Marc Fitten Elsas Küche

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Inhaltsangabe zu „Elsas Küche“ von Marc Fitten

Elsa und das Rezept ihres Lebens Die ›Tulpe‹, das einzige gehobene Restaurant in Delibab, ist ein voller Erfolg. Elsa, die Chefin, genießt gesellschaftliches Ansehen und finanzielle Sicherheit, am Abend liegen ihr die Gäste zu Füßen, nachts teilt sie das Bett mit einem Liebhaber. Und dennoch: Glück schmeckt anders. Elsa beschließt, sich um die ›Silberne Suppenkelle‹, die höchste gastronomische Auszeichnung Ungarns zu bemühen. Auf dem Weg zur Starköchin jedoch kommt ihr allerhand in die Quere: eine junge talentierte Konditorin, eine Bande kleiner Roma-Kinder und vor allem der hochanspruchsvolle Gaumen eines einsamen Restaurantkritikers ... Elsa träumt davon, aus den Zutaten des Lebens ein feineres Gericht zu erschaffen. Fingerspitzengefühl ist dabei jedoch nicht immer ihre Stärke. Und so schmeckt das Leben mitunter bitter – bis sie begreift, dass das, was wir haben, manchmal schon das Glück ist.

Ein turbulentes, sowohl trauriges als auch heiteres Buch. Lebensnah und empfehlenswert.

— Synapse11
Synapse11

Ein feines Buch! Es hat mir sehr gut gefallen!

— aba
aba

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    Elsas Küche
    zauberblume

    zauberblume

    10. September 2014 um 06:56

    Elsa besitzt in Ungarn in dem kleinen Orte Delibab das einzige gehobene Restaurant. Sie genießt die Beliebtheit und das Ansehen bei den Leuten. Die Nächte verbringt sie mit ihrem Küchenchef. Doch eines Tages wird ihre Unzufriedenheit immer größer. Sie strebt nach höherem und will unbedingt einen Restaurantkritiker in ihr Lokal holen um endlich eine Auszeichnung zu bekommen. Doch das Unterfangen erweist sich als äußerst schwierig. Plötzlich tauchen jedoch Probleme mit dem Küchenchef , der neu eingestellten Konditorin Dora und frechen Romakindern auf. Und plötzlich gerät Elsa heile Welt aus den Fugen. Wird sich wieder alles zum Guten wenden? Das Cover gefällt mir gut und passt hervorragend zur Geschichte. Marc Fitten ist ein hervorragender Roman gelungen, der auch zum Nachdenken anregt. Man sollte mit dem zufrieden sein was man hat und nicht ständig nach Höheren streben. Der Schreibstil ist flüssig und unterhaltsam. Ich kann das Buch nur bestens weiterempfehlen.

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  • Da les ich lieber ein Kochbuch.

    Elsas Küche
    Athene

    Athene

    07. September 2013 um 21:49

    INHALT: Elsa ist ambitionierte Küchenchefin im Restaurant "Tulpe" in Ungarn. Sie teilt das Bett mit ihrem Küchenchef und ist dennoch unzufrieden mit ihrem Leben. Bis sie den von ihr geschätzten Kritiker einlädt. Denn sie verspricht sich die Auszeichnung "Silberne Suppenkelle". Doch es läuft alles ein wenig anders.... FAZIT: Ich hatte das Buch aufgrund des Covers (sehr schön - dafür schon einmal einen halben Punkt) mehrfach in der Buchhandlung in der Hand. Derzeit reihen sich ja Bücher, in denen gekocht wird. Denn Gefühle und Kochen passen literarisch doch sehr gut zusammen, auch wenn man beim Lesen ordentlich Hunger bekommen kann. Leider erfüllte das Buch meine Erwartungen nicht. Elsas Gefühls- und Gedankenwelt sind für mich teilweise nicht nachvollziehbar. Sie lässt sich von ihrer Umgebung ordentlich nach unten ziehen und ich hab mich teilweise echt gefragt, warum. Denn von einer gestandenen Frau in ihrem Alter erwartet man doch ein anderes Verhalten. Zwei Drittel der Personen im Buch haben keinen Namen und werden nur mit "der Kritiker", "der Küchenchef", "der Postbote" bezeichnet, obwohl sie wichtige Protagonisten sind. Dadurch ist die komplette Handlung distanziert. Des weiteren gibt es viele Nebengeschichten, die wie Anekdoten eingeschoben werden. Die sind inhaltlich aber so nebensächlich, dass sie wie Füllmasse für die 260 Seiten wirken. 1 weiteren halben Punkt gebe ich für ein relativ versöhnliches Ende und komme damit auf 2 von 10 Punkten und das wirklich mit Wohlwollen. Die 260 Seiten waren echt zäh wie zu lang gebratenes Schnitzel. Da les ich lieber ein Kochbuch. http://kleeblatts-buecherblog.blogspot.de/2013/09/marc-fitten-elsas-kuche-von-sonja.html

