Marc Höpfner Ukrainischer Sommer

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Inhaltsangabe zu „Ukrainischer Sommer“ von Marc Höpfner

Nur für kurze Zeit! 2,99 statt 4,99 Euro Nach dem Tod seiner Mutter Katja bei einem Flugzeugabsturz erhält der Münchener Journalist Max Lindner eine mysteriöse Nachricht aus der Ukraine. Ein Unbekannter aus Odessa möchte ihm wichtige Unterlagen übergeben, die Lindners Mutter gehört haben, einer Rechtsanwältin, die sich jahrelang für die Unterstützung von Opfern der Tschernobyl-Katastrophe eingesetzt hatte. Lindner, dessen Verhältnis zu seiner Mutter seit seiner Kindheit zwiespältig war, weil ihm Katja die Identität seines Vaters vorenthalten hatte, entschließt sich, in die Ukraine zu reisen und den Unbekannten, der sich Michail nennt, zu treffen. In Odessa angekommen, wird er von einem zwielichtigen Chauffeur in Empfang genommen, Bogdan, der vorgibt, Katja gut gekannt zu haben. Schon bei seiner Ankunft in Odessa muss Lindner feststellen, dass die Ukraine mit den Vorstellungen, die er sich von der ehemaligen Sowjetrepublik gemacht hat, nicht viel gemein hat. Er reist zusammen mit dem undurchsichtigen Bogdan nach Belgorod, der Heimatstadt Michails, in der Katja einst eine Zufluchtsstätte für die Opfer des Tschernobyl-Unglücks gegründet hatte. Doch Lindner erfährt schnell, dass Katja nicht nur Freunde gehabt hat. Er fühlt sich beobachtet, wird verfolgt und gerät in einen Strudel von Korruption, Erpressung und Gewalt, der ihn in den Abgrund zu reißen droht. Lindner muss schließlich begreifen, dass hinter Katjas Arbeit als Spendensammlerin und Wohltäterin der Tschernobyl-Opfer ein dunkles Geheimnis steht, das auch sein Leben für alle Zeiten verändern wird. Ein aktueller Krimi Während sich Polizisten und Demonstranten auf dem Maidan in Kiew gegenüberstehen und Hunderttausende von Ukrainern unter der Führung des Boxweltmeisters Vitali Klitschko für eine neue Regierung und den Schulterschluss mit Europa demonstrieren, wird sich manch einer fragen, was das eigentlich für ein Land ist die Ukraine, eine für viele Westeuropäer fremd gebliebene Nation in unserer Nachbarschaft - im Herzen Europas. "Ukrainischer Sommer" ist der erste Roman eines deutschen Autors, der sich mit der Gegenwart eines Landes beschäftigt, dessen Bürger nach der Orangenen Revolution erneut für eine politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Erneuerung demonstrieren und sich gegen die Ausbeutung ihres Landes durch ein korruptes politisches System erheben. Keine Frage, dass dieser Roman über einen Journalisten, der sich nach dem Tod seiner Mutter bei einem mysteriösen Flugzeugabsturz auf Spurensuche in die Ukraine begibt, nur das Format eines Krimis haben kann, eines ungewöhnlichen Krimis freilich, der mit dem Reaktorunfall von Tschernobyl beginnt und auf den Barrikaden des Maidan endet. Der Autor über sein Buch "Ukrainischer Sommer" ist eine Mischung aus Krimi und Familiensaga, ein literarischer Thriller, in dessen Zentrum, neben den Hauptfiguren der Geschichte, ein Land steht, das, obwohl mitten in Europa gelegen, für die meisten von uns trotz Orangener Revolution und Fußball-EM Terra incognita geblieben ist, ein unbekannter und gleichzeitig vage faszinierender Fleck auf unserer Landkarte - in Wirklichkeit eine Nation voller großartiger, hoffnungsvoller Menschen, die uns, unbeeindruckt von aller Politik, näher stehen, als wir glauben.

