Kurzmeinung: Ein turbulentes, sowohl trauriges als auch heiteres Buch. Lebensnah und empfehlenswert.
    Rezension zu "Elsas Küche" von Marc Fitten

    Gauner, Gier und Gaumenschmaus
    Inhalt:
    Elsa, hat alles was sie zum Glücklichsein braucht. Dennoch fehlt ihr irgendetwas, was sie selbst nicht so genau zu definieren vermag. Selbstmitleid und Lebensüberdruss plagen sie. Plötzlich hat Elsa einen “Geistesblitz” . Sie probiert neue Rezeptideen aus, will ihr Restaurant “Die Tulpe” kulinarisch aufpeppen, ja sogar einen Restaurantkritiker einladen und für die “Goldene Suppenkelle” nominiert werden. Vielleicht schafft sie es sogar zum Michelin-Stern für ihr Restaurant. Elsa arbeitet hart für ihr hochgestecktes Ziel und treibt auch ihre Mitarbeiter zu Höchstleistungen an.
    Doch wie das Sprichwort “Hochmut kommt vor dem Fall” schon sagt, rechnet sie nicht mit den vielen Pannen und demütigenden Zwischenfällen. Selbst ehemalige Verbündete werden zu harten Konkurrenten. Ob es für Elsa und ihr Restaurant noch eine Rettung gibt, erfährt der Leser aus Elsas turbulentem Erfahrungsbericht.

    Meine Meinung:
    Das Cover macht richtig Lust das Buch zu lesen. Warme Farben und die zerteilte Paprika, erinnern beinahe an ein Kochbuch. Rund ums Kochen und Genießen dreht sich auch die Handlung. Dennoch war ich vom Beginn des Buches erst einmal enttäuscht. Es passiert sehr wenig und Elsa ist nur am Jammern. Ich hab den Frust und den Lebensüberdruss gespürt und mich zunächst gefragt, ob ich mir das wirklich alles antun möchte. Aber dann nimmt das Buch doch noch eine positive Wende. Elsa probiert neue Gerichte aus und will einen Restaurantkritiker einladen. Mit der Wende in der Handlung kommt auch mehr Pep in den Schreibstil. Handlung und Stil gewinnen an Schwung. Das Buch ist flüssiger lesbar und es entsteht Neugier und Spannung, ob und wodurch Elsa ihr hochgestecktes Ziel erreicht. Das Schicksal scheint es nicht gut zu meinen mit Elsa. Letztendlich hatte ich sogar Mitleid mit der Restaurantchefin und gönnte der Konkurrenz keinen Cent. Ein harter Kampf um Ruhm und den Erhalt des Arbeitsplatzes fast wie im täglichen Leben. Intrigen, Verrat, Betrug - scheinbar ist jedes Mittel recht, um für sich selbst das Meiste herauszuschlagen. Dann geschieht etwas, womit Elsa selbst nicht gerechnet hat. Ist das Elsas Rettung?
    Der Schluss des Buches und Elsas Umgang mit dem vermeintlichen “Verursacher ihres Ruins” hat mich sehr beeindruckt.
    Trotz meiner anfänglichen Skepsis kann ich das Buch mit gutem Gewissen weiterempfehlen.

    Meine Lieblingstextstelle:
    “Noch nie hatte ein Erwachsener sich bei ihm entschuldigt. Das zu erleben, gab ihm das Gefühl, etwas Besonderes zu sein, jemand, der so wichtig war, dass man sich bei ihm entschuldigen musste.” (S.256)

    Fazit:
    Ein turbulentes, sowohl trauriges als auch heiteres Buch über Gauner, Gier und Gaumenschmaus. Zurück bleibt der Appetit auf ein von Elsa zubereitetes, süßscharfes Paprikahähnchen.

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    Linnyvor 6 Jahren
    Rezension zu "Elsas Küche" von Marc Fitten

    Elsas Küche
    Elsas Restaurant die Tulpe. Ist das erste Restaurant am Platze in Délibáb. Die Tulpe ist ein voller Erfolg für Sie auf ganzer Linie. Die Gäste liegen ihr zu Füßen. Und mit ihrem jungen Küchenchef verbindet sie nicht nur die Leidenschaft fürs Kochen. Elsa könnte eigentlich zufrieden sein mit ihrem Leben. Doch Elsa will die Auszeichnung „Silberne Suppenkelle“ für sich gewinnen. Aber so manche schwere Aufgabe kommt ihr in die Quere. Elsa muss zeigen was in ihr steckt.

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    melli.die.zahnfeevor 6 Jahren
    Rezension zu "Elsas Küche" von Marc Fitten

    Die ›Tulpe‹, das einzige gehobene Restaurant in Delibab, ist ein voller Erfolg. Elsa, die Chefin, genießt gesellschaftliches Ansehen und finanzielle Sicherheit, am Abend liegen ihr die Gäste zu Füßen, nachts teilt sie das Bett mit einem Liebhaber. Und dennoch: Glück schmeckt anders. Elsa beschließt, sich um die ›Silberne Suppenkelle‹, die höchste gastronomische Auszeichnung Ungarns zu bemühen. Auf dem Weg zur Starköchin jedoch kommt ihr allerhand in die Quere: eine junge talentierte Konditorin, eine Bande kleiner Roma-Kinder und vor allem der hochanspruchsvolle Gaumen eines einsamen Restaurantkritikers ...