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  • Glück nach Rezept

    Elsas Küche
    uli123

    uli123

    21. April 2013 um 21:01

    Die Protagonistin Elsa ist Meisterköchin und betreibt ein gut gehendes Restaurant in einer ungarischen Stadt. Familie und Kinder sind ihr zuwider, wiederholte Heiratsanträge ihres bedeutend jüngeren Küchenchefs und Geliebten lehnt sie ab. Ausgerechnet das Foto ihres Exmannes mit Familienanhang löst eine Unzufriedenheit, ja geradezu Lebenskrise in ihr aus. Diese meint sie mit einer neuen Herausforderung meistern zu können und strebt deshalb nach einer hohen Auszeichnung der ungarischen Gastronomie. Von da an geht es allerdings bergab mit ihr und ihrem Restaurant, z.T. ausgelöst durch Banalitäten wie den Streit um die richtige Soße für ein Gericht. Am Ende, als Elsa einen Neuanfang mit einem kleinen Frühstückslokal macht, erkennt sie, dass sie ihr Leben genießen sollte, „das genießen, was sie hatte. Und das war nicht wenig“ (S. 246). Fortan ist sie sogar zu einer Beziehung zu einem Mann und einem (Roma-)Kind bereit, das sie selbst nie haben wollte. Eine lehrhafte Geschichte, die dem Leser zeigt, dass sich das Glück eher im Kleinen findet und der ehrgeizige Drang nach Höherem nicht unbedingt mehr Zufriedenheit zur Folge hat. Die Wandlung, die Elsa durchmacht – von der unzufriedenen und gefühlskalten Gastronomin zur warmherzigen, glücklichen Betreiberin eines einfachen Lokals, die sich ihr persönliches Glück selbst zubereitet hat -  bringt der Autor sprachlich gut zum Ausdruck. Lesen sollte das Buch nur, wer sich aufs Philosophieren, insbesondere die Frage danach, was Glück ist, einlassen will. Nebenbei gibt es noch interessante Informationen zum Übergang vom sozialistischen auf das kapitalistische Wirtschaftssystem in Ungarn nach der Wende im Jahr 1989.

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  • Rezension zu "Elsas Küche" von Marc Fitten

    Elsas Küche
    conneling

    conneling

    30. December 2012 um 21:28

    Beim Blick in ein Schaufenster sieht Elsa ihren Ex-Mann auf einem Protrait, umgeben von Frau und Kindern. Elsa bleibt fast das Herz stehen als sie das Bild sieht und fängt zu grübeln an. Sie ist Mitte 40 und ist unzufrieden mit dem was sie hat, alles ganz nett aber eben nicht so wie sie es gerne hätte. Sie hat ein Restaurant, Die Tulpe, und möchte sich nun um Die silberne Suppenkelle bewerben, die höchste kulinarische Auszeichnung, die sie sich wünschen könnte. Sie hat ein Verhältnis mit ihrem jungen Küchenchef, was aber auch nicht so einfach ist, Herd und danach das Bett zu teilen. Die Küche in ihrem Restaurant ist gut, aber sie muss sich einen Restaurantkritiker einbestellen um zu sehen wo sie steht und um die begehrte Auszeichnung vielleicht ihr eigen nennen zu können. Man kann sich vorstellen das vieles nicht so ist wie es sein sollte und sie es selber veranlasst hat, Zeit neue Wege zu gehen und neue Ideen zu verfolgen. Elsas Küche lässt sich gut lesen, nur irgendwie passiert nicht so viel, man musste dabei bleiben, meine Motivation war nicht so groß um es zügig zu lesen. Elsa gefällt mir persönlich sehr gut, eine nette, normale Frau, die auch ganz normale Gedanken und Gefühle hat.

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  • Rezension zu "Elsas Küche" von Marc Fitten

    Elsas Küche
    cachingguys

    cachingguys

    01. December 2012 um 21:16

    „Elsas Küche“ Elsa, 48 Jahre alt, Chefin eines Restaurants in einer ungarischen Kleinstadt. Hübsche Wohnung, Stammkunden und ein Verhältnis mit ihrem 18 Jahre jüngeren Küchenchef. Plötzlich stellt sie fest, dass ihr doch etwas im Leben fehlt. Die „silberne Suppenkelle“ eines Restaurantkritikers soll es sein. Doch auch der ist in einer tiefen Sinnkrise. Ist doch innerhalb von einem Tag seine Mutter und sein Hund gestorben, also alle, die ihm wichtig waren. Dann beginnt der mittlerweile Ex- Liebhaber mit der Chefkonditorin ein Verhältnis. Der Kritiker kommt zwar, ist aber nicht begeistert. Elsa versucht Zigeunerkinder, die den Kritiker verhöhnen, zu vertreiben und schlägt dabei aus Versehen einen Jungen. Aus schlechtem Gewissen heraus gibt sie seiner Familie nicht nur Geld, sondern auch Einrichtungsgegenstände aus ihrem Restaurant. Chefkoch und Chefkonditorin eröffnen ein eigenes Restaurant. Was möchte der Autor mir mit dem Buch sagen? Ich weiß es nicht! Die einzelnen Charaktere sind nur grob angerissen. Die Leseprobe ließ noch hoffen, dass das Buch eine interessante Wendung nehmen könnte. Darauf habe ich aber vergeblich gewartet.

