Marc Hofmann Alles kann warten

(17)

Lovelybooks Bewertung

  • 15 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 15 Rezensionen
(2)
(10)
(5)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Alles kann warten“ von Marc Hofmann

Paul ist Anfang 40 und Lehrer. Ein Haus, einen Garten, eine Familie hat er auch. Doch irgendwo zwischen Beruf und Alltag hat er sich selbst verloren. Als seine Mutter ihm klarmacht, dass nicht mehr viel Zeit bleiben wird, um endlich den Streit mit seinem Vater beizulegen, ergreift ihn schlagartig das Gefühl etwas ändern zu müssen. Zusammen mit seinen Kumpels aus Kindheitstagen Robert und Immel macht er sich auf den Weg in die alte Heimat. Ihr eigentliches Ziel verlieren die drei Freunde aber schnell aus den Augen, denn nicht nur Paul stellt sich die Frage, ob er eigentlich das Leben lebt, das er immer leben wollte. Robert, der Arzt und egoistische Workaholic, vernachlässigt alle, die ihm nahestehen. Und Immel, der Lebenskünstler, verweigert sich jeder Verpflichtung und lebt noch immer wie ein Teenager. Alle drei stürzen sich in ein Abenteuer nach dem nächsten, lassen ihre gemeinsame Leidenschaft für Popmusik und Alltagsweisheiten hochleben und genießen es in vollen Zügen, sich endlich mal wieder frei zu fühlen. Doch am Ende der Reise muss sich jeder der drei Männer die Frage stellen: Kann man ein Leben, das man einmal aus der Hand gegeben hat, wieder zurückholen?

Ein Pop-Roman für Mittvierziger in der Midlife-Crises. Ein handfester Männer-Roadtrip, mit viel Alkohol, Frauen und ernsten Gesprächen.

— Buchstabenliebhaberin
Buchstabenliebhaberin

Ein Männer-Roadtrip der besonderen Art

— camilla1303
camilla1303

Ein vergnüglicher Roadtrip von drei Männern auf der Suche nach sich selbst.

— Ammerbucher
Ammerbucher

Etwas weniger Party und Kontrollverlust hätten der Geschichte gut getan.

— seschat
seschat

Die Geschichte ist rasant, viel Abwechslung und man will stets wissen, wie es weitergeht.

— MarkusRobinigg
MarkusRobinigg

Ein tiefsinniger Männerroman mit einer extra Portion Humor.

— Lessayr
Lessayr

Eine verrückte Geschichte, mitten aus dem Leben.

— Monice
Monice

Ein Roadtrip für Männer. Drogen‚ Alkohol, Party, Sex, Schlägereien, Glücksspiel und Musik. Diese Dinge „brauchen“ sie

— Gelinde
Gelinde

Männer auf den unterschiedlichsten Abwegen ist durchaus ein Buch mit enormen Tiefgang, auch wenn der erste Anschein ein anderer ist

— Gudrun67
Gudrun67

Stöbern in Romane

Das Glück meines Bruders

Wortreicher Ausflug in die Vergangenheit

Charlea

Das Vermächtnis der Familie Palmisano

ich mochte es nicht, zuviele Namen, Orte, und Details. Erzählstil sehr anstrengend

sabrinchen

Der Tag, an dem wir dich vergaßen

Unterhaltsam und gut geschrieben, aber teilweise auch recht vorhersehbar.

ConnyKathsBooks

Die Geschichte der getrennten Wege

Man muss es wirklich gelesen haben!

mirabello

Töte mich

Dekadente und skurrile Geschichte um eine verarmte Adelsfamilie

lizlemon

Wer dann noch lachen kann

Ein erschütterndes, beklemmendes und auch grandioses Werk über Gewalt, Schmerz und vor allem über das Schweigen.

