Marc Freund

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Marc FreundDas Haus am Abgrund
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Das Haus am Abgrund
Das Haus am Abgrund
 (2)
Erschienen am 01.03.2013
Marc FreundLady Bedfort - Die Stille des Todes (Buch 01)
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Lady Bedfort - Die Stille des Todes (Buch 01)
Marc FreundMühlenmord
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Mühlenmord
Mühlenmord
 (1)
Erschienen am 06.04.2017
Marc FreundKnickgeflüster
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Knickgeflüster
Knickgeflüster
 (1)
Erschienen am 14.03.2016
Marc FreundJohn Sinclair - Folge 1999: Auferstehung des Schreckens
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John Sinclair - Folge 1999: Auferstehung des Schreckens
Marc FreundDer Fall Homunculus: Oscar Wilde & Mycroft Holmes - 04 (Sonderermittler der Krone)
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Der Fall Homunculus: Oscar Wilde & Mycroft Holmes - 04 (Sonderermittler der Krone)
Marc FreundSieben Gesichter des Todes: Oscar Wilde & Mycroft Holmes - 06 (Sonderermittler der Krone)
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Sieben Gesichter des Todes: Oscar Wilde & Mycroft Holmes - 06 (Sonderermittler der Krone)
Marc FreundHetzjagd in London: Oscar Wilde & Mycroft Holmes - 05 (Sonderermittler der Krone)
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Hetzjagd in London: Oscar Wilde & Mycroft Holmes - 05 (Sonderermittler der Krone)

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„Thorn zuckte heftig zusammen, als er die sieben Gestalten erkannte, die auf hohen Stühlen hinter Tischen saßen, die zu einem Halbkreis formiert worden waren. Sieben Augenpaare starrten ihn an. Die Blicke lasteten schwer auf ihm. Thorn konnte nicht erkennen, um wen es sich bei den Gestalten handelte. Sie alle trugen lange Kapuzenmäntel, den Kutten von Mönchen nicht unähnlich.“

 

STORY
Innerhalb weniger Wochen gelingt es gleich drei Verbrechern, aus verschiedenen Haftanstalten zu fliehen. Mycroft Holmes hegt den Verdacht, dass die Männer bei ihrer Flucht die Hilfe des Zirkels der Sieben hatten, der damit zu einem endgültigen Vernichtungsschlag gegen England ausholt. Doch Holmes hat auch einen starken Verdacht, wer als Nächstes befreit werden soll. Kate Irving, die zu ihrer Zeit in Freiheit über zwanzig Verbrecher befehligte. Dazu hat Holmes einen Trumpf in der Hand, von dem seine Gegner nichts ahnen. Sein neues Hausmädchen Lindsay Coolidge hat unübersehbare Ähnlichkeit mit Kate Irving. Während Miss Coolidge als Kate Irving in den inneren Kreis des Zirkels vordringt, macht Inspektor Frobisher im Scotland Yard Gebäude eine alarmierende Entdeckung. Offenbar hat der Zirkel in nächster Nähe der Beamten einen Informanten. Dann gelingt auch noch der echten Kate Irving die Flucht, was Lindsay Coolidge in allerhöchste Lebensgefahr bringt.

 

„Wilde lockerte den obersten Kopf seines Hemds. Schweiß stand ihm auf der Stirn. Wieder waren seine Gedanken bei Lindsay, die der Bande auf Gedeih und Verderb ausgeliefert war. Sie hätten sich nie auf diesen Wahnsinn einlassen sollen. Der Dichter wünschte Mycroft Holmes zum Teufel. Dann bemühte er sich, seine morbiden Gedanken beiseitezuschieben.“

 

MEINUNG
Mit dem letzten Band ebook-Serie liefert Marc Freund noch einmal ein Highlight, das sich ganz auf den Thrilleraspekt konzentriert und (beinahe) ganz ohne phantastische Elemente funktioniert. Der Aufbau, die Schritte und Aktionen des Zirkels, sowie auch die Aktionen auf der Seite des Gesetzes sind stringent durchgeplant bis hin zum finalen großen Coup als Höhepunkt. Den aktiven Part muss Oscar Wilde dieses Mal mit der sympathischen Lindsay Coolidge teilen, was eine schöne Abwechslung innerhalb der Serie bedeutet. Und trotz einiger Situationen, in denen es gefährlich eng wird, erweist sich das Hausmädchen als veritable Agentin der Krone, die sich den patriotischen Schneid nicht so einfach abkaufen lässt. Autor Marc Freund, der inzwischen auch für JOHN SINCLAIR und DARK LAND schreibt, präsentiert dies einmal mehr als ausgewogene Mischung aus Spannungsmomenten und der grauen Atmosphäre des nebelverhangenen viktorianischen London, gemischt mit einigen humorigen Momenten, die sich aus den gegensätzlichen Charakteren von Mycroft Holmes und Oscar Wilde ergeben.