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  • Rezension zu "Elsas Küche" von Marc Fitten

    Elsas Küche
    dingsbaer

    dingsbaer

    16. November 2012 um 15:59

    Else ist 48 und geschieden. In ihrem Restaurant "Die Tulpe" in Delibab bietet sie gutbürgerliche Küche an. Obwohl das Restaurant gut läuft, fühlt Elsa sich nicht wohl. Früher hat sie sich um alles selbst gekümmert und gekocht. Statt auf die guten Ratschläge der Gäste hat sie sich eher um deren unbewusst hinterlassenen Zeichen am Tisch interessiert. Heute ist sie fast nur noch in der Gaststube oder im Büro. Und obwohl sie in ihrem Küchenchef seit Jahren einen Liebhaber hat, ist sie in letzter Zeit eher unglücklich, und fast schon depressiv. Sie sucht eine neue Herausforderung. Da kommt ihr die Idee, den Kritiker aus der ausländischen Zeitung "Le Gourmet" in ihr Restaurant zu holen, damit er über sie schreibt und sie dann vielleicht sogar die Auszeichnung "Die Silberne Suppenkelle" erhalten kann. Das und einige unvorhergesehene Ereignisse halten Elsa in den nächsten Monaten vollends auf Trab. Doch dann geht ihr Leben in eine ganz andere Richtung. Hilft ihr das aus ihrem Tief heraus? Kann sie ihr gesetztes Zeil erreichen? Und vor allem; wird sie dadurch wieder glücklich?Zum Cover: Das Cover fällt auf jeden Fall durch seine Farbgestaltung auf. Insgesamt passt es auch zum Inhalt des Buches, denn Paprika ist eins der Hauptzutaten in der ungarischen Küche.Der Schreibstil von Marc Fitten ist recht flüssig und einfach. Allerdings sind mir doch einige Rechtschreibfehler aufgefallen, was mir nicht so gut gefällt. Die Charaktere, allen voran Elsa, sind mir nicht so ans Herz gewachsen. Ich finde, hier hätte sich der Autor etwas mehr Mühe geben können.Fazit: Das Buch ist nett zu lesen, aber nicht mehr und nicht weniger. Auch das doch recht offene Ende hat mir nicht so gut gefallen. Zudem ist das Buch auch nicht wirklich humorvoll. Mir fehlte leider das gewisse Etwas beim Lesen.

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  • Rezension zu "Elsas Küche" von Marc Fitten

    Elsas Küche
    Synapse11

    Synapse11

    Gauner, Gier und Gaumenschmaus Inhalt: Elsa, hat alles was sie zum Glücklichsein braucht. Dennoch fehlt ihr irgendetwas, was sie selbst nicht so genau zu definieren vermag. Selbstmitleid und Lebensüberdruss plagen sie. Plötzlich hat Elsa einen “Geistesblitz” . Sie probiert neue Rezeptideen aus, will ihr Restaurant “Die Tulpe” kulinarisch aufpeppen, ja sogar einen Restaurantkritiker einladen und für die “Goldene Suppenkelle” nominiert werden. Vielleicht schafft sie es sogar zum Michelin-Stern für ihr Restaurant. Elsa arbeitet hart für ihr hochgestecktes Ziel und treibt auch ihre Mitarbeiter zu Höchstleistungen an. Doch wie das Sprichwort “Hochmut kommt vor dem Fall” schon sagt, rechnet sie nicht mit den vielen Pannen und demütigenden Zwischenfällen. Selbst ehemalige Verbündete werden zu harten Konkurrenten. Ob es für Elsa und ihr Restaurant noch eine Rettung gibt, erfährt der Leser aus Elsas turbulentem Erfahrungsbericht. Meine Meinung: Das Cover macht richtig Lust das Buch zu lesen. Warme Farben und die zerteilte Paprika, erinnern beinahe an ein Kochbuch. Rund ums Kochen und Genießen dreht sich auch die Handlung. Dennoch war ich vom Beginn des Buches erst einmal enttäuscht. Es passiert sehr wenig und Elsa ist nur am Jammern. Ich hab den Frust und den Lebensüberdruss gespürt und mich zunächst gefragt, ob ich mir das wirklich alles antun möchte. Aber dann nimmt das Buch doch noch eine positive Wende. Elsa probiert neue Gerichte aus und will einen Restaurantkritiker einladen. Mit der Wende in der Handlung kommt auch mehr Pep in den Schreibstil. Handlung und Stil gewinnen an Schwung. Das Buch ist flüssiger lesbar und es entsteht Neugier und Spannung, ob und wodurch Elsa ihr hochgestecktes Ziel erreicht. Das Schicksal scheint es nicht gut zu meinen mit Elsa. Letztendlich hatte ich sogar Mitleid mit der Restaurantchefin und gönnte der Konkurrenz keinen Cent. Ein harter Kampf um Ruhm und den Erhalt des Arbeitsplatzes fast wie im täglichen Leben. Intrigen, Verrat, Betrug - scheinbar ist jedes Mittel recht, um für sich selbst das Meiste herauszuschlagen. Dann geschieht etwas, womit Elsa selbst nicht gerechnet hat. Ist das Elsas Rettung? Der Schluss des Buches und Elsas Umgang mit dem vermeintlichen “Verursacher ihres Ruins” hat mich sehr beeindruckt. Trotz meiner anfänglichen Skepsis kann ich das Buch mit gutem Gewissen weiterempfehlen. Meine Lieblingstextstelle: “Noch nie hatte ein Erwachsener sich bei ihm entschuldigt. Das zu erleben, gab ihm das Gefühl, etwas Besonderes zu sein, jemand, der so wichtig war, dass man sich bei ihm entschuldigen musste.” (S.256) Fazit: Ein turbulentes, sowohl trauriges als auch heiteres Buch über Gauner, Gier und Gaumenschmaus. Zurück bleibt der Appetit auf ein von Elsa zubereitetes, süßscharfes Paprikahähnchen.