killmonotony

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Alles kann warten

    Alles kann warten
    Schnutsche

    Schnutsche

    11. October 2016 um 00:32

    ~Erster Satz~Robert sitzt bereits auf der Treppe und wartet auf mich.~Meine Meinung~Ja, was soll ich über dieses Buch sagen?! Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut.. Das Cover fand ich von Anfang an sehr ansprechend, mit der Berlinkulisse und dem Pfeil, der auf die drei Jungs in ihrem Wagen zeigt. Lustige Idee. Ich liebe außerdem Berlin und ich mag Roadtrips, ebenso wie die Vorstellung, wie sich drei Kumpel von früher zusammen tun und eben einen solchen machen. Kann doch eigentlich nur lustig sein. Ja, lustig war es auch an vielen Stellen. An anderen Stellen, war die Geschichte allerdings sehr realitätsfern und unwahrscheinlich. Zeitweise hat Immel mich zu Tode genervt und ich habe nicht verstanden wie die anderen beiden so cool bleiben können. Naja, was außerdem nicht mein Fall war: Drogen und Fremdgeherei... UND das Ende, das nach der ewig langen Fahrt so abrupt da war und vor allem vorbei war, dass ich dachte: Äh?! Ernsthaft jetzt?! Ich habe ca in der Mitte des Buches eine längere Lesepause machen müssen, weil ich keine Lust mehr hatte weiter zu lesen, eben wegen den beiden oben genannten Themen, dabei ließ sich das Buch an sich richtig gut und schnell lesen. Ich mag den Schreibstil und die Beklopptheit der drei Typen. Mir hat außerdem gut gefallen, dass hier sehr, sehr viele Lieder und Zitate aus Liedern erwähnt werden, die vom Text her zu den jeweiligen Situationen oder Emotionen passen. Also es hat wirklich größtenteils Spaß gemacht das Buch zu lesen. Von mir gibts drei Sterne. :)

    Mehr
  • Ausbruch aus dem Alltag

    Alles kann warten
    Buchstabenliebhaberin

    Buchstabenliebhaberin

    30. April 2016 um 09:42

    Marc Hofmann macht hier einen Spagat zwischen skurriler Komödie und ernsthafter Auseinandersetzung in der Lebensmitte. Das Skurrile war mir eindeutig zu viel, zu viele schöne, willige, intelligente junge Frauen, die nur auf diese Berliner Altherrenrunde gewartet haben, um sich vernaschen zu lassen. Zu viele Dorfproleten, die den hippen Großstadtjungs das alkohol- und drogenvernebelte Hirn polieren wollen. Für mich zu plakativ, zu drüber. Braucht es das, um wieder zu Sinnen zu kommen, sein Leben zu reflektieren, oder würden intelligente Cosmopoliten sich nicht eher gepflegt auf ein teures Glas Rotwein treffen und bei einem guten Essen ihre Job- und Eheprobleme zu besprechen? Vielleicht auch ein Jungswochenende auf einem Festival, wo sie feststellen, dass sie das sich im Matsch wälzen wohl besser den Anfang Zwanzigjährigen überlassen. Paul soll seinen kranken Vater in Freiburg besuchen. Paul, Anfang Vierzig, Lehrer, Ehemann, Vater, ist nicht wohl bei dem Gedanken. Zur Sicherheit packt er sich seine zwei besten Kumpel aus Kindertagen ein und begibt sich mit dem Leistungsverweigerer und Künstler Immel und dem angehenden Chefarzt Robert auf eine ordentliche Sauftour Richtung Schwarzwald. Mit vielen Umwegen. Der Roman ist ein lebendiger Rückblick in die vergangenen Jahre der heutigen Mittvierziger, in eine Jugend mit reaktionären Eltern, Leistungsdenken, ohne Computer und Handys, eine Zeit voller Träume und Hoffnungen. Eine Bestandsaufnahme von drei Bruce Springsteen-Fans,die zusammen mit ihrem Idol alt geworden sind. Ein Schwelgen in Erinnerungen, das Spaß macht. Den Teil mit der Auseinandersetzung der eigenen Geschichte, der Unterschiedlichkeit der drei Charaktere hat mir gut gefallen. Jeder geht anders mit seinen Ängsten um, aber als Freundestrio sind sie unschlagbar. Ein Buch über die Macht der Freundschaft, darüber, dass echte Freunde einem sagen sollten, wenn etwas in Schieflage gerät. Die auch verzeihen können, oder großzügig drüber hinweg sehen, weil niemand eine weiße Weste hat. Mein Fazit: Vielleicht mag Marc Hofmann sich beim nächsten Roman eindeutiger für ein Genre entscheiden? Komödie oder Roman mit Tiefgang, er kann beides.