    Elsa träumt davon, aus den Zutaten des Lebens ein feineres Gericht zu erschaffen. Fingerspitzengefühl ist dabei jedoch nicht immer ihre Stärke. Und so schmeckt das Leben mitunter bitter – bis sie begreift, dass das, was wir haben, manchmal schon das Glück ist.

    Dieses Buch ist weder Fisch noch Fleisch. Es erzählt Elsas Geschichte, allerdings bleibt der Autor dabei erschreckend unpersönlich. Der Liebhaber wird zum Beispiel nur Küchenchef genannt.Die Story an sich birgt Potential, eine Frau in der Midlife Crisis, Unternehmerin , durchsetzungsfähig, dazu ein paar Steinchen im Weg, oder ein paar Romakinder vor der Tür, nicht schlecht. Als weitere Zutaten eine Portion Ehrgeiz und Neuorientierung und eine Prise Rivalin in Gestalt von Dora . Leider sind alle diese Zutaten nur gequirlt und nicht garniert, es ist ein großer matschiger Eintopf daraus geworden. Ich vermute es liegt zu einem Teil daran, dass der Autor, als Mann, eine Frau als Hauptprotagonistin nicht feinfühlig genug darstellen konnte. Es kamen beim Lesen des Buches ÜBERHAUPT keinerlei Gefühle auf. Weder konnte ich lachen noch mitfühlen noch irgendetwas.
    Die einzige Regung war Müdigkeit, ob der Oberflächlichkeit der Charakterdarstellung und teilweise Kopfschütteln über Elsa. Sie agiert manchmal sehr unnatürlich.
    Schön waren die beschriebenen Rezepte und die Darstellung Ungarns.
    Zusammenfassend würde ich sagen sobald es um unpersönliche Beschreibungen geht hat der Autor die richtige Garmethode entwickelt, der Rest des Buches liest sich wie Kaffee vom Vortag.

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    abas avatar
    abavor 6 Jahren
    Kurzmeinung: Ein feines Buch! Es hat mir sehr gut gefallen!
    Rezension zu "Elsas Küche" von Marc Fitten

    Ungarisches Rezept zum Leben

    Würde ich mir eine Freundin wünschen, wäre Elsa unter den Top Ten auf meiner Liste: Sie ist nett, selbstbewusst, sie sieht gut -für ihr Alter sehr gut sogar- und jung aus. Ihr gehört ein gut gehendes Restaurant, sie hat eine schicke Wohnung und ist sehr beliebt in der kleinen Stadt, in der sie lebt.
    Wäre sie meine Mutter, wäre ich bestimmt nicht ganz so glücklich: Sie hat einen jüngeren Liebhaber, für den sie wenig empfindet, sie ist launisch und frustriert, was sie immer versucht zu vertuschen, und das macht sie wiederum noch launischer und frustrierter. Aber sie hat auch keine Kinder. Trotzdem könnte ihr Leben so schön sein... so erfüllt...
    Warum das nicht so ist, kann man in dem sehr schönen Roman von Marc Fitten "Elsas Küche" lesen.

    Der US-amerikanische Autor lebte jahrelang in Ungarn. Seine bisher veröffentlichen Romane schildern das Leben von nicht mehr jungen Frauen im post-sozialistischen Ungarn. Eine dieser Frauen ist Elsa, eine eigenwillige, moderne und intelligente Frau, die große Pläne mit ihrem Leben und mit ihrem Restaurant hat.

    "Elsas Küche" schildert nicht nur Elsas Kampf um einen Platz in der Welt der haute cuisine, sondern auch das Leben in einer ungarischen Kleinstadt, und auch was das für Elsa und ihre Pläne bedeutet.

    Dieser Roman ist auch ein Roman, der Lust aufs Kochen und Genießen macht. Fast hat man den Eindruck, dass man Elsa bei der Erfindung und Realisierung eines neuen Gerichts zuschauen kann.
    Das Ergebnis kann man beinah sehen, riechen, schmecken...

    Leider ist der Weg zum Star in der gehobenen internationalen Gastronomie alles andere als einfach. Vor allem dann, wenn man sich als Einziger von der Bedeutung des Ganzen bewusst ist, wie es bei Elsa der Fall ist.

    Die Geschichte um Elsa und ihre Ziele und Träume aber auch um ihre Frustrationen und Niederlagen macht aus diesem Buch eine spannende Lektüre. Und das gelingt Marc Fitten mit einfachen Charakteren und einer sehr realistischen Handlung, frei von künstlichen und kitschigen Elementen. Fittens Roman ist warmherzig und alles andere als einfache Literatur für Frauen.

    "Elsas Küche" ist ein wahrer Schatz, der von vielen Lesern entdeckt werden soll!

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