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  • Rezension zu "Elsas Küche" von Marc Fitten

    Elsas Küche
    Linny

    Linny

    03. November 2012 um 17:22

    Elsas Küche Elsas Restaurant die Tulpe. Ist das erste Restaurant am Platze in Délibáb. Die Tulpe ist ein voller Erfolg für Sie auf ganzer Linie. Die Gäste liegen ihr zu Füßen. Und mit ihrem jungen Küchenchef verbindet sie nicht nur die Leidenschaft fürs Kochen. Elsa könnte eigentlich zufrieden sein mit ihrem Leben. Doch Elsa will die Auszeichnung „Silberne Suppenkelle“ für sich gewinnen. Aber so manche schwere Aufgabe kommt ihr in die Quere. Elsa muss zeigen was in ihr steckt.

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  • Rezension zu "Elsas Küche" von Marc Fitten

    Elsas Küche
    melli.die.zahnfee

    melli.die.zahnfee

    02. November 2012 um 20:14

    Die ›Tulpe‹, das einzige gehobene Restaurant in Delibab, ist ein voller Erfolg. Elsa, die Chefin, genießt gesellschaftliches Ansehen und finanzielle Sicherheit, am Abend liegen ihr die Gäste zu Füßen, nachts teilt sie das Bett mit einem Liebhaber. Und dennoch: Glück schmeckt anders. Elsa beschließt, sich um die ›Silberne Suppenkelle‹, die höchste gastronomische Auszeichnung Ungarns zu bemühen. Auf dem Weg zur Starköchin jedoch kommt ihr allerhand in die Quere: eine junge talentierte Konditorin, eine Bande kleiner Roma-Kinder und vor allem der hochanspruchsvolle Gaumen eines einsamen Restaurantkritikers ... Elsa träumt davon, aus den Zutaten des Lebens ein feineres Gericht zu erschaffen. Fingerspitzengefühl ist dabei jedoch nicht immer ihre Stärke. Und so schmeckt das Leben mitunter bitter – bis sie begreift, dass das, was wir haben, manchmal schon das Glück ist. Dieses Buch ist weder Fisch noch Fleisch. Es erzählt Elsas Geschichte, allerdings bleibt der Autor dabei erschreckend unpersönlich. Der Liebhaber wird zum Beispiel nur Küchenchef genannt.Die Story an sich birgt Potential, eine Frau in der Midlife Crisis, Unternehmerin , durchsetzungsfähig, dazu ein paar Steinchen im Weg, oder ein paar Romakinder vor der Tür, nicht schlecht. Als weitere Zutaten eine Portion Ehrgeiz und Neuorientierung und eine Prise Rivalin in Gestalt von Dora . Leider sind alle diese Zutaten nur gequirlt und nicht garniert, es ist ein großer matschiger Eintopf daraus geworden. Ich vermute es liegt zu einem Teil daran, dass der Autor, als Mann, eine Frau als Hauptprotagonistin nicht feinfühlig genug darstellen konnte. Es kamen beim Lesen des Buches ÜBERHAUPT keinerlei Gefühle auf. Weder konnte ich lachen noch mitfühlen noch irgendetwas. Die einzige Regung war Müdigkeit, ob der Oberflächlichkeit der Charakterdarstellung und teilweise Kopfschütteln über Elsa. Sie agiert manchmal sehr unnatürlich. Schön waren die beschriebenen Rezepte und die Darstellung Ungarns. Zusammenfassend würde ich sagen sobald es um unpersönliche Beschreibungen geht hat der Autor die richtige Garmethode entwickelt, der Rest des Buches liest sich wie Kaffee vom Vortag.