    Mehr
  • Leserunde zu "Alles kann warten" von Marc Hofmann

    Alles kann warten
    Milford

    Milford

    Liebe Lovelybooks-Community, ich möchte interessierte Leser zu einer Leserunde über meinen neuen Roman ´Alles kann warten´ einladen. Es ist eine Roadtrip-Geschichte um drei alte Jugendfreunde um die 40, die eine Fahrt von Berlin (ihrer neuen Heimat) in den Schwarzwald (ihre alte Heimat) unternehmen, weil der Erzähler von seiner Mutter mit dem Satz ´Komm bevor es zu spät ist´ mysteriös dazu aufgefordert wird. Während der Fahrt kommt es nun zu etlichen Tubulenzen, die dafür sorgen, dass sie nicht einen Tag, sondern eine Woche dauert und natürlich passiert auch mit den Freunden selbst eine Menge. Sie alle (oder zumindest zwei von ihnen) steigen anders aus als sie eingestiegen sind. Dazwischen gibt es eine Menge Popmusik, philosophische Diskurse oder einfach nur postpubertäres Gequatsche, so genau weiß man das nicht, Sex und surreale Begegnungen. Der bayrische Kabarettist, Autor und Liedermacher Hannes Ringlstetter hat darüber gesagt: „Dieser Marc Hofmann schreibt manchmal sanft, manchmal rauh, manchmal nimmt er richtig Fahrt auf, manchmal bremst er hinein in die Lakonie. Ein Roman wie ein Bruce Springsteen Song!“ Die Bewerbung für die Leserunde dauert bis Ende März, es gibt 20 Exemplare dafür. Ich würde mich Interesse daran mächtig freuen. Hier geht es zu meiner Homepage, da gibt es Bilder, Videos und Infos darüber, was ich sonst so mache: www.marchofmann.net Bitte schreibt mir auf jeden Fall Fragen zum Buch oder darüber hinaus, ich versuche so oft es geht mitzumachen, es kann aber auch immer mal ein paar Tage dauern, weil es noch einen Hauptberuf gibt und Auftritte/Lesungen und eine Familie und so. 

    Mehr
    • 179
  • Ein Männer-Roadtrip der besonderen Art

    Alles kann warten
    camilla1303

    camilla1303

    25. April 2016 um 16:14

    Paul, Robert und Immel, 40-jährige, beste Freunde aus Kindertagen machen sich gemeinsam auf den Weg von Berlin in den Schwarzwald, der alten Heimat. Auf dem Weg dorthin treffen sie auf einige Hindernisse und Umwege, die sie bewältigen müssen. Jeder der drei Männer findet auf dieser Reise sich selbst und wird dabei von den Meinungen der Anderen nicht verschont. . Die drei Männer lassen auf der Fahrt ihr Leben Review passieren und reflektieren ihre eigenen Handlungsweisen.Die Musik aus den 80er Jahren und verschiedene Zitate aus Filmklassikern spielen dabei eine wichtige Rolle. Mir persönlich gefallen die englischen Textpassagen und vielen Liedzeilen und Filmzitate gut, ich kann mir aber auch vorstellen, dass das Buch für Leser, denen der Bezug und Zugang zur Musik der 80er fehlt, zeitweise langweilig erscheint und einzelne Leseabschnitte so schwer zu lesen sind. Der Schreibstil des Autors, Marc Hofmann, ist sehr locker und durch die kurzen Kapitel kann man das Buch sehr zügig lesen, ohne aus dem Lesefluss zu kommen. Die einzelnen Ereignisse werden aber oft überspitzt dargestellt, was den Männer-Roadtrip ausmacht.

    Mehr
  • Rasant, witzig und tiefgründig

    Alles kann warten
    selda

    selda

    21. April 2016 um 08:27

    Eigentlich will Paul nur von Berlin aus in den Schwarzwald fahren, um seinen Vater zu treffen. Seine beiden Freunde Robert und Paul sind sofort bereit, ihn zu begleiten. So machen sich ein Lehrer, ein Chirurg und ein Künstler- alle um die vierzig- auf den Weg in ihre alte Heimat.  Ihr Weg ist gepflastert von Verführungen jeglicher Art und einer nach dem anderen verlässt seinen eingetretenen Pfad. Ihre hochpolierten Panzer brechen auf und längst vergessene (unterdrückte)Träume und Gefühle bahnen sich ihren Weg an die Oberfläche. Dieser Roadtrip hat seinen eigenen Soundtrack. Musik spielt eine große Rolle in dieser Geschichte. Das Buch ist voller Referenzen an Lieblingsbands und Tracks, Filme und Literatur- wenn man sich darauf einlässt, spürt man das Lebensgefühl der drei ganz intensiv. Alle drei stellen sich die großen Fragen, die wohl jeder in der Lebensmitte kennt: Bin ich der, der ich sein will? Wie soll mein Leben in den nächsten Jahren aussehen? Was ist aus meinen Träumen geworden? „Nicht zu sehr abschlaffen als Erwachsener, nicht die alten Zeiten glorifizieren, weil nichts mehr passiert im Leben, kein zynischer Arsch werden, nicht zu viele Kompromisse leben, nicht zu viele Träume abheften in die Ordner mit den Versicherungen und Kontoauszügen.“ ( Seite 233) Marc Hofmann erzählt kraftvoll und voller Gefühl. Die Geschichte ist rasant und witzig, liest sich leicht und hat genug Tiefgang, um im Kopf zu bleiben- kurz: eine sehr gelungene Mischung.  Mir hat es großen Spaß gemacht, die Männergespräche zu „belauschen“. 

