Marc Levy Mes amis Mes amours

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Inhaltsangabe zu „Mes amis Mes amours“ von Marc Levy

Zwei alleinerziehende Väter ziehen zusammen und setzen eine strenge Regel fest: kein Babysitter und keine Frau darf diese Wohnung betreten. Aber nach einiger Zeit gestaltet sich die Lage doch etwas schwierig... Eine Komödie um Freundschaft und Liebe. (Quelle:'Flexibler Einband')

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  • Rezension zu "Mes amis Mes amours" von Marc Levy

    Mes amis Mes amours

    Birgit_M

    30. September 2010 um 23:22

    Ich bin wohl leider anfällig für Kitsch. Genauer gesagt, ich mag die Geschichten von Marc Levy. In meinem Bücherregal stehen einige seiner Bücher: „Et si c’était vrai?“, „Sept jours pour une éternité“, „Vous revoir“, „Toutes ces choses qu’on ne s’est pas dites ». Zu meiner Ehrenrettung bzw. Rechtfertigung muss ich hier allerdings ins Feld führen, dass ich diese Bücher allesamt getreu meiner goldenen Regel im Original, sprich auf Französisch, gelesen habe. Zur Erklärung, meine goldene Regel besagt, dass wo und wann möglich ein Buch immer in der Sprache, in der es verfasst wurde, gelesen wird. Nachdem ich Deutsch, Englisch und Französisch spreche (und lese), ergibt das eine ziemlich breite Auswahl an Büchern. Könnte man meinen! Tatsächlich ist es aber so, dass, so bald es zur Bücherauswahl kommt, mein innerer Schweinehund schon knurrend auf der Lauer liegt und laut zu bellen beginnt, wenn ich ein entsprechendes französisch- oder englischsprachiges Buch in der Hand halte. Er führt dann schlagende Argumente ins Feld, wie, dass Lesen schliesslich meine Freizeitbeschäftigung ist. Demnach sollte ein Buch zu lesen etwas Schönes und Erholsames für mich sein und mir nicht durch lästiges Vokabelsuchen verdorben werden. Die bestechende Logik, die diesem Argument innewohnt, leuchtet mir meist ein. Das führt dann meist dazu, dass ich vornehmlich auf Deutsch lese und manchmal, natürlich gegen den Rat meines inneren Schweinehundes, lese ich doch auch englische Bücher. Wo seine Argumente eigentlich leider immer greifen, sind französische Bücher. Wenn es darum geht, mir ein solches zu kaufen, lasse ich mich unglücklicherweise nur zu gern davon überzeugen, doch lieber ein deutschsprachiges Buch meiner Leseliste auszuwählen (also kein Houllebecq im Original). Ganz, ganz selten packt mich dann allerdings doch der Ehrgeiz, ich setze mich über das Gejaule des Schweinehunds hinweg und ich beschliesse, es doch einmal mit einem französischsprachigen Buch zu probieren. In solchen Fällen, beschliesse ich dann auch meist, es langsam angehen zu lassen und nur nicht zu übertreiben. Deshalb lande ich dann oft bei Marc Levy. Seine Bücher sind unterhaltsam und wirklich leicht zu verstehen. Vor allem aber sind sie unendlich kitschig! Was mich meist mich weiter stört, schliesslich halten sie auch, was sie versprechen: leichte Unterhaltung, heile Welt, irgendwo kommt immer ein unwiderstehlicher Architekt vor (Marc Levy hat lange als Architekt gearbeitet bevor er Schriftsteller wurde) und eine nette Liebesgeschichte mit einem herzzerreissenden Happy End. Gut für verregnete Sonntagnachmittage auf der Couch. Prinzipiell hält sich auch das zuletzt von mir gelesene „Mes amis. Mes amours » an dieses Rezept. Der Plot ist denkbar einfach, die Geschichte dreht sich um die beiden Hauptpersonen, zwei beste Freunde, sowie einige sympathische Nebendarsteller, es gibt gleich zwei zuckersüsse Liebesgeschichten und ein (nicht ganz unerwartetes) Happy End. Eigentlich besteht kein Grund zur Klage. You get what you signed up for! Wenn Marc Levy diese Mal nur nicht so derart übertrieben hätte, wenn er nur nicht gar so tief in den Schmalztopf gegriffen hätte. Naja, um einen kurzen Eindruck zu vermitteln, wie schon gesagt dreht sich die Geschichte um zwei beste Freunde, Antoine und Mathias, beide sind geschieden oder zumindest getrennt von der jeweiligen Mutter ihres jeweiligen Kindes. Beide sind Franzosen und leben, nein, nicht in Paris, sondern in London. Beide sind allein erziehend. (Übrigens alles Eigenschaften, die sie mit dem Autor gemein haben) Nach dem Motto „Geteiltes Leid ist halbes Leid“ ziehen Antoine und Mathias mit ihren Kindern zusammen. Zur Erleichterung des Zusammenlebens und um der WG-Harmonie willen werden flugs die folgenden Regeln aufgestellt: es werden keine Frauen mit nach Hause in die gemeinsame Wohnung gebracht, um spätestens Mitternacht müssen alle Hausbewohner zu Hause sein und es gibt keine Babysitter. Wie nicht anders zu erwarten, sind diese Regeln vor allem da, um gebrochen zu werden, insbesondere von Mathias, der sich zu allem Unglück in eine Fernsehjournalistin verliebt und sich auch sonst bis an die Grenzen der Geduld der Leser und seines Mitbewohners verantwortungs- und gedankenlos verhält. Aber, nicht ganz unüberraschend, gegen Ende der Geschichte ereilt ihn neben der Liebe doch noch die Einsicht und alles wendet sich in einem unnachahmlich gefühlsdusseligen Happy End, in dem auch Antoine sein Glück findet, zum Guten. Und dann legt man das Buch aus den Händen und – atmet auf. Es ist vorbei! Denn so oft Marc Levy es auch in seinen anderen Büchern schafft, knapp an der Grenze zum unerträglichen Kitsch vorbeizuschrammen und seine Leser mit einem verschämten, aber doch zufriedenen „Alles wird gut“-Gefühl zurück zu lassen, dieses Mal ist ihm das bei mir durchaus nicht gelungen. Im Gegenteil, ich habe mir geschworen, in nächster Zeit keinen seiner Romane mehr in die Hand zu nehmen. Selbst wenn das bedeutet, dass mein durchaus löblicher Vorsatz hinsichtlich der Verbesserung meiner französischen Sprachkenntnisse den Bach hinunter geht. Tant pis! wie der Franzose sagt.

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