Marc Oliver Rühle , Katharina Jourdan Über uns der Himmel in Luft aufgelöst

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Inhaltsangabe zu „Über uns der Himmel in Luft aufgelöst“ von Marc Oliver Rühle

„Manchmal möchte ich, dass du meinetwegen weinst.“ Doch es ist Mina, die seinetwegen weint, Elias wegen, ihres toten Geliebten. Es wird ein Blick in die Gefühlswelt einer jungen Frau gewährt, die in einem Kriegsgebiet lebt, liebt und leidet. Atmosphärisch dicht und reich an Bildern jagt der Text durch Erinnerungsfetzen der Protagonistin, treibt von sinnlichen Momenten zu Granatschüssen und bleibt dabei immer ganz nah an der verzweifelten Liebe Minas zu Elia, jener Schattengestalt, die für den Leser gleichwohl wie für Mina ungreifbar ist. Der Text gliedert sich in zwei Ebenen, die Erzählung, die in Minas Zimmer beginnt und in dritter Person geschildert wird und Minas ganz persönlichen Gedanken, Tagebuchnotizen vielleicht, die ihre Gefühlswelt aus eigener Perspektive intensiv und unmittelbar erfahrbar machen. In der Illustration wird der Gegensatz von Elia, dem Kämpfer und der weichen, sensiblen Mina betont. Elia bleibt ein kompakter Schatten, während Mina, ähnlich wie im Text weichgezeichnet, mit Aquarell, Bleistift und Tusche umrissen wird.

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  • Was hält uns zusammen, wenn das Leben uns längst getrennt hat?

    Über uns der Himmel in Luft aufgelöst
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

      Eine junge Frau trauert und weint um ihren toten Geliebten. Mina lebt in einem Kriegsgebiet. Sie liebt und leidet. Der poetische Text nimmt den Leser mit wenigen Worten mit auf eine Erinnerungsreise. Zwischen der Erinnerung an sinnliche Momente und Granatschüssen bewegen sich die Worte und Fragen, die aus Mina herausquillen.   Was hält uns zusammen, so fragt sie sich, wenn das Leben uns längst getrennt hat? Kann man den genauern Augenblick beschreiben oder bestimmen, in dem alles in uns zerbricht? Wann genau setzt das Verlieren ein und was ist Verlust?   Hat der Krieg die beiden Liebenden Mina und Elia zunächst zusammengeschweißt, reißt er sie bald unwiederbringlich auseinander. Der Text handelt auf zwei Ebenen. Die eigentliche Erzählung in dritter Person geschrieben und in Minas Zimmer ihren Anfang nehmend und ihre Gedanken und Fragen, möglicherweise aus einem Tagebuch.   Die beeindruckenden Illustrationen von Katharina Jourdan zeichnenden Gegensatz zwischen Elia, dem Kämpfer, der  immer als kompakter Schatten dargestellt ist, und der zarten und sensiblen Mina, die sie mit Aquarell, Tinte oder Tusche gezeichnet hat.   Von diesem Schriftsteller würde ich gerne mehr lesen, vielleicht irgendwann einen Roman?

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