    Mehr
  • Ein witziger Roadtrip mit Tiefgang

    Alles kann warten
    Ammerbucher

    Ammerbucher

    19. April 2016 um 12:16

    Der Anfang 40 jährige Paul macht sich mit seinen zwei Schulfreunden Immel und Robert auf den Weg von Berlin in den Schwarzwald. Paul soll nach Hause kommen und mit seinem Vater reden, bevor es zu spät ist. Die Reise der drei Freunde gerät zu einem Entdeckungstrip mit Ab- und Umwegen und stellt sie vor die Frage: Lebe ich eigentlich das Leben, das ich leben will? Der Autor Marc Hofmann schreibt diesen Roadtrip mit viel Humor und Einfühlungsvermögen. Die Dialoge der drei sind schlagfertig und witzig und zum mitlachen und entlarven dabei doch viel von den inneren Zweifeln und Gedanken. Die Charaktere sind sehr unterschiedlich und dabei gleichermassen gut getroffen und sympathisch, der Schreibstil ist einfach und flüssig. Es gibt sehr viele Anmerkungen zu Musik und Filmen vor allem der 80 er Jahre. Wer diese nicht kennt, tut sich möglicherweise schwerer, da es den Lesefluss hemmt, andererseits lädt es ein, per Youtube auf Entdeckungsreise zu gehen. So war es jedenfalls bei mir, und ich hatte einen Riesen Spass dabei. Insgesamt ein Buch mit viel Witz und Tiefgang, dass einem vergnügliche Lesestunden bereitet.

    Mehr
  • Drei Männer auf der Suche

    Alles kann warten
    Simi159

    Simi159

    19. April 2016 um 09:12

    Männer, die in den mittleren Jahren 40+, geraten ja schon mal ins Grübeln über sich, ihr Leben und den Rest. So ist es auch hier in "Alles kann warten" von Marc Hofmann. Drei Männer aus Berlin, machen sich auf den Weg in ihre alte Heimat den Schwarzwald, denn der Vater von Paul scheint im Sterben zu liegen, und Pauls Mutter meint er solle sich beeilen.... Und so fährt Paul, mit Immel und Robert seine besten Freunden seit der Schulzeit los. Nur so recht beeilen tun sich die drei nicht, denn Ihnen ist alles Recht, was an Ablenkungen ihren Reiseweg kreuzt. Dank oder gerade wegen Immel, der so manche Katastrophe auslöst, erleben die drei den Trip ihres Lebens. Fazit: Da sind drei sehr liebenswerte Charaktere unterwegs. Immel ist zwar der Pubertät nicht so recht entwachsen und löst durch seine undurchdachten Worte und teilweise Taten manche Katastrophe aus. Paul und Robert sind dafür zwar im Handeln und denken erwachsener, erkennen dennoch nicht die Hinweise des Schicksals/Lebens, die ihnen auf dem Silbertablett mit dem Holzhammer serviert werden, sondern alles was sie machen, ist weiter fliehen.... Sind Männer Ü-40 so? Jain, wäre meine persönliche Antwort, es gibt die, die immer fliehen, doch es gibt auch andere. Und die Charakter von Paul und Robert sind für mich so angelegt, dass sie sich dem Leben, egal -was es für sie parat hat-, stellen. Nur Immel erscheint mir noch so richtig auf der "Suche" zu sein, und wäre damit der typisch ich laufe immer weg Typ. Ob und wie alle drei den für sich richtigen Weg finden, will ich hier nicht verraten, denn bekanntlich "Kann Alles warten", und wer Antworten will muss lesen. Denn gelesen werden sollte dieses unterhaltsame, locker-leicht geschriebene Buch. Dessen Inhalt und Geschichte der Autor Marc Hofmann mit einem ungewöhnlichen Soundtrack, der 80er + 90er Jahre durchzogen und garniert hat. Von mir gibt es für dieses musikalische Roadmovie 4 STERNE.

