Marc Hermann

 4 Sterne bei 1 Bewertungen

Lebenslauf von Marc Hermann

Marc Hermann, geboren 1970, studierte Germanistik, Philosophie und Sinologie. Er arbeitete als Fachberater für chinesische Literatur bei Kindlers Literatur-Lexikon und ist freier Übersetzer sowie wissenschaftlicher Mitarbeiter am Sinologischen Seminar der Universität Bonn.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Marc Hermann

Cover des Buches Die Sternennacht (ISBN: 9783905816693)

Die Sternennacht

 (32)
Erschienen am 01.11.2017
Cover des Buches Spiegel (ISBN: 9783453319127)

Spiegel

 (37)
Erschienen am 09.10.2017
Cover des Buches Der Klang der Farben (ISBN: 9783905816846)

Der Klang der Farben

 (24)
Erschienen am 13.03.2019
Cover des Buches Der blaue Stein (ISBN: 9783905816839)

Der blaue Stein

 (20)
Erschienen am 13.03.2019
Cover des Buches Das Kino des Lebens (ISBN: 9783905816853)

Das Kino des Lebens

 (19)
Erschienen am 13.03.2019
Cover des Buches Weltenzerstörer (ISBN: 9783453319257)

Weltenzerstörer

 (26)
Erschienen am 13.08.2018
Cover des Buches Die wandernde Erde (ISBN: 9783453319240)

Die wandernde Erde

 (17)
Erschienen am 14.01.2019
Cover des Buches Im Laufschritt durch Peking (ISBN: 9783833305993)

Im Laufschritt durch Peking

 (18)
Erschienen am 02.09.2009

Neue Rezensionen zu Marc Hermann

Cover des Buches Botschafter der Sterne (ISBN: 9783453424692)B

Rezension zu "Botschafter der Sterne" von Baoshu

Fan-Fiction
Buchdingvor 14 Tagen

Dieser Roman ist eine Fan-Fiction, wie man bereits im Vorwort erfährt. Hier erklärt der Autor , dass er sich nicht damit abfinden wollte, dass die von ihm so geliebte Trisolaris-Reihe mit Jenseits der Zeit ein Ende gefunden hatte. Deshalb begann er damit, die Geschichte um einige der Romanfiguren weiter zu erzählen. Diese Geschichte veröffentlichte er im chinesischen Internet und  erhielt viel positive Resonanz. Dadurch angespornt, schrieb er den kompletten Roman - Botschafter der Sterne, welcher erstmals 2011 auf chinesisch erschienen ist.

Ich muss zugeben, dass mich die Aussicht auf eine Fan-Fiction nach dem Lesen dieses Vorworts nicht besonders begeistert hat. Immerhin sollte dieser Roman eine Reihe fortsetzen, die mich auf Grund ihrer Komplexität und Brisanz in gesellschaftlicher, philosophischer und zukunftsvisionärer Hinsicht restlos begeistert hatte. 

Die ersten ein- bis zweihundert Seiten ließen mich jedoch hoffen, dass dieses Fan-Fiction-Werk und zudem der Erstling des Autors, gar nicht so schlecht werden würde.

Yun Tianming, der Mann dessen Gehirn in Band 3 ins All geschickt wurde in der Hoffnung, dadurch mit den Trisolariern kommunizieren zu können, erzählt hier nämlich seine Geschichte. Er berichtet über seine Zeit bei den Trisolariern und man erfährt, was er und Ai 艾 AA auf Planet Blau erleben, nachdem dieser zu einer schwarzen Domäne geworden ist. 

Ich fand die geschilderten Ereignisse und deren Verknüpfung mit  der Geschichte von Liu Cixin recht gelungen und durchaus unterhaltsam. 

Leider änderte sich das jedoch ab einem bestimmten Zeitpunkt - nämlich dem an dem Baoshu enthüllt, wie die Trisolarier aussehen und was sie eigentlich sind. Ich persönlich fand das sehr schade, denn Liu Cixin hat das eigentliche Wesen dieser Spezies in seinen Romanen nie enthüllt und das wahrscheinlich auch nicht ohne Grund. Vielleicht weil wir mit unserem menschlichen Verstand gar keine Vorstellung davon entwicklen können, welche Art von Leben sich in den Weiten des Alls geformt haben könnte.