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  • Rezension zu "Elsas Küche" von Marc Fitten

    Elsas Küche
    aba

    aba

    Ungarisches Rezept zum Leben Würde ich mir eine Freundin wünschen, wäre Elsa unter den Top Ten auf meiner Liste: Sie ist nett, selbstbewusst, sie sieht gut -für ihr Alter sehr gut sogar- und jung aus. Ihr gehört ein gut gehendes Restaurant, sie hat eine schicke Wohnung und ist sehr beliebt in der kleinen Stadt, in der sie lebt. Wäre sie meine Mutter, wäre ich bestimmt nicht ganz so glücklich: Sie hat einen jüngeren Liebhaber, für den sie wenig empfindet, sie ist launisch und frustriert, was sie immer versucht zu vertuschen, und das macht sie wiederum noch launischer und frustrierter. Aber sie hat auch keine Kinder. Trotzdem könnte ihr Leben so schön sein... so erfüllt... Warum das nicht so ist, kann man in dem sehr schönen Roman von Marc Fitten "Elsas Küche" lesen. Der US-amerikanische Autor lebte jahrelang in Ungarn. Seine bisher veröffentlichen Romane schildern das Leben von nicht mehr jungen Frauen im post-sozialistischen Ungarn. Eine dieser Frauen ist Elsa, eine eigenwillige, moderne und intelligente Frau, die große Pläne mit ihrem Leben und mit ihrem Restaurant hat. "Elsas Küche" schildert nicht nur Elsas Kampf um einen Platz in der Welt der haute cuisine, sondern auch das Leben in einer ungarischen Kleinstadt, und auch was das für Elsa und ihre Pläne bedeutet. Dieser Roman ist auch ein Roman, der Lust aufs Kochen und Genießen macht. Fast hat man den Eindruck, dass man Elsa bei der Erfindung und Realisierung eines neuen Gerichts zuschauen kann. Das Ergebnis kann man beinah sehen, riechen, schmecken... Leider ist der Weg zum Star in der gehobenen internationalen Gastronomie alles andere als einfach. Vor allem dann, wenn man sich als Einziger von der Bedeutung des Ganzen bewusst ist, wie es bei Elsa der Fall ist. Die Geschichte um Elsa und ihre Ziele und Träume aber auch um ihre Frustrationen und Niederlagen macht aus diesem Buch eine spannende Lektüre. Und das gelingt Marc Fitten mit einfachen Charakteren und einer sehr realistischen Handlung, frei von künstlichen und kitschigen Elementen. Fittens Roman ist warmherzig und alles andere als einfache Literatur für Frauen. "Elsas Küche" ist ein wahrer Schatz, der von vielen Lesern entdeckt werden soll!

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  • Rezension zu "Elsas Küche" von Marc Fitten

    Elsas Küche
    Aleena

    Aleena

    Hier geht es um Elsa, eine taffe Restaurantbesitzerin die gerne kocht. Zu den Leuten die in ihrem Restaurant arbeiten gehört der Küchenchef, der auch gleichzeitig der Geliebte von Elsa ist. Der Küchenchef versucht nun schon seit längeren ihr einen Heiratsantrag zu machen, doch bisher hat sie jeden abgelehnt. Außerdem gibt es noch den Tellerwäscher, der etwas streng riecht, aber arbeiten kann wie ein Pferd. Und dann kommt auch noch Dora, die dem Küchenchef schöne Augen macht aber wunderbare Desserts kreieren kann. Doch Elsa wünscht sich mehr, sie liest gern eine Restaurantkritikerzeitschrift, wo jeden Monat ein neues Restaurant vorgestellt wird. Die silberne Suppenkelle hätte Elsa auch so gern und sie gibt alles um den Kritiker in ihr kleines Restaurant zu locken. Hinten auf dem Buch steht das es sich um eine frivole Komödie handelt, aber ich habe nicht ein einziges Mal richtig lachen können. Klar die Geschichte und auch die Personen sind sehr gut beschrieben, man erfährt sehr viel über deren Leben, aber es ist alles andere als witzig dargestellt, ehr war ich auch traurig und nachdenklich und einiges hat mich sogar wütend gemacht, aber eine Komödie hab ich nicht gefunden. An sich ist die Geschichte aber spannend und sehr bildlich geschrieben das ich beim lesen schon Hunger bekommen habe. Ein bisschen hat mich das Buch an den Film Ratatouille erinnert. Eine nette Geschichte über die Liebe zum kochen und über das Leben.