    Mehr
  • Männerabentuertrip in Deutschland

    Alles kann warten
    seschat

    seschat

    19. April 2016 um 09:07

    INHALT Die drei Freunde Paul, Robert und Immel gehen noch einmal auf große Fahrt. Nachdem der 40-jährige Lehrer Paul von seiner Mutter gebeten wurde, doch noch einmal seinen Vater in Freiberg aufzusuchen, bevor dieser stürbe, holt er seine Best Buddies mit ins Boot und fährt in Berlin los; emotionale Altlasten und Midlife-Crisis-Symptome inklusive. MEINUNG Marc Hoffmanns Debüt "Alles kann warten" ist ein rasanter und gleichzeitig immens nostalgischer Roman. Die drei Protagonisten Immel, Paul und Robert könnten unterschiedlicher nicht, doch alle eint die gemeinsame Schulzeit, die Vorliebe für Bruce Springsteen und das angespannte Vater-Sohn-Verhältnis. Während Robert, 42 und erfolgreicher Arzt an der Berliner Charité, gerade an der zerbrochenen Beziehung mit Krankenschwester Kathrin laboriert, scheint der 40-jährige Lebenskünstler Immel noch immer nicht erwachsen geworden zu sein und nur Flausen im Kopf zu haben. Im Gegensatz dazu mutet Pauls geordnetes Leben mit Familie, festem Einkommen und Haus eher spießig an. Doch gerade Paul hadert mit sich und seiner Langzeitbeziehung zu Alex. Man kann also festhalten, dass alle drei mehr oder weniger mit der Midlife-Crisis zu kämpfen haben. Im Laufe der abwechslungsreichen Handlung lassen sich die drei Herren immer mehr treiben und verlieren dabei fast ihr Reiseziel, Pauls Elternhaus, aus den Augen. Ob actionreiche Verfolgungsjagd mit Hooligans, Indiekonzert oder Tankbetrug, die drei Freunde lassen nichts aus. Sicherlich hatte ich im Vorhinein mit feuchtfröhlichen Partys gerechnet, da es nun einmal ein reiner Männertrip ist, aber dass diese Art der Freizeitgestaltung derart aus dem Ruder laufen würde, ist mir nicht bewusst gewesen. Hier wären weniger Drogen und Seitensprünge eindeutig mehr gewesen, denn irgendwie fehlte das Maß. Und erwachsen konnte man diese drei Herren dann auch nicht mehr nennen. Nichtsdestotrotz beinhaltete der Plot auch leise und melancholische Töne, die überzeugen konnten. Hierbei ging es vorwiegend um Kindheits- und Jugenderinnerungen, die vom Autor mit allerlei Musik- und Filmhighlights aus den Achtzigern gewürzt wurden. Befand man(n) sich nicht gerade im Delir, wurde Nostalgie großgeschrieben. Sprachlich kann man Hoffmann nichts vorwerfen. Im Gegenteil, sein Stil ist flüssig, humorvoll und kreativ. Letzteres belegen beispielsweise die Wortbildungen „Generation Umhängetasche“ und „Nahrungssimulationen“. Nicht nur einmal musste ich über diese sprachlichen Volltreffer voller Situationskomik lachen. FAZIT Solider Männerroman mit viel Sprachwitz und zu wenig „sinnreicher“ Handlung.

    Mehr
  • Roadtrip in Deutschland

    Alles kann warten
    Alex1309

    Alex1309

    15. April 2016 um 14:02

    Der Schreibstil ist flüssig und die kurzen Kapitel haben mich das Buch schnell zu Ende lesen lassen. Ich habe mich durchweg gut unterhalten gefühlt und hatte Spaß beim Lesen des Buches. Die Hauptakteure des Buches waren gut beschrieben, so dass ich das gesamte Buch über ein klares Bild vor Augen hatte. Die Handlung war so erzählt, dass ich immer wissen wollte wie es weitergeht und es interessant blieb, wenn auch manche Passagen für mich zu übertrieben dargestellt waren. Alles in Allem ein für mich gutes Buch und es hat Spaß gemacht es zu lesen.

    Mehr
  • „Ist das Leben nicht tatsächlich das, was passiert, während man Pläne schmiedet?“