So bietet SIEBEN GESICHTER DES TODES einen schönen Abschluss der ebook-Serie, auch wenn am Ende offensichtlich nicht die Vernichtung des Zirkels der Sieben steht. Für die gleichnamige Hörspielserie muss dieser doch erhalten bleiben.

 

FAZIT
Der Abschluss der Serie bietet noch einmal ein sauber konstruiertes Abenteuer, das sich beim Agententhriller bedient. Da die ebook-Serie als Nebenzweig der Hörspielhandlung gelesen werden kann, bleiben am Ende einige Punkte offen.

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Elmar Hubers avatar

„Was haben wir also? Wir haben einen ermordeten Adligen und nicht die Spur einer Spur, richtig? Es existieren keinerlei Hinweise auf irgendwelche Feinde. Jemand kommt daher, öffnet das Dachfenster und schüttet dem Ahnungslosen eine seltsame Substanz ins Badewasser, die ihm binnen kürzester Zeit das Fleisch von den … von den Knochen schält und in der Wanne einen trüben Brei zurücklässt.“

 

STORY
Am selben Abend, als Sir Hamish Urquard einen Empfang mit höchst adligen und höchst prominenten Gästen gegeben hatte, wird er in seinem eigenen Haus das Opfer eines perfiden Mordanschlags. Die einzig brauchbare Spur, die Inspektor James Frobisher gemeinsam mit Sonderermittler Oscar Wilde, verfolgt, ist die Kippe einer exklusiven Zigarette. Schon am nächsten Abend wird Richter Richard Godfrey, im Beisein von Mycroft Holmes, auf seiner eigenen Abendgesellschaft vergiftet. Am Tatort findet sich ein ebensolcher Zigarettenstummel wie bei Urquard, eine Marke, die unter anderem der an beiden Abenden anwesende Thronfolger, Prinz Albert „Bertie“ Eduard, raucht. Holmes weiß zu berichten, dass beide Mordopfer an einem Gerichtsprozess beteiligt waren, der den des Mordes verdächtigen Raymond Prescott ohne stichhaltige Beweise in die Todeszelle gebracht hat. Liegt hier das Motiv für die Morde begründet?

Ein anonymer Informant rückt Bertie in den Fokus der Presse. Zusätzlich zu seinen Verbindungen mit den beiden Morden will man wissen, dass der Thronfolger Verbindungen zu Londons Amüsierviertel unterhält. In der Hoffnung, etwas über den unbekannten Tippgeber und die Quelle seiner Informationen zu erfahren, folgt Wilde dem Reporter Joshua Gardener und gerät damit in Teufels Küche.

 

„Der Schriftsteller und Sonderermittler blickte auf eine scheinbar wahllos angeordnete Folge von mathematischen Formeln und hastig dahingekritzelt wirkenden Zeichen. Er schüttelte den Kopf, sodass ihm sein dunkles, leicht gelocktes Haar bis fast auf die Schultern herabfiel. »So etwas habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht gesehen. Ich meine, ich erkenne natürlich einige chemische Zeichen und Begriffe, allerdings erschließt sich mir ihr Sinn überhaupt nicht.«“

 

MEINUNG
Nachdem der Fall „Homunculus“ glimpflich beendet wurde, bietet HETZJAGD IN LONDON einen eher nüchtern gelagerten Kriminalfall ohne phantastische Elemente. Nach dem ersten skurrilen Todesfall im Säurebad, der einem Dr. Phibes zur Ehre gereichen würde, nimmt Oscar Wilde gemeinsam mit dem fähigen Yard-Beamten James Frobisher die Ermittlungen auf. Dass in der engeren Liste der Verdächtigen der englische Thronfolger auftaucht, macht den Fall zu einem heißen Eisen. Um einiges delikater erweist sich jedoch Bertis Verbindung zu Amanda Prescott, die als ehemalige Komplizin des Zirkels der Sieben schon einige Male Oscar Wildes Weg gekreuzt hat. Sehr geschickt baut Autor Marc Freund eine Verbindung zwischen Bertie, Amanda und deren Vater, eben jenem zum Tode verurteilten Raymond Prescott, auf, die weit in die Vergangenheit reicht. Außerdem gibt die „Affäre“ Gelegenheit, einige schöne Charaktermomente unterzubringen und mit den Lesererwartungen zu spielen. Grundsätzlich gefällt Amandas weitere Beteiligung am Geschehen, die sich zwar vom Zirkel der Sieben losgesagt hat aber immer noch auf eigene Rechnung arbeitet, auch wenn zwischen ihr und Wilde mehr als bloße Sympathie besteht.

Natürlich gehen auch die aktuellen Todesfälle wieder auf Konto des Zirkels, der hier, um die Monarchie zu destabilisieren, einen neuen Schergen ins Rennen geschickt hat. Im Rahmen einer ebook-(Romanheft-)Serie wiederholt sich dieses Schema natürlich zwangsläufig, doch versteht sich Marc Freund immerhin auf eine flotte, atmosphärische und treffsichere Inszenierung, was Dialoge und Figurendynamik angeht. Der Titel ist außerdem Programm, denn es werden gleich einige Verfolgungsjagden durch die Gassen Londons geboten. Die finale Hatz endet in einer starken Szene, die Amanda auf Augenhöhe mit Wilde präsentiert.