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  • Rezension zu "Elsas Küche" von Marc Fitten

    Elsas Küche
    Cellissima

    Cellissima

    Elsa, eine Frau in fortgeschrittenerem Alter, ist Köchin. Und zwar eine Meisterköchin, da ist sie sich ganz sicher! Sie hat ein eigenes Restaurant, "Die Tulpe", mit gehobener Küche, welches die beste Adresse in der ungarischen Stadt Délibáb ist. Elsa liebt das Kochen und ihr Restaurant, hat keine Geldsorgen, ist allseits beliebt und angesehen, wird von ihren Gästen verehrt. Privat hat sie jedoch weniger Glück. Ihren Ex-Mann hat sie vor Jahren, fast schon Jahrzehnten, verlassen, weil er Kinder wollte. Nun entdeckt sie durch Zufall sein Foto, sieht, dass er inzwischen glücklich verheiratet ist und Kinder hat. Das verletzt Elsa. Sie tröstet sich mit ihrem viel jüngeren Küchenchef. Es beginnt mit einer Affäre, mit Spaß, mit Sex. Für Elsa soll es dabei bleiben, sie mag es eher unverbindlich - doch der Küchenchef hat sich ernsthaft in Elsa verliebt, will sein Leben mit ihr verbringen. Er macht ihr mehrere Heiratsanträge, doch Elsa lehnt sie allesamt ab. Sie ahnt, dass er sie bald verlassen wird, glaubt, dass ihr das nichts ausmache. Nach einem neuerlichen Korb durch Elsa kommt es tatsächlich zu Streit und Trennung. Elsa wird unzufrieden, strebt nach Höherem, sucht eine neue Aufgabe und Ablenkung. Bald weiß sie, was sie wirklich will: die "Silberne Suppenkelle", eine der höchsten Auszeichnungen der ungarischen Gastronomie. Mit Hochdruck arbeitet sie an der Kreation eines Gerichtes, das typisch ungarisch und dabei doch der Haute Cuisine würdig ist, und bereitet auch sonst alles für den Besuch des als hart, anspruchsvoll und unberechenbar bekannten Kritikers vor. Doch das ist gar nicht so einfach, wenn man sich selbst im Weg steht, der Ex-Geliebte im eigenen Restaurant immer mehr mit der Chef-Konditorin anbandelt, man allabendlich von Roma-Kindern belagert wird und schon im Vorfeld jede Menge Stress mit diesem Kritiker hat ... Meine Meinung "Elsas Küche" ist ein wunderschönes, stimmiges Buch. Das Cover ist schön aufgemacht, in warmen Farben gehalten. Im Mittelpunkt steht die Paprika, die den Bezug zu dem wesentlichen Element der Geschichte, dem Kochen und Essen, herstellt und in kulinarischer Hinsicht DAS Symbol Ungarns ist. "Elsas Küche" ist ein Roman zum Genießen und Wohlfühlen. Auf 258 Seiten kann man völlig in Elsas Welt eintauchen, nach Ungarn reisen, in ihrem Restaurant stehen, die Düfte ihrer Gerichte einatmen und bei den Vorbereitungen auf den Kritiker-Besuch mitfiebern. Marc Fittens Schreib- und Erzählstil ist von schlichter Schönheit. Er schreibt keineswegs anspruchslos, und doch kann man sich völlig von den Sätzen treiben lassen, lesen sie sich beinahe von alleine. Die Charaktere sind dem Leser sofort nahe, die Geschichte ist authentisch. Ich liebe Romane, bei denen das Kochen und Essen im Mittelpunkt steht, und so hat mir "Elsas Küche" sehr gut gefallen. Es erinnert mich sehr an "Mein hungriges Herz" von Agnès Desarthe, ein Buch, das ich ebenfalls liebe - nicht abgeschrieben, aber doch sehr ähnlich und genauso schön! Das Buch lässt sich in meinen Augen schwer einem bestimmten Genre zuordnen ... ich würde es am ehesten ein wenig pauschal unter zeitgenössische Literatur verorten. Der Klappentext geht hier ein wenig fehl, wenn er behauptet, dass es sich um eine frivole Komödie um Ehrgeiz und Liebe, Gier und Bescheidenheit handele. Richtig ist, dass es neben dem kulinarischen Element hauptsächlich darum geht. Es mag auch an manchen Stellen ein bisschen frivol sein. Allerdings würde ich nicht sagen, dass es sich bei "Elsas Küche" um eine Komödie handelt. Diesen Eindruck hatte ich allenfalls gelegentlich ganz kurz. Tatsächlich geht es um ganz andere Dinge, Aspekte und Stimmungen. Es geht um verlorene Lieben, falschen Ehrgeiz, Unzufriedenheit, Gier, Tränen und Traurigkeit, darum, dass man mit dem, was man hat, zufrieden sein sollte, was Glück wirklich bedeutet ... für mich überwiegt das. Das Buch macht traurig, nachdenklich, gibt einem Denkanstöße, man nimmt als Leser viel aus der Lektüre mit. Ich persönlich finde es keineswegs negativ, sondern eher reizvoll und in diesem Fall keineswegs schädlich, dass das Buch Elemente mehrere Genres in sich vereint - aber man sollte keine reine Komödie erwarten, das ist es definitiv nicht. Ich habe einzig zu bemängeln, dass ich mir bei einem Roman, der in Ungarn spielt, gewünscht hätte, noch viel mehr über Land, Leute und die ungarische Küche zu erfahren. Diesbezüglich wurde leider nur sehr zart an der Oberfläche gekratzt. Fazit Ein wunderschöner Roman über das Kochen, gutes Essen, Liebe, Trennung, Traurigkeit, Gier, Scheitern, wahres Glück. Ein Buch zum Genießen und Wohlfühlen. Obwohl es so nachdenklich macht und man nicht die versprochene Komödie bekommen hat, liebt man dieses Buch, bleibt mit einem schönen Gefühl zurück. Ein Buch, das glücklich macht - abends nach einem langen und anstrengenden Tag, am Wochenende, wenn man es sich mit Wolldecke, Tee oder Kakao und Keksen auf der Couch gemütlich machen kann ... immer und überall!