    Alles kann warten
    bookrauhl

    bookrauhl

    13. April 2016 um 14:29

    Der 40-jährige Paul wird von seiner Mutter auf eine Reise von Berlin in seine Heimat, dem Schwarzwald, geschickt, um sich mit seinem Vater auszusprechen. Robert und Immel, seine ältesten Freunde, mit denen er die komplizierte Vater-Sohn Beziehung teilt, begleiten ihn und so beginnt ein Road-Trip mit Komplikationen, Musik, philosophischen Weisheiten und anderer seltsamer Erscheunungen, wie eine Begegnung mit zornigen Skinheads und Frau Bold, die sich als selbsternannte Psychologin erklärt, wobei sie eigentlich „nur“ zu der Autoversicherungsstelle gehört. Der neuerschienene Roman „Alles kann warten“ von Marc Hofmann, im Conbook Verlag erschienen, ist eine Geschichte voll Humor, tiefsinnigen Dialogen und Gedanken. Er beschäftigt sich zunehmend mit der Frage: „Lebe ich eigentlich das Leben, das ich leben will?“, und stellt die Seiten und Gedanken einer Generation dar. Die Musik der 80er sowie Filmzitate spielen außerdem eine wichtige Rolle und Marc Hofmann beherrscht es, Songtexte und die damit verbundenen Gefühle in die Geschichte einzubauen. Er schreibt intim und direkt über Drogen, Prostitution und Alkohol, bringt aber trotz diesen Fakten Sympathie in die Charaktere. Der Autor schrieb zudem in der Leserunde, dass diese Faktoren die Situation, in der sich die drei Männer befinden, verdeutlichen soll. Die Protagonisten beschäftigen sich mit dem Überdenken ihrer eigenen Vergangenheit und reflektieren ihre individuellen Entscheidungen. Marc Hofmann beschreibt diese locker und detailliert, sodass viele Handlungen nachvollziehbar werden. Mir persönlich hat das Buch gut gefallen. Das einzige Problem, das ich dabei hatte, war die Identifizierung, was aber nicht an dem Buch liegt, sondern nur an meinem Alter. Ich bin 19 und somit Teil einer ganz anderen Generation. Trotzdem fand ich es interessant und auch amüsant zu lesen und vor allem die jeweilige Musik, die ich mir dann auch angehört habe, ist bei mir hängengeblieben und die Vorurteile, die ich vor dieser Generation hatte, wurden vertrieben. Der Roman ist sehr schnell und leicht zu lesen und sowohl Tiefsinnigkeit als auch Humor werden nicht zu kurz gehalten. Ich kann es vor allem denjenigen empfehlen, die mehr über die Generation der 80er erfahren möchten, ansonsten kann ich mir vorstellen, dass dieser Roman vor allem für die Jugend dieser Zeit eine schöne und amüsante Erfahrung sein kann.

    Mehr
  • Rasante Geschichte

    Alles kann warten
    MarkusRobinigg

    MarkusRobinigg

    13. April 2016 um 09:30

    Eine spannende und abenteuerliche Reise von 3 Freunden in den 40ern.  Während des Roadtrips entblößt sich immer mehr ein Seelenstrip von Robert, Paul und Immel. Die Charaktere sind unterschiedlich und gut gewählt, die Musik verbindet sie, obwohl sie sehr gegensätzlich sind.Die Roadstory fährt voran, sehr gut, die Szenen sind kurzlebig und es ist Bewegung drinnen. Mir gefällt die Reise, unerwartete Wendungen, die Charaktere krachen aneinander, merken aber, dass der Reibungspunkt eigentlich nicht nur mit dem Freund etwas zu tun hat, sondern auch sehr viel mit der eigenen Persönlichkeit.Das ist gut so, denn das regt womöglich auch den Leser an, einmal über sich selbst nachzudenken. Koffer packen und los geht´s! Resümee: Die Geschichte ist rasant, viel Abwechslung und man will stets wissen, wie es weitergeht. Wenn es zu einer Fortsetzung kommt, dann werde ich mir das nächste Buch auch kaufen!

    Mehr
  • Was kann heutzutage noch warten?

    Alles kann warten
    Lessayr

    Lessayr

    12. April 2016 um 13:09

    Der Roadtrip-Roman  „Alles kann warten“ von Marc Hofmann erschien im Januar 2016 im Conbook Verlag. Die drei 40-jährigen Hauptprotagonisten Paul, Immel und Robert begeben sich gemeinsam auf eine Reise in Ihre Heimat im Schwarzwald, nachdem Paul die Nachricht „Komm nach Hause bevor es zu spät ist“ von seiner Mutter erhält. Die Fahrt von Berlin in den Schwarzwald  entwickelt sich zu einem mehrtägigen Roadtrip, auf dem die drei Charaktere mit vielen unvorhergesehenen Ereignissen konfrontiert werden und so manchen Umweg einschlagen müssen. Begleitet werden die drei Männer telefonisch von Frau Bold, der Versicherungsangestellten von Paul, die zu jeder Situation einen passenden Spruch auf Lager hat. Die Musik aus den 80er Jahren und verschiedene Zitate aus Filmklassikern spielen eine wichtige Rolle im Roman. Hier birgt die Geschichte ein großes Identifikationspotenzial für die Generation Ü40. Ein weiteres zentrales Thema ist die Reflexion der persönlichen Vergangenheit und individueller Entscheidungen.Der Schreibstil von Marc Hofmann ist locker. Sein Roman liest sich flüssig und schnell. Durch die detaillierten Beschreibungen lassen sich die Protagonisten und die Handlungen gut vorstellen. Das Buch regt einen zum Überdenken seiner eigenen Vergangenheit an und zu getroffenen Entscheidungen. Die vielen Musikauszüge aus den 80er Jahren können sich nachteilig auswirken, wenn der persönliche Bezug zu dieser Zeit fehlt. Des Weiteren ist die Handlung vereinzelnd übertrieben dargestellt. Insbesondere bei den vielen Alkohol- und Drogenmissbräuchen. Der Autor schrieb in der Leserunde, dass dies zur Verdeutlichung der Situationen dient, in denen sich die Männer befinden. Mein Fazit: „Alles kann warten“ ist ein tiefsinniger Männerroman mit einer extra Portion Humor.