Gegenwartsroman mit Krimihandlung

— Lesefexin
Lesefexin

Spannend und ungewöhnlich

— Monsterbounty
Monsterbounty

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  • Gegenwartsroman mit Krimihandlung

    Ukrainischer Sommer
    Lesefexin

    Lesefexin

    08. January 2017 um 13:39

    Das Buch ist kein typischer Krimi, sondern eher eine Art Gegenwartsroman mit Krimihandlung. Aber genau das war es, was mir gefallen hat, denn der Autor hat ausgetretene Pfade verlassen. Die Spurensuche der Hauptfigur Max Lindner in der Ukraine beginnt gleich mit einer Menge von Rätseln, niemand möchte, was seine Mutter betrifft, so recht mit der Sprache herausrücken. Katja Lindner, eine Juristin, hat sich nach dem Reaktorunfall für die Tschernobylopfer eingesetzt, doch Max hat mittlerweile gewisse Verdachtsmomente, dass es dabei nicht mit rechten Dingen zuging und seine Befürchtungen bestätigen sich. Er trifft nicht nur auf alte Weggefährten seiner Mutter sondern auch auf ihre damaligen Gegner und nähert sich, immer mehr in die Enge getrieben, schließlich einem gefährlichen Geheimnis, dass auch sein eigenes Leben betrifft. Neben den z.T. skurrilen aber auch immer wieder sehr realistischen Figuren des Buches ist ein weiterer Darsteller der Geschichte, wenn man so will, die Ukraine selbst. Schlaglichtartig beleuchtet der Autor die Probleme des Alltags der Ukrainer, Menschen die mit Rechtsunsicherheit und Korruption leben müssen und immer wieder das Beste daraus zu machen versuchen. Besonders gefallen hat mir die Figur von „Bogdan“ einem ausgebufften Schlitzohr, bei dem man nie so richtig weiß, auf welcher Seite er steht, eine „russische Figur“ mit vielen Ecken und Kanten, liebenswert, humorvoll, aber auch irgendwie durchtrieben.Von mir insgesamt eine absolute Leseempfehlung, auch wenn das Ende des Buches unerwartet heftig war und mir noch immer zu schaffen macht - aber vielleicht sollte es so sein.

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  • Spannend und ungewöhnlich

    Ukrainischer Sommer
    Monsterbounty

    Monsterbounty

    05. January 2017 um 21:31

    Als Krimileser hat mich zunächst einmal der ungewöhnliche Hintergrund des Romans interessiert: Osteuropa und vor allem die Ukraine. Wer die letzten Jahre wie ich zur Hauptsache skandinavische Krimis gelesen hat und das Gefühl hat, in diesen nordischen Regionen von Kopenhagen (Adler-Olsen) bis Oslo (Jo Nesbö) jeden Stein zu kennen, freut sich, wenn er einmal in eine gänzlich andere Erzählwelt eintauchen kann. Zuletzt bin ich bei Deon Meyer hängengeblieben, dessen Kapstadt-Krimis auch immer wieder sehr viel Lokalkolorit bieten. Ukrainischer Sommer" ist ein eher untypischer Krimi und war gerade deswegen interessant und faszinierend für mich, es gibt nicht die übliche hartgesottene, dauertrinkende oder sonstwie gebrochene professionelle Ermittlerfigur ohne die das Genre seit Chandler und Hammett scheinbar kaum noch auskommt. Der "Ermittler" ist eher ein Held wider Willen, ein Journalist, der versucht den mysteriösen Tod seiner Mutter aufzuklären und sich in der Ukraine auf Spurensuche begibt. Besonders berührt hat mich hier der Einstieg aus der Buchvorschau, die Reaktor-Katastrophe von Tschernobyl, die auch mir im Gedächtnis haften geblieben ist. Erwähnenswert ist vielleicht noch die Sprache des Buches. Der Autor benutzt nicht den typischen Krimijargon sondern eine eher literarische Sprache, die in diesem Genre selten ist ( wenn man vielleicht mal von John le Carré und seinen Geheimdienstkrimis absieht). Schön zu lesen, spannend und "anders" - deswegen 5 Sterne.

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  • Münchner Journalist deckt Geheimnis in der Ukraine auf

    Ukrainischer Sommer
    eBookNinja

    eBookNinja

    18. April 2014 um 13:14


    Ein Gegenwartsroman mit Krimihandlung - und ein spannender Weg, sich mehr mit dem Land zu beschäftigen.