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    aba

    aba

    31. October 2012 um 22:04
  • Rezension zu "Elsas Küche" von Marc Fitten

    Elsas Küche
    MrsWindrunner

    MrsWindrunner

    27. October 2012 um 19:17

    Elsas Küche Inhalt: Die ›Tulpe‹, das einzige gehobene Restaurant in Delibab, ist ein voller Erfolg. Elsa, die Chefin, genießt gesellschaftliches Ansehen und finanzielle Sicherheit, am Abend liegen ihr die Gäste zu Füßen, nachts teilt sie das Bett mit einem Liebhaber. Und dennoch: Glück schmeckt anders. Elsa beschließt, sich um die ›Silberne Suppenkelle‹, die höchste gastronomische Auszeichnung Ungarns zu bemühen. Auf dem Weg zur Starköchin jedoch kommt ihr allerhand in die Quere: eine junge talentierte Konditorin, eine Bande kleiner Roma-Kinder und vor allem der hochanspruchsvolle Gaumen eines einsamen Restaurantkritikers ... Elsa träumt davon, aus den Zutaten des Lebens ein feineres Gericht zu erschaffen. Fingerspitzengefühl ist dabei jedoch nicht immer ihre Stärke. Und so schmeckt das Leben mitunter bitter - bis sie begreift, dass das, was wir haben, manchmal schon das Glück ist. Der Autor: Marc Fitten wurde am 23. Mai 1974 in Brooklyn geboren und wuchs in der Bronx auf. Seine Eltern sind Immigranten aus Panama. 1993 entschied er sich, nach Europa zu ziehen und lebte bis 1998 in Ungarn, bis er wieder in die USA zurückkehrte. Er publizierte in verschiedenen amerikanischen Zeitschriften, u.a. eine Kolumne im Esquire. Die Georgia State University gewährte ihm das Paul Bowles Fellowship For Fiction. Derzeit ist er Herausgeber der Chattahoochee Review, Atlantas ältestem literarischen Magazin. Sein erster Roman, ›Valerias letztes Gefecht‹ erscheint im Mai 2009 gleichzeitig in USA, Großbritannien und Deutschland und wurde in zahlreiche weitere Länder verkauft. Heute lebt er mit seiner Familie in Atlanta. Eigene Meinung: Von der Leseprobe war ich sehr begeistert, doch das hielt leider nicht lange an. Auch weiß ich nicht in welche Kategorie man es einordnen könnte. Auf der Buchrückseite wird die Geschichte als „Komödie“ bezeichnet, doch lachen konnte ich an keiner Stelle des Buches. Die Protagonistin wurde mir immer unsympatischer und in einigen Situationen konnte ich ihre Gedankengänge und Handlungen nicht nachvollziehen, machten mich sogar wütend. Die Beschreibungen der Gerichte machten Appetit, aber das war auch schon das einzig besondere an diesem Buch. Insgesamt wirkte es auf mich etwas traurig und deprimierend. Nach Beenden des Buches hatte ich das Gefühl, dass der Autor die Handlung nicht richtig durchdacht hat und einfach nur drauflos geschrieben hat. Als wäre ihm schon nach einigen Seiten die Lust die Erzählung zu schreiben vergangen.