    Mehr
    • 2
  • Der Selbstfindungstripp....

    Alles kann warten
    Monice

    Monice

    12. April 2016 um 11:24

    Alles Kann warten von Marc Hofmann, ein Buch mit viel Humor und Witz. Mir hat es sehr viel Spaß bereitet zu lesen wie die drei Männer von einem Schlamassel in das nächste Rutschen, mitten drin versuchen sich selbst zu finden oder das was sie gern sein wollen. Lesen mit lachen und Kopfschütteln, so soll es sein.   Zum Inhalt: Paul bekommt einen Anruf seiner Mutter aus dem Schwarzwald, er soll so schnell es geht nach Hause zu ihr und seinem Vater kommen bevor es zu spät ist. Daraufhin macht er sich kurzentschlossen mit zwei alten Schulfreunden auf den Weg Richtung Schwarzwald.Zusammen mit Robert und Immel und viel Musik beginnt die Reise von Berlin erst einmal Richtung Dresden. Dort will Immel einem Kunden eines seiner Kunstwerke aushändigen welches er gekauft hat. Dort angekommen erwartet sie ein völlig Nackter Gastgeber der sie schon nach wenigen Minuten überzeugt zu einer kleinen Party am Abend und somit über nach zu bleiben. Als die Party am Abend ausartet mit viel Alkohol und wahrscheinlich ähnlich vielen Drogen stecken die Drei Freunde mitten drin. Paul schafft es irgendwann sich ein ruhiges Plätzchen zum Schlafen zu suchen. Robert ertränkt seinen Liebeskummer in Alkohol und findet sich mit dem Gastgeberpaar im Bett wieder und Immel ist am nächsten morgen ganz verschwunden.Nachdem die Reisegruppe wieder vollständig ist soll es endlich in die richtige Richtung weiter gehen. Allerdings macht Immel sich bei einigen Skinheads unbeliebt die prompt die Verfolgung aufnehmen. Auf der Flucht kommen ihnen vier jung Musiker zur Hilfe und nehmen sie Kurzerhand mit nach Prag. Frau Bold von Pauls Versicherung schafft es ihnen einen neuen Wagen zu organisieren und versucht sie wieder auf den richtigen Weg zu lenken. Am Ende kommen sie nach noch vielen mehr turbulenten, Fahrten in die falsche Richtung, viel Party und Musik und vor allem einem erneuten Auto Verlust, dann doch im Schwarzwald an. Was Paul dort erwartet hat er selbst nicht für möglich gehalten.