Baoshu hat den Trisolariern nun eine Gestalt verliehen - keine sehr detaillierte aber trotzdem eine, die sich ein menschlicher Verstand ausgedacht hat und die somit natürlich auf etwas basiert, was wir schon kennen.

Danach entwickelte sich die Geschichte in eine Richtung, in der ich sie kaum noch nachvollziehen konnte. Es gibt nämlich keine wirkliche Handlung. Man bekommt erzählt, was mit dem Universum passiert ist und was noch passieren wird. Hierzu gebe ich mal die Stichworte Dimensionsreduktion und Dimensionsumkehr, mit denen Trisolaris-Fans sicher etwas anfangen können. 

Es werden Wesenheiten eingeführt, die über unbegrenzte Macht verfügen, die der Ursprung unseres Universums sind und doch die Hilfe von Yun Tianming benötigen. 

Milliarden von Jahren werden rückwärts und vorwärts erzählt und dabei völlig abstrakte Szenarien konstruiert. Ich habe dann irgendwann den Anschluss und auch das Interesse verloren und einfach nur weitergelesen, weil ich doch noch wissen wollte, welche Seite gewinnt.

Eine Geschichte, die sich über einen Zeitraum von 11 Milliarden Jahren erstreckt, mit kaum mehr als 5 Protagonisten auf 388 Seiten zu erzählen, ist ein gewagtes Experiment. In meinen Augen ist es leider gescheitert. Nach den ersten 200 Seiten besteht der Roman hauptsächlich aus nicht wirklich vorstellbaren Beschreibungen von fünf bis zehndimensionalen Universen, Kriegen zwischen allmächtigen Wesen und philosophischen Exkursen zum Thema Vergänglichkeit oder Stillstand. 

Ein paar der Figuren aus Jenseits der Zeit treten auch in Erscheinung, jedoch hatte ich hier stark den Eindruck, dass der Autor eine davon überhaupt nicht mochte und sie deswegen wie eine Idiotin da stehen lässt, eine andere aber offenkundig bevorzugte und ihr das Aussehen einer japanischen Pornodarstellerin verpasste (die es wirklich gibt).

Was mir übrigens trotz allem gut gefallen hat, war der wirklich schöne und teils recht poetische Schreibstil des Autors.

Das bringt mich jetzt in eine Zwickmühle. Einerseits ist der Roman nicht so furchtbar schlecht, dass ich ihn verreißen möchte, andererseits erfüllt er bei weitem nicht die Erwartungen, die ich an einen von Liu Cixin autorisierten Trisolaris-Roman hatte. 

Ich kann somit keine konkrete Empfehlung abgeben. Ein zusätzliches Problem bei dem Roman ist , dass er nicht ohne die Kenntnis der kompletten Trisolaris-Reihe gelesen werden kann. Wer diese Reihe jedoch komplett gelesen hat, ist wahrscheinlich wie ich, ziemlich begeistert davon und hat somit entsprechende Erwartungen an eine Fortsetzung. Ihr seht das Dilemma?

Ich kann nur sagen, wer sich traut, soll es einfach probieren. Der Roman ist lesbar aber verlangt einem so ziemlich alles ab - angefangen bei Gehirnyoga bis hin zu völliger religiöser Hingabe. 


Kommentieren0
Teilen
Cover des Buches Weltenzerstörer (ISBN: 9783453319257)C

Rezension zu "Weltenzerstörer" von Cixin Liu

Der Weltenzerstörer kommt!
CosmoKramervor 4 Monaten

Die Menschheit geht unter. Ein aus dem Weltraum auftauchender Kristall offenbart den Menschen das ein gigantisches mehrere tausend Kilometer langer, Planeten verschlingender Zerstörer auf dem Weg zur Erde ist um deren Ressourcen und Leben zu verschlingen. Ein Vorbote bereitet die Menschen dann über ein Jahrhundert lang auf ihr Ende vor. Es ist ein Ende das sich keiner vorstellen will, oder am Ende doch?