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  • Rezension zu "Elsas Küche" von Marc Fitten

    Elsas Küche
    fredhel

    fredhel

    25. October 2012 um 11:16

    Marc Fitten schreibt über Elsa, eine taffe attraktive Endvierzigerin, eine ungarische Restaurantbesitzerin, die mit grossem Fingerspitzengefühl kocht und Gäste bewirtet. Der Küchenchef,jung und ambitioniert, ist ihr Geliebter, der ihr laufend Heiratsanträge macht. Eigentlich ein wunderbares Leben für Elsa, doch diese wird unversehens von der Midlife-Crisis überfallen. Nichts ist mehr gut genug, und eine stetige Unruhe treibt Elsa zu ziellosen Streifzügen durch ihr Viertel. Sie sucht für sich neue Ziele und schafft es plötzlich nicht mehr, das Erreichte zu wahren. Sie entschließt sich, sich um eine kulinarische Auszeichnung zu bewerben. Unterdes ist der Koch das vergebliche Liebeswerben leid und läßt sich von der kessen Dessertköchin erobern. Die ganze Küchenroutine leidet darunter, Schlamperei hält Einzug, mit dem Lokal gehts bergab und als Krönung artet das Testessen des Restaurantkritikers in ein absolutes Desaster aus. Elsa verliert die Beherrschung, wird erpressbar und erst in kleinen Schritten wird ihr Lokal durch Umstrukturierung wieder marktfähig. Bei Elsa vollzieht sich gleichzeitig ein Sinneswandel. sie wird wieder ruhig und ausgeglichen, und das Romanende stellt eine glückliche Liebesbeziehung mit dem Restaurantkritiker in Aussicht. Das Buch hat meine Erwartungen nicht so ganz erfüllt. Lange Zeit dreht sich alles um Elsas ichbezogene Gefühlswelt. Die Gefühle des Kochs trampelt sie nieder, die Gemütlichkeit ihres Restaurant resultiert nicht auf Herzlichkeit, sondern auf sicherem geschäftlichen Instinkt gepaart mit kalter Logik und einer Prise geschauspielerter menschlicher Wärme. Elsas Herz bleibt kalt, doch die Kasse klingelt. Überzogen finde ich dabei die Darstellung, wie sie anhand der leergegessenen Teller und zerknüllten Servietten den Grad der Zufriedenheit der Gäste bewertet. Viel zu spät, nachdem man Elsas schon leicht überdrüssig wird, werden die anderen Charaktere beleuchtet. Allesamt sind sie überdreht gezeichnet, nicht liebevoll skuril, sondern eher merkwürdig überspannt. Nach ungefähr der Hälfte des Romans hätte ich normalerweise das Buch weggelegt und ich glaube , auch der Autor hat gemerkt, daß noch eine Zutat fehlt und deswegen das Drama um den Zigeunerjungen samt Erpressung inszeniert. Doch der Schreibstil ist flüssig und ich kann mir vorstellen, daß sehr viele Leute diesen Roman als behagliches Lesefutter für den kommenden Winter schätzen werden.

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  • Rezension zu "Elsas Küche" von Marc Fitten

    Elsas Küche
    leserattebremen

    leserattebremen

    24. October 2012 um 21:34

    Elsa liebt ihr Restaurant „Tulpe“ in der ungarischen Kleinstadt Délibàb und sie mag ihre Affäre mit dem Küchenchef, der sie aber keine besondere Bedeutung gibt. Als der sie jedoch verlässt, weil sie ihn nicht heiraten will, wird ihr klar, wie wenig sie in ihrem Leben eigentlich hat und beschließt, einen berühmten Restaurantkritiker in ihr Restaurant zu bekommen und stürzt sich in die Arbeit. Doch statt voranzukommen, scheint ihr Leben immer mehr im Chaos zu versinken. Elsa ist eine sehr eigene Protagonistin, sie ist selbstbezogen und karriereorientiert, ohne an andere Menschen zu denken oder auf ihre Umwelt Rücksicht zu nehmen. Einige Zwischenfälle zwingen sie aber einzusehen, dass sie so nicht wirklich weitermachen kann. Ein Unfall mit einem der Roma-Kinder, die immer vor ihrem Lokal betteln, bringt sie schließlich dazu, sich wirklich einmal um jemanden zu sorgen. Dennoch ist der Roman kein ernster Selbstfindungsroman, sondern ein chaotisch-lustiger Bericht über eine Frau, die anscheinend immer den längsten Weg ans Ziel nimmt, ohne es zu merken. Die Figurenkonstellation bietet schon viele Möglichkeiten für Komik und ist unterhaltsam. Leider hatte ich beim Lesen ein wenig das Gefühl, dass der Witz und die Situationskomik immer nur angerissen werden und dann bleibt der Spaß wieder auf der Strecke. Mir war nicht ganz klar, was der Autor eigentlich wollte. Wollte er eine Komödie schreiben? Einen Gegenwartsroman über eine Mittvierzigerin auf der Suche nach dem Sinn des Lebens? Ein Beziehungsdrama? So ist es leider nichts richtig geworden und das Buch lässt einen etwas unbefriedigt zurück.

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