    Mehr
  • Alles kann warten

    Alles kann warten
    Gelinde

    Gelinde

    10. April 2016 um 10:01

    Alles kann warten, von Marc HofmannCover:Nostalgisch angehaucht.Inhalt:Die kryptische Aussage seiner Mutter: „Komm nach Hause bevor es zu spät ist“, veranlasst den 40 jährigen Paul seine Kumpel (aus Kindertagen die auch mit ihm in Berlin gelandet sind) Robert und Immel, zusammenzutrommeln und von Berlin in den Schwarzwald zu fahren.Die Beziehung zu seinen Eltern war nie die Beste, was will sein Vater nun von ihm?Was als Tagestrip geplant ist, entwickelt sich zu einer mehr als schrägen Reise, mit vielen Umwegen, bei der es heißt: einen Schritt vor und zwei Schritte zurück. Werden sie so ankommen?Jeder der Drei hat auf seine Art Probleme mit dem Leben und steht an einem Punkt an dem er sich sagen muss: es passt nicht oder „Lebe ich eigentlich das Leben, das ich leben will?“Meine Meinung:Mir ist das Buch zu überzogen.Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen, wenn nicht so viel Musik- und Filmtexte, Namen und Insider-Wissen eingebaut wäre (meist 80er Jahre).Auch der Einstieg war gut, doch dann kamen die Drogen, die Partys und es wurde für mich immer abstruser. Ich durfte das Buch in einer LR lesen. Für den Autor waren die Punkte: Drogen, Musik, Ehe, Treue, Seitenspruch, Erwachsensein, Vater-Sohn-Beziehung Punkte die ihm wichtig erscheinen.--Drogen find ich immer doof.Und wenn ich die brauche um was zu begreifen, dann läuft für mich schon was schief. Und hier im Buch sind die mir zu toll (alles paletti, nur Party) dargestellt.--Mir war das mit der Musik, mit den Schauspielern und Filmen und all dem viel zu viel. Ich kenne nur einen Bruchteil davon, dadurch wirkt es an einigen Stellen für mich langatmig und zäh, wie wenn da immer eine mir unbekannte Fremdsprache eingebaut ist.--Ich kann verstehen, dass sowas (Seitensprung) passiert.Vielleicht braucht das ja auch der eine oder andere um "aufzuwachen" um sich bewusst zu werden was er hat oder was er will.Ich will da kein Richter sein und es gut oder schlecht finden.--Ich finde alle drei "Helden" sind noch nicht so recht erwachsen geworden.Auch Paul ist nur ins "Erwachsenen-Leben" hineingerutscht.- -Vater-Sohn: Da ist bei allen Drei wohl was schief gelaufen.Aber keiner der Drei hat sich dem gestellt und etwas dagegen, besser gesagt dafür unternommen.Gut gefallen hat mir die Freundschaft der Drei.Egal in welcher Situation, egal wie ehrlich und hart sie zueinander waren und sich manche unangenehme Wahrheit oft nur so um die Ohren gehauen haben,haben sie zueinander gehalten, sich verstanden und wieder vertragen.Und die Beschreibung/Erklärung wie Paul in seine „Erwachsenenleben“ hineingerutscht ist, gefällt mir auch gut.Zwischendurch zeigt das Buch immer mal wieder sehr witzige und lustige Ansätze, die mich echt zum Schmunzeln gebracht haben.Doch das Ende !? Kann sich dann jeder selber ausmalen.Für mich denken die drei nicht wirklich über ihr Leben nach, sie verdrängen immer wieder.Mein Fazit:Ein Roadtrip für Männer. Drogen‚ Alkohol, Party, Sex, Schlägereien, Glücksspiel und Musik.Diese Dinge „brauchen“ sie um sich über ihr Leben klar (oder auch nicht) zu werden.Von mir 3 Sterne.

    Mehr
  • Von Dreien die auszogen, sich selbst zu finden...

    Alles kann warten
    TodHunterMoon

    TodHunterMoon

    10. April 2016 um 00:16

    Von Dreien die auszogen, sich selbst zu finden... So oder so ähnlich kann man das Buch in einem Satz zusammen fassen.  Paul, Robert und Immel, beste Freunde aus Kindertagen und in der Blüte ihres Lebens, haben es irgendwie geschafft über die Jahre befreundet zu bleiben und machen sich nun zusammen auf dem Weg von Berlin in den Schwarzwald. Auf dem Weg dahin treffen sie auf einige Hindernisse, nehmen den ein oder anderen Umweg in Kauf... und treffen dabei auch auf sich selbst. Jeder Einzelne lässt während der Reise sein bisheriges Leben Review passieren und sie halten sich gegenseitig den Spiegel vors Gesicht, auf eine Art, wie das nur beste Freunde machen können.  Gespickt wird das Ganze mit Textauszügen und Zitaten aus Filmen und Musik der 80er, da Musik  für die Drei eine sehr große Rolle spielt und ihre Gruppensprache darauf aufbaut. Mich hat das Buch im Großen und Ganzen gut unterhalten. Der Schreibstil ist locker, liest sich durch die kurzen Kapiteln sehr zügig und ist stellenweise recht amüsant. Auch konnte ich mich gut in die Protagonisten mit ihren Problemen rein versetzen. Das Buch bekommt von mir 3 von 5 Sternen, weil ich mir vorstellen kann, dass für Jemanden, der kein Englisch spricht, die vielen englischen Passagen mit der Zeit nervig werden. Auch für Leser, die keinen Zugang zur Musik der 80er haben, könnte es stellenweise ziemlich langweilig werden.  Des Weiteren hatte ich meine Probleme mit dem ein oder anderen stilistischen Mittel, sprich dem extremen Drogen- und Alkoholkonsum. Ohne Erklärung des Autors während der Leserunde, was seine Intension dabei war, hätte man dies leicht missverstehen können.

    Mehr
  • weitere