 

FAZIT
Überzeugend konstruierter Histo-Thriller, der gleichsam von Action- wie von Charaktermomenten lebt.

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„Der Zirkel ist in der Lage, künstliche Menschen zu erschaffen. Wir wissen das seit dem Fall des Todesrichters. Diese künstlich gesteuerten Geschöpfe sind in der Lage, wie ein Mensch zu denken und zu handeln. Was sie zudem so gefährlich macht ist die Tatsache, dass sie mit bloßem Auge nicht mehr von echten Menschen zu unterscheiden sind.“


STORY
Eingedenk ihres letzten Abenteuers ist Mycroft Holmes überzeugt, dass der Zirkel der Sieben bald wieder einen oder gar mehrere künstliche Menschen zum Einsatz bringen wird. Als wahrscheinliches Ziel sieht er einen bevorstehenden Kongress in Paris, zu dem die politischen Oberhäupter aller europäischen Länder anreisen werden. Doch zuvor erteilt er Wilde den Auftrag, den jungen Peter Ferguson im geheimen zurück in dessen Heimatdorf zu verfolgen. In der Schreinerwerkstatt von Fergusons Vater, die einst dem verschwundenen Puppenmacher Owen Cuthbrick gehört hatte, hofft Wilde auf Hinweise zum Verbleib des Erbauers der mechanischen Menschen. Holmes ist davon überzeugt, dass nur er es sein kann, der den Zirkel der Sieben – freiwillig oder unter Zwang – mit künstlichen Menschen versorgt. Nach einem bedeutsamen Fund in der Werkstatt reisen Wilde und Ferguson weiter nach Paris, während Holmes in London nur knapp einem Giftanschlag entkommt.


„Wie aufs Stichwort drehte sich der künstliche Mensch zu Wilde um. Sein Gesicht war kaum noch als solches zu erkennen. Es war eine verzogene Grimasse, aus der das linke Auge nutzlos an zwei Drähten herunterbaumelte. Oberhalb der Augenbrauen war die Stirn aufgerissen, und an der Stelle, an der sich normalerweise das Gehirn hätte befinden müssen, lugten die nach kaum erkennbaren Gesetzen der Physik verknüpften feinen Kupferdrähte hervor.“


MEINUNG
Natürlich bleiben Oscar Wilde und Peter Ferguson in Paris nicht lange unentdeckt. Ihr Quartier wird durchsucht und sie müssen sich bald gegen einen der antiken Terminatoren wehren, dessen Spur sie weiter ins Kloster Saint D’Auvril verfolgen, wo der politischen Kongress stattfinden soll. Die dortigen Ereignisse lassen vermuten, dass dort bereits eine ganze Truppe von Homunculi auf ihren Einsatz wartet. Dies wurde von Marc Freund gewohnt actionreich inszeniert und als wäre der Kampf gegen die künstlichen Menschen, den Wilde sehr einfallsreich für sich entscheidet, nicht genug, tritt auch die rätselhafte Amanda indirekt wieder in die Handlung ein. Eine gelungene Figur, von der man immer noch nicht weiß, auf welcher Seite sie (gerade) steht und gegen deren weibliche Reize Wilde alles andere als gefeit ist.

In London ist Mycroft Holmes derweil empfindlich mitgenommen und beinahe zur Untätigkeit verdammt. In einem fremden Haus gefangen kann er sich nicht sicher sein, ob er sich möglicherweise gerade in den Händen seiner Feinde befindet und wem er noch trauen kann. Besonders nachdem eine der sonst noch anwesende Personen sich als der Todesrichter des Zirkels der Sieben zu erkennen gibt (siehe WILDE & HOLMES ebook 3, DER TODESRICHTER). So ist es schon die Regel, dass in der Serie zwei Handlungsstränge bedient werden, da die beiden Titelhelden nur selten gemeinsam agieren. Immerhin wird auch Mycroft Holmes aus seiner Komfortzone gezwungen, da der Zirkel der Sieben bereit sein allernächstes Umfeld infiltriert hat.

Nachdem die Episoden 2-4 nahtlos aneinander angeschlossen haben, erfolgt hier ein zumindest vorläufiger Abschluss, der den Helden etwas Ruhe verspricht. Was nicht heißt, dass nicht noch genügend Fäden vorhanden sind, um die Handlung weiter zu spinnen.

Die ganze Thematik um die künstlichen Menschen spielt auch in den Hörspielen der Serie eine Rolle (siehe WILDE & HOLMES Hörspiel 4, TOD DER KÖNIGIN), wobei dort ein Anderer als Schöpfer der antiken Terminatoren in Erscheinung tritt.


FAZIT
Der Kampf gegen die künstlichen Menschen bietet einen vorläufigen Höhepunkt der historischen Mystery-Serie.

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