Es sind die Regierungschefs die gemeinsam mit einem Menschenähnlichen Wesen zusammenarbeiten müssen. Allen voran ein Kommandant,, der das Schicksal der ;Menschheit gegenüber dem Weltenzerstörer vertritt. 


Es ist ein kurzes, kleines Buch. Es ist eine Novelle von nur 71 Seiten. Das Buch selber ist aber 122 Seiten lang. Das liegt daran das das ganze Buch in die länge gezogen wurde. 

Da gibt es ein Glossar was sehr sinnvoll ist. Fachbegriffe aus der Geschichte werden hier erklärt. Danach kommt eine Abhandlung über chinesische Science-Fiction. Ist Okay. Und dann gibt es noch eine Abhandlung über chinesische Schrift und deren Aussprache, Warum?  Und auch die Leseprobe aus einem anderen Buch Lius ist nicht spannend. 

Somit wird das Buch überteuert verkauft. Ich hab es aus der Bücherei ausgeliehen. 

Die Sprache ist gewöhnungsbedürftig. 

Die Charaktere sind aufgrund der kürze nur oberflächlich beschrieben. Der Kommandant fügt sich schnell in sein Schicksal auch wenn er versucht zu kämpfen. 

Der Bote des Zerstörers trägt den Namen Beiser. Ein wenig komisch klingt der Name ja schon. Es klingt nicht sehr kreativ. Ansonsten hat man noch die Regierungschef und die Menschheit der Erde.

Die Geschichte hat interessante Momente jedoch wird alles aufgrund der kürze (Novelle) schnell abgehandelt. Das Ende birgt eine Überraschung  mit der nicht zwingend zu rechnen war. 

Alles in allem lässt sich das Buch in einem Rutsch lesen. Kann man muss man aber nicht. 

Kaufen würde ich mir dieses Buch nicht. Wer es unbedingt braucht darf es aber tun. Ansonsten ist hier die Bücherei die erste Anlaufstelle denn die Veröffentlichungspolitik ist dem Kunden gegenüber nicht ganz fair.





Kommentieren0
Teilen
Cover des Buches Der erste Kaiser (ISBN: 9783905816822)M

Rezension zu "Der erste Kaiser" von Uen Chen

Erzählungen der Geschichte in Bildern
mamabaer1avor 5 Monaten

Dieser Band im Großformat und mit über 500 Seiten ist wirklich etwas Besonderes.

Dabei ist der Aufbau der Bücher dieser Reihe gleich. In unserer bereits gewohnten Leserichtung (also von hinten nach vorne *zwinker*) kommen erst einmal alle Geschichten in Deutsch. In der zweiten Hälfte kannst du dir dann noch einmal alles im Original, also chinesisch ansehen.

Wobei der Marc Hermann extra darauf hinweist, das die Übersetzung nicht wortgetreu sondern in unsere Umgangssprache erfolgt ist.

.

Der Stil wechseln in diesem Manhua von klaren, kräftigen und sehr detaillierten Zeichnungen  zu grob umrissenen, nur schemenhaft angedeuteten Situationen. Dabei werden besondere Augenblicke aussagekräftig hervorgehoben. Ein besonderer Fokus wird hier auf die Haltung und die Gesichter gelegt. Dies lies mich die Brutalität und Aggressivität in vielen Augenblicken, fast körperlich spüren. 

.

Der Manhuas selbst befassen sich jeweils mit einer Zeitepoche und gibt aus dieser Zeit, Erzählungen und Sagen wieder. Wobei auch hier, Marc Hermann noch einmal darauf hinweist, dass vieles auf natürliche Art, mit der Zeit, ausgeschmückt wurde.

.

Mit Abstand am besten hat mir die Erzählung von Li Mu, aus dem Band „Der erste  Kaiser“ gefallen. Als er in einer ausweglosen Situation sich seelenruhig hinsetzt und anfängt einen Witz zu erzählen. Doch noch mehr war ich über das Ende des Witzes überrascht und schockiert.

Kommentieren0
Teilen

Gespräche aus der Community

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 1 Bibliotheken

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks